Journalismus Flashcards Preview

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Flashcards in Journalismus Deck (46):
1

Merkmale des Journalismus

- Neuigkeit (Aktualität)
- Faktizität
- Relevanz

2

Journalismus vs. Geschichte vs. Literatur vs. Werbung

Geschichte: aktuell vs. vergangen
Literatur: faktenorientiert vs. fiktional
PR: publikumsorientiert vs. produktorientiert

3

Was tun Journalisten? (DJV)

"Erarbeitung bzw. Verbreitung von Informationen, Meinungen und Unterhaltung durch Medien in Bild, Ton und Schrift."

4

Schriftleitergesetz von 1933

4. Oktober 1933 durch Goebbels. Enteignung linker Parteizeitungen, Redakteure ins Exil. Journalisten = Sprachrohr der Regierung

5

Dimensionen des Journalismus

- sprachliche Dimension
- professionelle Dimension (Auswahl von Themen, Produktion etc.)
- gesellschaftliche Dimension (öffentliche & ethische Aspekte)

6

Weischenbergs Zwiebel

Mediensystem >> Medieninstitutionen >> Medienaussagen >> Medienakteure

7

Analyseebenen der Sozialwissenschaften

Mirkoebene: z.B. einzelne Journalisten
Mesoebene: z.B. Redaktionen
Markoebene: z.B. Journalismus als System

8

Grundgesetz Artikel 5. Freiheiten von Kommunikator, Medium und Rezipient. Schranken.

Kommunikator: Meinungsfreiheit
Medium: Pressefreiheit
Rezipient: Informationsfreiheit

Schranken: Vorschriften der allgemeinen Gesetze (z.B. Beleidigungen)

9

UN-Menschenrechtserklärung 1948. Artikel 19.

"Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung"

10

Rechtlicher Rahmen des Journalismus

Menschenrechte > Gesetze > Staatsverträge > Rechtsprechung > Pressekodex > Redaktionelle Regeln

11

Spiegel-Affäre 1962

- entstanden aus Fehde zwischen Strauß und Augstein (Herausgeber Spiegel)
- Bundesanwaltschaft wirft dem Spiegel Landesverrat vor, schließt Redaktionen und lässt Redakteure verhaften
- Proteste durch Presse und Studenten > Meilenstein der Verteidigung der Pressefreiheit

12

Beondere Rechte von Journalisten

- Auskunftsrecht bei Behörden
- Zeugnisverweigerungsrecht
- Redaktionsgeheimnis
- Staatl. Subventionen
- Anerkennung als Tendenzbetrieb

13

Mediensysteme: Four theories of the press

- Autoritarismus (dem Staat dienen)
- Liberalismus (Entdeckung der Wahrheit und Kontrolle der Reg.)
- Soziale Verantwortung (Schaffen eines Forums)
- Kommunismus (Zum Erfolg des Systems beitragen)

14

Definitionen des Journalismus - Funktionszuschreibungen

Systemtheoretischer / konstruktiver Ansatz: Bildung einer konstruierten Wirklichkeit zur Orientierung in einer komplexen Welt

Deliberativer Ansatz: Massenmedien als Mandatar eines aufgeklärten Publikums, unabhängig & unparteilich

15

Journalistische Sprache

"Keep it short and simple"
- Satzlänge begrenzen
- S-P-O Schema
- Aktiv vor Passiv

16

Journalistische Darstellungsformen (tatsachen- und meinungsbetont)

Tatsachenbetont:
- Meldung, Bericht, Interview, Reportage etc.

Meinungsbetont:
- Kommentar, Leitartikel, Glosse, Interview etc.

17

Privat vs. öffentlich-rechtlich (Eigentümer & Orientierung)

Eigentümer: Medienunternehmen vs. Anstalten des öffentlichen Rechts
Orientierung: redaktionelle Linie vs. Programmauftrag

18

Verlags- und Redaktionsstrukturen (Beispiel SZ & Spiegel)

Spiegel: Mitarbeiter als Mit-Eigentümer
SZ: Lizenzierung, Verlegerfamilien

19

Lizenzpresse nach dem 2. WK

1945: Druckereien werden geschlossen. Lizenzvergabe an unbelastete Personen.
1949: Generallizenz: Altverleger dürfen wieder publizieren
1954: 225 redaktionell selbstständige Tageszeitungen
1990: Stabilisierung, Aufschwung

20

Anzahl Publizistischer Einheiten (1954-2015)

1954: 225 Einheiten
1976: 121
1991: 158
2015: 121

21

Auflagenschwund

1991: 27,3 Mio.
2016: 15,3 Mio.

22

Kosten- und Erlösstruktur

Kosten:
1. Vertrieb
2. Redaktion
3. Herstellung
4. Anzeigen
5. Verwaltung

Erlöse:
1. Vertrieb
2. Anzeigen
3. Fremdbeilagen

23

Anzeigen-Auflagen-Spirale

Steigende Auflage > Attraktivität für Werbekunden > Steigende Einnahmen > Qualitätssteigerungen > Steigende Auflagen

24

Finanzierungsmodelle

- Digitales Abo / Apps
- Pay-TV / Rundfunkbeiträge
- Abonnementzeitungen / Boulevardzeitungen

25

Die zehn größten deutschen Medienkonzerne 2017

1. Bertelsmann
2. ARD
3. ProSiebenSat.1
4. Axel Springer
5. Bauer
6. Hubert Burda Media
7. ZDF
8. Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck
9. Funke Mediengruppe
10. DuMont Mediengruppe

26

Redaktionelle Line, pol. Tendenz deutscher Tageszeitungen & Spiegel + Zeit

taz > FR > Süddeutsche > FAZ > WELT
Spiegel > Zeit

27

Journalistische Rollenvorstellungen

1. Dinge so berichten, wie sie sind
2. Aktuelles Geschehen einordnen & analysieren
3. unparteiischer Beobachter

28

Anzahl & Verteilung Journalisten in Deutschland

1. Zeitungen (17.113)
2. Zeitschriften (9.419)
3. Hörfunk (8.003)
4. Fernsehen (7.215)

29

Presseausweise

nicht zwingend notwendig, aber in der Praxis üblich, um Zutritt zu bekommen

30

Medienvertrauen in Deutschland

Nur etwa die Hälfte der Bevölkerung hat volles Vertrauen in die Medien

31

Kritik an deutschen Medien

1. Zitation von Experten, die zu ihrer Berichterstattung passen
2. Übertriebene Darstellung von pol. Skandalen
3. Übertriebene Darstellung von Kriminalität
4. Vermischung neutrale Berichterstattung und Kommentare

32

Das Publikum - wichtige Kennziffern

- Einschaltquote
- Marktanteil
- Reichweite

33

LpN und LpA

Leser pro Nummer: Gesamtzahl der ermittelten Leser eines Printtitels
Leser pro Ausgabe: Leserschaft im Durchschnitt der Ausgaben

34

Zeitbudget für Mediennutzung

Starker Anstieg 1960 - 2005 (3 auf 10 Stunden)
Stabil seit 2005

35

Größte Sinus-Milieus in Deutschland 2015

1. Hedonisten
2. Traditionelle
3. Bürgerliche Mitte
4. Konservativ-Etablierte

36

Qualität und Ethik des Journalismus: Problemzonen

- Objektivität, Wahrheit
- Vereinfachung
- Unabhängigkeit
- Watchdog role: Fairness
- Verhältnismäßigkeit

37

Trennungsgebot

Redaktionelle Berichterstattung >< Werbung
Information >< Fiktion
Nachricht >< Kommentar

38

Journalistische Sorgfaltspflicht

- Informationen und Quellen prüfen
- Zwei-Quellen-Prinzip
- Audiatur et altera pars ("Man höre auch die andere Seite"

39

3 Grundbegriffe: Ethik

Tugendethik: tugenhaft handeln
deontologische Ethik: aus Pflicht handeln
telelogische Ethik: auf ein Ziel hin handeln

40

Pressekodex: Ethik

"Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid. Die Presse beachtet den Jugendschutz."

41

Anzahl Beschwerden über Journalisten

Anzahl der eingegangenen Beschwerden von 2010. 2016 gestiegen (1.661 auf 2.000)

42

Maßnahmen bei Beschwerden

- Rügen
- Missbilligung
- Hinweise

43

Pressekodex: Unglücksfälle und Katastrophen

"Berichterstattung findet ihre Grenzen im Respekt vor dem Leid von Opfern und den Gefühlen der Angehörigen. Die Betroffenen dürfen nicht ein zweites Mal zu Opfern werden."

44

Pressekodex: Berichterstattung über Straftaten

"Zugehörigkeit der Verdächtigen zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten soll i.d.R. nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein öffentliches Interesse."

45

Wichtige Kennziffern für Onlinemedien

- Hit (Zugriff auf Einzelelement)
- Page Impression, Page View (Aufruf einer Webseite)
- Unique User / Visitor (Einzelne Nutzer)
- Conversion Rate (Verhältnis zwischen Webseiten-Besuchern und getätigten Transaktionen)

46

Roboterjournalismus

Von Computern generierte Texte (v.a. Sport- und Finanznachrichten)