DNA modifizierende Enzyme Flashcards

1
Q

Arten der Krümmung

A
- gebogen (curved)
aufgrund der Basensequenz
- verbogen (bent)
aufgrund der Bindung an Proteine
- verdreht (twist) 
aufgrund der Torsionsspannung
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2
Q

Propeller twist

A

viele Basenpaare sind nicht perfekt coplanar,
sondern wie Propellerblätter gegeneinander verdreht
–> Verstärkung der Stapelwechselwirkung

Roll: Basenstapel öffnen sich,
positiv wenn Öffnung zur kleinen
Furche zeigt, + 20° bis – 10°

Slide: positiv, wenn oberes
Basenpaar mehr nach links geht,
+ 3 Å bis – 1 Å

Twist: positiv, wenn oberes 
Basenpaar von oben gesehen gegen 
Uhrzeigersinn dreht, 
\+ 20° bis + 50°, meist +34 °
ABBILDUNG
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3
Q

k

A

= Krümmung

- nach oben/unten

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4
Q

t

A

= Drehung
- nach rechts (+)
- nach links (-)
ABBILDUNG

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5
Q

Binden von Proteinen an DNA allgemein

A

1) Anlegen (docking): passen DNA und Protein in großem Maßstab zusammen?
ist die DNA an dieser Stelle flexibel genug und/oder in die richtige Richtung gebogen?

2) Prüfen (probing): können sich zwischen bestimmten Basen und Aminosäuren
Wasserstoffbrückenbindungen an der Kontaktzone ausbilden?
=> sequenzspezifische Protein-DNA-Bindung
- Proteine verbiegen die DNA: Beispiel 434-Repressor

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6
Q

Supercoil in zirkulärer DNA

A
  • entspannte zirkuläre DNA
    = eine Kreuzung der Stränge auf 10 bp
  • überspiralisierte zirkuläre DNA
    = mehr als 1 Kreuzung auf 10 bp: positiv überspiralisiert = überdreht
    weniger als 1 Kreuzung auf 10 bp: negativ überspiralisiert = unterdreht
  • toroidal (coil) –> verdreht (supercoil)
    ABBILDUNG
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7
Q

Supercoil in linearer DNA

A

Unterteilung der DNA in mehrere Schlaufen
durch Bindung an Grundgerüst
typisch für eukaryotische Chromosomen
ABBILDUNG

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8
Q

Linking number

A

= Verwindungszahl

twisting number + writhing number

Tw twisting number (Drehungszahl): wie oft dreht sich das Molekül?

Wr writhing number (Überkreuzungszahl): wie oft kreuzt es sich mit sich selbst?
ABBILDUNG

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9
Q

Topoisomerasen

A

• B-DNA hat eine Windung pro 10 bp
• menschliches Chromosom 1 hat 250 Mbp
–> zur vollständigen Replikation 25 Millionen Umdrehungen der chromosomalen DNA erforderlich!
semikonservative Replikation bei zirkulärer DNA unmöglich?

Lösung durch Topoisomerasen:
entwinden die DNA nicht, sondern verhindern Überspiralisierung!
Helix öffnet sich wie ein Reißverschluss, ohne dass sich das Molekül drehen muss

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10
Q

Typ-I-Topoisomerasen

A

• erzeugen einen Einzelstrangbruch
• ein Ende des Strangs bleibt kovalent ans Enzym gebunden
• das andere Ende wird bewegt und durch die Lücke gezogen
• Einzelstrangbruch wird wieder geschlossen
=> L linking number (Verwindungszahl) wird um 1 reduziert

Beispiele:

  • Topoisomerase I und II von E. coli
  • Topoisomerase III bei Hefe und Mensch
  • Topoisomerase I der Eukaryoten
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11
Q

Catenan

A

= verkettete DNA, zwei oder mehr ringförmige DNA-Moleküle, die wie die Glieder einer Kette ineinandergreifen

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12
Q

Typ-II-Topoisomerasen

A

= trennen Catenan auf
1. Typ-II-Topoisomerase bindet kovalent an beide Stränge des grünen Chromosoms
2. Topoisomerase-“Tor“ öffnet sich, rotes Chromosom geht hindurch
3. “Tor“ schließt sich
4. Lösen der kovalenten Bindung
=> L= linking number (Verwindungszahl) wird um 2 reduziert

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13
Q

kovalente Bindung

A

= Atombindung, Elektronenpaarbindung oder homöopolare Bindung
- 2 Atome haben gemeinsames bindendes Elektronenpaar (teilen sich Elektron in Außenschale & werden so zusammengehalten)

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14
Q

Helikase

A

= ringförmige Hexamere
• trennen die Wasserstoffbrücken zwischen den Einzelsträngen = „Aufschmelzen“ der DNA
• ssDNA in der Mitte durchgefädelt, Untereinheiten ziehen ssDNA durch unter ATP-Hydrolyse
• jede Untereinheit durchläuft dabei den Zyklus
ATP-gebunden – ADP-gebunden – leer – ATP-gebunden – usw.
ABBILDUNG

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15
Q

Nukleasen

A

= sind eine Gruppe von Enzymen, deren hauptsächliche Funktion im partiellen oder vollständigen Abbau von Nukleinsäuren besteht. Man spricht auch vom partiellen oder vollständigen Verdau eines Substrates.

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16
Q

Exonukleasen

A

= spalten DNA/RNA endständig

–> einzelnes Nukleotid + kürzeres Nukleinsäure- Molekül entsteht

17
Q

Endonukleasen

A

= spalten in DNA/RNA eine innere Phosphodiesterbindung –> zwei Fragmente entstehen
• z.B. Homing-Endonucleasen: Erkennungssequenz asymmetrisch, oft 20-30 bp lang, kommen in mobilen genetischen Elementen (z.B. selbstspleißenden Introns) vor, werden in 6 Gruppen eingeteilt
• z.B. Restriktions-Endonukleasen („molekulare Scheren“):
• Typ I – schneiden an einer zufälligen Stelle weit von der Erkennungssequenz entfernt, bisher < 40 charakterisiert
• Typ II – schneiden in der meist palindromischen und 4/6/8 bp langen Erkennungssequenz oder in unmittelbarer
Nähe, bisher > 2800 charakterisiert
• Typ III –schneiden 20-35 bp von der Erkennungssequenz entfernt, bisher < 10 charakterisiert
• Typ IV – schneiden nur methylierte DNA
• Typ V – benutzen Führungs-RNA, z.B. in CRISPR

18
Q

Restriktion

A

in Bakterien schützt Methylierung die eigenen DNA vor Hydrolyse durch eigene Endonukleasen
Fremd-DNA (z.B. von Phagen) ist nicht methyliert und wird zerschnitten

Phagen bleiben auf ihren Stamm beschränkt; Beschränkung = Restriktion

19
Q

Nukleasen: Beispiel EcoRI

A
  • aus Eschericha coli Stamm R, Nuklease Nummer I (eins)
  • Homodimer
  • schneidet dsDNA
  • palindromische Erkennungssequenz 5’-GAATTC-3
  • erzeugt Fragmente mit 5‘-Überhang: klebrige Enden (sticky ends
20
Q

Nukleasen: Beispiel SmaI

A
  • aus Serratia marcescens, Nuklease Nummer I (eins)
  • schneidet dsDNA
  • palindromische Erkennungssequenz 5’-CCCGGG-3
  • erzeugt Fragmente ohne Überhang: stumpfe Enden (blunt ends)
21
Q

DNA-Methyltransferasen = Methylasen

A

• keine Mutation, sondern eine Modifikation
• sequenzspezifisch je nach Methylase
• an A oder C
• Methylasen sind spezies-spezifisch
• wichtigste epigenetische Veränderung, bleibt bei DNA-Replikation erhalten
• Regulation der Genexpression, Schutz vor Restriktionsenzymen
ABBILDUNG

22
Q

Ligasen

A

= Schließen Einzelstrangbrüche (nicks)

ABBILDUNG

23
Q

Zusammenfassung

A
  • DNA-Helix ist gebogen aufgrund der Basensequenz, verbogen aufgrund der
    Bindung an Proteine, verdreht aufgrund der Torsionsspannung
  • DNA-Helix ist flexibel: roll, slide, twist ermöglichen Krümmung k und Drehung t
  • Supercoil speichert Dreh-Energie  DNA verhält sich anders
  • für ringförmige DNA-Moleküle: Drehungszahl Tw und Windungszahl Wr
  • natürlich vorkommende DNA ist unterspiralisiert
  • Topoisomareasen verhindern Überspiralisierung (Typ I, Typ II)
  • Helikasen trennen die Wasserstoffbrücken zwischen zwei DNA-Molekülen
  • Nukleasen schneiden die Doppelhelix (molekulare Scheren: Restriktionsenzyme)
  • Methyltransferasen markieren A oder C sequenzspezifisch mit Methylrest
  • Ligasen schließen Einzelstrangbrüche