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Flashcards in WachulkaSpezial Deck (19):
1

Welche Aufgaben hat das Dezernat S2 der GDWS in Bezug auf das Lotswesen?

- Erlass von Lotsverordnungen
- Aufsicht über das Seelotswesen
- Qualitätssicherung (Aus-/Weiterbildung,...)
- gesetzliche Zulassungsvoraussetzungen
- Vorhaltung, Betrieb & Unterhaltung der Lotseinrichtungen

2

Wer ist "Verordnungsgeber" der Lotsverordnungen?

WSD

3

Welche Arten der Befreiung von der Lotsannahmepflicht gibt es?

- gesetzliche: Ausnahmen (z.B. Dienstschiffe WSV)
- Regelbefreiung (ohne Prüfung)
- Antragsbefreiung (mit Prüfung)
- Ausnahmebefreiung (in besonderen Fällen unter Anhörung der
Lotsenbrüderschaft)

4

Wo liegt der Unterschied zwischen einer Rechts- und einer Fachaufsicht?

Rechtsaufsicht: nur rechtliche Grundlagen
Fachaufsicht: rechtliche Grundlagen & Zweckmäßigkeit

5

Welche GDWS ist zuständig für das Überseelotswesen?

GDWS Nord

6

Unter welchen Umständen kann einem Lotsen die Berufsausübung untersagt werden?

Vorübergehend:
- wenn der Lotse vorübergehend gesundheitlich nicht fit ist
- für die Dauer des Entzuges des Befähigungszeugnisses
durch das Seeamt
Vorläufig:
- wenn dringende Gründe zur Annahme bestehen, dass
die Bestallung widerrufen wird (z.B. für die Dauer eines
Verfahrens in dem der Bestallungsentzug verhandelt wird)

7

Was ist kennzeichnend für ein Seeamtverfahren?

- mündlich
- öffentlich
- endet mit richterlichem Spruch

8

Für welche Dauer kann ein Befähigungszeugnis vom Seeamt entzogen werden?

Maximal 30 Monate

Aber: Das Seeamt kann Auflagen machen (z.B. Entziehungskur nach Alkohol), durch die sich die Dauer verlängern kann

9

Wer ist zuständiger Ansprechpartner für Widersprüche gegen einen Spruch vom Seeamt?

Die WSD Nord

(Wohingegen die WSD Nordwest feststellt, dass ein seeamtliches Verfahren eingeleitet werden soll)

10

In welchen Fällen kommt es zu einer Untersuchung durch die BSU?

Beteiligung von:
- deutscher Flagge
- deutschen Seeleuten
- deutschem Hoheitsgebiet

11

Was ist das Produkt einer BSU-Untersuchung?

Abschlussbericht mit evtl. einer Empfehlung

12

Wem ist das Havariekommando unterstellt?

Dem BMVBS

13

Wie ist der Zuständigkeitsbereich der WSD Nord?

Nordsee: Knechtsand bis dänische Grenze inkl.
Helgoland und der AWZ
Ostsee: Dänische Grenze bis polnische Grenze

Bei beiden inkl. der bekannt gemachten Binnenwasserstraßen

14

Was kennzeichnet eine behördliche Zulassung zum Lotsen und was eine Bestallung?

Behördliche Zulassung:
- außerhalb der Seelotsreviere
- Erlaubnis zum Lotsen

Bestallung:
- revierbezogen
- beinhaltet die Erlaubnis
- Zwangsmitgliedschaft in einer Brüderschaft
- Pflicht zu Lotsen

15

Unter welchen Umständen kann eine Bestallung widerrufen werden?

- nach Entzug des Befähigungszeugnisses, das Voraussetzung
für Bestallung war
- Lotse wird auf Dauer für gesundheitlich untauglich erklärt
- wiederholte oder gröbliche Pflichtverletzung

- vorläufig, wenn Verfahren wegen Bestallungsentzug läuft

16

Welche Voraussetzungen muss man für den Lotsenberuf erfüllen?

Aufgrund Berufsbildung und Berufserfahrung befähigt und geistig und körperlich geeignet sein, sowie erforderliche Zuverlässigkeit besitzen.

Das heißt (bei Bewerbung):
- gültiges Befähigungszeugnis ohne Einschränkung (Kapitän)
- innerhalb 5 Jahren 2 Jahre Fahrzeit in dem Befähigungszeugnis
entsprechend nautisch verantwortlicher Position
- Zeugnis über körperliche und geistige Eignung
- deutsche Sprache in Wort und Schrift und Englischkenntnisse

17

Wann endet die Bestallung?

- mit Erreichen 65te Lebensjahr
- bei Bezug von Altersruhegeld

- Nichtig, wenn eine der Voraussetzungen nicht gegeben war

- freiwilliger Verzicht

18

Welche Pflichten hat der Lotse laut Seelotsgesetz?

- ordentliche Verhaltensweise auch in der Freizeit
- Beratungspflicht
- Lotstätigkeit nicht unter Rauschmitteln
- Lotsung bis a) Entlassung
b) Ablösung
c) Erreichen des Bestimmungsortes/Grenze Revier
- Fortbildungspflicht
- Pflicht zur Nutzung aller technischer Hilfsmittel
- Informationspflicht gegenüber Aufsichtsbehörde
(Bzw. der Behörde eines EU-Mitliedsstaates)

19

Was ist rechtlich gesehen der Unterschied zwischen Lotsgeld und Lotsabgabe?

Lotsgeld: privatrechtliches Entgelt aus Beratungsvertrag

Lotsabgabe: öffentlich rechtliche Forderung