Private Equity & Venture Capital Flashcards Preview

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Flashcards in Private Equity & Venture Capital Deck (19):
1

Private Equity Definition

Private Equity ist die i.d.R. zeitlich begrenzte Eigenkapitalbeteiligung an nicht börsennotierten Unternehmen
- Zur Finanzierung unternehmerischen Wachstums
- Oder spezieller Finanzierungsanlässe z.B. Buy Outs

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Private Equity Formen

Drei Formen von Beteiligungen können dabei durch die Unternehmensreife differenziert werden:
Early Stage Finanzierung:
• Seed Financing
• Venture Capital (= Wagnis- bzw. Risikokapital)  Sonderform von PE zur Finanzierung überwiegend in der Frühphase (Gründung/Aufbau)
Later Stage Finanzierung:
• Private Equity im engeren Sinn bereits etablierte Unternehmen

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Ablauf/Struktur:

Es existieren Investoren, die indirekt über eine PE-Firma oder über einen PE Fonds, PE bereitstellen.
Oder Versicherungen, Stiftungen, Investmentgesellschaften, Pensionsfonds, Private Investoren, die Direkte PE zur Verfügung stellen.

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Motive für PE (aus Unternehmensperspektive)

• Abhängig von den Entwicklungsstufen des Unternehmens
• Klassisches Motiv: Deckung des Finanzbedarfs zur Ermöglichung organischen („aus sich selbst heraus“) bzw. externen Wachstums („Zukäufe“)
• Sonderanlässe wie z.B. Eigentümerwechsel anlässlich Regelung der Nachfolgefrage od. unabhängig von einer Nachfolgethematik der Wunsch nach Beteiligung an einem Unternehmen z.B. durch ein Managementteam (MBI, MBO, BIMBO), das alleine nicht über ausreichende Eigenmittel verfügt
o (MBI = Management Buy In – Externes Management kauft UN, MBO = Management by Out – Vorhandenes Management kauft UN, BIMBO = Buy In Management Buy Out – Mischform)

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Private Equity im Lebenszyklus von Unternehmen

• Es werden 2 Hauptphasen unterschieden:
• die Early Stage und die Later Stage
• Die Early Stage unterteilt sich in die Seed-Phase und die Start-Up Phase.

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Seed-Phase:

- Es existiert lediglich eine Idee oder eine weite zu konkretisierende Produktkonzeption
- Es liegt kein Unternehmen im rechtlichen Sinn vor
- Das Unternehmenskonzept ist zu erstellen und die Gründung des Unternehmens ist vorzubereiten
- Die Seed-Finanzierung beinhaltet die Finanzierung von Forschung und Entwicklugnsaktivitäten und Prototypen
- Die Unternehmen sind auf Außenfinanzierung angewiesen, da kein Umsatz/CF generiert wird

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Start Up-Phase:

- Es erfolgt die Finanzierung sämtlicher mit der Unternehmensgründung verbundener Aktivitäten
- Es erfolgt die Suche nach Führungskräften und operativen Personal
- Weiterentwicklung des Prototypen bis zur Marktreifen (Produktionsbeginn) und die Errichtung eines rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmens

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Later-Stage:

Expansion:
• Erste Markterfolge werden erzielt und die Gewinnschwelle wird erreicht
• Beinhaltet Aktivitäten zur Marktdurchdringung
• Erweiterung der ursprünglichen Produktionskapazitäten und Vertriebswege und Erschließung neuer Absatzmärkte

Late-Stage:
• Vorbereitung des Börsengangs oder Verkaufs (Akquisitionen)
• Ablösung von Altgesellschaften oder Restrukturierungen

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Alternativen zu PE

• Eigenkapital – Herkunft: Beteiligungsgesellschaft, Management, Börse, eigene Mittel
• Mezzanine – Herkunft: Banken und Sparkassen, Beteiligungsgesellschaft, Mezzanine-Häuser
• Fremdkapital – Herkunft: Finanzinstitute

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Ablauf PE-Prozess

1. Beteiligungsinteresse Team
2. Businessplanüberprüfung
3. Auswahl potentieller PE-Kapitalgeber
4. Vorbereitung auf das erste Gespräch
5. Kennenlernen Vorprüfung
6. Letter of Intent
7. Due Diligence
8. Verhandlung und Abschluss
9. Beteiligung Betreuung
10. Exit

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Kriterienkataolg von PE-Gesellschaften:

• Innovative UN mit sehr gutem Wachstums- und Ertragspotenzial
• Überzeugendes Management
• Plausible Businessplan und positive DD
• Break-Even-Point nach 3-4 Jahren
• EK-Einbringung durch Unternehmer
• Gute Exit-Perspektiven

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PE – Due Diligence

Es erfolgt die Durchführung einer Commercial, Financial, Legal, Environmental und Tax Due Dilligence sowie Überprüfung der Human Resource.

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PE Exitmöglichkeiten

• IPO (Börsengang)
• Trade Sale (Industrieinvestor – meist auf Grund von Know-how) Verkauf der Anteile oder das Gesamten Unternehmens
• Secondary Sale (Verkauf an weitere Finanzinvestoren)
• Company Buy Back (Rückkauf der vorherigen Besitzer)
• (Insolvenz) Liquidation des Unternehmens

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Die J-Kurve:

• In der Early-Stage exsistieren negative Cash-Flows a.G. von Investitionskosten und Managementgebühren, da Umsatzerlöse erstmals nach der Start-Up-Phase generiert werden.
• Erst in der Expansion-Stage wird die Gewinnschwelle erreicht. Weiter folgt ein zunehmender Markterfoglt mit positiven CF als Folge.

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Problembereiche/ Auswirkungen und Konsequenzen

• Suboptimale Exit-Optionen
• PE-Einfluss (u.a. AR- und Führungspositionen)
• PE-Anteilshöhe
• Benchmark/ Shareholder-Value (Sanktionen bei Nichterfüllung)
• Finanzstruktur nach PE-Investment (Belastungen durch höhere FK-Anteile)
• Kostenverteilung
• Unternehmensstruktur hinsichtlich optionaler Verkauf von Unternehmensanteilen
• PE-Folgeinvestments
• Aktive Risikomanagement-Prozesse
• Human Capital Management bei PE-Investments

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Chancen und Risiken – Anbahnung und Abschluss

• Umfangreiche DD bindet Kapazitäten -> Informationsabfluss
• Unternehmensgeheimnisse werden durch Offenlegung gefährdet
• Mögliche Zielkonflikte des Managements
• Kontrollverlust / Kontrollerhalt der Altgesellschafter
• Steueroptimierung der Transaktionsstruktur
• (Selten) Garantien des Altgesellschafters
• (Keine) Strategische Kaufpreisprämie durch Mehrheitsbeteiligung

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Chancen und Risiken – Beteilugungsbetreuung

• Erhöhung der Transparenz durch Einführung und Ausbau von Controlling/Reporting Systemen (Einfluss durch PE-Gesellschaft)
• Aufbau von Corporate Governance Strukturen (Einfluss PE)
• Optimierung der Rendite durch Leverage, CF und Working Capital Optimierung sowie Rentabilitätsverbesserung
• PE Investor übernimmt i.d.R. keine operative Rolle kann aber beratend tätig sein
• Umfangreiche Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidung und über AR

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MBO

Übernahme eines bestehenden Unternehmens oder selbstädniger Unternehmensteile durch Mitglieder des vorhandenen Managements.

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MBI

Unternehmen von einem externen Management erworben, das nicht aus des Geschäftsführung stammt