5. Auflösung der Unternehmung – Kooperationen und Netzwerke Flashcards Preview

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Flashcards in 5. Auflösung der Unternehmung – Kooperationen und Netzwerke Deck (19):
1

Der Grundgedanke hybrider Organisationsstrukturen

Kooperationen führen zu

-> Traditionelle Unternehmensstrukturen wandeln sich hin zu hybriden Verbindungen unter Einbeziehung externer Partner.

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Der Grundgedanke hybrider Organisationsstrukturen

Veränderung bzw. Auflösung der traditionellen Unternehmensgrenzen

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Erklärungsansätze für die Entwicklung von hybriden Organisationen

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Erklärungsansätze für die Entwicklung von hybriden Organisationen:

Kernkompetenzen

Definition: „Kernkompetenzen stellen die wesentlichen technischen, technologischen, vertrieblichen und organisatorischen Fähigkeiten eines Unternehmens dar“

"Things you do better than your competition"

-> Wettbewerbsdruck erfordert es, die Abstimmung zwischen Aufgabe, Leistungstiefe und Wettbewerbsumfeld zu optimieren.

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Erklärungsansätze für die Entwicklung von hybriden Organisationen:

Kernkompetenzen

VRIO

Kernkompetenzen (Barney 1997) =

V value: Kompetenzen müssen einen strategischen Wert haben, d.h. sie müssen die Wettbewerbsposition und die Effizienz des Unternehmens signifikant und nachhaltig verbessern

R rareness: Knappheit bzw. Einzigartigkeit von Kompetenzen, d.h. sie müssen Differenzierungsvorteile ermöglichen

I imitability: Kernkompetenzen dürfen nicht oder nur mit hohen Kosten vom Wettbewerb kopierbar sein

O organization: geeignete Organisationsstrukturen, Prozesse und Managementsysteme müssen im Unternehmen vorhanden sein, um die Potenziale der Kompetenzen vollständig auszuschöpfen

-> Das VRIO-Schema erleichtert die Identifikation von Kernkompetenzen und die Einschätzung ihres Wettbewerbspotenzials.

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Praxisbeispiel 1: Konzentration auf Kernkompetenzen im Bankensektor

  • Viele europäische Geldhäuser (UBS, Commerzbank, Societe Generale) meiden das kapitalintensive und risikoreiche Geschäft des Investmentbanking. Dies hat zur Abspaltung der Investmentbanking-Sparte geführt.
  • In den USA wollen die Finanzinstitute den Rückzug der Konkurrenz für sich nutzen: Bei Goldman Sachs stieg der Nettogewinn im Investmentbanking in 2014 um 8%, bei JP Morgan um 2% und bei der Citigroup um 16%.
  • Auch die Deutsche Bank verbucht vor allem dank des Investmentbankings im letzten Quartal 2014 einen Gewinn von 441 Millionen Euro.
  • Durch Konzentration auf ihre Kernkompetenz möchte die Deutsche Bank im Investmentbanking im internationalen Geschäft eine entscheidende Rolle spielen.

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Erklärungsansätze für die Entwicklung von hybriden Organisationen:

Kernkompetenzen & weitere Kompetenzen

-> Kern- und Komplementärkompetenz bestimmen effiziente Unternehmensgrenzen.

Bsp. Lufthansa:

Kernkompetenz: Effektiver und Effizientet Fracht- und Personentransport

Komplementärkompetenz: Wartung der Machinen, Catering von Machinen

Peripheriekompetenz: Buchhaltung, Ersatzteile, Flugzeugherstellung

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Erklärungsansätze für die Entwicklung von hybriden Organisationen:

Transaktionskosten

-> Die Auflösung von Unternehmensgrenzen ergibt sich durch Dynamik und Komplexität in Markt, Aufgabe, Umwelt und Transaktionsatmosphäre.

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Erklärungsansätze für die Entwicklung von hybriden Organisationen:

Vertragstheorie

-> Interne und externe Verträge beziehen sich auf klassische Unternehmensgrenzen. Diese werden durch zunehmende hybride Arrangements aufgeweicht, welche

…Effizienzgewinne möglich machen.

…in gewissem Maße zu Wissensabfluss führen.

…vertragliche (harte) und außervertragliche (weiche) Schutzmechanismen erfordern.

 

Bsp. Interne Verträge: Arbeitsverträge

Bsp. Externe Verträge: Kaufvertrag über etwas

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Realisierungsformen hybrider Organisationen

Charakteristika von Kooperationen

-> Unternehmensübergreifende Zusammenarbeit erfolgt zum gegenseitigen Nutzen und hat damit den Charakter einer Symbiose.

Autonomiegrad wichtig, Explozite vertragliche Vereinbarung charakteristisch

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Realisierungsformen hybrider Organisationen

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Realisierungsformen hybrider Organisationen

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Realisierungsformen hybrider Organisationen

Joint Venture / Konsortium

-> Organisation von Kooperationen entwickelt sich abhängig von Ausprägung und Zielsetzung.

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Die Rolle der Informations- und Kommunikationstechnik

-> Die Ausgestaltung symbiotischer Netzwerke stellt besondere Herausforderungen an die Informations- und Kommunikationssysteme.

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Die Rolle der Informations- und Kommunikationstechnik

Potenziale und Trends

Potenziale und Trends in der Anwendung von IuK-Technik:

  • Höhere Übertragungsleistung
  • Viele Kommunikationsanwendungen in einem System
  • Vernetzungstendenzen führen zu unternehmensübergreifenden Gruppen
  • Unternehmensübergreifende Hierarchien durch Integration verschiedener Systeme
  • Ermöglichung von flexiblen Arbeitszeiten und -arten

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Die Rolle der Informations- und Kommunikationstechnik

Probleme und Risiken

Probleme und Risiken der IuK-Technik

  • IuK-Technik ist keine hinreichende Bedingung für Netzwerkerfolg
  • Transfer hoher Datenmengen birgt Gefahr von Engpässen bei Übertragungskapazität
  • Refahr der Datenmanipulation
  • Rechtliche Risiken
  • Sicherheitsrisiken
  • Herausforderung für das Management von Arbeits- und Freizeit

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Schlussfolgerungen für das Management

Voraussetzungen für Kooperation

-> Manager müssen die unternehmensinterne Infrastruktur zur Verfügung stellen, um maximalen Nutzen aus Kooperationen ziehen zu können.

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Schlussfolgerungen für das Management

-> Theorie der Kernkompetenzen und Transaktionskostentheorie geben Gestaltungsempfehlungen zur Beherrschung von Risiken.

  1. Kooperation bei Kerntätigkeit nur in Ausnahmefällen
  2. Kooperationen müssen durch Vertrauen und langfristige Verträge gesichert werden
  3. Prüfung der institutionellen, rechtlichen, technischen und personellen Voraussetzungen (Kooperationsfähigkeit)
  4. Abschätzung der Chancen von Kooperationen und Abwägung der Risiken
  5. Definition von Regeln für Zusammenarbeit der Kooperationspartner, um Risiken zu beherrschen

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Schlussfolgerungen für das Management

Vor- und Nachteile von Koorperationen

Vorteile von Kooperationen

  • Schnellere Realisierbarkeit von Ergebnissen durch Zusammenarbeit
  • Geringes Risiko durch sukzessiven Kooperationsaufbau
  • Selbständigkeit und somit Flexibilität wird gewahrt
  • Der Erhalt von notwendigen Fähigkeiten und Ressourcen kann Unternehmen helfen, ihre Flexibilität zu verbessern
  • Zusammenarbeit kann eine wichtige Quelle des Lernens im Unternehmen sein

Nachteile von Kooperationen

  • Abhängigkeitsverhältnis
  • Abstimmungs-, Planungs- und Steuerungsaufwand
  • Kontrollverlust und erhöhter Projektkomplexität bei Zusammenarbeit
  • Eingeschränkter Schutz firmeneigener Technologien; Verlust von Geschäftsgeheimnissen
  • Geringere Anreize für Ausbau und Erneuerung eigener Fähigkeiten