#8 „... und ich sage dir, wer du bist!“ Flashcards

1
Q

Erläutere, was Pädagogische Diagnostik ist!

A
  • Dienstleistung innerhalb von Erziehung und Unterricht.
  • Sie ist die Theorie einer Praxis.
  • Sie umfasst alle diagnostischen Tätigkeiten, durch die bei einzelnen Lernenden und in einer Gruppe Lernenden Voraussetzungen und Bedingungen planmäßiger Lehr- und Lernprozesse ermittelt, Lernprozesse analysiert und Lernergebnisse festgestellt werden, um individuelles Lernen zu optimieren.
  • Zur Pädagogischen Diagnostik gehören ferner die diagnostischen Tätigkeiten, die die Zuweisung zu Lerngruppen oder zu individuellen Förderprogrammen ermöglichen sowie die mehr gesellschaftlich verankerten Aufgaben der Steuerung des Bildungsnachwuchses oder der Erteilung von Qualifikationen zum Ziel haben.
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2
Q

Nenne Funktionen der Leistungsmessung und -bewertung an Schulen!

A
  1. Pädagogische Funktionen
  • Rückmeldung
  • Motivation
  • Disziplinierung
  • Berichterstattung
  1. Gesellschaftliche Funktion
  • Kontrollfunktion
  • Berechtigungsfunktion für päd. Handeln
  • Allokationsfunktion
  • Selektionsfunktion
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3
Q

Was ist Pädagogische Diagnostik nicht?

A
  • Externe Agentur, die entsprechend eines Auftrags einen Klienten prüft und die Ergebnisse an den Auftraggeber zurückgibt. (Ingenkamp & Lissmann, 2008)
  • Damit ist Pädagogische Diagnostik keine Psychologische Diagnostik und auch keine sonderpädagogische Diagnostik.
  • Aufgrund von Pädagogischer Diagnostik können somit keine krankhaften Verhaltensweisen oder Zustände diagnostiziert werden (z.B. ADHS, ADS, LRS, Depression, usw.)
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4
Q

Was bedeutet die Begriffsklärung von Pädagogische Diagnostik für Lehrer?

A

Das bedeutet für den Lehrer / die Lehrerin

  • Die Lehrkraft kann vieles nicht und soll auch vieles nicht tun! (z.B. Diagnose einer ADHS)
  • Austausch bzw. Kooperation mit außerschulischen (Sonderpädagogen, Jugendhilfe, Psychologen,…) und innerschulischen (Schulsozialarbeiter) Experten ist notwendig!
  • Zur Pädagogischen Diagnose sind damit mitunter Informationen von Dritten notwendig!
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5
Q

Erläutere ein Rahmenmodell Pädagogischer Diagnostik!

A

Siehe PDF Seite 17

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6
Q

Erläutere ein Schema der Urteilsbildung!

Rahmenmodelle Pädagogischer Diagnostik

A

Siehe PDF Seite 24

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7
Q

Was ist Pädagogische Diagnostik?

A

Was Pädagogische Diagnostik ist:

  • Dienstleistung innerhalb von Erziehung und Unterricht.
  • Sie ist die Theorie einer Praxis.
  • Sie umfasst alle diagnostischen Tätigkeiten, durch die bei einzelnen Lernenden und in einer Gruppe Lernenden Voraussetzungen und Bedingungen planmäßiger Lehr- und Lernprozesse ermittelt, Lernprozesse analysiert und Lernergebnisse festgestellt werden, um individuelles Lernen zu optimieren.
  • Zur Pädagogischen Diagnostik gehören ferner die diagnostischen Tätigkeiten, die die Zuweisung zu Lerngruppen oder zu individuellen Förderprogrammen ermöglichen sowie die mehr gesellschaftlich verankerten Aufgaben der Steuerung des Bildungsnachwuchses oder der Erteilung von Qualifikationen zum Ziel haben.

(Ingenkamp & Lissmann, 2008)

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8
Q

Nenne Probleme 1 des professionellen Alltags!

A

Problem 1:

  • In der geschichtlichen Entwicklung einer Pädagogischen Diagnostik verdrängen die Methoden des Berechtigungswesens (Prüfungen, Kompetenztests usw.) immer mehr die Methoden der Lernoptimierung.
  • Selektion und Allokation sind Aufgaben, aber nicht die einzigen der Pädagogischen Diagnostik!
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9
Q

Erläutere des Schema zur Thematik “Probleme des professionellen Alltags”!

A

Siehe PDF Seite 29

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10
Q

Erläutere die Problemstellung Rückmeldung in
Funktionen der Leistungsmessung und -bewertung an Schulen!

A

Pädagogische Funktionen

  • Rückmeldung

Thema A

Leistungskontrolle

Thema B

Welchen Zweck soll die Rückmeldung zu Thema A nach der Leistungskontrolle eigentlich erfüllen?

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11
Q

Nenne Problem 2 des professionellen Alltags!

A

Problem 2:

  • Pädagogische Diagnostik soll objektiver, d.h. nachvollziehbarer, aussagekräftiger und genauer werden. (Für Selektion und Förderung notwendig!)
  • Dazu müssten aber die Lehrkräfte entsprechend ausgebildet werden.
  • => Notwendigkeit von Forschungsmethodik

(Ingenkamp & Lissmann, 2008)

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12
Q

Was sollen Lehrkräfte im Bezug auf relevante Begriffe der Forschungsmethodik messen?

A

Lehrkräfte sollen messen:

  • Leistungen
  • Sachkompetenz
  • Methodenkompetenz
  • Sozialkompetenz
  • Selbstkompetenz
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13
Q

Erläutere den Begriff des Messens!

A

Messen bedeutet, dass ein Merkmal eines Objekts/Subjekts mit einer Referenzgröße verglichen wird.

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14
Q

Erläutere die Arten des Vergleichens!

A
  • Unmittelbarer Vergleich
  • Mittelbarer Vergleich
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15
Q

Erläutere die soziale Bezugsnorm!

A

Soziale Bezugsnorm: Die Referenzgröße wird durch die relevante Gruppe repräsentiert.
z.B.:

  • Die Note wird an der Leistungsverteilung der Klasse bestimmt.
  • Arbeiten werden in „gute Schüler“ und „schlechte Schüler“ vorsortiert.

(vgl. Schrader & Helmke, 2002)

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16
Q

Erläutere die Individuelle Bezugsnorm!

A

Individuelle Bezugsnorm: Die Referenzgröße ist das Individuum selbst. Es wird die individuelle Entwicklung bewertet und nicht unbedingt das absolute Ergebnis.
z.B.:

  • Im Vergleich zu früher hat ein Schüler nun alle Aufgaben eines Tests bearbeiten können. Zuvor hatte ihm die Zeit nie gereicht.
  • Ein Schüler löst seit längerer Zeit eine Matheaufgabe im Test richtig. Zuvor wurden immer alle Aufgaben falsch gelöst.

(vgl. Schrader & Helmke, 2002)

17
Q

Erläutere die Kriteriale Bezugsnorm!

A

Kriteriale Bezugsnorm: Die Referenzgröße ist ein subjektunabhängiges bzw. an der Sache ausgerichtetes Kriterium (z.B. Lernziel, Standards, usw.).
z.B.:

  • Mind. 82% richtig gelöste Aufgaben ergeben die Note 2.
  • Jedes richtig genannte Merkmale guten Unterrichts, nach Meyer, gibt einen Punkt.

(vgl. Schrader & Helmke, 2002)

18
Q

Nenne die Qualitätskriterien wissenschaftlicher Messung!

A
  • Objektivität: Ist es nachvollziehbar, wie das Ergebnis der Messung generiert wurde? (Die Objektivität stellt das Mindestanforderungsniveau an Testung dar. Ist diese nicht gewährleistet, sind die Ergebnisse nichtig!)
  • Reliabilität
  • Validität
19
Q

Was ist zu Testungen und Messungen von Lehrern zu sagen?

A

Testungen und Messungen von Lehrern genügen häufig nicht den wissenschaftlichen Mindestanforderungen (siehe Gütekriterien)

Lehrer bewerten überwiegend an der sozialen Bezugsnorm orientiert. Das können Sie aber relativ gut.

(vgl. Schrader & Helmke, 2002;
Ingenkamp & Lissmann, 2008)

20
Q

Erläutere Objektivität!

A

Objektivität:

  • Durchführungsobjektivität (Unabhängigkeit von durchführender Person und Durchführungsort)
  • Auswertungsobjektivität (Wie nachvollziehbar ist die Ermittlung des Ergebnisses?
  • Interpretationsobjektivität(Wienachvollziehbar ist der Wert des Ergebnisses (z.B. Abiturnote, Staatsexamensdurchschnitt, usw.)

(vgl. Ingenkamp & Lissmann, 2008)

21
Q

Erläutere Reliabilität!

A

Reliabilität:

  • Wie sicher ist es, dass das Ergebnis systematisch und reproduzierbar generiert wurde?
  • Führt dieselbe Messung nochmals zum selben Ergebnis?
22
Q

Erläutere Validität!

A

Validität:
• Was wird tatsächlich gemessen?

(vgl. Ingenkamp & Lissmann, 2008)

23
Q

Benenne Beurteilungs und Wahrnehmungsfehler!

A

Beurteilungs- und Wahrnehmungsfehler:

Die größte Fehlerquelle bei der Messung, Interpretation und Beurteilung ist der Mensch.

Jeder Mensch konstruiert sich seine Repräsentation der Wirklichkeit selbst. (vgl. Konstruktivistische Didaktik)

24
Q

Benenne verschiedene Arten der Beurteilungs- und Wahrnehmungsfehler!

A
  • Halo-Effekt (Halo = Hof): Zusätzliche, fachfremde Informationen werden in die Urteilsfindung einbezogen.
  • Primacy-Effekt: Das Problem des ersten Eindrucks für die weitere Urteilsfindung.
  • Primacy-Recency-Effekt: Abschließende Eindrücke überstrahlen vorherige Erkenntnisse (z.B. Seminarfacharbeit und Prozessbewertung)
  • Reihungsfehler: Vorhergehende Bewertungen beeinflussen die nachfolgenden Bewertungen
  • Milde- oder Strengefehler: Grundsätzliche Bewertungstendenz in eine Richtung
  • Tendenz zur Mitte: Weder zu gute, noch zu schlechte Bewertungen werden gegeben.
25
Q

Ziehe ein Fazit zur Pädagogischen Diagnostik!

A
  • Das Feld der Pädagogischen Diagnostik ist groß und vielfältig.
  • Leider werden diese Bereiche nur rudimentär ausgebildet.
  • Es gibt aber eine Vielzahl guter Literatur (siehe Verzeichnis)
  • Auch hier zählt: Der bewusste professionelle Umgang zählt. Hierfür ist Theorie und Praxis notwendig.
  • Probleme mit der Notengebung sind vorhanden. Allerdings kommt es auch darauf an, wie Urteile im Allgemeinen gebildet werden. Ob diese in Noten oder anderer Form dargestellt werden, ist erstmal zweitrangig.