Sterilisation und Sterilisierbarkeit Flashcards Preview

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Flashcards in Sterilisation und Sterilisierbarkeit Deck (25):
1

Infektion

Voraussetzungen:

  • Infektionserreger
  • Infektion empfindlicher Mensch
  • Ein Kontakt, wodurch der Erreger den Mensch so besiedeln kann, dass eine Infektion entsteht.

2

Arten der Keimbesiedelung

  • ständig: liegt immer vor beim Menschen
  • vorübergehend: erworben und wechselnd, je nach Kontakt und Umgebung

3

natürliche Schutzmechanismen des Menschen

  • mechanische Barriere (Haut, Schleimhaut)
  • chemische Barriere (Enyzme, Säuremäntel)
  • biologische Barriere (weiße Blutkörperchen)

4

Besiedelung auf Menschen trotz Schutzmechanismen

  • Kolonisierung: Kein Krankheitsausbruch, Mensch wird zu Übertragungsquelle
  • Infektion: Eindrang und Vermehrung des Keimes, Reaktion des Immunsystems

5

Mikroorganismus

Lebewesen mikroskopischer Größe aus den Bereichen Bakterien, Pilze, Einzeller und Viren

6

Desinfektion

Reduzierung der Anzahl lebensfähigen Mikroorganismen auf einem Produkt auf ein vorher festgelegtes Niveau, das für dessen weitere Handhabung oder Verwendung geeignet ist.

führt i.d.R. nicht zur Sterilität!

7

Steril

ein von lebensfähigen Mikroorganismen freier Zustand

8

Sterilität

validiertes Verfahren zur Beferieung eines Produkts von lebensfähigen Mikroorganismen

9

Sterilitätsicherungsniveau (SAL)

Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins eines einzelnen lebensfähigen Mikroorganismus auf einem Produkt nach der Sterilisation 

für MP: <=10-6

10

Kontamination

nicht sterile Produkte oder Gegenstände, werden als kontaminiert bezeichnet.

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Voraussetzungen für die Sterilisation

  • Werkstoffeigenschaften ändern sich nicht
  • Funktion des zu sterilisierenden Geräts bleibt konstant
  • Verfahren ist klinisch akzeptiert und steht in Kliniken zur Verfügung

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Sterilisationsverfahren

  • Hitzesterilisation
    • Dampfsterilisation (Autoklavierung)
    • Heißluftsterilisation
  • chemische Verfahren
    • Halogene
    • Aldehyde
    • Pessigsäure
    • Wasserstoffperoxid
  • Kaltsterilisation
    • Gassterilisation
      • Ethylenoxid
      • Formaldehyd
    • ionisierende Strahlung
      • UV-Strahlung
      • Gammastrahlen
      • beschleunigte Elektronen

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Entscheidungskriterien bei der Auswahl des Sterilisationverfahrens

  1. Entstehung und Abgabe von bedenklichen Zerfallsprodukten
  2. Kompatibilität: Werkstoffeigenschaften und Sterilisationsverfahren
  3. Maßhaltigkeit des Werkstoffs und seiner Verbindungen zu anderen Stoffen
  4. geeignete Verpackung
  5. Resterilisierbarkeit
  6. Qualitätsprüfung und -prüfbarkeit (Validierung)

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Dampfsterilisation - Autoklavierung

Verfahren zur Vakuumisierung:

1. Vorvakuumverfahren: 

  • Evakulieren auf Druck p = 20 - 70 mbar
  • Einlass des Dampfs bis auf Arbeitsdruck

2. fraktioniertes Vorkauumverfahren:

  • mehrmaliges Evakulieren auf Druck p < 130 mbar
  • abwechselnd mit Dampfeinlass
  • Einlass des Dampfs bis Arbeitsdruck

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Betriebsphasen von Autoklaven

  1. Entlüftungsphasen
  2. Steigphase
  3. Plateauphase
  4. Absaugphase
  5. Trocknungsphase
  6. Belüftungsphase

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Validierung Dampfsterilisatoren

  • Abnahmebeurteilung: Nachweis, dass die Ausrüstung und die Dokumentation sich entsprechen.
  • Funktionsbeurteilung: Nachweis, dass der Sterilisator die spezifizierten Sterilisationsprogramme durchführen kann. Dokumentation von Sterilisator (Bezeichnung, SN) und Überprüfung der technischen Mindestanforderungen des Sterilisators
  • Leistungsbeurteilung: Die Sterilisationsparameter werden im Sterilisator mit physikalischen Messmethoden und mikrobiologischen Prüfungen bestimmt. 
    • physikalische Beurteilung
    • mikrobiologische Beurteilung

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mikrobiologische Beurteilung

  • Es werden je Instrumenttyp 3x3 Untersuchungen durchgeführt.
  • Teile werden mit Geobacillus stearothermophilus inokuliert und verpackt.
  • Es werden jeweils im Halbzyklus nach vorgegebenen Verfahren sterilisiert.
  • Nach der Sterilisation werden die Probe mikrobiologisch auf Sterilität untersucht.
  • Der Vorgang wird je Probentyp 2-mal wiederholt.
  • Bei jedem Vorgang wird ein Bioindikator mitgeführt.
  • Häufig werden als Bioindikatoren Sporenproben (meist Geobacillus stearothermophillus) auf Filterpapier verwendet.

18

physikalische Beurteilung

soll aufzeigen, dass die gewünschte Sterilisationsbedingung überall in der jeweils spezifischen Sterilisatorbeladung erreicht werden.

19

notwendige Dokumentation - Dampfsterilisation

  1. Datum, Uhrzeit
  2. Sterilisatoridentifikation
  3. Resultate des chemischen Tests
  4. gewähltes Sterilisationsprogramms
  5. Aufzeichnung der Prozessdaten
  6. Chargennummer
  7. Name des Bedieners
  8. Freigabe durch den Verantwortlicher

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autoklavierbare Materialien

  • Edelstahl
  • PEEK
  • Titan

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Dampfsterilisation - Aufbereitung im Alltag

  • maschinelle Reinigung und Desinfektion
  • Pflege und Funktionskontrolle
  • Sterilisation
  • Lagerhaltung

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ionisierende Strahlung

  • Bestrahlung mit Gamma-Strahlen: hohe Dosen notwendig, die das Sterilgut verändern (Kunststoffe)
  • Bestrahlung mit UV-Licht: nur Oberflächenbehandlung, geringe Eindringstiefe

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Herstellung und Auslieferung steriler Produkte

  1. Produkte vom Hersteller: gereinigt, desinfiziert, steril verpackt, sterilisiert -> Kunde erhält sterile Produkte
  2. Produkte vom Hersteller: gereinigt, desinfiziert, steril verpackt -> Kunde muss die Produkte noch sterilisieren
  3. Produkte vom Hersteller: gereinigt, desinfiziert und verpackt -> Kunde muss Produkte noch steril verpacken und sterilisieren.
  4. Produkte vom Hersteller: grob gereinigt und verpackt -> Kunde muss die Produkte noch reinigen, desinfizieren, steril verpacken und sterilisieren

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Kennzeichnungen von sterilen Produkten

  1. SN: Seriennummer
  2. LOT: Chargenbezeichnung
  3. REF: Bestellnummer
  4. Herstelldatum
  5. Wiederverwendbar bis
  6. Achtung siehe Gebrauchsanweisung
  7. Nicht zur Wiederverwendunng
  8. STERILE R: Sterilisation durch Bestrahlung
  9. STERILE EO: Sterilisation durch Ethylenoxid
  10. STERILE thermometer: Sterilisation mit Dampf oder trockener Wärme

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Entwicklung eines sterilierbaren MP - Vorgehen für autoklavierbares MP

  1. Materialauswahl: ideal biokompatibel, autoklavierbar
  2. nationale Standards für Autoklavieren berücksichtigen
  3. Konstruktion, Form, Gestalt:
    1. verschraubte Sacklöcher vermeiden 
    2. offene Gestalt
    3. Schrauben, die nicht von Personal zu öffnen sind, mit Klebstoff verschließen
  4. normfertige Gebrauchsanweisung anfertigen
  5. Worst-Case-Betrachtung hinsichtlich:
    1. Material, Oberflächenbeschaffenheit, Geometrie, Hinterschneidung
    2. Auswahl der kritischten Komponente
  6. Validierung der Wiederaufbereitung durch Prüflabor gemäß der Gebrauchsanweisung anhand der kritischten Komponente
  7. Zertifikat erhalten und in Produktakte abheften