Kognitives Assessment bei Hirnerkrankungen im Alter Flashcards Preview

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Flashcards in Kognitives Assessment bei Hirnerkrankungen im Alter Deck (18):
1

Alzheimer Demenz

60% Alzheimer Demenz
eingeschränkte semantische Flüssigkeit
Gedächtnisstörung (Verbal stärker als non-verbal), Wortfindungsstörungen
Pat. profitieren eher nicht von Wiedererkennung
Closing-in-Phänomen
Verringerte Speicherung neuen Materials

2

Vaskuläre Demenz

20% Vaskuläre Demenz
Demenz als Folge vaskulär bedingter Schädigung des Gehirns (Blutung, Infarkt, Ischämie, Mikroblutung)
Verlangsamung
Gedächtnis meist intakt oder leicht beeinträchtigt wg. IV Verarbeitung
Aufmerksamkeitsprobleme
Aphasie (je nach Schädigung)

3

Lewy-Body Demenz

15% Lewy Body Demenz
Meist gut erhaltene Gedächtnisfunktion, Aufmerksamkeitsstörung, Störung der exekutiven Funktionen und der visuellen Wahrnehmung / Konstruktion
Fluktuation der Kognition (va. Wachheit und Aufmerksamkeit)
Wiederkehrende Halluzinationen
Parkinson-Symptome (—> verminderte dopaminerge Aktivität in den Basalganglien)

4

Fronto-temporale Demenz

5% Frontotemporale Demenz
Beginn im mittleren Lebensalter; frühe, langsam fortschreitende Persönlichkeitsveränderung und Verlust sozialer Fähigkeiten
Beeinträchtigung des Gedächtnisses und der Sprache als zweites
Typen:
Frontale / frontotemporale Verlaufsform mit führender Wesensveränderung
Sprachantriebsstörung, Wortkargheit, Sprachliche Stereotypien
Primär-progressive Aphasie mit führender nicht-flüssiger Aphasie
Agrammatismus, Paraphasien, Benennstörung, Störung des Nachsprechens, Im frühen Stadium intaktes Sozialverhalten
Semantische Demenz mit führender flüssiger, semantischer Aphasie
Inhaltsarme, flüssige Spontansprache, Verlust des Wissens über Wortbedeutungen, Prosopagnosie und/oder Objektagnosie

5

Vergesslichkeit oder beginnende Demenz

ADLs —> Selbstversorgung
gleichbleibende vs. veränderte „Vergesslichkeit“
neue Informationen werden nicht mehr behalten
bekannte Wege werden nicht mehr gefunden
der Alltag wird nicht mehr (wie früher) bewältigt

6

Diagnostischer Prozess

Kognitive Kurztests / Screening
Mini-Mental-Status
Vorteile: Einteilung nach Schweregrad, weit verbreitet
Nachteil: nicht sensitiv bei leichter Beeinträchtigung, Deckeneffekte (Personen mit hoher Bildung erreichen noch lange eine hohe Punktzahl)
Montreal Cognitive Assessment (MoCA)
Vorteil: sensitiver als Mini-Mental für frühere Stadien, in vielen Sprachen erhältlich
DemTect (Demenz Detektion)

7

Kognitives Assessment - Warum

Selektivität der kognitiven Defizite
Subjektivität / Objektivität
Differentialdiagnose (Depression vs. Demenz)

8

Kognitives Assessment - Wie

Anamnese, Fremdanamnese, standardisierte Tests, Verhaltensbeobachtung

9

Kognitives Assessment - Was

Aufmerksamkeit, Konzentration
exekutive Funktionen
Gedächtnis
Sprache
Viso-Konstruktion

10

Anamnese

Anamnese
Beginn und Verlauf; Symptomentwicklung in Kognition, Verhalten und Alltagsfunktionen
Vorerkrankungen, Medikamente
Soziale und berufliche Anamnese

11

Fremdanamnese

Fremdanamnese
Persönlichkeitsveränderungen
Aktivitäten des täglichen Lebens
Wahrnehmung durch Partner / Verwandte

12

Tests

Testpsychologische Untersuchung (standardisierte Verfahren)
Objektivierbarkeit der subjektiven Beschwerden
Vergleich mit Normstichprobe (wenn möglich alters-, bildungs- und geschlechternormiert)
Verhaltensbeobachtung

13

Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit / Konzentration —> Frontallappen, Hirnstamm, Parietallappen
Alertness (intrinsisch/phasisch)
Daueraufmerksamkeit
Vigilanz
geteilte / selektive Aufmerksamkeit
Verarbeitungsgeschwindigkeit

14

exekutive Funktionen

Exekutive Funktionen —> Frontallappen
Handlungssteuerung, Planung, Überwachung, Inhibition
Perspektivenwechsel

15

Gedächtnis

Gedächtnis -> Frontal- und Temporallappen
Kurzzeitgedächtnis: Kurzfristige Speicherung von Informationen —> Wichtig: Übung
Arbeitsgedächtnis: Kurzfristige Speicherung und zusätzliche Manipulation von Informationen
Verbal episodisches Gedächtnis: Verbale Lern- und Merkfähigkeit
Speicherstörung: geringer Zuwachs über Lerndurchgänge, Wiedererkennung verbessert Abruf nicht
Abrufstörung: verzögerter Abruf beeinträchtigt, Wiedererkennung verbessert Abruf
nonverbal episodisches Gedächtnis —> komplexe Figur von Rey, Doors Test

16

Sprache

Sprache —> Broca- und Wernicke-Areal
Sprachverständnis, Nachsprechen
Schriftsprache, Benennen, Semantisches Verständnis

17

Viso-Konstruktion

Viso-Konstruktion —> Parietallappen, Okziptiallappen, Temporallappen
Figurenabzeichnen
Uhrentest

18

Assessment in der Gedächtnisambulanz

Assessment in der Gedächtnisambulanz
Screening —> Exekutive Funktionen —> Sprache / Wortfindungsstörung —> Gedächtnis —> Visokonstruktion —> Verarbeitungsgeschwindigkeit
CERAD-Batterie