Der Aktien- und Börsenführerschein Flashcards Preview

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Flashcards in Der Aktien- und Börsenführerschein Deck (51):
1

Wann dominieren die Bullen?

-Positive Börsenstimmung
-Niedriges Zinsniveau
-Nachhaltige Unternehmensgewinne
-Zukunftsträchtige Wachstumschancen
-Keine überhöhte Rohstoffpreise (Erdöl!)
-Konjunktureller Aufschwung
-Stabilise Preise, geringe Inflationsrate
-Vernünftige Wirtschaft-und Steuerpolitik
-Berechenbarer Wechselkurs von € und $
-Stabile politische Verhältnisse

2

Wann dominieren die Bären?

Inflations-, Deflations-, Rezessionsängste
LängerePeriode steigender Leitzinssätze
Umsatz- und Gewinnrückgang
Weltweit lahmende Konjunktur
Hohe Arbeitslosigkeit, Steuererhöhungen
Spekulativ hohe Rohstoffpreise (Erdöl)
Überschuldung, Unternehmenspleiten
Angst vor Terroranschlägen und Krieg
Platzen von Spekulationsblasen
Epidemiegefahr

3

Was ist Inflation?

Inflation bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre eine allgemeine und anhaltende Erhöhung des Preisniveaus von Gütern und Dienstleistungen (Teuerung), gleichbedeutend mit einer Minderung der Kaufkraft des Geldes.

4

Was ist die Konjunktur?

allgemeine Bezeichnung für die Geschäftslage oder die wirtschaftliche Lage eines Landes. In der Volkswirtschaftslehre spricht man von Konjunktur, wenn Nachfrage- und Produktionsschwankungen zu Veränderungen des Auslastungsgrades der Produktionskapazitäten führen (in Abgrenzung von der Entwicklung der Kapazitäten im Sinne von wirtschaftlichem Wachstum selbst) und wenn sie eine gewisse Regelmäßigkeit aufweisen (in Abgrenzung von einmaligen Sondereinflüssen).

5

Was ist Deflation?

Unter Deflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen allgemeinen, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Güter und Dienstleistungen. Deflation entsteht, wenn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage geringer ist als das gesamtwirtschaftliche Angebot (Absatzkrise). Deflation tritt üblicherweise zusammen mit einer Depression auf.

6

Was ist eine Rezession?

Rezession bezeichnet die kontraktive Konjunkturphase, in welcher ein Abschwung der Wirtschaft verzeichnet wird. Nach der am meisten verbreiteten Definition liegt eine Rezession vor, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorquartalen nicht wächst oder ein Rückgang zu verzeichnen ist (sinkendes Bruttoinlandsprodukt).

7

Was ist der Prime Standard?

Das höchste Transparenzlevel für börsennotierte Unternehmen, das über die gesetzlichen Mindestanforderungen des Regulierten Marktes hinausgeht. Der Prime Standard ist auf Unternehmen des Regulierten Marktes zugeschnitten, die sich auch auf internationale Investoren ausrichten wollen. Sie müssen über das Maß des General Standard hinaus hohe internationale Transparenzanforderungen erfüllen. So müssen sie quartalsweise über ihr Geschäft berichten (Quartalsfinanzbericht oder Quartalsmitteilung), Ad-hoc-Mitteilungen auch in Englisch veröffentlichen und mindestens eine Analystenkonferenz pro Jahr abhalten. Nur Unternehmen, die zum Prime Standard zugelassen sind, können in die Auswahlindizes Dax, MDax, TecDax oder SDax aufgenommen werden.

8

Was ist der DAX?

Der Leitindex DAX bildet die Wertentwicklung der 30 größten deutschen Als ab und erfasst als Performance-Index auch Dividenden und Bonuszahlungen

9

Was ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausschüttet.

10

Was ist der Ertrag?

Der Ertrag bezeichnet die Einnahmen eines produzierenden Unternehmens, die durch Aufwendungen / Aufwand generiert werden

11

Was ist die Rendite?

Die Rendite ist der Ertrag einer Geldanlage, der innerhalb eines Jahres erzielt wird, in Bezug auf den Kapitaleinsatz des Anlegers.

12

Wie berechnet sich die Rendite?

Dividende multipliziert mit hundert dividiert durch den aktuellen Kurs oder Kaufpreis

13

Was ist der MDAX?

Ein Index der 50 größten Unternehmen nach dem DAX aus klassischen Branchen

14

Was ist der TecDAX?

Ein Index der 30 größten Technologie-Unternehmen nach dem DAX (In-und Ausland)

15

Was ist der SDAX?

Ein Index der 50 größten Unternehmen nach dem MDAX aus klassischen Branchen

16

Was ist der EURO STOXX 50?

Der Leitindex der Eurozone der 50 größten Unternehmen der Eurozone

17

Was ist der STOXX 50?

Ein Index der 50 größten Unternehmen in Gesamteuropa.

18

Was ist der Dow Jones Industrial Average?

Der US-Index der 30 bedeutendsten, marktführenden Unternehmen an der amerikanischen Börse und spiegelt deren Kursentwicklung wider.

19

Was ist der Nasdaq?

Der Index umfasst alle Aktien, die im Nasdaq Stock Market (National Association of Securities Dealers Automated Quotations), der nordamerikanischen Börse für Wachstumswerte, gelistet sind. Die Gewichtung der Werte erfolgt hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung. Mit insgesamt rund 5.000 gelisteten Unternehmen aus dem In- und Ausland gehört der Nasdaq Composite zu den wichtigsten Börsenbarometern weltweit.

20

Was ist der S&P 500?

Der Index umfasst die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA und spiegelt deren Wertentwicklung wieder. Er gilt daher als Indikator für die Entwicklung des gesamten US-amerikanischen Aktienmarktes. Die Gewichtung der Werte erfolgt hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung.

21

Welche Arten von Aktien gibt es in Bezug zu den Rechten? Englisch?

Stammaktien (ST) (Common Stock) und Vorzugsaktien (VZ) (Preferred Stock)

22

Welche Arten von Aktien gibt es in Bezug zu der Übertragbarkeit?

Inhaberaktien (Bearer instrument; stock) und Namensaktien (Registered share)

23

Was ist der Unterschied zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien?

Eine Stammaktie beinhaltet ein Stimmrecht, das du auf der Hauptversammlung einsetzen kannst.Eine Vorzugsaktie beinhaltet kein Stimmrecht, wird aber bevorzugt bei der Dividendenausschüttung und der Höhe der Dividende behandelt.Vorzugsaktien und Stammaktien notieren zu unterschiedlichen Aktienkursen

24

Was ist der Unterschied zwischen Namensaktien und Inhaberaktien?

Inhaberaktien und Namensaktien regeln die Übertragbarkeit einer Aktie. Bei Inhaberaktien ist der Besitzer nicht bekannt. Bei Namensaktien müssen die Aktionärsnamen ins Aktienregister der Aktiengesellschaft eingetragen werden

25

Was ist ein Aktiensplit?

Bei dieser Kapitalmaßnahme werden existierende Aktien in eine größere Anzahl neuer Aktien mit einem geringeren Nominalwert umgewandelt. Dadurch reduziert sich der Aktienkurs. Die Aktie wird leichter handelbar – und optisch billiger. Infolgedessen wird das Papier für breitere Anlegerschichten attraktiver. Und das hilft mittel- bis langfristig wiederum dem Aktienkurs, so das Kalkül der Manager.

26

Was sind die Voraussetzungen für einen Aktiensplit?

Ein Aktiensplit bedarf der Zustimmung der Aktionäre und muss daher als ein Extra-Tagesordnungspunkt auf der Hauptversammlung besprochen und abgesegnet werden. Dafür ist eine einfache Mehrheit der Hauptversammlung nötig.

27

Wie viele Aktien habe ich nach dem Split?

Das kommt auf das Split-Verhältnis an. Ein Beispiel: Liegt das Verhältnis bei 1:2, wird eine alte Aktie durch zwei neue Aktien ersetzt. Die Verdopplung der Aktienanzahl ist die natürliche Folge.

28

Was sind diese Aktien wert nach einem Split?

Da es sich bei einem Aktiensplit um eine rein optische Korrektur handelt und der Nennwert entsprechend gesenkt (in unserem Beispiel halbiert) wird, ändert sich an den Beteiligungsverhältnissen und damit am Wert des Aktienbestandes der einzelnen Aktionäre nichts. Der Börsenwert des Unternehmens bleibt somit von einem Aktiensplit unberührt.

29

Ist ein Aktiensplit ein gute Nachricht?

Anleger mögen Aktiensplits. Dazu kommt es, wenn der Kirs zuvor stark stieg und das Management mit hohem Umsatz- und Ertragswachstum rechnet.

30

Was ist eine Aktienzusammenlegung (Reverse-split)?

Die Aktienzusammenlegung ist das Gegenteil eines Aktiensplits und die Maßnahme einer Aktiengesellschaft, welche die Anzahl der ausgegebenen Aktien verringert, wodurch der Börsenkurs der verbleibenden Aktien entsprechend steigt.

31

Ist eine Aktivzusammenlegung eine gute Nachricht?

Die Zusammenlegung von Aktien ist eine denkbar schlecht Nachricht. Kein Unternehmen, das mit einem ertragreichen Geschäftsmodell überzeugt, sich in einer margenstarken Nische behauptet, Wettbewerber durch Alleinstellungsmerkmale davon abhält, einen Fuß in ihre Marktnische zu setzen, muss sein Kapital herabsetzen.

32

Was ist ein Aktienrückkaufprogramm?

Wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung dem Vorstand grünes Licht geben, im genehmigten Umfang eigene Aktien kaufen zu können, und das Unternehmen dies dann umsetzt, spricht man von einem Aktienrückkauf. Dieser ist in der Regel auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt und oft wird ein Höchstkurs für die zurückzukaufenden Aktien vorgegeben - und nach geltendem deutschem Recht darf eine Aktiengesellschaft nicht über mehr als 10% ihres eigenen Grundkapitals verfügen.

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Warum sind Aktienrückkaufprogramms bei Anlegern beliebt?

Aktienrückkaufprogramme sind bei Anlegern aufgrund ihrer positiven Nebenwirkungen in der Regel sehr beliebt, weil sie durch die zusätzliche Nachfrage nach den Aktien des Unternehmens tendenziell zu steigenden Kursen derselben führen. Jedenfalls, wenn der faire Wert des Unternehmens oberhalb des aktuellen Aktienkurses notiert. Darüber hinaus repräsentiert nun jede andere Aktie einen höheren Anteil am Unternehmensgewinn, weil das Unternehmen ja keine Gewinne an sich selbst ausschüttet, und die gewinnbezogenen Bewertungskennziffern sinken entsprechend, wie zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Als direkte Folge steigt auch der faire Wert der Aktien.

34

Was ist die Value-Strategie?

Die Value-Strategie wendet sich an konservative und chancenorientierte Anleger mit einem längerfristigen Anlagezeitraum. Value ist ausgerichtet auf werthaltige, substanzstarke Papiere mit hoher Ausschüttung und einem im Branchenvergleich eher niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis. Value schaut auf wichtige Finanzzahlen wie Cashflow und Buchwert als Maßstab für die Höhe des Eigenkapitals. Vor allem im Bärenmarkt sind gute Value-Papiere zu empfehlen.

35

Worauf gründet die Fundamentalanalyse?

Um den fairen Wert einer Aktie verlässlich zu ermitteln, werden die Vergangenheit, die derzeitige Marktlage und die Zukunftsaussichten untersucht und negative wie positive Faktoren beleuchtet. Dazu gehört auch der Vergleich mit marktführenden Wettbewerbern. Wichtige Kennziffern erleichtre die Einschätzung. Dazu zählen die Einzel-, Branchen- und Gloabalnalyse. Die Branchenalayse erforscht im Zuge der Globalisierung die Einflussfaktoren auf vergleichbare Unternehmen. Die Globalanalyse untersucht die Wirstschafentwiclung hierzuland und in anderen Regionen. Die Fundamentalanalyse will den tatsächlichen Wert einer Aktie ermitteln, gestützt auf eine möglichst genaue Einzelanalyse.

36

Was ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis?

Das KGV gild als wichtige Kennziffer bei der Einzelanalyse. Es zeigt auf, mit welchem Vielfachen des Jahresgewinns eine Aktie gehandelt wird.

37

Wie wird das KGV berechnet?

Es errechnet sich aus dem aktuellen Börsenkurs geteilt durch den geschätzten Gewinn pro Aktie für das nächste Jahr. Je niedriger das KGV im Branchenvergleich ist, desto preiswerter erscheint unter reinen Ertragsgesichtspunkten eine Aktie.

38

Was ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis?

Der Substanzwert bzw. das KBV gibt Hinweise auf das Eigenkapital. Beim KBV interessiert der Buchwert, also der materielle Unternehmenswert wie Gebäude, Anlagen, Fuhrpark, Patente. Liegen Kurs- und Buchwert nahe beieinander, ist die Bewertung angemessen. Übersteigt der Buchwert den Kurs, ist die Aktie eher unterbewertet. Beim KBV möglichst niedrig, ma besten eine Null oder Eins vor dem Komma.

39

Was ist das Kurs-Cashflow-Verhältnis?

Das Kurs-Cashflow-Verhältnis schätzt die Finanz- und Ertragskraft ein. Der Cashflow besteht aus Jahresüberschuss, Abschreibung, Veränderung langfristiger Rückstellungen und Steuern auf Einkommen und Ertrag.

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Wie berechne ich die Dividendenrendite?

Ausschüttung multipliziert mit Hundert dividiert durch den Kurs. Wichtige Fragen: steigt die Dividende verlässlich?

41

Was wird bei der Beschreibung der Geschäftstätigkeit untersucht?

Einschätzung von Management, Marketing und Unternehmenspolitik, Firmenkultur, Shareholder Value usw.

42

Was ist eine Aktie?

Die Aktie verbrieft einen Anteil am Grundkapital. Mittels Aktien werden Sie Miteigentümer der AG. Es gibt Verwaltungsrechte (HV-Teilnahme, Auskunfts-,Rede- und Stimmrecht) und Vermögensrechte (Dividende; Bezugsrecht bei Kapitalerhöhung gegen Bareinzahlung)

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Was sind Anleihen?

Es sind mit festem oder variablem Zinssatz ausgestattete Staats- und Firmenanleihen. Die Schuldverschreibungen haben feste Rückzahlungstermine. Je nach Kreditwürdigkeit vergeben die Agenturen ein Rating bzw. Ranking von AAA (höchste Bonität) bis DDD (Zahlungsunfähigkeit).

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Was sind Aktien-/Investmentfonds?

Sie decken bestimmte Märkte, Länder, Branchen, Indizes und Themen ab. Oft fällt ein Ausgabeaufschlag von 5% an, der jedoch verhandelbar ist. Üblich ist eine Verwaltungs- bzw. Erfolgsgebühr, die im Schnitt bei jährlich 1,9% liegt.

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Was ist der Briefkurs?

"B" zeigt an, zu welchem Kurs Sie den Titel kaufen können. Aus Anlegersicht ist der Briefkurs der höhere Kaufpreis, der Geldkurs "G" der geringere Verkaufspreis.

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Was ist Diversifikation?

Das A und O für Erfolg ist eine breite Streuung nach Indizes, Branchen, Ländern und zeitlich. Fehlt es an Kapital, um mit Einzelaktien zu streuen, greifen Sie auf ETFs und Themenfonds zurück. Zu den größten fehlen zählt die Einwert-Strategie.

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Was ist der Geldkurs?

Er informiert, zu welchem Preis Sie Aktien verkaufen können. Aus Anlegersicht ist der Geldkurs "G" der niedrigere Verkaufspreis, der

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Was sind Indexfonds, ETFs?

Ein ETF (Exchange Traded Funds) sind keine Schuldverschreibung, sonder geschütztes Sondervermögen der Investmentgesellschaft. Die Kursentwicklung entspricht bei passivem Management dem Index.

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Wie kann ein Sparplan zu Beginn aussehen?

Jeder Berufsstarter sollte für dien Vermögensaufbau ETF-Sparpläne abschließen. Er nutzt dabei den Cost-Average-Effekt. Mit gleich hohem Einsatz erwirbt er bei fallenden Kursen mehr und im Bullenmarkt bei Kursen im Aufwind weniger Anteile.

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Was heißt Thesaurierung?

Solche Aktienfonds und ETF schütten keine Dividende aus, sondern investieren Erträge in neue Anteile.

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Was ist die Growth-Strategie?


Anders als der Value-Ansatz konzentriert sich die Growth-Strategie (engl. Growth = Wachstum) weniger auf die Analyse von Einzelunternehmen, als auf die Betrachtung ganzer Branchen. Der Growth-Investor versucht, frühzeitig zukünftige Wachstumsmärkte zu erkennen und dann die Unternehmen mit der höchsten Wachstumsdynamik auszuwählen.

Das sind oft die Gesellschaften, die sich schon früh größere Anteile an einem boomenden Markt sichern konnten und von ihrer relativen Größe profitieren. Da der Growth-Investor aber möglichst früh solche Potenziale zu erkennen versucht, beruhen seine Entscheidungen hauptsächlich auf Erwartungen, und weniger auf bereits bewährten Geschäftsmodellen wie bei Value-Titeln. So werden bei der Growth-Strategie oft Gewinne mit Aktien erzielt, deren Unternehmen noch gar keine schwarzen Zahlen schreiben. Umso wichtiger ist es für einen erfolgreichen Growth-Investor, eine Aktie systematisch abzustoßen, sobald das Unternehmen seine Wachstumshoffnungen enttäuscht.