Knochen normale vs patholoigische Alterung Flashcards Preview

Block 7 - Altern > Knochen normale vs patholoigische Alterung > Flashcards

Flashcards in Knochen normale vs patholoigische Alterung Deck (15):
1

cortikaler Knochen

cortikaler (80%) —> strukturell, mechanisch, protektiv
Kompakter Knochen ohne Zwischen- oder Hohlräume
bildet die Diaphysen der Röhrenknochen und umgibt die Markhöhle
eine dünne Schicht corticalen Knochens bedeckt auch die Epiphysen der langen Knochen
eine Zunhame des corticalen Durchmessers bewirkt eine Erhöhung der mechanischen Festigkeit
Kalzifiziertes Volumen: 80-90%

2

trabekulärer Knochen

trabekulärer (20%) —> primär metabolisch, mechanisch
spongiöses Netzwerk feiner Balken und Platten aus Trabekel
verteilt die Belastungen wirkungsvoll
Die Festigkeit einer Säule ist umgekehrt proportional zum Quadrat der Länge der nicht unterstützen Säle —> Querverbindungen!!!
Kalzifiziertes Volumen: 15-25%

3

Knochenfestigkeit

70% Knochendichte
30% Konchenqualität —> Architektur, Umbauparameter, Mikrofrakturen, Mineralisation

4

Remodeling

ermöglicht Antwort auf mechanische und metabolische Anforderungen —> Wolffs-Gesetz: Der Knochen wird in Einklang mit den auf ihn einwirkenden Kräfte abgebaut bzw. neu gebildet
ist ein konstanter Prozess
Dient als Speicher von Calcium und Phosphat —> tiefe Serumspiegel erhöhen das PTH —> erhöhter Knochenabbau
Resorption: 10 Tage —> Abbauprodukte stimulieren Osteoblasten —> Bildung: 3 Monate —> Ruhephase —> Aktivierung
Normalerweise halten sich Abbau- und Anbau die Waage
Knochen-Abbau > Knochenanbau bei: Menopause / Hypogonadismus, Hyperparathyreoidismus, im Alter, durch Glucokortikoide

5

Umbauparameter

Kollagen Typ I —> Kollagenmoleküle aus Crosslinked C-telopeptides und N-telopeptides
Der Osteoblast produziert das Prokollagen-Peptid, Osteocalcin (extrazelluläre, nicht-kollagene Matrix des Knochens)
Alkalische Phosphatase

6

Osteoporose

Osteoporose ist eine systemische Skelettkrankheit, die mit einem Verlust der Knochenmasse und einer Zerstörung der Mikro- architektur des Knochens einhergeht und zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit führt
Längsstrukturen sind erhalten, Querverbindungen werden abgebaut

Schulter, Wirbelsäule, Hüfte, Handgelenk
Schenkelhalsbruch —> Prognose 1 Jahr danach: 50% beeinträchtigt, 30% ok, 20% gestorben
Wirbelbrüche: Grössenverlust
Pro Jahr über 16’000 Frauen und 6’000 Männer wegen Knochenbrüchen durch Osteoporose ins Spital
Bei Frauen werden durch die starke Osteoklastenaktivität die Querbalken „durchgefressen“ bei den Männern werden sie va. verdünnt
Männer entwickeln dickere Knochen —> sind besser geschützt

7

Diagnose Osteoporose

Diagnose: Doppel-Energie-Röngten-Absorptiometrie
1 SD = 10% der Knochendichte
-1SD bis - 2.5 SD Osteopenie, darüber Osteoporose (schwer, wenn Frakturen dazukommen)
Abnahmne um 1 SD erhöht das Frakturrisiko 3-5x

8

Ursachen Osteoporose

Ursachen
Menopause, Alter
genetische Faktoren: weisse/asiatische Ethnik, Knochenbrüche in der Familie, Osteogenesis imperfecta
Ernährung / Lebensstil: Untergewicht, Mangel an Calcium und VitD, Alkohol, Rauchen
Systemische Krankheiten: Malabsorption, Hypercalciurie, Kachexie
Skelettkrankheiten: Multiples Myelom, rheumatoide Arthritis, Mastozytose
Endokrine Faktoren: Hypogonadismus, Hyperthyreose, Hypereparathyreoidismus
Medis: Corticosteroide, antihormonelle Therapie (bei Brustkrebs z.B), Antiepileptika

9

Pathophysiologie Osteoporose

Pathophysiologie
Monozyten / Makrophagen produzieren IL1 und TNFalpha
Stromazellen werden stimuliert —> IL6, CSF-1 —> Stimulation von Hämopoetischen Präkursoren —> Inaktive Osteoklasten werden aktiviert
Osteoblasten produzieren ODF (Osteoclast differentiation factor) —> Aktivierung von Osteoklasten
Östrogen
Hemmung von Monozyten / Makrophagen und Stromazellen
Stimuliert die Osteoklasten zur Synthese von OPG (Osteoprotegrin) —> neutralisiert ODF; und TGF beta und IGF1
—> bei Mangel fällt diese Hemmung weg

10

Androgeneffekte


Androgen-Effekte
Testosteron —> 5alpha-Reduktase —> DHT —> bindet an den Androgenrezeptor —> ist wichtig beim Knochenaufbau
durch Aromatase Umwandlung in E2 —> bindet an Östradiolrezeptor —> scheint wichtig zu sein beim Knochenerhalt

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Einfluss des Alters

Einfluss des Alters
Abnahme der Knochenbildung —> durch geringeres GH (und erhöhtes Somatostatin) und IGF —> Osetoblastenproliferation und -differenzierung sind nicht mehr so effizient —> Störung der Knochenneubildung
Darm: Resistenz gegenüber VitD
Niere produziert weniger 1-alpha-Hydroxylase —> geringere VitD Produktion
geringere Calciumabsorption —> sekundärer Hyperparathyreodismus —> Abnahme der Knochenmasse

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Glukokortikosteroide

Glukokortikosteroide
erhöht den PTH-Spiegel
verringert die Calcium-Absorption und erhöht die renale Calciumausscheidung
verringert die Produktion von Sexualhormonen
verringert die Muskulatur
supprimiert die Osteoblasten

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Peak bone mass

Entwicklung der Knochenmasse: peak bone mass
Aufbau: Genetische Faktoren, Pubertät, Umgebungsfaktoren (Ernährung, körperliche Aktivität)
Man braucht ca. 1g Protein / kg KG pro Tag
belastete Knochen zeigen eine erhöhte Dichte
Abbau: Alter, Menopause, Risikofaktoren (Ernährung, körperliche Aktivität, Rauchen, Medikamente)
primäre Prävention: guter Knochenaufbau
sekundäre Prävention: Verhinderung / Verlangsamung des Knochenabbaus
Therapie von Knochenbrüchen etc.

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Regulation Calcium

Regulation des Calciums beim Erwachsenen
Nullbilanz: in der Niere und im Darm gehen täglich ca. 300mg Calcium verloren, genau so viel werden aus der Nahrung wieder aufgenommen
Nebenschilddrüse produziert bei tiefen Serumspiegeln PTH —> stimuliert die Absorption von Calcium in der Niere und im Darm, fördert die Mobilisation von Calcium aus dem Knochen —> bringt den Serumspiegel wieder auf ein normales Niveau

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Vitamin D

Vitamin D
durch die Nahrung (va. Fisch) aufgenommen oder 7-Dehydrocholesterol wird durch UVB-Strahlen umgewandelt —> in der Leber zu 25-(OH)-D und in der Niere zu 1, 25-(OH)2-D hydroxyliert
Wirkungen auf das Immunsystem, Regulation von Zellwachstum, Beeinflussung des Kalziumshaushaltes und der Muskelgesundheit
Darm: Absorption von Calcium und Phosphat
Knochen: Kollagen-Typ-I Synthese; Voraussetzung für eine normale Knochenmineralisation, Aktivierung des Knochenumbaus
Niere: Calcium- und Phosphat-Transport
Parathyreoidea: direkte Suppression der Parathormon-Synthese