Anlage, Umwelt und die Vielfalt der Menschen Flashcards Preview

Modul 7 > Anlage, Umwelt und die Vielfalt der Menschen > Flashcards

Flashcards in Anlage, Umwelt und die Vielfalt der Menschen Deck (44):
1

Verhaltensgenetik (behavior genetics)

Die Untersuchung der relativen Gewichte und Grenzen von genetischen und Umwelteinflüssen auf das Verhalten.

2

Umwelt (environment)

Jeder nichtgenetische Einfluss, von der pränatalen Ernährung bis zu den Menschen und Dingen in unserer Umgebung.

3

Chromosomen (chromosomes)

Fadenähnliche Strukturen aus DNA-Molekülen, die Gene enthalten.

4

DNA/DNS (Desoxyribonukleinsäure; deoxyribonucleic acid)

Komplexes Molekül, das die genetische Information enthält, die die Chromosomen bildet.

5

Gene (genes)

Biochemische Bausteine für die Vererbung, aus denen die Chromosomen bestehen. Gene sind Segmente der DNA, die fähig sind, Proteine zu synthetisieren (aufzubauen). Umweltereignisse »schalten Gene an oder aus«.

6

Genom (genome)

Enthält die vollständigen Informationen, um einen Organismus herzustellen; besteht aus dem gesamten genetischen Material in den Chromosomen des Organismus.

- Geringe interpersonelle Abweichungen vom gemeinsamen Muster geben Hinweise auf unsere Einzigartigkeit
- Persönlichkeitsmerkmale des Menschen werden meist von einer Vielzahl von Genen beeinflusst
- komplexe menschliche Eigenschaften wie Intelligenz, Fröhlichkeit und Aggressivität durch Gruppen werden von Genen beeinflusst

7

Ordnen Sie die folgenden Zellstrukturen nach ihrer Größe, beginnend mit dem kleinsten: Nucleus, Gen, Chromosom

Gen, Chromosom, Nucleus

8

Wenn die Eizelle der Mutter und die Samenzelle des Vaters sich vereinigen, steuert jeder 23 ▁▁▁ bei.

Chromosomen

9

Eineiige Zwillinge (identical twins)

Zwillinge, die sich aus einer einzigen (monozygotisch) befruchteten Eizelle entwickeln, die sich dann in zwei Eizellen teilt und somit zwei genetisch identische Organismen bildet.

10

Zweieiige Zwillinge (fraternal twins)

Zwillinge, die sich aus separaten (dizygotisch) Eizellen entwickeln. Sie sind sich genetisch nicht näher als Geschwister, aber sie teilen als Föten eine gemeinsame Umwelt.

- Geteilte Gene können zu geteilten Erfahrungen führen

11

Wie nutzen Forscher Zwillings- und Adoptionsstudien, um mehr über psychologische Prinzipien zu erfahren?

Die Forscher vergleichen die Persönlichkeitseigenschaften und das Verhalten von eineiigen (dieselben Gene) und zweieiigen Zwillingen (diese teilen die Hälfte ihrer Gene – so wie andere Geschwisterpaare). Sie vergleichen zudem adoptierte Kinder mit ihren biologischen und Adoptiveltern. Einige Studien vergleichen Zwillinge, die getrennt oder zusammen aufwuchsen. Diese Studien halfen uns zu bestimmen, wie viel der Abweichung zwischen Individuen auf genetische Veranlagung und wie viel auf Umweltfaktoren zurückzuführen ist.

12

Temperament (temperament)

Charakteristische emotionale Reaktionsbereitschaft und Reaktionsstärke eines Menschen.

- Vererbung legt einen früh erkennbaren Aspekt der Persönlichkeit fest – das Temperament

13

Nucleus

Zellkern

14

Molekulargenetik (molecular genetics)

Teilgebiet der Biologie, dass sich mit der Untersuchung der molekularen Struktur und Funktion von Genen befasst.

- Ziele: einige der vielen Gene zu finden, die zusammen die Merkmale des Menschen beeinflussen, wie etwa das Körpergewicht, die sexuelle Orientierung und die Extraversion

15

Erblichkeit (heritability)

Ausmaß, in dem individuelle Unterschiede auf Gene zurückgeführt werden können. Die Erblichkeit eines Persönlichkeitsmerkmals kann in Abhängigkeit von der ausgewählten Population und den untersuchten Umweltbedingungen variieren.

- Je ähnlicher die Umweltbedingungen sind, desto größer wird der Stellenwert der Vererbung als Erklärung für die Unterschiede.

16

Die Personen, die die Erblichkeit eines Persönlichkeitsmerkmals untersuchen, versuchen zu bestimmen, in welchem Ausmaß unsere individuellen Unterschiede in diesem Persönlichkeitsmerkmal auf unsere ▁▁▁ zurückzuführen sind.

Gene

17

Interaktion (interaction)

Das Zusammenspiel, das auftritt, wenn die Auswirkung eines Faktors (z. B. der Umwelt) von einem anderen Faktor abhängt (z. B. den Anlagen).

18

Epigenetik (epigenetics)

Die Untersuchung der Einflüsse auf die Genexpression, die auftreten ohne die DNA zu verändern.

- Obwohl Gene das Potenzial haben, die Entwicklung zu beeinflussen, können Auslöser aus der Umwelt diese an- und abschalten.

19

Verbinden Sie die folgenden Begriffe mit der jeweils richtigen Erklärung:

1. Epigenetik
2. Molekulargenetik
3. Verhaltensgenetik
a. Untersuchung der relativen Gewichte von genetischen und Umwelteinflüssen auf das Verhalten
b. Untersuchung der Struktur und Funktion von bestimmten Genen
c. Untersuchung der Umweltfaktoren, die einen Einfluss darauf haben, wie unsere Gene exprimiert werden

1c - Epigenetik: Untersuchung der Umweltfaktoren, die einen Einfluss darauf haben, wie unsere Gene exprimiert werden

2b - Molekulargenetik: Untersuchung der Struktur und Funktion von bestimmten Genen

3a - Verhaltensgenetik: Untersuchung der relativen Gewichte von genetischen und Umwelteinflüssen auf das Verhalten

20

Evolutionspsychologie (evolutionary psychology)

Die Untersuchung der Evolution des Verhaltens und des Denkens mithilfe der Prinzipien der natürlichen Selektion.

21

Natürliche Selektion (natural selection)

Prinzip, dass von den unterschiedlichen vererbten Merkmalen eher diejenigen an nachfolgende Generationen weitergegeben werden, die zu vermehrter Reproduktion und zum Überleben führen.

22

Mutation (mutation)

Zufallsfehler bei der Genreplikation, der zu einer Veränderung führt.

23

Worin ähnelt das Vorgehen von Belyaev und Trut bei der Züchtung von Füchsen dem normalen Verlauf der natürlichen Selektion, worin unterscheidet es sich?

Über mehrere Generationen hinweg haben Belyaev und Trut diejenigen Füchse ausgewählt, die die gewünschte Eigenschaft (Zahmheit) gezeigt haben, und haben sie sich fortpflanzen lassen, um zahme Füchse zu produzieren. Ähnlich geschieht es bei der natürlichen Selektion, mit dem Unterschied, dass diese Züchter Zahmheit anstrebte, während die natürliche Selektion normalerweise Eigenschaften begünstigt, die zu Fortpflanzungserfolg führen.

24

In welcher Gruppe wäre die Erblichkeit von Aggressivität größer – unter den Füchsen von Belyaev und Trut oder in einer wilden Fuchspopulation?

Die Erblichkeit von Aggressivität wäre in einer wilden Fuchspopulation größer, da diese eine größere genetische Variation in der Aggressivität aufweist.

25

Verhaltensgenetiker sind mehr daran interessiert, ▁▁▁ (Gemeinsamkeiten/Unterschiede) in unserem Verhalten zu untersuchen und Evolutionspsychologen sind am meisten daran interessiert, ▁▁▁ (Gemeinsamkeiten/Unterschiede) zu erforschen.

Unterschiede, Gemeinsamkeiten

26

Geschlecht (sex bzw. gender)

In der Psychologie Bezeichnung für die biologisch (»sex«) oder sozial (»gender«) beeinflussten Charakteristika, die Menschen als männlich oder weiblich definieren.

27

Wie erklären Evolutionspsychologen sozial beeinflusste Geschlechtsunterschiede in Bezug auf die Sexualität?

Evolutionspsychologen nehmen an, dass Frauen die Tendenz, in Bezug auf Sexualität vorsichtiger zu sein, von ihren Vorfahren geerbt haben aufgrund der Herausforderungen, die mit dem Austragen und Aufziehen des Nachwuchses verbunden sind. Männer hingegen haben die Neigung zu einem lockereren Umgang mit Sex geerbt, weil die Zeugung für sie mit weniger Aufwand verbunden ist.

28

Welches sind die drei Hauptkritikpunkte an der evolutionstheoretischen Erklärung der menschlichen Sexualität?

1. Der Ansatz startet bei einem Effekt und schließt im Nachhinein auf eine Erklärung.
2. Skrupellose und unmoralische Männer könnten diesen Ansatz als Rechtfertigung für ihr Verhalten gegenüber Frauen benützen.
3. Diese Erklärung könnte die Effekte von kulturellen Erwartungen und Sozialisation übersehen.

29

Was ist der Selektionseffekt und wie kann er die Entscheidung eines Teenagers, bestimmten Sportgruppen an der Schule beizutreten, beeinflussen?

Jugendliche neigen dazu, ihnen ähnliche Menschen auszusuchen und sich in Gruppen Gleichgesinnter zusammenzuschließen. Dies kann dazu führen, dass ein sportlicher Jugendlicher andere sportliche Jugendliche findet und sie gemeinsam bestimmten Sportgruppen an ihrer Schule beitreten.

30

Kultur (culture)

Überdauernde Verhaltensweisen, Vorstellungen, Einstellungen, Werte und Traditionen, die von einer großen Gruppe von Menschen geteilt und von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.

31

Individualismus (individualism)

Die Priorität für die eigenen Ziele ist höher als die für Gruppenziele; die eigene Identität definiert sich eher über persönliche Eigenschaften als über Gruppenmerkmale.

32

Kollektivismus (collectivism)

Die Ziele der Gruppe (oft die Großfamilie oder die Arbeitsgruppe) haben Priorität, die Definition der eigenen Identität richtet sich an ihnen aus.

33

Aggression (aggression)

Jedes körperliche und verbale Verhalten, das mit der Absicht ausgeführt wird jemanden zu verletzen.

34

X-Chromosom (X chromosome)

Geschlechtschromosom, das sowohl bei Frauen als auch bei Männern vorhanden ist. Aus jeweils einem X-Chromosom aus beiden Elternteilen entsteht ein Kind mit weiblichem Geschlecht. Frauen haben also zwei X-Chromosomen, Männer dagegen nur eins.

35

Y-Chromosom (Y chromosome)

Geschlechtschromosom, das nur bei Personen männlichen Geschlechts vorhanden ist. Wenn es mit einem X-Chromosom der Mutter zusammentrifft, entsteht daraus eine Kind mit männlichem Geschlechts.

36

Testosteron (testosterone)

Wichtigstes der männlichen Sexualhormone. Es ist bei Frauen und Männern vorhanden, allerdings stimuliert die zusätzliche Menge an Testosteron bei Männern die Entwicklung der männlichen Sexualorgane im Fötus, sowie das Wachstum der männlichen Geschlechtsmerkmale während der Pubertät.

37

Rolle (role)

Reihe von Erwartungen (Normen) an eine soziale Position. Sie definiert, wie sich jemand in dieser Position verhalten sollte.

38

Geschlechtsrolle (gender role)

Reihe von Erwartungen an das Verhalten von Männern und Frauen.

39

Theorie des sozialen Lernens (social learning theory)

Besagt, dass wir Sozialverhalten lernen, in dem wir etwas beobachten und nachahmen, indem wir dafür belohnt oder bestraft werden.

40

Geschlechtsidentität (gender identity)

Das Gefühl einer Person, Mann oder Frau zu sein.

41

Geschlechtstypisierung (gender-typing)

Bezeichnet den Erwerb einer traditionell männlichen oder weiblichen Rolle.

42

Transidentische Persönlichkeit (transgender)

Überbegriff für Personen, deren Geschlechtsidentität oder -ausdruck ihres Geschlechts sich von dem, was man mit ihrem Geburtsgeschlecht assoziiert, unterscheidet.

43

Was sind Geschlechtsrollen, und was verrät uns ihre Variation über die Lern- und Anpassungsfähigkeit eines Menschen?

Geschlechtsrollen sind sozialen Regeln oder Normen für erwartetes und akzeptiertes Verhalten für Männer und Frauen. Die Normen, die mit verschiedenen Rollen – inklusive Geschlechtsrollen – assoziiert werden, variieren sehr stark zwischen den unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Dies ist der Beweis, das wir Menschen sehr gute darin sind, die sozialen Erwartungen verschiedener Umwelten zu erkennen und uns ihnen anzupassen.

44

Wie erklärt der biopsychosoziale Ansatz unsere individuelle Entwicklung?

Der biopsychosoziale Ansatz berücksichtigt alle Faktoren, die unsere individuelle Entwicklung beeinflussen:
- biologische Faktoren (Evolution, Gene, Hormone und das Gehirn)
- psychologische Faktoren (Erfahrungen, Überzeugungen, Gefühle und Erwartungen)
- soziokulturelle Faktoren (Einflüsse vonseiten der Eltern und Gleichaltrigen, kultureller Individualismus oder Kollektivismus, geschlechtsbezogenen Normen)