Kapitel 2 – Innovationssystem der Unternehmung Flashcards Preview

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Flashcards in Kapitel 2 – Innovationssystem der Unternehmung Deck (27):
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Herausforderung: Innovationsmanagement

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Grundaussagen

  1. Das Management von innovativen Entscheidungen unterscheidet sich grundlegend vom Management von Routineentscheidungen.
  2. Standardinstrumente, die zum Management von Routineentscheidungen oder von Entscheidungen mittlerer Komplexität genutzt werden, versagen im Falle von innovativen Entscheidungen.
  3. Die angemessene Wahrnehmung des innovativen Problemgehaltes einer Entscheidung stellt eine Grundvoraussetzung erfolgreichen Innovationsmanagements dar.

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Formale Merkmale einer Innovation

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Typische Herausforderungen des Innovationsmanagements

  • Innovations- Barrieren
  • Unklare Ziele und eine unklare Situation
  • Kooperative Führung
  • Aufbau von Netzwerken und Märkten

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Typische Herausforderungen des Innovationsmanagements

Innovations- Barrieren

  • Verhinderung, Verzögern oder Abbrechen von Innovationen aufgrund von Widerständen von Personen, die sich bedroht fühlen oder Risiken, Eigenverantwortlichkeit und zusätzliche Arbeit vermeiden wollen
  • Adaptionsbarrieren beim Kunden / innovations- feindliche Regulierung

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Typische Herausforderungen des Innovationsmanagements

Unklare Ziele und eine unklare Situation

  • Ergebnisse sind häufig unklar und unsicher, Ziele müssen erst entwickelt werden.
  • Neue Technologien und Lösungen müssen entdeckt werden.
  • Neue Märkte, Zielgruppen und Kunden sind zu erschließen.
  • Strategien des Wettbewerbs sind zu beachten.

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Typische Herausforderungen des Innovationsmanagements

Kooperative Führung

  • Viele Personen aus unterschiedlichen Organisationen, Abteilungen und Ebenen innerhalb einer Organisation sind in den Prozess involviert – Sie müssen koordiniert, motiviert und gefördert werden.
  • Führung beruht auf anderen Machtbasen; inspirierende und partizipative Typen sind effektiver als einschränkende.

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Typische Herausforderungen des Innovationsmanagements

Aufbau von Netzwerken und Märkten

  • Unternehmen müssen in den Aufbau neuer Beziehungen, neuer Netzwerke und neu entstehender Märkte investieren.
  • Die Kunden müssen von den Vorteilen der neuen Lösung überzeugt werden, da diese häufig mit etablierten Lösungen konkurriert.

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Adäquate Bewertung des Innovationsgehalts

… ist die erste Aufgabe des Innovationsmanagements.

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Schwierigkeit der Innovations-“Frühaufklärung“ am Beispiel Telemonitoring

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Balance zwischen Unter- und Überbewertung

Under- estimation bias: Radikale Innovationen werden als nicht- innovativ wahr- genommen

  • Der Entscheidungsprozess wird verzögert oder startet nie.
  • Entwicklungsprojekte werden möglicherweise zu früh beendet oder erfahren nicht genug Aufmerksamkeit.
  • Vergeudete Chancen: Wettbewerbsfähigkeit schwindet, Kosteneinsparungen oder zusätzliche Gewinne werden nicht realisiert.

Over- estimation bias: Gimmicks werden als innovativ wahrgenommen

  • Verschwendung von Zeit und Geld auf Entscheidungen des oberen Managements oder von Experten. Ressourcen werden eingesetzt, um ein Problem zu lösen, das auch auf herkömmlichem Wege hätte gelöst werden können.
  • Negative Konsequenzen für die Entscheidungskultur: Der inflationäre Gebrauch des Wortes “Innovation” impliziert, dass Verfechter von weniger bedeutsamen Problemen nach mehr Aufmerksamkeit verlangen als sie verdienen.

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Innovationsmanagement als Institution und Funktion

Innovationsmanagement als Institution

Formale Aspekte

  • Wer ist verantwortlich für das Management von Innovationen?
  • Welche Kompetenzen müssen Entscheider haben?
  • Wie ist die Kooperation zwischen Projekt und Linienmanagement organisiert?
  • Welche Regeln gelten im Konfliktfall?
  • Wer berichtet an wen, über welche Themen, wie und wann?

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Innovationsmanagement als Institution und Funktion

Innovations- management als Funktion

Aktivitäten

  • Strategien definieren
  • Ziele formulieren
  • Entscheiden über Programme, Projekte, Personen und Ressourcen
  • Informationsflüsse beeinflussen
  • Eine Kultur von Respekt, Offenheit, Kooperation, Vertrauen und Engagement bei Beteiligten und Betroffenen schaffen
  • Akteure motivieren für innovative Entscheidungen zu arbeiten

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Definitionen von Innovationmanagement

Innovationsmanagement umfasst alle Planungs-, Entscheidungs-, Organisations- und Kontrollaufgaben im Hinblick auf die Generierung und die Umsetzung von neuen Ideen in marktfähige Leistungen. (Vahs/Brem)

Innovationsmanagement ist die bewusste Gestaltung des Innovationssystems, d.h. nicht nur einzelner Innovationsprozesse, sondern auch der Institution, innerhalb derer diese Prozesse ablaufen. (Hauschildt/Salomo)

Innovationsmanagement ist…

  • nachhaltige Gestaltung
  • zukunftsorientierter Wertschöpfung
  • durch beharrliches Tun
  • von neuen Dingen
  • und dies besser als der Wettbewerb.

(Gemünden)

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Gestaltungsfelder des Innovationsmanagements

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Evaluation des Innovationserfolgs

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Evaluationsdimensionen und -kriterien

Wichtige Folie

Erfolg immer Multidimensional

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Beispiel Xerox-Maus

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Innovationsprozess

Bsp: Leveraged Freedom Chair (Amos Winter)

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Unterschiedliche Herausforderungen

Anforderungen und Herausforderungen in unterschiedlichen Phasen

Idee Entdeckung Forschung Invention

  • Wissen um neue Technologien und neue Bedürfnisse
  • Stimulation neuer Gedanken und Ideen, Kreativität
  • Kommunikation und Netzwerken
  • Auswahl und Unterstützung vielversprechender Konzepte

Entwicklung Konstruktion Test

  • Fokussierte, zielgerichtete Projekte
  • Wissen über potenzielle Kunden und ihre Bedürfnisse
  • Wissen über realisierbare Technologien
  • Koordination der Aktivitäten, Ressourcen, Mitarbeiter, Planung, Steuerung, Kommunikation und Führung

Implementierung Produktion Diffusion

  • Qualifikation, Beständigkeitssicherung
  • Kostenmanagement der personellen Mittel
  • Marketing, Vertrieb
  • Services
  • Wettbewerb 

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Ein generischer Innovationsprozess

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Ein generischer Innovationsprozess

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Ein generischer Innovationsprozess

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Der Innovationsprozess ist eingebettet in das Innovationssystem

Innovationsstrategie

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Der Innovationsprozess ist eingebettet in das Innovationssystem

Kultur und Struktur

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Erfolgsfaktoren des Innovationssystems

(nicht auswendig lernen)

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Ergebnisse der Meta-Analyse von Pattikawa

Zusammenfassung der Ergebnisse der Meta-Analyse

(Statistische Aggregration von 43 verschiedenen Stichproben; >5000 Firmen, >8000 Projekte)

Stärkste Zusammenhänge mit Innovationserfolg

(finanzieller / marktbezogener Erfolg; allerdings überwiegend subjektiv eingeschätzt!) in der Reihenfolge der Wichtigkeit (mittlere gewichtete Korrelation in Klammern):

  1. Grad der organisationalen Interaktion (.66)
  2. Schnittstelle zwischen F&E und Marketing (.59)
  3. Allgemeine Produktentwicklungsfähigkeit (.58)
  4. Finanzanalyse (.54)
  5. Technische Fähigkeiten (.51)
  6. Management-Fähigkeiten (.50)
  7. Marketing-Fähigkeiten (.50)

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