ICD-10:
Merkmale pathologischer Zwänge
kurz erklären was introsion bedeutet
Zwangsgedanken sind lästige und aufdringliche, bildhafte Vorstellungen und dranghafte Impulse, die sich unwillkürlich in den Gedankenstrom des Betroffenen drängen.
• Diese Gedanken werden Intrusion genannt
• Sie werden als abstoßend und sinnlos gesehen
Epidemiologie
Ätiologie
Familiäre Faktoren
Direkte genetische Transmission scheint nicht zu bestehen, allerdings besitzen Kinder, deren Eltern „neurotische“ Störungen aufweisen, ein erhöhtes Risiko für Zwangsstörungen (Rachman&Hodgson, 1980)
Modelle der Zwangsstörung
Das kognitiv-behaviorale Modell der Zwangsstörungen
Das kognitiv-behaviorale Modell der Zwangsstörungen
Annahme, dass Zwangsgedanken ihren Ursprung in normalen, aufdringlichen Gedanken haben, wie sie jeder kennt („ist der Wecker für die Arbeit wirklich gestellt?“)
Unterschied zu klinisch relevanten Zwangsgedanken, ist die Bewertung und Interpretation.
Dysfunktionale Schemata für Fehlinterpretation (Taylor, 2002):
• Überschätzung der Bedeutsamkeit von Gedanken
• Notwendigkeit die Gedanken zu kontrollieren
• Perfektionismus
• Überhöhte, subjektive Verantwortlichkeit
• Gefahrenüberschätzung
• Unsicherheitsintoleranz
Zentrale Themen von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen: • Schuld • Religiosität • Versündigung • Schmutz, Verunreinigung • Sexualität • Aggressivität/Tod
Diagnostik
Ziele der Diagnostik:
• Erfassen des Verhalten
Das Erfassen des Verhaltens ist entscheidend, da es den zentralen Ansatzpunkt für die Therapie darstellt. Jegliche Verhaltensweisen, die zwanghafte Gedanken auslösen, der Konfrontation mit diesen Gedanken vorbeugen (Vermeidung)m eine Konfrontation beenden oder eine Neubewertung verhindern können, müssen genau exploriert und ihrer Funktion analysiert werden. Man unterscheidet passive von aktiver Vermeidung.
Passive Vermeidung: Vermeidungsverhalten, bei dem Betroffene das Auftreten jeglicher Situationen vermeiden, die Zwangsgedanken auslösen könnten
Aktive Vermeidung: Damit sind Zwangsrituale gemeint, die im Nachhinein die subjektive Sicherheit wieder herstellen sollen (z.B. Händewaschen nach Berühren eines vermeidlich kontaminierten Gegenstands.
Abgefragt werden sollten auch Verhaltensweisen bezüglich des Inhalts, Dauer, Häufigkeit, Regelmäßigkeit und ihrer Bedeutung
• Vermeidung
• Vermeidung
Vermeiddung findet auch oft kognitiv statt, indem P. versuchen, bestimmte Gedanken nicht zu haben oder von vorneherein absichtlich an andere Dinge denken. Dies verhindert nicht nur eine Konfrontation und eine Neubewertung, sondern verstärkt paradoxerweise sogar die Beschäftigung mit den angstauslösenden Reizen, indem die Aufmerksamkeit auf Dinge gelenkt wird, über die der P. gerade NICHT nachdenken möchte
• Emotionale Faktoren
• Emotionale Faktoren
Eine negative Stimmung macht das Auftreten von Zwangsgedanken wahrscheinlicher und der unangenehme Inhalt der Zwangsgedanken löst wiederum eine negative Emotion aus
Die vorherrschende Emotion ist Angst.
Gefühle beschreiben lassen, um so weiterer Symptomatik und evtl. Ursachen auf den Grund zu gehen
• Physiologische Faktoren
• Physiologische Faktoren
Meist reicht die systematische Erhebung derjenigen körperlichen Empfindungen aus, die im Zusammenhang mit dem Zwangsgedanken auftraten. Gelegentlich können auch physiologische Messungen von Nutzen sein (Herzfrequenzmessung) in Klinischem Alltag wenig praktikabel und schwer zu interpretieren
Ausarbeitung eines Behandlungsplans
Gemeinsam wird ein kurzfristiges, mittelfristiges und langfristiges Ziel erarbeitet. Patient und Therapeut erstellen gemeinsam eine Hierarchie von Situationen.
Die Konfrontationsbehandlung sollte mit einer In-vivo Konfrontationsübung beginnen. Ein alltägliches Problem sollte in Angriff genommen werden, sodass ein Erfolg als Verstärkung dienen kann. Während aller Übungen sollten die Interpretationen der P. bzgl. Ihrer Gedanken im Auge behalten werden.
• In den ersten Wochen sollte die Sitzungen 2-3x in der Woche stattfinden
Habituationstechnik
Habituationstechnik
Bei dieser Methode besteht die Aufgabe darin zu trainieren, wiederholt und vorhersehbar bislang gefürchtete Gedanken so lange zu denken, bis von selbst eine Angstreduktion eintritt. Zeitgleich soll jegliche verdeckte Vermeidung oder neutralisierende Verhaltensweise unterlassen werden.
Um die Gedanken wiederholt in einer vorhersehbaren Art und Weise zu präsentieren, gibt es mehrere Methoden:
• Willkürliches Hervorrufen von Gedanken („Malen Sie sich den Gedanken genau aus. Behalten Sie ihn so lange im Kopf, bis ich Sie unterbreche, und wiederholen Sie dies mehrere Male“)
• Wiederholtes Aufschreiben des Gedankens und
• Aufnahme des Gedankens als Audiodatei, um den Gedanken wiederholt anzuhören
Behandlung von Zwangsgedanken
Behandlung von Zwangsgedanken
• Kopplung mit externen Auslösern
• Konfrontation mit internen Auslösern (Tonband)
• Kognitive Therapie
Medikamentöse Behandlung
Detaillierte Problemanalyse
Bedeutende Punkte bei der Erfassung des subjektiven Erlebens von Zwangsgedanken:
• Erstgespräch
• Erstgespräch
- Klinisches Interview mit direkte Fragen, weil Patienten ihre Symptomatik aus Scham oft selbst nicht ansprechen.