Kapitel 5 – Initiative und frühe Phase Flashcards Preview

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Flashcards in Kapitel 5 – Initiative und frühe Phase Deck (61):
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Definition und Charakteristika einer Initiative

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Definition und Charakteristika einer Initiative 

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Arten der Inititative

Studie zur Initiative von Mensel (2003)

  • Messung des Detaillierungsgrads und der Beständigkeit einer Idee für die Dimensionen Technologie, Absatz, Beschaffung und Produktion.
  • Aggregation zu einem Index “Initiativenqualität” nach folgender Matrix (1 höchste, 4 niedrigste)

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Vier Typen von Initiativen

Typ 1: Die klar definierte Initiative

Enthält feste Vorstellungen insbesondere zu Technologie und Produktion, aber auch zu Absatz und Beschaffung. Idee wird während des gesamten Innovationsprozesses beibehalten.

Typ 2: Die marktgetriebene Initiative

Absatzaspekte dominieren und verändern sich kaum. Aspekte der Technologie sind höchst unterschiedlich und veränderungsbedürftig. Beschaffung und Produktion sind nicht definiert.

Typ 3: Die technologisch getriebene Initiative

Gegenstück zu Typ 2. Technologische und produktionswirtschaftliche Aspekte sind seine Kennzeichnen und haben höchste Bestandskraft.

Typ 4: Die schlecht definierte Initiative

In allen Dimensionen schlecht definiert. Einschätzungen werden während des Innovationsprozesses häufig geändert.

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Paradigmen des Initiativen-Prozesses

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Bottom-Up: Das Divergenz-Paradigma

Der Initiative geht die Wahrnehmung und Bewertung eines Leistungsdefizites durch eine Person voraus. Diese folgt dabei persönlichen und institutionellen Zielen.

Die Förderung von Initiativen muss an diesem Wahrnehmungs- und Bewertungsprozess ansetzen.

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Stresserlebnis und Innovationsverhalten

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Top-Down: Das Planungs-Paradigma

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Horizontal: Das Trichter-Paradigma

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Der Reale Trichter sieht häufig anders aus

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Überblick: Paradigmen des Initiativen-Prozesses

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Management von Initiativprozessen

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Fallweise initiativenweckende Aktionen

"Initiative zur Initiative" :

Die Unternehmensleitung fordert die Belegschaft zur Abgabe von Initiativen auf: Kampagnen, Ideenwettbewerbe, Preisausschreiben.

Derartige initiativenweckende Aktionen sind nur dann erfolgreich, wenn drei Spielarten von Kompetenzen eingesetzt werden

Alle drei Kompetenzen sind notwendig, keine allein hinreichend.

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Initiative zur Initiative: Förderung der...

Fachkompetenz durch Instrumente des Wissensmanagements (z.B.Communities of Practice), die das Generieren und Verteilen von Wissen stimulieren, um durch Verknüpfung domänenspezifischen Wissens die Wissensbreite zu erhöhen und eine Lernkultur zu etablieren

kognitiven Kompetenz durch langfristige Schulungen und Erweiterung des Verhaltensrepertoires mittels verschiedener Techniken (z.B. Kreativitätstechniken), so dass die kognitiven Strategien über die Grenzen des dominierenden Denkstils des Individuums hinausgehen

Aktionskompetenz durch Personalentwicklungsmaßnahmen, die neben der Vermittlung der methodischen Fähigkeiten deren praktische Erprobung in Simulationen und in der Arbeit beinhalten begleitet von konstruktivem Leistungsfeedback und Ermutigung

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Was ist Kreativität?

Typische Definition: Die Entwicklung neuer und nützlicher Ideen (Shalley et al., 2004)

“A response will be judged as creative to the extent that (a) it is both a novel and appropriate, useful, correct or valuable response to the task at hand and (b) the task is heuristic rather than algorithmic” (Amabile, 1996, p. 35)

Heuristische Aufgaben: Keine klaren Ziele und kein offensichtlicher Lösungsweg

Kreativität ist die Fähigkeit, innovative Ideen zu erzeugen und außerhalb gewöhnlicher Grenzen denken zu können. Kreatives Denken (engl. lateral thinking) unterscheidet sich stark vom logischen, akademischen Denken (engl. vertical thinking) und steht auch im Widerspruch dazu.

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Laterales vs. vertikales Denken (1/2)

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Laterales vs. vertikales Denken (2/2)

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Die Rahmenbedingungen (1)

Empfehlungen zur Organisation des kreativen Prozesses

Teilnehmerzahl zwischen 10 - 25

  • darunter zu kleines Potenzial für Kritik, Erfahrungen und Beispiele, aber auch Kreativität und Fantasie. Darüber Probleme der Anonymität, des begrenzten Zu-Wort-Kommens und der Handhabung des Ablaufs mit nur einem Moderator.
  • Für Fantasiephase innerhalb des kreativen Prozesses: 5 - 7.
  • Größere Gruppe evtl. in Kleingruppen unterteilen, die parallel arbeiten, sich ggf. durch Rotation gegenseitig befruchten, zumindest aber in Plenumsrunden wieder vernetzen.

Möglichst vielfältige Zusammensetzung 

  • Männer & Frauen, ggf. Junge & Alte, fachlich interdisziplinäre Zusammensetzung, menschlich homogen, ohne Rivalitäten, Konflikte oder starke Vorurteile gegeneinander.

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Die Rahmenbedingungen (2)

Keine Hierarchie

  • flexible äußere Organisationsformen, die - zumindest zeitweise - eine übergreifende, interdisziplinäre Zusammenarbeit in hierarchiefreien Teams erlauben

Rolle des Moderators

  • Zeitnehmer (für Phasen, Gruppen- und Plenumsarbeit sowie Pausen) und Regelwächter für die Techniken
  • strikte Neutralität
  • zuständig für das methodische Vorgehen
  • Wenn auch inhaltlicher Experte für das Thema muss Klarheit über die Rolle bestehen (jeweils Ankündigen, Hut aufsetzen o.ä.)
  • Bei kontinuierlich arbeitenden Gruppen muss der Moderator nicht von außen kommen, Gruppenmitglieder können sich abwechseln

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Die Rahmenbedingungen (3)

Kreativer Freiraum als Ort der Begegnung

  • Physische Bedingungen: Freundlicher Raum, gutes Essen, rechtzeitige und ausreichende Pausen
  • Psychische Bedingungen: Vielfalt und Wechsel von rational-analytischen zu intuitiv-emotionalen Arbeitsweisen

Offenes Klima

  • Vertrauen, Hilfe und Unterstützung
  • Ideen (auch ausgefallene) sind erwünscht und gewollt, man ist bereit, Experimente zu machen

Klar kommunizierte Regeln

  • Einvernehmen der Teilnehmer über Grundlagen der Zusammenarbeit (Dauer, Zuständigkeiten, ggf. Honorierung)
  • inhaltlich klare Ziele und Aufgaben
  • abgestimmte Arbeitstechniken und Spielregeln

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Killerphrasen, die alles im Keim ersticken

"Darauf kommen wir noch zurück."

"Das haben wir alles schon mal versucht."

"Das haben wir schon immer so gemacht."

"Das liegt nicht in Ihrem Verantwortungsbereich.“ "Da könnte ja jeder kommen."

"Das wird nie gehen."

"Es funktioniert doch gut wie es ist."

"Gute Idee, aber nicht für uns."

"Nein."

"Sie sind zu jung."

"Stellen Sie sich den Papierkram vor.“

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Beispielhafte Kreativitätstechniken

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Brainstorming: Prinzip

~ Übersetzung: Konferenzdenken

Ziel: möglichst viele Ideen mithilfe einer Gruppe finden

  • Intuitiv-kreatives Verfahren
  • Besonders geeignet für Ideen einfacher Komplexität
  • Basiert auf den Prinzipien
  • Aufschub von Kritik
  • Quantität erzeugt Qualität

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Brainstorming: Regeln

  1. Keine Kritik während der kreativen Phase
  2. Alle Ideen sind erlaubt, Teilnehmer äußern sich spontan und ungehemmt
  3. Quantität vor Qualität
  4. Offenheit gegenüber Ideen anderer (Aufnehmen, ausbauen und erweitern)

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Brainstorming: Ablauf

Vorbereitungsphase

  • Problemformulierung & frühzeitige Mitteilung an Teilnehmer
  • Festlegung der Gruppenzusammensetzung
    • Fachlich heterogen, hierarchisch/sozial homogen
    • 5 bis 10 Personen
  • Moderator u. evtl. Protokollant festlegen
  • Weitere Rahmenbedingungen
    • Zeitrahmen (20-60min) der Ideenfindung festlegen
    • Angenehme Atmosphäre schaffen
    • Geeignete Präsentationstechnik organisieren

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Brainstorming: Ablauf

Durchführungsphase

  • Gruppensitzung
  • Alle Teilnehmer äußern spontan Ideen
  • Beachtung der Regeln
  • Alle Ideen werden protokolliert
  • Vermeidung von Killerphrasen („Das geht nie!l)

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Brainstorming: Ablauf

Auswertungsphase

  • Gruppe wertet Protokoll aus
  • Kritik ausdrücklich erwünscht
  • Elimination unrealistischer Ideen
  • Sortieren von Ideen
  • Bewertung nach Erfolg und Durchführbarkeit

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Brainstorming: Bewertung

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Brainwriting (6-3-5)

Bedeutung:

  • 6 Leute schreiben 3 Ideen in 5 Minuten auf

Anwendung:

  • bei Aufgaben, die komplexere Formulierungen brauchen

Vorteil:

  • ruhigerer Ablauf, Gleichstellung aller Teilnehmer

Durchführung:

  1. Sechs Leute setzen sich an einen Tisch. Jeder hat Stift und Zettel.
  2. Jeder schreibt drei Ideen zu der Aufgabenstellung auf das Blatt. Es stehen hierfür 5 Minuten zur Verfügung.
  3. Die Zettel werden an den Nachbarn weitergereicht.
  4. Das Ganze wird wiederholt, bis jeder jeden Zettel bearbeitet hat.

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Synektik

Bedeutung:

  • Bei der Synektik genannten Methode, die von William Gordon 1944 entwickelt wurde, handelt es sich um die bekannteste Analogietechnik.

Eigenschaften:

  • Versuch, den meist unbewussten Ablauf kreativer Prozesse bewusst nachzuvollziehen
  • Problemfremde Strukturen werden übertragen bzw. kombiniert mit sachlich unzusammenhängenden Wissenselementen.
  • Mit dem Bilden von Analogien wird sich bewusst vom eigentlichen Problem entfernt. So werden z.B. Problemzusammenhänge aus dem technischen Bereich mit Analogien aus der Natur verbunden (Fallschirm - Pusteblume )
  • Reorganisation von unterschiedlichem Wissen zu neuen Mustern

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Synektik

Vorbereitungsphase

  • Sitzungsablaufplanung
  • Problemdefinition und –analyse
  • Ziel: vollständiges Problemverständnis bei allen Teilnehmern
  • 1. Sammlung spontaner Lösungsvorschläge (Brainstorming)
  • Evtl. Neuformulierung des Problems

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Synektik

Inkubationsphase

  1. Bildung einer direkten Analogie
    • Übertragung des Problems auf einen anderen Bereich
    • Metaphern zum Problemgegenstand (z.B. aus Natur)
  2. Bildung einer persönlichen Analogie
    • weitere Verfremdung durch Identifikation mit Gegenstand
    • Emotionen werden als Tatsache beschrieben
    • Bsp.: „Wenn ich ein … wäre, dann ….l
  3. Bildung einer symbolischen Analogie
    • Buchtitel (mit Adjektiv und Substantiv)
    • Höchster Grad der Verfremdung
    • Konzentration auf den Wesenskern
  4. Bildung einer zweiten direkten Analogie
    • Berücksichtigung des gefundenen Buchtitels
    • Analogie aus einem neuen Bereich (z.B. Technik)

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Synektik

Illuminationsphase

symbolische und zweite direkte Analogie

  1. Analysieren und genau beschreiben
    • Ziel: leichte und verständliche Darstellung
  2. „Force Fitl
    • Übertragung auf das Ursprungsproblem
    • Die Eignung der Lösung wird erzwungen

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Synektik

Verifikationsphase

  • Auswahl der geeigneten Analogie
  • Bewertung und Diskussion der Ansätze
  • Weiterentwicklung bis zur Realisierung
  • Wichtig: verstärkt rationales Vorgehen

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Synektik

Vor- und Nachteile

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Morphologische Methoden

  • Stark analytisch geprägte Methoden
  • Zerlegung des Problems in Teilprobleme
  • Systematisches Finden von Lösungen für jedes Teilproblem
  • Neue Kombination der Lösungen
  • Weiterentwicklung statt "Revolution"

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Der morphologische Kasten

  • Visualisierungstool
  • Tabellarische Darstellung alle Parameter mit deren Ausprägungen
  • Ideal: alle Lösungskombinationen sichtbar

 

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Der morphologische Kasten

Vorgehen

  • genaue Beschreibung und Definition des Problems
  • Teilaspekte (Parameter) werden gesucht und beschrieben
    • Vollständig, überschneidungsfrei,
    • unabhängig, wesentlich für die Fragestellung
  • Anordnung in einer Matrix
    • Parameter in erste Spalte, rechts: Ausprägungen
    • Matrixgröße= Parameter x Ausprägungen
  • Analyse und Bewertung aller möglichen Kombinationen
    • Grundlage: festgelegte Wertnormen
  • Auswahl und Realisation der optimalen Lösung

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Morphologische Methoden

Vor- und Nachteile

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TRIZ

TRIZ – Teoria Reshenija Izobretatjelskich zadacz

= „Theorie des erfinderischen Problemlösens"

  • Begründet durch Genrich S. Altschuller (*1926 – т1998)
  • Suche nach theoretischen Grundlagen, Modellen, Methoden, die in allen technischen Anwendungswissenschaften gelten

Basis:

  • systematisch Analyse von Patentschriften

Feststellungen:

  • Erfindungen lassen sich über Widersprüche charakterisieren, die sie überwinden helfen
  • Erfindungen folgen häufig gemeinsamen Prinzipien, Gesetzen oder Mustern

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TRIZ

Methoden

  • Acht Entwicklungsgesetze (z.B. „Gesetz des Übergangs in ein Obersystem“)
  • 40 Erfindungsverfahren mit bis zu fünf Unterverfahren (z.B. „Verfahren der Umwandlung von Schädlichem in Nützliches, Unterverfahren b: Ein schädlicher Faktor ist durch Überlagerung mit anderen schädlichen Faktoren zu beseitigen)
  • Verfahren und Gesetze geben Anregungen zu Verbesserungen und Neuentwicklungen
  • Oft in Verbindung mit sog. Widerspruchsmatrix, die widersprüchliche Parameter gegenüberstellt

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TRIZ: Widerspruchsmatrix

  • Gegenüberstellung von 39 genau definierten physikalischen Eigenschaften:
    • Druck, Masse, Größe, Fläche, Länge, etc….
  • Überprüfung ob Verbesserung der einen Eigenschaft (Zeile) zur Verschlechterung einer anderen (Spalte) führt
  • Wenn ja, dann Widerspruch
    • Lösung Widerspruch mittels einem von 40 Innovationsprinzipien
    • Prinzip der Zerlegung, Abtrennung, Kugelähnlichkeit….

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TRIZ: Widerspruchsmatrix

Auszug

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TRIZ: Vorgehen

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TRIZ

Vor- und Nachteile

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Kreativitätstechniken: Empirische Befunde

Nur wenige Kreativitätstechniken werden in der Praxis wahrgenommen, bewusst eingesetzt und als erfolgreich beurteilt:

Brainstorming, Methode 635 und morphologische Analyse.

  • Nominale Gruppen (mehrere Einzelpersonen arbeiten am gleichen Problem) sind oft leistungsfähiger als reale Gruppen, wie z.B. im Brainstorming.
  • Synektik liefert weniger Ideen als Brainstorming oder Brainwriting, aber nützlichere.
  • Morphologische Analyse führt zur Informationsüberlastung und verlangt nach Reduzierung der Komplexität, z.B. durch Negativ-Kataloge, K.O.-Kriterien. Sie provoziert aber zur Innovation, wenn sie den morphologischen Kasten in Tiefe und Breite in Frage stellt.

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Motivation: Warum ist effektives Management der frühen und späten Phasen gleichsam wichtig?

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Management der frühen Phasen des Innovationsprozesses („Front End“)

  • Front-End:
    • Phase, in der Ideen entstehen und zu Produktkonzepten und –definitionen weiterentwickelt werden
    • Abschluss mit einem „Go“ oder „No Go“ für die Neuproduktentwicklung (NPE)
  • Viele NPE-Projekte und –Programme scheitern, da Fehler in der Front-End-Phase gemacht werden
  • Front-End Aktivitäten finden oft in informalen organisatorischen Rahmenbedingungen statt, sind häufig schlecht definiert sowie charakterisiert durch Ad-hoc-Entscheidungen und einen hohen Grad an Komplexität und Unsicherheit
  • Vielen Unternehmen mangelt es nicht an guten Ideen, sondern daran diese auszuwählen, weiterzuentwickeln und umzusetzen

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Management der frühen Phasen

Model von Koen et al. (2001)

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Model von Koen et al. (2001) –Fünf Elemente

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Model von Florén und Frishammar (2012)

Notwendige Aspekte im Management des Front-Ends:

  • Klareres Verständnis über den Output des Front-End
  • Genaues Wissen über notwendige Aktivitäten im Front-End
  • Kenntnisse über die Bewältigung von Schwierigkeiten

Output ist eine klare Produktdefinitionen:

  • Beschreibung einer neuen Produktidee sowie ihre Eigenschaften und den damit verbundenen Kundennutzen (Produktkonzept)
  • Informationen über Zielmärkte, Kundenbedürfnisse, Produktspezifikationen, -positionierung und -anforderungen
  • Gute Produktdefinition schafft klares Verständnis Entwicklungszeit, Entwicklungskosten, technische Marktpotential, Risiko und organisationaler Fit

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Ideen- & Konzeptentwicklung (I&K)

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Ideen- & Konzept-Konkretisierung

Wesentliche Aufgabe: Risikokalkulation und Reduzierung von Unsicherheit durch schnelle Identifikation und Evaluierung von Informationen zu Veränderungen von Technologien, Märkten, internen organisatorischen Entwicklungen und anderen Wettbewerbern

Ziel: schnelle Konkretisierung von Ideen zu Konzepten, die weiter genutzt werden

Erfolgsfaktoren

  • Interne Kooperation zwischen Abteilungen / Fachbereichen
  • Zusammensetzung von Projektteams
  • Kooperation mit externen Akteuren (Kunden, Zulieferer, Universitäten usw.)

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Ideen- & Konzept-Auswahl

  • Zu klärende Frage: Soll eine Idee weiterentwickelt oder verworfen werden?
  • Qualitative und quantitative Kriterien zur Beurteilung (Potential Marktnachfrage, technische Machbarkeit, Mehrwert für das Unternehmensportfolio, Strategischer Fit mit Unternehmensstrategie usw.) -> die richtige „Balance“ von Kriterien ist notwendig, um gute Ideen nicht frühzeitig auszusortieren, aber schlechte möglichst nicht weiter zu verfolgen
  • Zur kritischen Beurteilung sollten auch „externe“ Personen herangezogen werden

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Ideen- & Konzept-Ausrichtung

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Ideen- & Konzept-Ausrichtung

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Neue Ideen müssen mit internen Bedingungen (Produktportfolio, Produktstrategie) und der externen Umwelt (Konkurrenzprodukte, Technologien, Marktentwicklung) vereinbar sein

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Ideen- & Konzept-Legitimierung

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Ideen- & Konzept-Legitimierung

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  • Ein(e) entstehende(s) Idee/Konzept benötigt häufig die Unterstützung einer unabhängigen (Führungs-)Person, um entwickelt, konkretisiert sowie akzeptiert zu werden
  • Probleme, wenn die Legitimierung nicht „richtig“ stattfindet
    • Gute Ideen/Konzepte bleiben unbeachtet und ungenutzt
    • Schlechte Ideen werden zu lange verfolgt, weil diese durch einflussreiche Einzelpersonen getrieben werden („Pet Projects“)
  • Unterstützung des Managements ist hilfreich, um
    • Barrieren zu überwinden
    • die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Ideen/Konzepte entwickelt werden
    • den Innovationsgrad zu erhöhen
    • Zugriff auf kritische Ressourcen zu erhalten

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Front-End Aktivitäten, Schwierigkeiten und geeignete Gegenmaßnahmen

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Front-End Aktivitäten, Schwierigkeiten und geeignete Gegenmaßnahmen

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Front-End Aktivitäten, Schwierigkeiten und geeignete Gegenmaßnahmen

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