Termin- Kapazitätsplanung Flashcards Preview

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Flashcards in Termin- Kapazitätsplanung Deck (18):
1

Erläutern sie den Widerspruch der Ziele „kurze Durchlaufzeiten“ und „maximale Maschinenauslastung“?

- Max. Auslastung: Erfordert die Bildung von größeren Losen (Vor jedem Arbeitsschritt/ Maschine liegt genügend Material zur Bearbeitung) was zu höheren Beständen und längeren Durchlaufzeiten führt.
- Kurze Durchlaufzeit: Es befindet sich kein Lager-/Wartezeit vor dem nächsten Bearbeitungsschritt. Dafür kann es eventuell erforderlich sein, dass die Maschine wartet

2

Was bezeichnet man mit Durchlaufzeit eines Arbeitsganges? Nennen Sie wesentliche Bestandteile der Durchlaufzeit (5 v. mehreren).

- die Zeitspanne, die von Beginn der Bearbeitung bis zur Fertigstellung eines Erzeugnisses benötigt wird
- Auftragszeit (ca. 2%)
▪ Hauptzeit
▪ Rüstzeit
▪ Nebenzeit
▪ Verteilzeit
- Transport-, Lager-, Wartezeit (ca. 98%)

3

Nennen Sie drei gängige Terminierungsmethoden und ihren primären Anwendungszweck. (3+3)

- Vorwärtsterminierung: Ermittlung des frühsten Liefertermins, Starttermin bekannt.
- Rückwärtsterminierung: Ermittlung des spätesten Starttermins, der Zieltermin (=Wunschtermin des Kunden) ist dabei bekannt.
- Kombinierte Terminierung: Kombination der Vorwärts- und Rückwärtsterminierung, der Zieltermin ist bekannt. Es können Kapazitätsgrenzen und Engpässe berücksichtigt werden.

4

Worin liegt der Nachteil, wenn nur vorwärts terminiert wird?

Hohe Kapitalbindung durch lange Lagerzeiten der zu früh beschafften Produkte

5

Welchen Nachteil hat eine Rückwärtsterminierung?

Bei Störungen im Produktionsprozess können gewünschte Endtermine nicht eingehalten werden

6

Welche Maßnahmen sind zur DLZ-Verkürzung der Haupt- und Rüstzeiten denkbar? (3)

- Arbeitsgang splitten
- Zusammenfassen rüstgleicher Arbeitsgänge
- Überlappende Fertigung

7

Welche Nebeneffekte werden bei 1) AG-Splitten, 2) AG-Überlappen und 3) Rüstzusammenfassung in Kauf genommen? (je zwei Mehraufwände)

- AG-Splitten: höherer Rüstaufwand/ Steuerungsaufwand
- AG-Überlappen: höherer Transport- und Steuerungsaufwand
- Rüstzusammenfassung: Reihenzeitplanung wird durcheinander gebracht/ Steuerungsaufwand
- Durchlaufzeitverkürzung, Arbeitsgänge splitten, doppelte Rüstzeit

8

Worauf muss bei Überlappung von zwei Arbeitsgängen geachtet werden?

- Es muss ausreichend Kapazität zur Verfügung stehen, Pufferzeit, Schubzeit
- Sinnvolle Losgrößen auf der 2. Maschine festlegen, wenn diese schneller arbeitet als die 1. wird sie nicht genügend versorgt. So spät starten, dass sie vom 1. noch ausreichend versorgt wird
- Transport und Steuerungskosten (Mehraufwendungen)

9

Was bezeichnet man mit „Liegezeit“? Nennen Sie zwei Anwendungsfälle.

- Die Zeit, in der Material, Waren oder Fertigerzeugnisse in der Produktion liegen ohne eine Veränderung zu erfahren
- Arbeitsgegenstand ablaufbedingt nicht bearbeitet/geprüft/transportiert/gelagert
- Arbeitsgegenstand störungsbedingt nicht bearbeitet/geprüft/transportiert/gelagert

10

Welche Angabe wird beim ggf. Überlappen benötigt? (neben dem Überlappungskennzeichen)?

Losgröße -> Mindestweitergabe-Menge muss so bemessen werden das die 2.
Maschine nicht leer läuft

11

Wodurch kann die Durchlaufzeit eines Arbeitsganges noch verkürzt werden (außer Verkürzungen bei den Haupt- und Nebenzeiten)?

Vermeidung von Wartezeiten,Reduzierung von unnötigen Transporten, Optimierung von Maschinenbelegung

12

Warum verplant man die theoretisch nutzbare Kapazität nicht vollständig? (1) Wie nennt man den dazu eingesetzten Faktor?

damit man evtl. Maschinendefekte, Wartungen oder Unterbrechungen abdecken kann; der eingesetzte Faktor wird „Puffer“ genant

13

Was ist eine „Kapazitätsterminierung“ (1) Was wird durch ihren Einsatz vermieden? (1) Wozu führt Sie bei einer hoch ausgelasteten Fabrik? (1)?

Versucht Überlastungen bzw. nicht genutzte Kapazitäten durch exakte Terminierung zu vermeiden. Bei hoch ausgelasteten Fabriken ggf. Auftragsablehnung oder lange Wartezeit für Kunden

14

Nennen Sie Maßnahmen zur kurz- und langfristigen Kapazitätsanpassung bei Maschinengebundenen Arbeitsgängen (4)

Überstunden, Kurzarbeit, Fremdfertigung, Investitionen, zusätzliche Schicht

15

Was stellen sogenannte Übergangszeiten in einem ERP/ PPS-System dar? (3) Wozu werden diese Zeiten eingeplant? Wozu dienen sie?

- Warte-, Liege-, Transportzeiten
- Um reelle Durchlaufzeiten zu generieren

16

Worin besteht das grundsätzliche Problem der Übergangszeiten?

- Unvorhersehbar in Dauer
- Häufigkeit

17

Erläutern Sie dir Problematik einer Maschinenbelegungsplanung auf Basis der Arbeitsplandaten?(Annahme: der Einzelfertigung von Bauteilen in einer werkstattorientierten Fertigung)

Menge an Störungen, Engpässen und Überlappungen ist in der Planung nicht umsetzbar

18

Welche Werkzeuge stehen zur „Feinsteuerung“ (Werkstattsteuerung), resp.
Maschinenbelegungsplanung zur Verfügung? (3)

Montagenetzplan, Balkendiagramm, Belastungsplan