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Flashcards in Kurseinheit 2 Deck (79):
1

Herkunft Begriff Strategie

griechisch: strategos

Kunst der Heeresführung

2

Definition und Schritte Strategie

Erschließung/Sicherung von Erfolgspotentialen eines 
Unternehmens durch Festlegung von Zielen und
 Maßnahmen zur Zielerreichung

Zwei Schritte nötig:

Umweltanalyse

Unternehmensanalyse

3

Klassisches Strategieverständniss

Strategie als geordneter Prozess

4

Prozess Strategieformulierung

  • Umweltanalyse
  • Unternehmensanalyse
  • Wertvorstellungen und Erwartungen der Führungskräfte
  • Wertvorstellungen Gesellschaft

5

Mintzberg: Prozessorientierte Strategietypologien

  • Deliberate Strategies
  • Unrealizes Strategies
  • Emergent Strategies

6

Strategische Analyse

Ziel

Aufgaben

Schaffung Informationsbasis für
Strategieformulierung/-implementierung

Indetifikation Erfolgspotentiale durch Zusammenführung von Stärken/Schwächen und Chancen/Risiken

Aufgaben:

Umweltanalyse

Unternehmensanalyse

 

7

Problem der Grenzziehung

(strategische Analyse)

Zugehörigkeit zur Umwelt oder zum Unternehmen

Abhängig vom Abgrenzungskriterium und 
der Btrachtungsebene

ABER: oft keine eindeutige Abgrenzung
(Allianzen, Kooperationen, Outsourcing)

8

Umweltananalyse

Zweiteilung

Wettbewerbsumwelt

Globale Umwelt

9

Methoden der Umweltanalyse

Monitoring

Environmental Scanning

10

Fünf Umweltsegmente

  1. Ökonomische Umwelt
  2. Politisch-rechtliche Umwelt
  3. Sozio-kulturelle Umwelt
  4. Technologische Umwelt
  5. Natürliche (physische) Umwelt

11

Drei Schritte Stakeholderanalyse

  1. Auflistung möglicher Interessengruppen
  2. Charakterisierung Interessengruppen
  3. Bestimmung Relevanz

12

Fünf Wettbewerbskräfte nach Porter

  1. Bedrohung durch neue Anbieter
  2. Verhandlungsstärke Abnehmer
  3. Verhandlungsstärke Lieferanten
  4. Bedrohung durch Ersatzprodukte
  5. Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern

13

Brancheninterne Strukturanalyse

Ziel

Informationen für Positionierung eines Unternehmen
innerhalb Branche/strategische Gruppe

und Ableitung Anhaltspunkte für Wahl strategischer Optionen

14

Fünf Schritte brancheninterne Strukturanalyse

  1. Beschreibung Strategien der verschiedenen Anbieter
  2. Bildung der strategischen Gruppen und Darstellung in strategischer Karte
  3. Erfassung der Stärke der strategischen Grupen
  4. Erfassung der Rivalität zwischen den strategischen Gruppen
  5. Ermittlung Gewinnpotential der strategischen Gruppen

15

Value Net

Erweiterung der fünf Wettberwerbskräfte nach Porter

um Komplementoren

16

Hyperwettbewerb

Eskalationsstufen

  1. Wettbewerb auf Basis von Kosten und Qualität
  2. Erlangung einzigartiger Vermögenswerte/Kenntnisse durch Innovationen
  3. Errichtung von Barrieren
  4. Aufbau Wettbewerbsvorteile durch fianzielle Stärke

17

Dekonstruktionsanalyse

Verschwimmen von Branchengrenzen

18

Vier Wertschöpfungsarchitekturen

  1. Schichtenspezialisten (Konzentration)
  2. Pioniere (neue Wertschöpfungsstufen)
  3. Orchestratoren (Konzentration auf Schnittstellen)
  4. Integratoren (Integration von Wertschöpfungsketten)

19

Value Migration 
drei Phasen

Wertzufluss

Wertstabilität 

Wertabfluss

20

Konkurrentenanalyse

Vier Elemente

  1. Zukünftige Ziele Konkurrent
  2. Annahmen des Konkurrenten
  3. Gegenwärtige Strategie des Konkurrenten
  4. Fähigkeiten Konkurrent

21

Methoden zur Analyse der Wettbewerbsumwelt

  • Stakeholderanalyse
  • Branchenstrukturanalyse nach Porter
  • Brancheninterne Strukturanalyse
  • Value Net
  • Hyperwettbewerb
  • Dekonstruktionsanalyse

22

Ziel Unternehmensanalyse

Gegenwärtige/Zuküftige Stärken und Schwächen aufzeigen

Ausloten Wettbewerbsvorteile

 

23

 2 Aufgaben Unternehmensanalyse

  1. Ressourcen und Kompetenzen des U. untersuchen
    --> Identifikation strategischer Potentiale
  2. Potentiale in Verbindung mit Umweltanalyse betrachten
    --> Stärken/Schwächen

24

Arten der Unternehmensanalyse

  • Quantitative Analysen
  • Qualitative Analysen
    (wichtiger: Berücksichtigung intangibler Ressourcen)

25

Fünf Arten von Ressourcen

(Hofer/Schendel)

  1. Finanzielle R.
  2. Physische R.
  3. Personelle R.
  4. Organisatorische R.
  5. Technologische R.

26

Wertkettenanalyse nach Porter

2 Schritte

2 Arten von Aktivitäten

  1. Definition Wertkette: Festlegung relevante Aktivitäten und Zuordnung Kategorie
  2. Ermittlung Schwerpunkte in den Gliedern der Wertkette: Wichtigkeit Wertaktivität

 

Primäre Aktivitäten

Unterstützende Aktivitäten

27

Barney: VRIO Bezugsrahmen

Indentifikation von Kernkompetenzen

Vier Prüfkriterien als Voraussetzung für dauerhafte Wettbewerbsvorteile

  1. Valuable: Strategischer Wert
  2. Rare: begrenzt verfügbar
  3. Imperfectly Imitable: imitierbar
  4. Organization: von der Organisation nutzbar

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Boos/Jarmai: Identifikation von Kernkompetenzen

Fünf Informationsquellen

  1. Fähigkeiten von Schlüsselpersonen/bereichen
  2. Erfolgreiche Produkte
  3. Wahrnehmung Kunden/Lieferanten
  4. Benchmarking mit Spitzenunternehmen
  5. Zukunftstrends

29

Drei Ansatzpunkte für Bewertung der Potentiale

(Einstufung identifizierte Potentiale
als Stärke oder Schwäche)

  1. Wettbewerbsvergleich: Vergleich mit Konkurrenten
  2. Benchmarking: Vegleich mit den Besten der Besten
  3. Kundenorientierter Vergleich: kaufbestimmende Faktoren
    (Ausrichtung Wertaktivitäten auf Kundenanforderungen)

30

Erfolgspotentiale

Basis für Strategieformulierung

Kernkompetenzen + Ressourcen

Fit zwischen Umwelt und Unternehmen

31

Strategieformulierung:

Kriterien der Strategiesystematisierung

  • Organisatorischer Geltungsbereich
  • Entwicklungsrichtung (Wachstum)
  • Marktverhalten (Angriff)
  • Produkte/Märkte (Marktdurchdringung)
  • Wettbewerbsvorteile/Marktabdeckung (Kostenführer)

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Gesamtunternehmensebene

(Strategieformulierung)

Zwei strategische Fragestellungen

  1. Produkt/Markt-Positionen:
    Status quo, Erweiterung, Reduktion
  2. Ausnutzung Synergieeffekte im Unternehmen

33

Portfolioentscheidungen

(Gesamtunternehmensebene)

Aufgabe und Ziel

Ableitung strategischer Empfehlungen für Geschäftbereiche

Ziel: 
Gleichgewicht zwischen Geschäftbereichen
mit Mittelbedarf/-überschuss und hohem/geringem Risiko

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Horizontale Strategien/Integration

(Gesamtunternehmensebene)

 

Ziel

Zusammenführung paralleler Wertketten unterschiedlicher Geschäftsbereiche zur Realisierung und Nutzung von Synergien

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Drei Arten wertkettenverbindender Verflechtungen

  1. Materielle Verflechtungen: Gemeinsame Ausführung Wertschöpfungsaktivitäten
  2. Immaterielle Verflechtungen: Transfer Wissen
  3. Konkurrentenverflechtungen

36

Optimale Unternehmensgröße

 

Festlegungs Entwicklungsrichtung
Schrumpfung oder Wachstum

 

37

Zwei Schrumpfungsstrategien

  1. Repositionierungsstrategie: selektiver Rückzug
  2. Austrittstrategie: Rückzug (stufenweise/sofort)

38

Vier Wachstumsstrategien

  1. Marktdurchdringung (Marktanteilssteigerung)
  2. Marktentwicklung (Neue Märkte für bestehende Produkte)
  3. Produktentwicklung (bestehende Märkte, neue Produkte)
  4. Diversifikation (neue Märkte, neue Produkte)

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Diversifikation

Drei Kriterien

Drei Ziele

  1. Stellung im Wertschöpfungsprozess (horizontal, vertikal, konglomerat)
  2. Verwandte und unverwandte Diversifikation
  3. Interne und externe D. (Joint-Venture)

 

Absatzorientierte Ziele

Reduzierung Abhängigkeiten

Nutzung Synergieeffekte

40

Vertikale Integration

Bestimmung des optimalen Grads der Fertigungs-/Produktionstiefe

41

Ziele Outsourcing

Kostenreduzierung

Ertragssteigerung

Verringerung Risiko

42

Offshoring

Geographische Verlagerung

43

Shared Services

Leistungen werden unternehmensintern konsolidiert und zentralisiert

44

Kooperationen

externe Ralisationsform der Diversifikationsentscheidung

Zusammmenarbeit mit 2 oder mehr Unternehmen zum Zweck der Erfüllung bestimmter Aufgaben

45

Kennzeichnung strategischer Geschäftseinheiten 
Drei Kriterien

  1. Marktaufgabe (Wettbewerber auf Absatzmarkt)
  2. Eingenständigkeit
  3. Beitrag zum Erfolgspotential (eigenständige Aktivitäten)

46

Typologie nach Porter

Wettbwersstrategie

3 gernerische Strategietypen

WS: Wahl offensiver oder defensiver Maßnahmen

  1. Kostenführerschaft
  2. Differenzierung
  3. Konzentrationsstrategie

47

Typologie nach Snow und Miles

Drei Problemkreise

Wettbewerbsstrategie

  1. Das unternehmerische Problem: Wahl Produkt/Markt-Bereich
  2. Das administrative Problem: Wahl der Bereiche für zukünftige Innovation
  3. Das technologische Problem: Wahl der Technologien für Produktion und Vertrieb

 

WS: Anpassungsmuster an spezifische Kontextsituationen für einzelne SGE

48

Typologien unternehmerischen Verhaltens:

Snow and Miles

  1. Defender: Experte - enger Markt/Produkt-Bereich
  2. Prospector: sehr experimentierfreudig, sucht proaktiv Marktchancen
  3. Analyzer: hybrider Strategietyp
  4. Reactor: instabiler Unternehmenstyp - nicht kosistent

49

Hybride Wettbewerbsstrategien

Definition

Drei Formen

Versuch Wettbewerbsvorteile aus Kostenführerschaft und Differenzierung zu realisieren

  1. Sequentielle (aufeinanderfolgend, zeitlich entkoppelt)
  2. Multilokale (räumliche Entkoppelung)
  3. Simultane (gleichzeitig: Mass Customization)

50

Strategiegenerierung

SWOT- Analyse

  1. SO-Strategien
  2. WO-Strategien
  3. ST-Strategien
  4. WT-Strategien

S: Stärken

W: Schwächen

O: Chancen

T: Risiken

51

Strategiebewertung/-auswahl

Ziel

Bewertung - Beurteilung Alternativen - Rangfolge anhand Auswirkungen und Zielbeitrag

52

Qualitative Kriterien Zielerreichung

(Strategiebewertung)

  • Interne Durchführbarkeit
  • Stimmigkeit: Fit
  • Robustheit
  • Flexible Strategie

53

Strategieimplementierung

Definition

Zwei Aufgabenbereiche

Präzisierung der Strategien:
Aufspaltung abstrakte Strategien in deatillierte Aufgabenstellungen und Pläne

  1. Sachorientierte Umsetzung
  2. Verhaltensorientierte Durchsetzung

54

Operative Planung

Aufgabe

Zwei Ziele

 

Übersetzung Strategien und eigenständige Planung

  1. Sachziel: Detaillierung/Konkretisierung strateg. Pläne
  2. Formalziel: Monetäres Ergebnis bei permanenter Liquidität

55

Operative Planung vs. Strategische Planung

Operative Planung: Ausnutzung bestehender Erfolgspotentiale

Strategische Planung: Aufbau von Erfolgspotentialen, Orientierungsrahmen für operative Planung

56

Direkte Leistungsbereiche

Marketing, Produktion, Beschaffung

57

Marketingplanung

Drei Bereiche

  1. Planung der Marktforschung
  2. Planung des Marketingmix
  3. Absatzplanung

58

Produktionsplanung

Zwei Stufen

  1. Planung Produktionsprogramm (Produkte, Mengen)
  2. Produktionsprozessplanung (Losgröße, Termin, Reihenfolge)

59

Beschaffungsplanung

Drei Arten

  1. Materialbedarfsplanung
  2. Bezugsquellenplanung
  3. Planung Bestellpolitik

60

Indirekte Leistungsbereiche

  1. Personalplanung
  2. Forschungs- und Entwicklungsplanung
  3. Finanz- und Investitionsplanung

61

Personalplanung

Fünf Bereiche

  1. Personalbedarfsplanung
  2. Personalbeschaffungsplanung
  3. Personalfreisetzungsplanung
  4. Personaleinsatzplanung
  5. Personalentwicklungsplanung

62

Finanzplanung

Sicherstellung Liquidität bei max. Rentabilität

63

Budget

Definition

Geldmittelzuweisung

Formalzielroientierter Plan - Vorgabe Entscheidungseinheit für bestimmte Zeitperiode mit bestimmtem Verbindlichkeitsgrad

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Budgetsystem

geordnete Gesamtheit aller aufeinander abgestimmten Einzelbudgets sowie deren Unternehmensgesamtbudget

65

Drei Budgetfunktionen

  1. Koordinationsfunktion (knappe Ressourcen)
  2. Motivationsfunktion (Mitarbeiterbeiteiligung)
  3. Prognosefunktion

66

Budgetarten

  1. Entscheidungseinheit/Verantwortungsbereich
  2. Starre/flexible Budgets
  3. Geltungsdauer

67

Budgetierung direkter Leistungsbereiche

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt: Engpasssektor

(Ausgleichgesetz der Planung)

meist Absatzbereich

68

Gemeinkostenwertanalyse

Vier Phasen

  1. Vorbereitung (Projektorganisation, Auswahl Mitglieder)
  2. Analyse (Erfassung aller Kosten Periode, Leistungskatalog)
  3. Entscheidung
  4. Realisation (Durchführung)

69

Prozesskostenrechnung

Ziel

Fünf Schritte

Ziel: Verursachungsrechte Gemeinkostenverrechnung

  1. Festlegung Untersuchungsziele
  2. Prozessanalyse
  3. Zusammenfassung der Teilprozesse zu Hauptprozesssen anhand Cost Drivern
  4. Prozesskostenermittlung
  5. Kostenträger- oder Produktzurechnung

70

Probleme der Budgetierung

  1. Budgetary slacks
  2. Budget wasting (Dezemberfieber)
  3. Demotivierender Einfluss

71

Lösungen Budgetprobleme

Better Budgeting: Pläne als zentrales Koordinationsinstrument

Beyond Budgeting: Koordination durch Selbstabstimmung

72

Vier Rahmenbedingungen
mit denen Strategie stimmig sein soll

  1. Organisation
  2. Unternehmenskultur
  3. Führung
  4. Personalpotentiale

73

Ursachen Widerstand bei Strategiedurchsetzung

  1. Beeinträchtigung Interessen
  2. Mangelnde Einsicht
  3. Fehlen von Wissen

74

Verhaltensorientierte Durchsetzung

wesentlcihe Aufgabe Strategiedurchsetzung

  1. Qualifikationsdefizite beseitigen
  2. Kommunikation Strategie
  3. Konflikthandhabung

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Drei Konfliktarten

  1. Zielkonflikte
  2. Verteilungskonflikte
  3. Durchsetzungskonflikte

76

Dreo Phasen Change Management

  1. unfreezing: Initiierung des Wandels
  2. moving: Gestaltung Übergangsprozess
  3. refreezing: Institutionalisierung neuer Zustand

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Arten von Akzeptanzbarrieren

  • technisch
  • politisch
  • kulturell

78

Ursachen für erschwerte Kollektivierung

  1. Angenommene Qualifikationsdefizite
  2. Infragestellen Erfolg der Strategie
  3. Zielkonflikt

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