Was versteht man unter dem LD50 Wert?
= Letaldosis 50
Eine der ersten Prüfungen auf toxische Eigenschaften. Ermittelte Dosis einer Substanz (mg Wirkstoff/kg Körpergewicht), bei der 50 % der behandelten Versuchstiere versterben.
Was beschreibt der ED50 Wert?
Effektivdosis => 50 % der maximalen Wirkung erreicht
Was ist der therapeutische Index?
Welche Parameter können einer Dosis-Wirkungskurve entnommen werden?
Was versteht man unter dem KD Wert, was beschreibt die EC50?
KD: Gleichgewichtsdissoziationskonstante einer Bindungsreaktion nach dem Massenwirkungsgesetz; Stoffkonzentration, bei der die Rezeptorsättigung 50 Prozent des Maximums beträgt.
EC50: notwendige Stoffkonz. für halbmaximale Wirkung
Beschreibe den Effekt eines kompetitiven Antagonisten auf die Konzentrations-Wirkungs-Beziehung des Agonisten?
parallele Rechtsverschiebung der Konzentrations-Wirkungs-Beziehung des Agonisten
Nenne charakteristische Eigenschaften von kompetitiven Antagonisten.
Beschreibe den Effekt eines nicht-kompetitiven Antagonisten auf die Konzentrations-Wirkungs-Beziehung des Agonisten?
Verminderung der max. Wirkung des Agonisten.
Nenne charakteristische Eigenschaften von nicht-kompetitiven Antagonisten.
• keine Strukturhomologie erforderlich
• allosterische Hemmung (Bindung an eine andere (allosterische) Bindungsstelle als die Agonistenbindungsstelle) oder kovalente Bindung an den Rezeptor (irreversibel)
• charakteristisch: maximale Wirkung des Agonisten↓
Was sind ionotrope Rezeptoren? Nenne je ein Beispiel für einen exzitatorischen und einen inhibitorischen ionotropen Rezeptor.
Membranrezeptoren, die gleichzeitig auch einen Ionenkanal darstellen und sich nach Bindung
von Liganden öffnen.
Bsp.: Exzitatorischer ionotroper Rezeptor: nicotinerger Acetylcholin-Rezeptor
Inhibitorischer ionotroper Rezeptor: GABA Rezeptor
Wie wirkt Nikotin und welche körperlichen Symptome bewirkt es?
Nikotin ist ein Agonist an nikotinergen Acetylcholin-Rezeptoren. Nikotin wirkt überall, wo sich nikotinerge Ach-Rezeptoren finden (Sympathikus, Parasympathikus, motorische Endplatte)
Komplexe Symptomatik: Mischung aus sympatho- (Herzfrequenz ↑, Blutdruck ↑, Schwitzen) - und parasympathomimetischen (Darmperistaltik↑) Symptomen. Eine hohe Nikotindosis kann durch Überstimulation lähmend auf die Muskulatur wirken
• Primäre Wirkung → Aktivierung und anschließende Blockade des nAChR
• Aktivierung im ZNS → Krampfanfälle und Koma
• nAChR-Aktivierung → Neurotransmitterfreisetzung (z. B. Acetylcholin, Noradrenalin, Dopamin, Serotonin und Endorphine)
• Aktivierung an autonomen Ganglien → unterschiedlichen sympathische/ parasympathische Wirkungen → Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bradykardie, Tachykardie und Mydriasis/Miosis
• Nikotinalkaloide wirken als depolarisierende neuromuskuläre Blocker und erzeugen Faszikulationen und Lähmungen
Wieso bewirkt Nikotin eine Stimulation von Sympathikus und Parasympathikus?
Sympathikus & Parasympathikus besitzen an der postsynaptischen Membran des präganglionären Neurons nikotinerge Acetylcholinrezeptoren
Nennen Sie den Angriffspunkt von Tubocurare. Wo wurde es bzw. wo werden heutzutage noch curareartige Substanzen therapeutisch eingesetzt?
Welche Arten von G-protein gekoppelten Rezeptoren kennen Sie?
Beschreibe kurz die Funktionsweise von Gs-Protein gekoppelten Rezeptoren und nenne einen Gs-Protein gekoppelten Neurotransmitter-Rezeptor.
Beschreibe kurz die Funktionsweise von Gq-Protein gekoppelten Rezeptoren und nenne einen Gq-Protein gekoppelten Neurotransmitter-Rezeptor.
Beschreibe kurz die Funktionsweise von Gi-Protein gekoppelten Rezeptoren und nenne einen Gi-Protein gekoppelten Neurotransmitter-Rezeptor.
Welche 2 Typen von Acetylcholinrezeptoren sind bekannt? Wie sind diese im Körper verteilt?
Was ist Atropin, wo kommt es vor und wie wirkt es?
Vorkommen:
- v.a. in Nachtschattengewächsen (z.B. Tollkirsche)
Wirkung:
- Einfluss des Parasympathikus sinkt, wodurch der Einfluss des Sympathikus überwiegt
- z.B. Mydriasis, fehlende Darmgeräusche, Harnverhalten, Tachykardie, Hyperthermie,
Verwirrtheit, Delirium
• Wirkmechanismus: kompetitiver Antagonist an muscarinergen ACh-Rezeptoren -> bei höheren Dosen → gewisse Blockade an den nikotinergen ACh-Rezeptoren in den autonomen Ganglien und an motorischen Endplatten
Beschreibe das anticholinerge Toxidrom.
• Pupillendilatation (Mydriasis)
• trockene Schleimhäute
• Tachykardie, Bluthochdruck (Sympathikus überwiegt)
• fehlende Darm-Geräusche, Hautwärme und Erythem, Harnverhalten, Delirium, Diskoordination, Verwirrtheit und Halluzinationen, Krampfanfälle
möglich
- “Blind as a bat (mydriasis – weite Pupillen), mad as a hatter (Verwirrtheit etc.), red as a beet (Erythem), hot as a desert (Hyperthermie), dry as a bone (trockene Schleimhäute), the bowel and bladder lose their tone (Harnverhalten, fehlende Darmgeräusche), and the heart runs alone (Tachykardie)
Was ist Muscarin, wo kommt es vor und wie wirkt es?
Nenne bakterielle Toxine, die spezifisch mit G-Proteinen interagieren. Wie wirken diese Toxine?
LT1 und LT2 Toxine von enterotoxischen E.coli Stämmen. Nach Aufnahme in die Zelle hemmt die α-Untereinheit des Toxins die GTPase-Aktivität der Gαs-Untereinheit → G-Protein kann sich nicht mehr selbst inaktivieren und bleibt im aktiven Zustand → permanente Aktivierung der Adenylatcyclase und in weiterer Folge der Proteinkinase A → aktiviert Chlorid Kanäle wobei es zu einem starken Ausstrom von Chlorid und Wasser kommt → starker Durchfall
-> Choleratoxin
Welche Rezeptortypen sind bekannt?
Beschreibe die Funktionsweise von Tyrosinkinase-gekoppelten Rezeptoren.
Ligandenbindung an Rezeptor → Dimerisierung von Monomeren → Autophosphorylierung von Tyrosinresten der intrazelluläre Domäne → anschließend von Targetproteinen → intrazelluläre Signaltransduktion
typische Rezeptoren für Botenstoffe des Wachstums, der Differenzierung und des Anabolismus, z.B. Wachstumsfaktoren, wie NGF, EGF u.a., sowie Insulin