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Flashcards in Klausur Deck (24):
0

Was unterscheidet Typ 1 und Typ 2?

Typ-1-Diabetes:
Betazell-Zerstörung, die zum absoluten Insulinmangel führt immunologisch vermittelt (1a) oder idiopathisch (1b)

Typ-2-Diabetes:
Insulinresistenz mit relativem Insulinmangel ohne (2a) bzw. mit (2b) Adipositas

1

Beschreibe Typ 3 Diabetes!

A: genetische Defekte der Betazellen MODY

B: genetische Defekte der Insulinwirkung Insulinresistenzsyndrom, lipatrophischer DM

C: Krankheiten des exokrinen Pankreas Pankreatitis, -Ca., -Op., Hämochromatose; auch: zystische Fibrose

D: Endokrinopathien Akromegalie, Cushing-Syndrom, Glukagonom, Somatostatinom, Phäochromozytom, Aldosteronom

E: Drogen- oder Chemikalien-induziert Glukokortikoide, Diazoxid, ...; auch: Pasireotid

F: Infektionen kongenitale Röteln, Zytomegalie, ...

G: selten, immunvermittelte Formen „stiff-man“-Syndrom, Anti-Insulinrezeptor-Antikörper, ...

H: andere Syndrome, glgtl. mit DM vergesellschaftet Down, Klinefelter, Turner, Prader-Willi, ...

2

Was sind die Symptome der Diabetes?
Wie unterscheiden Typ 1 und 2?

• Vermehrter Durst

• Häufiges Wasserlassen

• Gewichtsabnahme

• Müdigkeit, Leistungs-schwäche

• Muskelkrämpfe

• Bauchschmerzen

• Infektanfälligkeit

• Juckreiz

• Sehstörungen

• Neurologische Beschwerden

Typ 1: klinisch ausgeprägte Symptomatik

Typ 2: schleichende Manifestation, Diabetes wird oft im Rahmen anderer Erkrankungen diagnostiziert

3

Altersabhängige Inzidenz des Typ 1 Diabetes

Wann ist das Maxima? Wann gehts auf null?

Maxima zwischen 10-12 Jahren
Ab 15 Jahren geht es langsam gegen null!

4

Ab welchem Alter steigt das Risiko für Typ 2?

Ab 45

5

Was sind die Ursachen für Typ II?

1. Beta-Zellen: Insulinsekretionsstörung
2. Fett, Leber oder Muskelzellen sind Insulinresistenz

----> Hyperglykämie

6

Welche drei Werte sind bei Diabetes verändert?

Wie sind die Werte beim Test?

HbA1c > 6,5 %
Gelegenheits-Glucose im venösen Plasma > 200 mg/dl
Nüchtern-Glucose im venösen Plasma > 126 mg/dl

BZ-Werte im oGTT, venöses Plasma (mg/d)
1. Nüchtern
Diabetes Ausgeschlossen: < 100
abnorme Nüchternglucose/ gestörte Glucosetoleranz: 100-125
Manifester Diabetes: ab 126

2. oGTT 2h mit 75g Glucose
- Diabetes Ausgeschlossen: unter 140
- abnorme Nüchternglucose/ gestörte Glucosetoleranz: 140-199
- Manifester Diabetes: Über 200

7

Diagnose: Gestationsdiabetes

Wann stellt sich die Diagnose Gestationsdiabetes?

HbA1c ungeeignet!
Gelegenheits-Glucose im venösen Plasma > 200 mg/dl
Nüchtern-Glucose im venösen Plasma > 92 mg/dl

oGTT mit 75 g Glucose, BZ-Messung 0‘, 60‘, 120‘ 24.-27. SSW

Diagnosestellung, wenn für einen Wert gilt:
(venöses Plasma, mg/dl)
nüchtern ||| 60‘ ||| 120‘
>92 >180 >153


8

Richtwerte (DDG)???

HbA1c < 140 mg/dl
Gesamt-Cholesterin 45 mg/dl
Triglyceride <20 mg/l
RR 130-140 / 80-85
Nikotinverzicht
Normalgewicht

9

Medikamente- Therapie

Stimulation der Insulinsekretion:
Sulfonylharnstoffe, Glinide

Steigerung der muskulären Glukoseaufnahme:
Biguanide, (Glitazone,) Insulin

Senkung der hepatischen Glukoseproduktion:
Biguanide, Insulin

Verzögerung der intestinalen Kohlenhydratresorption:
Alpha-Glukosidase-Inhibitoren

Ausgleich des Insulinmangels:
Insulin

Manipulation der Inkretin-Systems:
Inkretin(GLP-1)-Analoga, DPP4-Inhibitor
-> Pankreas-CA, Pankreatitis

10

Wie Wirken Sulfonyl-harnstoffe?

β-zytotrop: Steigerung der In-sulinsekretion über viele Stunden
Sulfonyl-harnstoffe

11

Wie wirken Biguanide

Hemmung der Hepatischen Glukoneogenese, Verbesserung der Glukoseaufnahme

12

Wie wirken α-Glucosidase-Inhibitoren?

α-Glucosidase-Inhibitoren

Hemmung der Glukoseabspaltung und der Glukoseaufnahme im Darm

13

Wie wirken Glitazone?

Insulinsensitizer: Verbesserung der Glukoseaufnahme in die Zelle

14

Wie wirken Glinide?

β-zytotrop: Kurz-fristige Steigerung der Insulinsekretion, Restitution der 1.Phase

15

Diabetisches Fußsyndrom

Wieviele Diabetiker sind betroffen?
Beschreibe dieses Syndrom!

betrifft 3% der diabetischen Bevölkerung,
bei 1/5 erfolgt eine Amputation


Hyperglykämie-induzierte Schädigung der Vasa Nervorum

Direkte metabolische Effekte an nervalen Strukturen

� Sensibilitätsstörung: Temperatur, Schmerz, Vibration

� Motorische Störung: Atrophie kleiner Fußmuskeln, Deformität

� Autonome Störung: Dysfunktion Talg- und Schweißdrüsen

16

Diabetisches Fußsyndrom

Ischämie und DFS

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit von pAVK vom Unterschenkeltyp?

pAVK vom Unterschenkeltyp (70%)
Oft nur geringe Veränderungen von Arcus plantaris und A. dorsalis pedis -> distaler Bypassanschluss

Mediasklerose Mönckeberg -> Unterschätzung des Ausmaßes der pAVK

17

Diabetisches Fußsyndrom

Beschreibe Wagnerstadium 0

Wagner-Stadium 0:
Risiko-Fuß ohne Läsionen

18

Diabetisches Fußsyndrom
Beschreibe Wagner-Stadium 1


Wagner-Stadium 1: oberflächliches Ulcus

19

Diabetisches Fußsyndrom


Beschreibe Wagner-Stadium 2

Wagner-Stadium 2

tiefes, gelenknahes, infiziertes Ulcus

20

Diabetisches Fußsyndrom

Beschreibe Wagnerstadium 3

Wagner-Stadium 3

tiefe Infektion mit ossärer Beteiligung

21

Diabetisches Fußsyndrom

Beschreibe Wagnerstadium 4

Wagner-Stadium 4

begrenzte Vorfuß- oder Fersennekrose

22

Diabetisches Fußsyndrom

Beschreibe Wagnerstadium 5

Wagner-Stadium 5

Nekrose des Fußes

23

Diabetisches Fußsyndrom

Was sind die Therapielinien?

Druckentlastung
Bettruhe
Rollstuhl
Unterarmgehstützen
Orthopädischer
Maßschuh
Vorfußentlastungsschuh

Infektionsbekämpfung
langfristige Antibiose (Wochen, Monate) Clindamycin +
Gyrasehemmer MRSA? ggf. antimykotische Therapie
Wundbehandlung

Revaskularisierung: chirurgisch, radiologisch

(Minor-)Amputation: prim. Verschluss

Sekundärprophylaxe: Fußpflege, Inspektion (Spiegel), Hautpflege

DIRAS!!!