§ 238 StGB Nachstellung Flashcards Preview

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Flashcards in § 238 StGB Nachstellung Deck (13):
1

Prüfungsschema § 238 StGB

I. TATBESTANDSMÄßIGKEIT

–– 1. Obj. TB ––
– Tathandlung
– Nachstellen
– unbefugt
– beharrlich
– Schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensgestaltung
– Kausalität und objektive Zurechnung

–– Subj. TB –– 
– Vorsatz auf Obj. TBM

II. RWK

III. SCHULD

IV. STRAFVERFOLGUNGSVORAUSSETZUNGEN
– Strafantrag nach § 238 IV StGB

V. QUALIFIKATIONEN
– § 238 II StGB – Gefährdungsqualifikation (+ tatbestandsspezifischer Gefahrenzusammenhang)
– § 238 III StGB – Erfolgsqualifikation – § 18 StGB

2

Nachstellen

[§ 238 StGB]

Umfasst mittelbare und unmittelbare Handlungen bzw. Drohungen des Täters, die darauf ausgerichtet sind, sich dem Opfer zu nähern, in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine freie Handlungs- und Entschlussfreiheit zu beeinträchtigen.

3

unbefugt

[§ 238 StGB]

Unbefugt sind die Handlungen des Täters, wenn sie ohne amtliche bzw. rechtliche oder privat-autonome Befugnis bzw. Erlaubnis und gegen den ausdrücklichen Willen des Opfers erfolgen.

(es darf kein Rechtfertigungsgrund wie eine Besuchsrechts bestehen)

4

beharrlich

[§ 238 StGB]

5x in drei Monaten lt. Rechtsprechung

5

Räumliche Nähe

[§ 238 I Nr. 1 StGB]

Der Täter sucht die räumliche Nähe zum Opfer durch Distanzverringerung (physische Nähe).

6

Versuch, Kontakt herzustellen

[§ 238 I Nr. 2 StGB]

Durch Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte versucht der Täter Kontakt zum Opfer aufzunehmen (psychische Nähe).

7

Waren/Dienstleistungen bestellen, Dritte veranlassen Kontakt herzustellen

[§ 238 I Nr. 3 StGB]

Es werden Fälle erfasst, in denen der Täter Waren oder Dienstleistungen bestellt oder Dritte dazu veranlasst.

8

Drohung mit Verletzung des Opfers oder ihm nahestehender Personen

[§ 238 I Nr. 4 StGB]

Erfasst wird das unbefugte und beharrliche Bedrohen eines Menschen (Opfer oder eine ihm nahe stehende Person) mit der Verletzung des Lebens, der körperlichen Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit.

9

Vergleichbare Handlungen

[§ 238 I Nr. 5 StGB]

Quantitativ als auch qualitativ eine vergleichbare Schwere zu Nr. 1 – 4 aufweisen und in ihrem Handlungs- und Erfolgsunwert mit diesen gleichzusetzen sein.

10

schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensgestaltung

[§ 238 StGB]

Es muss sich dabei um gravierende und ernstzunehmende Beeinträchtigungen handeln, die über durchschnittliche und zumutbare Beeinträchtigungen erheblich und objektivierbar hinausgehen.

11

Objektive Zurechnung

[§ 238 StGB]

Ein durch menschliches Verhalten verursachter Erfolg ist nur dann objektiv zurechenbar, wenn dieses Verhalten eine rechtlich missbilligte Gefahr des Erfolgseintritts geschaffen hat und gerade diese Gefahr sich im konkreten, tatbestandsmäßigen Erfolg verwirklicht hat.

12

Tatbestandsspezifischer Gefahrenzusammenhang

[§ 238 II StGB]

Die dem Grundtatbestand anhaftende Gefahr muss sich in der schweren Folge niederschlagen.

13

Tod

[§ 238 III StGB]

Der Tod tritt mit Ende der Hirntätigkeit ein.