Kapitel 3 Flashcards

Die Studierenden können die Beziehungen (Interaktionen) zwischen den Lebewesen in einer Biozönose erklären und anhand von Beispielen illustrieren.

1
Q

Was heisst Mutualismus?

A

Mutualismus oder auch mutualistische Symbiose bezeichnet in der Ökologie eine Wechselbeziehung zwischen Lebewesen zweier Arten, aus der beide Partner Nutzen ziehen.

z.B. Blüten bieten ihren Besuchern Nahrung und werden beim Blütenbesuch bestäubt.

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2
Q

Was sind Endozoochore Früchte?

A

Endozoochore Früchte werden gefressen und die Samen in keimungsfähigem Zustand anderorts ausgeschieden
z.B. Efeu

-> Mutualismus

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3
Q

Was sind Dyzoochore Früchte?

A

Dyzoochore Früchte werden gesammelt und/oder versteckt, wobei immer ein Teil der Früchte verloren bzw. vergessen geht.
z.B. Trauben-Eichen

-> Mutualismus

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4
Q

Was sind Myrmecochore Früchte?

A

Myrmecochore Früchte werden von Ameisen verschleppt und bieten ihnen Nahrung in Form eines proteinreichen Anhägsels (Elaiosom).
z.B. Vergissmeinnicht

-> Mutualismus

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5
Q

Was ist Mycorrhiza?

A

Mutualistische Beziehung zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln, bei der der Pilz die Pflanze mit Nährstoffen versorgt und er von der Pflanze organische Kohlenstoffverbindungen erhält.

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6
Q

Unterschied zwischen Mutualismus und Symbiose

A

Pflanze überleben bei der Symbiose ohne Partner nicht. Beim Mutualismus überleben sie ohne Partner, können sich aber nicht fortpflanzen.

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7
Q

benenne zwei Arten von Mycorrhiza

A

Ektomycorrhiza: Die Hyphen des Pilzes bilden ein dichtes Geflecht um die Wurzel (Hartigsches Netz) und dringen in die Interzellularräume der Wurzelrinde ein.

Endomycorrhiza:
Die Pilzhyphen dringen in einzelne Zellen der Wurzelrinde ein und bilden dort bläschenartige (Vesikel)
oder bäumchenförmige Strukturen (Arbuskel) aus: vesiculärarbusculäre Mycorrhiza.

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8
Q

Kann der Stickstoff direkt aus der Luft von den Pflanzen aufgenommen werden?

A

Nein.

S. 5

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9
Q

Was machen Knöllchenbakterien für die Schmetterlingsblütler?

A

Knöllchenbakterien gehen ein mutualistische Beziehung mit den Wurzeln von Schmetterlingsblütlern ein, wobei sie diesen pflanzenverfügbare Stickstoffverbindungen liefern und von den Pflanzen organische Kohlenstoffverbindungen erhalten.

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10
Q

S. 6

A

bearbeiten

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11
Q

Was ist Kommensalismus?

A

Der Ausdruck Kommensalismus (lat. commensalis ‚Tischgenosse‘) wird für eine Form der Interaktion zwischen Individuen verschiedener Arten verwendet, die für Angehörige der einen Art positiv, für diejenige der anderen Art neutral ist.

z.B. die Klette wird vom Tier an dem es Haftet verbreitet
oder Pflanzen bieten Kletterpflanzen und Epiphyten Stütze und Substrat oder Polsterpflanzen

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12
Q

Was ist Amensalismus?

A

Für eine Partei neutral und für die andere negativ.

Es gibt nicht viele Beispiele von Amensalismus (eher theoretisch)

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13
Q

gib ein Beispiel für Amensalismus.

A

Die grossblättrigen, schnell- und hochwachsenden Stauden der subalpinen Hochstaudenfluren unterdrücken das Aufkommen von kleineren und/oder langsamer wachsenden Pflanzen, ohne dass sie aber selber daraus einen Vorteil ziehen.

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14
Q

Was ist Carnivorie?

A

Karnivore = Fleischfresser

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15
Q

Was ist Herbivorie?

A

Herbivore = Pflanzenfresser

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16
Q

Was ist Parasitismus?

A

Parasitismus, auch Schmarotzertum, im engeren Sinne bezeichnet den Ressourcenerwerb eines Lebewesens (genannt Parasit) mittels eines in der Regel erheblich größeren Organismus einer anderen Art.

positiv für den Parasit, negativ für den Wirt

17
Q

Was ist Prädation?

A

Beziehung zwischen Räuber und Beute

18
Q

in welchem Zusammenhang steht die Population des Beute mit derjenigen Population des Jägers?

A

Die Population der Beute ist ausschlaggebend für die Population der Jäger.
d.h. je mehr z.B. Schneeschuhasen desto mehr kanadische Luchse.

19
Q

Wie schützen sich Pflanzen vor Herbivorie?

A
  • Haare
  • Dornen/Stacheln
  • Gifte
  • Warnsysteme (auch für andere Pflanzen)
20
Q

Welche drei Bedingungen müssen erfüllt sein um ein Organismus als Parasiten zu bezeichnen?

A
  1. Ein Parasit schädigt seinen Wirt.
  2. Der Parasit nutzt seinen Wirt (zumindest zeitweise) als Habitat.
  3. Während der parasitischen Phase des Lebenszyklus ist der Parasit obligatorisch von seinem Wirt für die Synthese von mindestens einem lebensnotwendigen Nährstoff abhängig.
21
Q

welchen Einfluss hat ein Parasitenbefall auf die Mortalität?

A

Je stärker der Parasitenbefall, desto höher die Mortalität der Wirtsorganismen.

22
Q

Es gibt auch in der Pflanzenwelt Parasiten. Nenne zwei Arten.

A

Voll-/ Holoparasit: bleiben Bleich, da sie keine Photosynthese machen

Halb-/Hemiparasit: Grün (machen Photosynthese)

23
Q

Was ist Allelopathie?

A

Wenn Pflanzen durch selbst produzierte chemische Verbindungen (Giftstoffe) andere Pflanzen vertreiben.
(v.a. bei gebietsfremden Arten)

z.B. Walnussbaum

24
Q

Was ist Konkurrenz?

A

Wenn Lebewesen die gleiche begrenzte Ressource nutzen und sich dadurch wechselseitig beeinträchtigen, stehen sie zueinander in Konkurrenz.

25
Q

Welche Ressourcen können bei Pflanzen zu Konkurrenz führen?

A

Licht, Wasser, Nährstoffe (N, P, S, Mg, Na, K, Fe, Ca, Mn, …), CO2, O2 und Raum

26
Q

Welche Ressourcen können bei Tieren zu Konkurrenz führen?

A

Raum (Nistplätze, Versteckmöglichkeiten, Wanderrouten, …), Nahrung, Wasser und O2

27
Q

Was bedeutet Intraspezifische Konkurrenz?

A

Konkurrenz innerhalb einer Art.

28
Q

Was bedeutet Interspezifische Konkurrenz?

A

Konkurrenz unterhalb verschiedener Arten.

-> führt zu unterschiedlichen realisierten Nischen

29
Q

Was ist das Konkurrenzausschlussprinzip?

A

Zwei oder mehrere Arten mit plus/minus den gleichen Lebensansprüchen können nicht koexistieren (theoretisch).

30
Q

Nenne ein Beispiel für das Konkurrenzausschlusprinzip.

A

Das eingeführte nordamerikanische Grauhörnchen ist daran das einheimische Eichhörnchen in Norditalien vollständig zu verdrängen, weil die Reproduktionsrate des Eichhörnchens bei Präsenz des Grauhörnchens abnimmt.

31
Q

Wie kommt es zu Koexistenten?

A
  • Differenzierung der Lebensräume entlang des Höhengradienten
  • Differenzierung der Lebensräume (sonnig, schattig, feucht, trocken)
  • Differenzierung des Ortes der Nahrungssuche
  • unterschiedliche Schnabellänge und -form
  • zeitliche Nischendifferenzierung (Tag/Nacht)
32
Q

Wie ist die Koexistenz bei Pflanzen mit sehr grosser Nischenüberlappung möglich?

A

Wiederholt auftretende Störungen, d.h. Reduktion der pflanzlichen Biomasse (z.B. durch Feuer, Herbivorie, Mähen etc.), verhindern, dass es zu Konkurrenzausschluss kommt.
Die Anzahl koexistierender Pflanzenarten ist bei Umweltbedingungen, die nur geringes Wachstum zulassen, und bei mittelhäufigem Auftreten von Störungen am grössten.

33
Q

Was bedeutet Biodiversität?

A

biologische Vielfalt

34
Q

Warum sind eine grosse Anzahl koexistierender Arten wichtig für das Ökosystem und den Menschen?

A
  • Mischkulturen können mehr CO2 binden als Monokulturen

- mehr Nahrung für den Menschen