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Flashcards in Kunststoffe Deck (284):
1

Welche drei Bereiche umfasst die Kunststofftechnik?

Werkstoff
Verarbeitung
Konstruktion

2

Welche drei Dinge muss man für ein breites Eigenschaftsspektrum des Kunststoffes geeignet kombinieren?

Basiskunststoff
Additive
Herstellungsverfahren

3

Welche zwei Herstellungsverfahren sind die „mengenmäßig“ wichtigsten?

Spritzgießverfahren (diskontinuierlich, komplexe Geometrien)
Extrusionsverfahren (kontinuierlich, Endlosteile)

4

Was sind die grundlegenden Eigenschaften von Kunststoff?

Transparenz/Farbe
Durchlässig/Undurchlässig für Flüssigkeiten/Gase
Geringe Dichte
Hohe chemische Beständigkeit

5

Nennen Sie Einsatzgebiete von Kunststoffen.

-Elektrik und Elektronik (Isolation, RFID)
-Kommunikationstechnik (Lichtleiter)
-Datenspeicherung (CD, DVD)
-Medizin
-Erneuebare Energien
-Mobilität
-Automobil
-Technische Textilien
-Verpackung
-Bauwesen
-Haushalt

6

Welche Dichten haben Kunststoffe, Aluminium, Titan, Eisen und Keramiken?

Kunststoff 0,8-2,2. (in g/cm^3)
Alu 2,7
Keramiken 3,7-4,0
Titan 4,5
Eisen 7,9

7

Ordne Gummi, PVC, Polyethylen, Alu, Stahl usw. nach E-Modul und Zugfestigkeit.

Bild 1.2 Seite 5 im Skript

8

In welchen Bereichen sind Kunststoffen enge Grenzen gesetzt?

-bei hohen Temperaturen
-bei bestimmten mechanischen Beanspruchungen
-bei häufigen Temperaturwechseln (starke Temperaturabhängigkeit)

9

In welche drei Bereiche gliedert sich die Kunststoffindustrie?

-Rohstoffherstellung
-Kunststoffverarbeitung
-Maschinenbau

10

Was sind die Rollen/Aufgaben der drei Bereiche der Kunststoffindustrie?

Bereich Aufgabe
Hersteller Entwickelt Materialien
Verarbeiter Erzeugen Fertigteile
Maschinenbau stellt spezielle Werkzeuge bereit

11

Ordne die Einsatzgebiete der Kunststoffe nach Verbrauchsmenge.

Verpackung 35%
Bau 23%
Fahrzeuge 10%
Elektro/Elektronik 6%
Haushaltswaren 3%
Möbel 4%
Landwirtschaft 3%
Medizin 2%
Sonstiges 14%

12

Definiere Kunststoff.

Ein Sammelbegriff für synthetisch hergestellte makromolekulare Werkstoffe.

13

Woraus besteht ein Makromolekül?

Aus miteinander chemisch verknüpften, einzelnen Molekülen (Monomeren)
1.000-10.000 Monomere bilden ein kettenförmiges Makromolekül

14

Was sind Polymere?

Makromoleküle werden in der chemischen Industrie als Polymeren bezeichnet.

15

Wann wird ein Polymer zu einem Kunststoff?

Erst nach Zugabe verschiedener Zusatzstoffe, die Eigenschaften und Verarbeitungsverhalten gezielt verändern.
Deshalb wird ein Kunststoff auch „Werkstoff nach Maß“ genannt.

16

Wo findet man Makromoleküle in der Natur?

-Leder
-Holz
-Elfenbein
-Bernstein
-Teer
-Baumwolle
-Naturkautschuk
-Seide

17

Welche drei Arten der Polymersynthese gibt es?

-Polymerisation
-Polyaddition
-Polykondensation

Man unterscheidet sie je nach Ablauf der chemischen Reaktion.

18

Definiere „Primärprodukte“.

Primärprodukte sind die Grundbausteine der Monomere.
Sie werden aus Erdöl oder Erdgas extrahiert und anschließend zu Monomeren umgesetzt.

19

Nennen Sie die bekanntesten Primärprodukte und eine wichtige Eigenschaft.

-Ethen
-Propen
-Benzol
-Toluol

Als Primärprodukte werden vor allem kurzkettige Kohlenwasserstoffe, die über ungesättigte chemische Bindungen verfügen, verwendet.

20

Nennen Sie zwei Primärprodukte, die direkt zu Polymeren umgesetzt werden.

Monomer Kunststoffpolymer

Ethen Polythylen
Propen Polypropylen

21

Nennen Sie die sieben wichtigsten Rohstoffe für die Primärprodukte.

-Erdöl
-Erdgas
-Steinkohle
-Kalkstein
-Steinsalz
-Flussspat

22

Beschreiben Sie die Aufbereitung von Rohöl.

1. Zerlegung in Destilationskolonne
2. Abzug der Fraktionen (Gasöle, Petroleum, Bemzin, Naphta)
3. Crackprozess
4. Isolierung, Reinigung
5. Umwandlung zu Monomeren

23

Welche ist die wichtigste Fraktion bei der Rohölaufbereitung?

Die Naphtafraktion (Rohbenzin)

Die Naphtafraktionen enthalten die wesentlichen Ausgangsstoffe für die Primärprodukte.

24

Wie sieht der schematische Aufbau einer Rohöl-Destillationsanlage aus?

Bild 1.7 Seite 9 im Skript

25

Was geschieht beim Crackprozess während der Rohölaufbereitung?

Die längeren Kohlenstoffverbindungen der Naphtafraktion werden in kürzere zerlegt.

26

Beschreibe die Aufbereitung von Erdgas.

1. Fraktionieren durch Kondensation (Abkühlung)
2. Crackprozess
3. Isolation, Reinigung
4. Umsatz zu Monomeren

27

Beschreibe die Aufbereitung von Steinkohle.

1. Verkohlung
2. Drei Fraktionen: Koks, Kokereigas, Steinkohleteer
3. Verarbeitung wie Gas/Öl

28

Beschreibe die Aufbereitung von Kalkstein, Steinsalz und Flussspat.

Kalkstein: Brennen —> Kalk —> chem. Reaktion —> Ethin
Flussspat: Fluorwasserstoff (Fluorpolymere)
Steinsalz: Chlor (Polyvinylchlorid (PVC))

29

Nenne die sieben wichtigsten Rohstoffe für biobasierten Kunststoffe.

-Zucker
-Stärke
-Zellulose
-Fette
-Öle
-Proteine
-Lignine

30

Was ist Polyactid?

Polyactid (PLA) ist ein Beispiel für einen biologischen Kunststoff.

PLA...
-wird aus fermentierter Maisstärke hergestellt
-ist ein spröder Werkstoff
-hat eine konventionelle Zugfestigkeit
-durch das Mischen mit anderen Kunststoffen und Additiven lassen sich die Eigenschaften in einem weiten Bereich einstellen

31

Sind Kunststoffe biologisch abbaubar und gibt es Beispiele?

Kunststoffe sind nicht biologisch abbaubar.
Man versucht sogar meist sie gegen Abbau zu schützen. Dennoch ist es möglich labile, abbaubare Elemente in eine Polymerkette einzubauen.

Bsp.:
-Ethylen-Kohlenmonoxid- Copolymer Photochemischer Abbau (Licht)
-Polyesteramide Vollständig abbaubar, Verhalten wie Polyethylen
-Polylactid Meist Kunststoffflaschen

32

Was ist die „End of Life“- Strategie?

Ein anderer Begriff für Recycling.

33

Wie verläuft das Recycling von Thermoplastabfällen?

Sortenreine Abfälle werden nach Zerkleinerung, Waschen, Trocknung und Aufschmelzen zu neuen Produkten verarbeitet.

Gemischte Abfälle können für dickwandige Produkte (Lärmschutz) verwendet werden. Probleme sind:
-Abbau bei hohen Temperaturen
-Verarbeitung bei unterschiedlichen Temperaturen

34

Welche drei Verfahren können Kunststoffe wieder in ihre Grundsubstanzen zerlegen?

Je nach chemischer Bauart gelingt dies durch...

-Hydrolyse
-Alkoholyse
-Pyrolyse

35

Wie werden Elastomere und Duroplaste recycelt?

Elastomere werden durch Mastizieren wieder verarbeitet.

Duroplaste sind unschmelzbar, sie werden nur als zerkleinerter Füllstoff verwendet.

36

Welche drei Eigenschaften von Kunststoffen können sehr weit variieren?

-Härte
-Bruchfestigkeit
-Formbarkeit

37

Welche drei Gruppen von Kunststoffen gibt es?

-Thermoplaste
-Duroplaste
-Elastomere

38

Welche Kunststoffgruppe hat den größten Marktanteil?

Thermoplaste

39

Wie kann man sich den Aufbau von Polymeren verdeutlichen?

Polymeren sind in ihrem strukturellen Aufbau Polymerketten.
Polymerketten sind Makromoleküle, die aus Monomeren, also reaktionsfähigenMolekülen, bestehen.

40

Aus welchen Molekülen besteht die Hauptkette eines Polymers meistens?

-Kohlenstoffatome
-Sauerstoff
-Stickstoff

41

Durch welches Elememt wird in einigen Polymeren der Kohlenstoff substituiert?

In einigen ist Kohlenstoff durch Silizium/ Sauerstoff/Stickstoff substituiert.
Bsp.: Polysiloxan (-Si-O-Si-)

42

Wodurch entsteht Polyethylen?

Polyethylen entsteht durch die Verknüpfung vieler Ethen-Monomere.

43

Welche drei chemischen Prozesse zur Herstellung von Polymeren gibt es?

-Polymerisation
-Polyaddition
-Polykondensation

44

Füllen Sie die Tabelle:
Prozess Verlauf Nebenprodukte
Polymerisation
Polykondensation
Polyaddition

Prozess Verlauf Nebenprodukte
Polymerisation Stufenlos Keine
Polykondensation in Stufen Ja
Polyaddition In Stufen Keine

45

Welche Art von Reaktion kennzeichnet die Polymerisation?

Polymerisation kennzeichnet eine Reaktion, bei der Monomeren mit Doppelbundungen zu Polymeren reagieren.
Einzig durch Energiezufuhr werden Doppelbindungen geöffnet, wodurch die Moleküle reagieren und sich kovalent zu Ketten formen.

46

Was ergibt sich aus dem Polymerisationsgrad?

Die Kettenlänge der Polymere, von der mechanische und Verarbeitungseigenschaften abhängen.

47

Wann endet die Polymerisation?

Die Polymerisation ist eine Kettenreaktion, welche sich selbst aufrecht erhält.

Sie endet durch...
-einen Mangel an Monomeren
-eine Abbruchreaktion

48

Nenne drei Beispiele für Kunststoffe, welche durch Polymerisation entstehen.

-Polyvinylchlorid (PVC)
-Polyethylen (PE)
-Polystyrol (PS)

49

Welche drei Arten von Polymerisation existieren?

Es gibt die...
-radikalische
-ionische
-koordinative

...Polymerisation.

50

Definiere „Radikal“.

Ein Radikal ist ein Molekül oder Atom mit mindestens einem ungepaarten Elektron. Sie sind meistens sehr reaktionsfreudig.

51

Welche vier Schritte durchläuft der Entwicklungsprozess von Kunststoffprodukten?

- Planen (Aufgabe auswählen, Entwicklungsauftrag)

- Konzipieren (Anforderungsliste, Funktionsstrukturanalyse, Produktkonzepte erarbeiten und bewerten)

- Entwerfen(Werkstoffauswahl, Gestaltung, Dimensionierung)

- Ausarbeiten (Ggf. Einzelteiloptimierung, Kosten überprüfen, Prototypenherstellung)

52

Unter welchen acht Gesichtspunkten sollten neue Kunststoffprodukte bewertet werden?

Stand der Technik
Machbarkeit
benötigte Zeit für Umsetzung
bereits eingesetzte Technologie
Attraktivität
Risiko
Patentsituation
Förderchancen

53

Welche Schritte umfasst die Konzeptphase des Konstruktionsprozesses?

1. Pflichtenheft erstellen
2. Funktionsstrukturanalyse anfertigen
3. Lösungssuche für Teilfunktionen
4. Kombination zu Produktkonzepten
5. Technisch/wirtschaftliche Bewertung

54

Welche drei Hilfsmittel zur Auswahl des Werkstoffs im Konstruktionsprozess gibt es?

- Datenbank
- Recherchen (Experten,Lieferanten)
- Praxisnahe Laborversuche (teuer)

55

Welche zehn kunststoffspezifischen Features gibt es, die es erlauben bestimmte Funktionalitäten in eine Konstruktion einzubauen?

Rippen
Schnapphaken
Schraubenverbindungen
Scharniere
Gleitlager
Klebverbindungen
Pressverbindungen
Zahnäder
Einlegeteile
Schweißverindungen

56

Welche Arten von Schnappverbindungen gibt es?

Schnapphaken
zylindrisch
mit kugeligen Überdeckungsflächen
Ringschnappverbindungen (alternativ geschlitzt)

57

Welche Arten von Scharnieren gibt es und was sind ihre Merkmale?

Schnappscharnier: - formschlüssig
- lösbar
- einfache Montage
- Schwenkwinkel < 180°

Filmscharnier: - stoffschlüssig
- nicht lösbar
- funktionsintegrabel
- Schwenkwinkel ≤ 180°

Pressscharnier: - kraftschlüssig
- lösbar
- einfache Montage
- Schwenkwinkel < 360°

58

Was sind die drei Grundtypen von Filmscharnieren?

-> sind Vorteilhaft für thermoplastische Teile bei Drehbewegungen

Filmscharnier mit großem
Biegewinkel: - kleines Rückstellvermögen
- Biegewinkel ≤ 180°

Filmscharnier mit begrenztem
Biegewinkel: - großes Rückstellvermögen
- kleine Biegewinkel

Im Winkel gespritztes
Filmscharnier: - Biegewinkel ≤ 180°

59

Welche drei Gestaltungsrichtlinien gibt es für die spritzgießgerechte Fertigung?

- Wanddicke so dünn wie möglich (1-3mm)
- Entformungsschrägen vorsehen
- Gleiche Wanddicken (sonst Verzug)

Wanddicke besonders wichtig, da doppelte Wanddicke = vierfache Kühlzeit

60

Wie sehen ein ungünstig und ein günstig ausgelegtes Spritzgießteil aus?

günstig: Entformungsschrägen in allen Entformungsrichtungen >0,5°

ungünstig: Keine Entformungsschrägen
Hohe Entformungskräfte
Langer Auswerferhub

61

Welche drei Verfarhen existieren zur Dimensionierung von Kunststoffbauteilen?

- analytisch (überschlägige Berechnung)
- empirisch (auf Erfahrungen basierend)
- numerisch (FEM)

62

Welche Vorteile bietet eine FEM?

- beliebig komplexe Geometrien möglich
- keine Einschränkungen bezüglich Lastangriff (Punkt, Fläche..)
- Nichtlinearitäten möglich (geometrisch,Material..)
- Reduzierung von Prototypen-Versuchen

63

Welche drei Arten von Nichtlinearitäten eines Bauteils gibt es?

- Nichtlineares Materialverhalten
- Geometrische Nichtlinearität (Querschnittsfläche, Hebelarme etc.
ändern sich mit der Verformung)
- Nichtlinearität aufgrund sich ändernder
Randbedingungen(Einschnappen, Kontakt, Abheben)

64

Was sind die vier typischen Anwendungsfelder von FE-Simulationen?

- Identifikation von Schwachstellen
- Festigkeitsnachweis (Lebensdauer)
- Gestaltoptimierung
- Schwingungsanalyse (Akustik)

65

Wie läuft eine FEM-Simulation grundsätzlich ab?

-CAD-System
-Preprocessing (Wahl des Materialmodells, Definition der Randbedingungen, Definition der Lasten, Vernetzung des Formteils)
-Fe-Berechnung
-Postprocessing (Visualisierung, Auswertung, kritische Hinterfragung)
-ggf. neues Preprocessing und alles wiederholen

66

Wie viel Prozent des „produzierten“ Öls aus Raffinerien fließt derzeit in die Kunststoffproduktion?

6%

67

Definition Copolymer:

Aus unterschiedlichen Monomeren aufgebautes Polymer.

68

Was sind organische Stoffe?

Alle chemischen Verbindungen mit Kohlenstoff

69

Wie läuft die radikalische Polymerisation ab?

1. Ein Radikal bricht die Doppelbindung auf.
2. Bindung von Monomeren bei geringer Aktivierungsenergie.

Abbruch über Rekombination oder Disportionierung.

70

Was ist der Unterschied zwischen Rekombination und Disportionierung?

Rekombination:
Aus zwei Radikalen entsteht ein Teilchen, das nicht mehr reaktiv ist.

Disproportionierung:
Aus zwei Radikalen werden ein Alkan und ein Alken, die nicht mehr
reaktiv sind.


71

Welche zwei Arten der ionischen Polymerisation kann man
unterscheiden und welche Eigenschaften sind bezeichnend?

Es gibt die anionische und die kationische Polymerisation.

Merkmale

Anionisch: negative Ladung, Abbruchreaktion ist selten, wird durch Zugabe elektronenarmer Stoffe gestoppt

Kationisch: positive Ladung, Abbruchreaktion ist häufig, wird durch eine Abbruchreaktion gestoppt

72

Wie läuft die koordinative Polymerisation ab und wofür wird sie vorrangig genutzt?

Die Polymersiation geschieht mittels Übergangsmetallverbindungen.

Das wichtigste Verfahren ist das Ziegler-Natta-Verfahren, bei dem Ziegler-Natta-Katalysatoren verwendet werden.

Es wird vor allem genutzt um Polymere einer bestimmten Taktizität herzustellen. (Bspw. isotaktisches Polypropylen)

73

Was bedeutet Taktizität und welche Arten gibt es?

Die Taktizität beschreibt die Anordnung der Seitenketten in einem Polymer.
Isotaktisch
Syndiotaktisch
Ataktisch (statisch)

Skript S. 17 Bild 2.3

74

Nenne drei typische Nebenprodukte der Polykondensation.

Wasser
Ammoniak
Alkohole

75

Wie verläuft die Polykondensation?

Niedermolekulare Gruppen verknüpfen sich unter Abspaltung von Nebenprodukten.

Vorraussetzung:
Die Monomere besitzen mindestens zwei funktionelle Gruppen, die besonders reaktionsfähig sind. (Bspw. -OH, -COOMH, -CO, -NH2)

Die Anlagerung findet dann an den Endgruppen statt (nicht an den Doppelbindungen!).

Abbruch:
Es ist eine echte chemische Gleichgewichtsreaktion also spielen Temperatur und Konzentration eine Rolle.

Wichtig:
Für ein Polymer mit hohem Molekulargewicht muss der
Reaktionsumsatz > 99% sein.

76

Was wird beispielsweise durch Polykondensation hergestellt?

Polyamide

77

Wie verläuft die Polyaddition und was macht sie aus?

Kann nur zwischen mindestens zwei unterschiedlichen Monomeren ablaufen.

Die Reaktion läuft über intramolekulare Umlagerung.
(Wasserstoffatome aus den funktionellen Gruppen wandern zum anderen Molekül).

Hierbei bilden sich kovalente Bindungen.

Es ist keine chemische Gleichgewichtsreaktion.
Sobald eine Komponente aufgebraucht ist, ist die Reaktion beendet.

Bsp.: Polyurethane.

78

Inwiefern sind die Kettenmoleküle bei Thermoplasten,
Elastomeren und Duroplästen verbunden?
Sind sie schmelzbar oder löslich?

Thermoplaste: lineare und verzweigte Kettenmoleküle
Elastomere: schwach vernetzte Kettenmoleküle (grobe „Mauerstruktur“)
Duroplaste: stark vernetzte Kettenmoleküle (feine „Mauerstruktur“)

Seite 19 Bild 2.6

79

Ab wann sind Kunststoffe nicht mehr schmelzbar?

Sobald die Molekülfäden vernetzt werden.

80

Welche Arten von Stoffen gibt mann Kunststoffen hinzu um ihre Eigenschaften einzustellen?

- Additive (Stabilisatoren, Gleitmittel, Weichmacher)
- Füllstoffe (Kreide, Glasfasern, Ruß)
- Pigmente
- andere Kunststoffe (Polymerblends)

81

In welchem Zustand werden Thermoplaste verarbeitet?

Im geschmolzenen Zustand.

82

Welche Arten von Thermoplasten gibt es?

Es gibt die amorphen und die teilkristallinen Thermoplaste.

83

Was zeichnet amorphe Thermoplaste aus?

Sie sind:
- i.A. transparent
- bei Raumtemperatur spröde
- bspw. in der Hülle einer CD

84

Was zeichnet teilkristalline Thermoplaste aus?

Bei teilkristallinen Thermoplasten existieren amorphe und kristalline Phasen nebeneinander.

Teilkristalline Thermoplaste haben...

- ein eher zähelastisches Materialverhalten.
- eine milchig trübe Färbung.

Bsp.: Ansaugrohre im Automobilbereich

85

Welche Eigenschaften sind bezeichnend für Elastomere?

Elastomere ("Gummi") werden nach der Formgebung vulkanisiert und entwickeln dadurch ihr gummielastisches Materialverhalten.

Elastomere sind...

- nicht schmelzbar.
- bei hohen Temperaturen brennbar.
- für elastische Anwendungen vorgesehen (Dichten, Dämpfen)

Bsp.: Reifen, Dichtungen, Schläuche und Federelemente

86

Was kennzeichnet Duroplaste?

Duroplaste (Duromere) werden während der Formgebung ausgehärtet

Duroplaste sind...

- nicht schmelzbar
- von ihren Eigenschaften über weite Temperaturbereiche
konstant (bis Zersetzung).
- hohe Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse

Bsp.: Pfannengriffe, Schaltergehäuse, FVK

87

Was ist ein großes Anwendungsgebiet der Duroplaste und weshalb?

Die faserverstärkten Kunststoffe (FVK) sind ein großes
Anwendungsgebiet aufgrund der hohen Beständigkeit von Duroplasten.

Bei FVK umschließt bspw. eine Duroplastmatrix Aramid-, Glas oder Kohlenstofffasern.

Diese Matrix dient...

- Zur Krafteinbringung.
- dem Schutz vor Umwelteinflüssen.

88

Was ist der Schubmodul und wie wird er ermittelt?

Der Schubmodul G in [N/mm²] ist eine dem E-Modul vergleichbare Größe und wird im Torsionsschwingversuch ermittelt.

89

Wie verläuft der Schubmodul G von Elastomeren, Duroplasten und den zwei Thermoplastarten über der Temperatur?

Amorpher Thermoplast:
Steilabfall bei Erweichungstemperatur

Teilkristalliner Thermoplast:
Steilabfall bei Kristallitschmelztemperatur

Siehe Skript Seite 22 Bild 2.10

90

Definiere "organische Stoffe"

Organische Stoffe sind alle chemischen Verbindungen des Kohlenstoffs.

Kunststoffe sind organisch, Metalle und Keramiken anorganisch.

91

Wie sind Kunststoffe im Bereich Festigkeit und Steifigkeit im Vergleich zu Metallen und Keramik einzuordnen?

Kunststoffe haben eine wesentlich geringere Festigkeit und Stetigkeit.

Siehe Skript Seite 23 Bild 2.11

92

Wie verhalten sich Festigkeit und Steifigkeit bei steigender Temperatur?

Sie fallen bei den meisten Kunststoffen.

Bei Metallen und Keramiken sind sie über weite Bereiche unabhängig von der Temperatur.

93

Welches Verhalten zeigen die Kunststoffarten beim Zugversuch im Vergleich zu Metallen?

Die Festigkeit von den Metallen ist deutlich höher.

Die Kunststoffe haben dafür eine deutlich höhere Reißdehnung.

Siehe Skript Seite 24 Bild 2.12

94

Ordnen Sie Metallen, Keramik und Kunststoffen vergleichende Steifigkeiten und Bruchdehnungen zu.

Hartmetalle & Keramik: gute Steifigkeit, sehr geringe Bruchdehnung

Stähle & Eisen: gute Steifigkeit, hohe Bruchdehnung

Unverstärkte Thermoplaste: niedrige Steifigkeit, sehr hohe Bruchdehnung

Thermoplaste mit steigender Verstärkung: Steifigkeit steigt, Bruchdehnung sinkt

Verstärkte Duroplaste: hohe Steifigkeit, sehr geringe Bruchdehnung

95

Zusammenhang Elastizitätsmodul & Bruchdehnung verschiedener Werkstoffe im Diagramm.

Siehe Skript Seite 24 Bild 2.13

96

Wo liegt der obere thermische Dauerbeanspruchungsbereich der meistverwendeten Werkstoffe?

Bei der thermischen Beanspruchbarkeit zeigt sich der wesentliche Nachteil der Kunststoffe.

Siehe Skript Seite 25 Bild 2.14

97

Ordnen sie Kunststoff; Metalle und Keramiken nach Wärmeleitfähigkeit.

Kunststoffe 0,1 - 0,4
Keramik (ZrO2) 1.2 - 3,0
Keramik (AI203) 10 - 30
Metall (VA-Stahl) 15
Metall (Kupfer) 370

98

Ordnen sie Kunststoffe, Metalle und Keramiken nach Wärmeausdehnung.

Ausdehnung [mm] bei einem Stab von 1 m Länge und 10 Grad Celsius Temperaturerhöhung.

Elastomere 2,2 - 1,9
Thermoplaste 2,2 - 0,6
Duroplaste 0,9 - 0,1
Leichtmetalle 0,25
Stahl 0,13
Keramik (ZrO2) 0,12 - 0,1
Keramik (AIl203) 0,08 - 0,07

99

Welche Gründe führen dazu, das der Einsatz von Kunststoffen immer mehr zunimmt?

- Mechanische/Thermische Eigenschaften der Metalle oft nicht erforderlich.
- Kunststoffe sind an Anwendungen anpassbar.
- Leicht formbar.
- Korrosionsbeständig.
- Wirtschaftlicher (niedrigere Temperaturen).

100

Worin unterscheidet sich die elektische Leitfähigkeit von Metallen und Kunststoffen?

Metalle und viele Halbleiter sind Elektronenleiter (Leiter 1. Klasse), deren Leitfähigkeit sehr hoch ist.

Kunststoffe sind lonenleiter und haben im Vergleich eine sehr viel geringere Leitfähigkeit (sind gute Isolatoren).

101

Ordne bekannte Elemente/Werkstoffe nach ihrer elektrischen Leitfähigkeit.

Leitfähigkeit in S/m

Kunststoffe: E-14 bis E-10
Grenzbereich elektrost. Aufladung: E-8 bis E-6
antist. Rußcompounds: E-4 bis E-1
leitfähige Rußcompounds: E-1 bis E2
(Metall-) fasergef. Compounds: E2 bis E4
leitfähiges Mischcomposite: E4 bis E6
Metalle: E6 bis E8

102

Was ist eine Folge der sehr guten Isolationseigenschaften der Kunststoffe?

Es kann zur elektrostatischen Aufladung kommen.

Durch mechanische Reibung entsteht eine Ladungsverschiebung, die sich bei Kunststoffen nicht ausgleich kann.
So kann es zu Stromschlägen und Lichtbögen kommen.

103

Welche Bindung gehen 1. Thermoplaste, 2. Elastomere und 3. Duroplaste ein und sind sie schmelzbar?

1. Thermoplaste:
kovalente Bindung, schmelzbar
2. Elastomere:
chemisch kovalente Bindung (Vulkanisation), nicht schmelzbar
3. Duroplaste:
chemisch kovalente Bindung (Härtung), nicht schmelzbar

104

Definiere "Fließtemperatur" und "Glastemperatur"

Fließtemperatur:
Bei Fließtemperatur sind Kunststoffe flüssig genug, um auf
handelsüblichen Maschinen verarbeitet zu werden.

Glastemperatur:
Unterhalb der Glastemperatur sind sie unabhängig vom
Vernetzungsgrad hart und spröde.

105

Welche Gebiete lassen sich bei der Analyse des Schubmoduls über der Temperatur für unterschiedlich stark vernetzte Kunststoffe feststellen?

Siehe Skript Seite 28 Bild 2.17

106

Kunststoffarten und ihre Molekülstrukturen

Thermoplaste (amorph, teilkristallin):
-schmelzbar
-löslich
-bei RT weich- bis hart-zäh oder hart-spröde
Elastomere:
-nicht schmelzbar
-quellbar, unlöslich
-bei RT elastisch-weich
Duroplaste:
-nicht schmelzbar
-nicht quellbar, unlöslich
bei RT hart-spröde

107

Wann ist jeder Kunststoff amorph?

Im Zustand der Schmelze, wenn die Molekülketten völlig regellos vorliegen.

108

Welche zwei Strukturen können Kunststoffe bei Abkühlung annehmen?

Kunststoffe können bei der Erstarrung...

- ihre amorphe Schmelzstruktur behalten.
- Kristalline, geordnete Bereiche ausbilden.

109

Nenne vier typische amorphe Thermoplaste.

- Polyvinylchlorid (PVC)
- Polycarbonat (PC)
- PolymethyImethacrylat (PMMA)
- Polystyrol (PS)

Neben amorphen Thermoplasten ist Glas ein typischer amorpher Werkstoff.

110

Wo liegt der Gebrauchsbereich amorpher Thermoplaste?

Unterhalb des Erweichungsbereiches (also im spröden Glaszustand).

111

Was ist die "Glasübergangstemperatur"?

Die Glasübergangstemperatur bezeichnet eine Temperatur im Erweichungsbereich, ab der das Material von einem glasförmigen in einen gummiänhlichen Zustand wechselt.

112

Wie verhalten sich Bruchdehnung und Zugfestigkeit eines
amorphen Thermoplasten bei steigender Temperatur und in welche Zustände gelangt er dabei?

Siehe Skript Seite 29 Bild 2.18

113

Nenne zwei limitierende Faktoren, die eine vollständige Kristallisation eines teilkristallinen Thermoplasten verhindern.

- Eingeschränkte Kettenmobilität durch Verschlaufungen.
- Unterschiedliche Länge der Polymerketten.

114

Was gibt der Kristallisationsgrad an?

Den Anteil des kristallinen Volumens im erstarrten Material.

115

Aus wie vielen Phasen bestehen Kunststoffbauteile aus
teilkristallinen Thermoplasten?

Sie bestehen immer aus einer amorphen und einer kristallinen Phase mit gleicher chemischer Zusammensetzung und unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften.

Dies führt oftmals zu einer lamellenartigen Anordnung der Molekülketten.

116

Nenne drei typische teilkristalline Thermoplaste.

- Polyethylen (PE)
- Polypropylen (PP)
- Polyamid (PA)

117

Welchen Grad der Kristallinität können PE und PET erreichen?

PE 80 Vol.-%
PET 5 Vol.-%*

* durch sehr schnelles Abkühlen

118

Welche ist die wichtigste Kristallstruktur und was sind ihre
Eigenschaften?

Die wichtigste ist die sphärolitische Struktur, die meistens den dominanten Anteil des Gefüges ausmacht.

Um einen kleinen kristallinen Block entstehen radiale Strukturen. Sphärolite wachsen solange in die amorphe Umgebung bis sie aufeinander treffen.

Erkennbar sind sie, unter entsprechender Mikroskopie, durch das über sie gespannte Malteserkreuz.

119

Welche drei Teilprozesse umfasst der Kristalisationsprozess?

Keimbildung
Kristallwachstum
Nachkristallisation

120

Was geschieht während der Keimbildung im Kristallisationsprozess?

Es entstehen kleine kristalline Bereiche in der Schmelze

Ab einee bestimmen Größe (kritischer Keimradius) ist es für diese energetisch günstiger zu wachsen als zu zerfallen.

Unterscheidungen zwischen homogenen und heterogenen Keimen.

Homogen:
Entsteht durch Faltung und Aneinanderlegung reiner Polymerschmelzen.

Heterogen:
Entstehen aus Verunreinigungen (werden auch absichtlich durch Nukleirungsmittel hergestellt um die Keimdichte zu erhöhen).

121

Was ist beim Kristallwachstum zu beachten und welches Gefüge ergibt sich?

Das Kristallwachstum ist stark abhängig von der Temperarur.

Eine langsame Abkühlung führt bspw. zu einen grobsphärolitischen Gefüge, welches sehr inhomogen ist (außen fein, innen grobe Kristalle)

Durch Nukleirungsmittel kann man ein feinsphärolitisches Gefüge erreichen.

122

Was passiert während der Nachkristallisation?

Die Nachkristallisation setzt sofort nach dem Wachstum ein und kann über Monate dauern.

Es existieren Bereiche im Gefüge , die ihren Phasenwechsel verzögert durchlaufen. Nun streben die Phasen einem Gleichgewichtszustand zu.

Dadurch erhöht sich nachträglich der Kristallisatonsgrad.

123

Was passiert während der Nachkristallisation?

Die Nachkristallisation setzt sofort nach dem Wachstum ein und kann über Monate dauern.

Es existieren Bereiche im Gefüge , die ihren Phasenwechsel verzögert durchlaufen. Nun streben die Phasen einem Gleichgewichtszustand zu.

Dadurch erhöht sich nachträglich der Kristallisatonsgrad.

124

Was passiert während der Nachkristallisation?

Die Nachkristallisation setzt sofort nach dem Wachstum ein und kann über Monate dauern.

Es existieren Bereiche im Gefüge , die ihren Phasenwechsel verzögert durchlaufen. Nun streben die Phasen einem Gleichgewichtszustand zu.

Dadurch erhöht sich nachträglich der Kristallisatonsgrad.

125

Nenne die zwei bekanntesten Duroplasten.

Polyesterharz (UP)

Epoxidharz(EP)

126

Wie hängt E-modul eines teilkristallinen Materials von Kristallisationsgrad und Spährolitdurchmesser ab?

Der E-modul ...

... sinkt mit steigendem Durchmesser
... steigt mit Kristallisationsgrad

127

Welche Größenordnung haben Lamellen und Sphärolithe in teilkristallinen Thermoplasten?

Lamellendicke 20 bis 60 nm

Sphärolith 50 bis 500 ym

128

Nenne die zwei bekanntesten Elastonere

Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR)

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM)

129

Was beschreibt die Molmassenverteilung?

Man kann einem synthetischen Polymer keine exakte Kettenlänge bzw. Molmasse zuordnen.

Somit entstehen in einer Charge eine Verteilung von Polymeren unterschiedliche Länge.

Die Molmassenverteilung beschreibt die anteilsmäßige Aufteilung der unterschiedlich langen Polymere im Werkstoff.

130

Wie misst man die Molmassenverteilung

Das bekannteste Verfahren ist die Gel-Permeations-Chromatographie (GPC).

Bei dieser werden die Moleküle aufgrund ihrer Größe getrennt.

131

Was bewirkt eine höhere Molmasse eines Polymers?

Eine höhere Molmasse führt zu....

Höhere Festigkeit
Höhere Zähigkeit
Schlechterem Fließverhalten
Einer höheren Anzahl Verschlaufungen

132

Was ist eine kovalente Bindung?

Die kovalente Bindung ist die klassische Elektronenpaarbindung.

Sie entstehen, wenn der Abstand zwischen zwei Atomen kleiner als die Summe der mittleren Atomradien ist.

Eine Kovalente Bindung ist immer gerichtet und sehr stark.

133

Welche arten von kovalenten Bindungen ist für die Kunststoffe relevant?

Einfach/Doppel/Dreifachbindungen

134

Wie hoch ist typischerweise die Bindungsenergie?

Bei kovalenten Einfachbindungen: 250-400 kj/mol

Steigt mit anzahl beteiligter Elektronen.

135

Was ist das Besondere an der Temperaturleitfähigkeit von teilkristallinen-Thermoplasten?

Die teilkristallinen Thermoplaste zeigen

1) unter der Schmelztemperatur eine deutliche Abnahme bei steigender Temperatur.

2)eine Unstetigkeit im Schmelzpunkt.

136

Welche Arten von mechanischer Beanspruchung unterscheidet man?

Kurzzeitbeanspruchung
Langzeitbeanspruchung
Stoßbeanspruchung
dynamische/zyklische Beanspruchung

137

Welche Art von Prozesse treten bei mechanischer Belastungen von Kunstoff auf?

reversible
irreversible

138

Erläutere den Begriff Elastizität.

Die Elastizität beschreibt die reversible Verformung unter Last.

Den Sonderfall der linearen Elastizität Beschreibt das Hook'sche Gesetz.
(Formel)

139

Erläutere den Begriff Plastizität.

Plastizität beschreibt die irreversible Verformung.

Diese Verhalten wird bei polymeren auch als "Fließen" bezeichnet.
(Arbeit wird quasi vollständig zu Wärme)

140

Wie sieht ein typisches Spannungs/Dehnungs-Diagramm eines Polymers aus?

Bild 3.8 S.49

141

Wie bestimmt man den Elastizitätsmodul?

Über den universellen Zugversuch auf einer Universalzugprüfmaschine.

Der Versuch wird unter quasi-statischen Bedingungen durchgeführt, bei einer Dehnung zwischen 0,05-0,25%.

142

Wie sieht der schematische Aufbau einer Universalzugprümaschine aus?

Bild 3.9 S.50

143

Was ist der Unterschied zwischen berührenden und optischen Messverfahren?

Messverfahren Auswertung
Berührend technische Spannung(längs)
optisch wahre Spannung(Längs&quer)

144

Wie werden technische und wahre Spannungen berechnet?

Bild 3.10 S.50

145

Wie Werden die technischen und die wahren Dehnungen berechnet?

Skript S.51

146

Welche Größen lassen sich aus einem Spannungs/Dehnungs-Diagramm ablesen? Wie sind die typische Verläufe für spröde/zähe Wekstoffe mit/ohne Streckgrenze?

-Bruchspannung
-Steckgrenze
-Zugfestigkeit
-Dehnung bei Bruchspannung
-Dehnung bei Streckspannung
-Dehnung bei Zugfestigkeit

a: spröde Werkstoffe
b, c: zähe Werkstoffe mit Streckgrenze
d: zähe Werkstoffe ohne Streckgrenze

Bild 3.11 S.51

147

Welche zwei Einflussfaktoren verändern insbesondere das mechanische Werkstoffverhalten?

-Umgebungstemperatur
-Belastungszeit

Diese beiden Faktoren werden gemeinsam mithilfe der Zeit/Temperatur-Verschiebung (ZTV) betrachtet.

148

Wie äußeren sich steigende Temperaturen bzw. eine steigende Belastungszeit im Spannungs/Dehnungs-Diagramm?

Bild 3.12 S.52

149

Wie funktioniert das Prinzip der Zeit/Temperatur-Verschiebung(ZTV)?

Die ZTV ist eine empirisch gewonnene Regel (kein phys. Gesetz).
Das ZTV verringert den zeitlichen Aufwand für Versuche mit geringer Dehngeschwindigkeit, indem sie diese durch Versuche mit erhöhter Temperatur und hoher Dehngeschwindigkeit ersetzt.
Dafür muss nur der werkstoffabhängige k-Faktor der Verschiebungsregel bekannt ein, um den Verschiebungsfaktor der Masterkurve zu berechnen.

150

Wie sieht ein typischer ZTV-Verlauf für den E-Modul aus?

Bild 3.13 S.53

151

Wie lautet der modifizierte Arrhenius-Ansatz zur Berechnung des Verschiebungsfaktors des ZTV?

Skript S.53

152

Was ist bei der Untersuchung des Langzeitverhaltens von Polymeren zu beachten?

Aufgrund der Viskoelastizität fließen Polymere unter langzeitigen Belastungen.
Typischerweise werden Relaxations-und Retardationsverhalten untersucht.

153

Wie ermittelt man das Relaxation/Retardationsverhalten?

Relaxationsverhalten:
Probe wird um festen Wert gedehnt, Spannung über der Zeit gemessen.(Dehnung konstant)

Retardatiosverhalten:
Probe mit festgelegter Belastung, Dehnungen werden gemessen.(Last/Spannung konstant)

154

Welche Feder/Dämpfer-Modelle benutzt man für das Relaxations/Retardationsverhalten?

Bild 3.14 S.54

155

Wie sieht das typische Kriechverhalten eines Thermoplasten bei unterschiedlichen Spannungen aus?

Bild 3.15 S.55

156

Wie konstruiert man ein isochrones Spannungs/Dehnungsdiagramm? Was ist der Unterschied zum normalen?

Im isochronen Diagramm dient die Belastungszeit als parameter.

Im normalen wird mit der Belastungsgeschindigkeit parametrisiert.

Bild 3.16 S.55

157

Wie sieht ein typisch isochrones Spannungs/Dehnungsdiagramm für PVC aus?

Bild 3.17 S.56

158

Welcher Kunststoff ist besonders gut geeignet für Stoßbelastungen und durch welche Eigenschaften?

Teilkristalline Thermoplaste aufgrund ihrer

-hohen Verformbarkeit
-hohen Zähigkeit
-mechanische Dämpfung

159

wie verändert sich das Verformungsverhalten bei Stoßbelastung?

Von einem linearviskoelastischen zu einem lineraelastischen Verhalte.

Damit fällt die Bruchdehnung ab.

160

Wie betrachtet man gekerbte Teile hinsichtlich Stoßverhalten?

Ein Dehnungsgrenzwert kann nicht verwendet werden.

Stattdessen kann man die kritische Energie verwenden, welche der Fläche unter der Spannungs/Dehnungskurve im entsprechendem Diagramm entspricht.

Diese nimmt mit der Verformungsgeschindigkeit zunächst zu um anschließen auf ein Minimum zu fallen.

161

Wie laufen Schnellzerreiß- und Impactversuche ab?

Schnellzerreißversuche:
Läuft wie der Zugversuch nur mit höheren Abzugsgeschwindigkeiten bis zu 10m/s.

Impactversuche:
Eine Fallmasse wird aus einer definierten Höhe aus eine Probe fallen gelassen.

162

Wie verhalten sich Kunststoffe bei dynamischer Belastung?

Die Viskoelastizität bewirk eine Phasenverschiebung zwischen Dehnung und Spannung.(Spannung eilt voraus)

Bild 3.19 S.58

Der Phasenwinkel zeigt die Elastizität/Viskosität an.
Delta = 0 : vollständig elastisch
Delta = 90 :vollständig viskos

Der mechanische Verlustfaktor ist die Wärmeabgabe des viskosen Anteils.

163

Durch welches Modell kann die dynamisch-zyklische Beanspruchung veranschaulicht werden?

Durch das Maxwell-Modell.
Dabei speichert die Feder Energie und der Dämpfer gibt Wärme ab. Zu beachten ist der folgende Temperaturanstieg.

Bild 3.20 S.59

164

Nennen sie vier Möglichkeiten um die Eigenschaften von Kunstoffen einzustellen.

-Zugabe von Additiven und Zusatzstoffen (mech./Farbe)
-Polymer-Blends (Polymere kombinieren)
-Copolymere (Monomere kombinieren)
-Verarbeitungsprozess

165

Welche Eigenschaften können Zuschlagsstoffe verändern?

-physikalische
-chemische
-elektrische

166

Wann werden Zuschlagsstoffe in der Verarbeitung eingesetzt?

In keinem Prozess wird die Materialrohform verwendet, es werden immer Zuschlagsstoffe zugegeben.

167

Welche Arten von Zuschlagsstoffen gibt es?

Bild 4.1 S.62

168

Wo liegt der typische Füllstoffgehalt?

10 - 50%

169

Was ist die Grammatur?

Die Grammatur ist die Masse pro Fläche, auch Flächengewicht genannt.

170

Wie wirkt sicht Calciumcarbont als Füll-/Verstärkungsstoff aus PE aus?

-Kosten reduzieren
-E-Modul erhöhen
-Dichte erhöhen
-Aneinanderhaften verringert (Anti-block-Effekt)
-Schmelzwärme geringer
-bessere Wärmeleitfähigkeit

171

Wie Wirken sich kreide, Glasfasern,Talkum,Glimmer,Glaskugeln und Quarzpulver auf Polyethylen aus?

Tabelle 4.1 S.63

172

Welche Eigenschaften zeichnen die faserverstärkten Kunststoffe (FVK) aus?

-geringeres spezifisches Gewicht
-einstellbare Steifigkeit
-gute chemische Beständigkeit
-hohe Schwing-und Dauerfestigkeit

173

Welche drei Werkstoffe werden im Allgemeinen für Faser als Füllstoff eingesetzt?

Welche Biomaterialien gibt es?

Im Allgemeinen:

-Glas
-Kohlenstoff
-Aramid

Biomaterialien:

-Flachs
-Zellulose

174

Was sind typische Additive und in welchem Anteil werden sie zugegeben?

Anteil: 1 - 5%

-Stabilisatoren
-Antistatika
-Gleitmittel
-Haftvermittler
-Farbmittel

175

Was ist ein Masterbatch und welche drei Kategorien gibt es?

Ein Masterbach ist ein Zuschlagstoff in granulärer Form, der das Additiv in hoher Konzentration (bis 80 vol.-%) enthält.

Kategorien:

-Farben-Masterbatches
-funktionale Masterbatches
-kombinations-Masterbatches

176

Welche drei Eigenschaften können Stabilisatoren verbessern?

-Wärmebetändigkeit
-UV-Beständigkeit
-Feuchtigkeitsbesändigkeit

177

Welchen Effekt haben Antisatika?

-elektrischen Oberflächenwiderstand verringern
-elektrostatische Ladung ableiten
-Anziehung von Schmutzpartikeln verhindern

178

Wie wirken Gleitmittel im Kunststoff?

Gleitmittel migrieren and die Oberfläche und verringern den Reibungskoeffizienten.

wichtig für Folien und zur Entformung.

179

Wie wirken Antiblockmittel?

Antiblockmittel sind inerte Festkörper, die an der Oberfläche für Abstand sorgen. (z.B. zwischen Folien)

Beispiel für Antiblockmittel sind Silikate und Talkum.

180

Was bewirken Haftmittel?

Haftvermittler sind für die Mehrschichtenfolien sehr wichtig.
Sie Sorgen dafür, dass zwischen den teils unverträglichen Schichten keine Delamintation stattfindet indem sie ein verträgliche Pufferschicht bilden.

181

Welche verschiedene Copolymerarten gibt es?

Art 1:
statisch aufgebautes Copolymer
Art 2:
alternierend aufgebautes Copolymer
Art 3:
aus Blöken zusammengesetztes Polymer
Art 4:
homogene Ketten mit gepfropften Seitenketten.

Bild 4.3 S.66

182

Nenne zwei typische Copolymere und ihre Eigenschaften.

Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS):
-Terpolymer (3 Monomere)
-Kombiniert aus sprödem Thermoplast und Elastomer
-Bei Erstarrung Phasenseparation mit Elastomerinseln
-Material wird zäher und weniger spröde

Styrol-Acrylnitril (SAN):
-Copolymer (2 Monomere)
-höhere Festigkeit
-thermische Beständigkeit
-sehr spröde

183

Was sind Polymerblends und wie stellt man sie her?

Polymerblends bestehen aus zwei oder mehr Polymeren.
Wichtig ist die Verträglichkeit (Phasenkopplung) der Materialien zu beachten.

Die Verträglichkeit kann durch Compatibilizer und reaktives Blenden verbessert werden.

184

Welche Eigenschaften werden bei Blends am häufigsten optimiert? Nenne ein Beispiel.

Optimiert werden häufig:

-Schlagzähigkeit
-Kerbschlagzähigkeit

Ein Beispiel sind PC/ABS-Blends.
Diese haben:
-erhöhte Schlagzähigkeiten im Tieftemperaturbereich
-gute Wärmeformbeständigkeit
-gute elektrische Eigenschaften

Gehäuse für Elektrogeräte werden daraus oft gebaut.

185

Was sind Integralschäume und woraus bestehen sie häufig?

Integralschäume haben/sind:
-Teile mit geschäumtem Kern & kompakter Oberfläche
-geringe Dichte
-gute mechanische Eigenschaften

Meist bestehen sie aus:
-Thermoplasten (PE, PS)
-Polyurethanen (PUR)

186

Welchen Einfluss hat Schäumen auf die Eigenschaften eines Kunststoffs?

-gesenkter Verbrauch
-geringere Dichte
-niedrige Wärmeleitfähigkeit
-gute thermische Isolation
-bessere Dämpfung
-höhere Steifigkeit

187

Wie läuft das Schäumen ab und welche Zellgrößen kann man erreichen?

Ablauf:
1. hoher Druck, hohe Temperatur -> Treibmittel in die Schmelze lösen (Sorption, Diffusion)
2. starker Druckabfall -> Treibmittel verdampfen, Nukleirung Schaumzellen, Zellstruktur
3. Abkühlung -> Stabilisierung

Zellgröße:
Wenige Mikrometer bis mehrere Millimeter

188

Wie hoch ist die minimale Dichte, die man bei Integralschäumen erreichen kann?

Die minimale Dichte für Schäume beträgt ca. 300 kg/m³

189

Welche Arten von Treibmitteln gibt es und was unterscheidet sie?

Chemische Treibmittel:
Werden als Masterbatches zugegeben (thermisch initiiert)
-Endotherme: Gasmoleküle werden in einer endothermen Reaktion frei
z.B. Natriumbicarbonat, Zitronensäure)
-Exotherme: Spalten Gasmoleküle ab und geben Wärme frei (selbsterhaltend)

Physikalische Treibmittel:
Fluide, die über einen Injektor eingebracht werden
z.B. FCKW (alt), Kohlenstoffdioxid, Stickstoff

190

Welche drei wesentlichen Randbedingungen gibt der Verarbeitungsprozess vor?

-Temperatur
-Strömungsfeld (lokale Geschwindigkeiten)
-Druck

191

Wie hängen freie Enthalpie und Keimbildungsrate während der Kistallisation zusammen?

Je höher die freie Enthalpie, desto höher die Keimbildungsrate (feineres Gefüge).

Die freie Enthalpie ergibt sich dabei additiv aus einem strömungsabhängigen und einem strömungsunabhängigen Term.

192

Was ist das Besondere an Shish-Kebab Kristallisationsstrukturen?

Sie entstehen aus stark verstreckten und orientierten Polymerketten. Die Struktur kann ineinander verzahnen und deutlich die Steifigkeit erhöhen, z.B. von 1 GPa auf 8 GPa (Eigenverstärkung).

Bild 4.11 S.73

193

Wie verändert ein Strömungsfeld eine Polymerschmelze?

Ohne Strömungsfeld ist eine Polymerschmelze isentrop.

Mit Strömungsfeld wird die Schmelze orientiert, es kommt zur Molekülorientierung.

Charakteristisch ist, dass die Schmelze mit der Zeit wieder relaxieren kann (nicht-linear viskoelastisches Verhalten).

194

Welche anisentrope Eigenschaft wird durch ein Strömungsfeld in einer Schmelze vor allem hervorgerufen?

Doppelbrechung/Strömungsdoppelbrechung, welche Reißspannung und Reißdehnung beeinflusst.

Bild 4.12 S.74

195

Wie wirken sich Fasern und ihre Orientierung in einem Kunstsstoff bei Belastung aus?

Belastung in Faservorzugsrichtung führt zu steiferem, festerem Bauteil-/Wekstoffverhalten.

Bild 4.13 S.74

196

Was sind Eigenspannungen und woher kommen sie?

Eigenspannungen sin innere mechaniche Spannungen, die auf Abweichungen der Atomabsstände und der Valenzwinkel beruhen.

Folge inhomogener Abkühlbedingungen, sie sind unvermeidlich.

197

Welche Arten von Eigenspannungen gibt es?

-Thermisch induzierte
-Druckinduzierte

198

Wie entstehen thermisch induzierte Eigenspannungen?

Randschichten erstarren zuerst, sodass eine kontraktion der inneren Zone behindert wird.

Bild 4.15 S.76

199

Wie entstehen Druckinduzierte Eigenspannungen?

Nachförderung von Schmelze in den schmelzförmigen Bereich (Abkühlungsexpansion der Randschicht unterdrückt).

Innen: Druckeigenspannung
Außen: Zugeigenspannung

200

Welche Faktoren legen die Höhe der EIgenspannungen fest?

-eingesetzter Kunststoff
-Geometrie
-Verarbeitung
-Nachbehandlung

Bild 4.16 S.77

201

Welche Umweltfaktoren wirken auf die Kunststoffe ein?

Bild 4.17 S.78

202

Was ist Alterung und in welchen drei Teilschritten verläuft sie?

Alle mit der Zeit zunehmenden irreversiblen Veränderungen

-Alterungsursache
-Alterungsvorgang
-Alterungserscheinungen

Bild 4.18 S.79

203

Was ist bei der chemischen Alterung zu beachten und welche sind die vier wichtigsten Vorgänge?

Chemische Alterung beeinflusst die Hauptvalenzen und ist irreversibel (auch bei erneutem Schmelzen).

Ursachen:
Strahlungsenergie oder thermische Energie

Vorgänge:
-Oxidation
-Molekulargewichtsabbau
-Hydrolyse
-Nachpolymeristion

204

Was ist bei der physikalischen Alterung zu beachten?

Es kommt zu Veränderung der Nebenvalenzen, was immer eine Veränderung der Struktur bewirkt.

Ursachen:
-Innere: Orientierungen, Eigenspannungen, Kristallisation
-Äußere: Energie, Fremdmoleküle

205

Welche Messverfahren gibt es für die von Alterung betroffenen Eigenschaften? Sind diese direkt oder indirekt?

Tabelle 4.2 S.80

206

Wie heißen die zwei mengenmäßig wichtigsten Urformverfahren und was sind ihre Gemeinsamkeiten?

-Spritzgießverfahren (diskontinuierlich)
-Extrusionsverfahren (kontinuierlich)

Gemeinsamkeiten:
Die Plastifizierung (Aufschmelzen) erfolgt durch eine rotierende Schnecke.

207

Aus welchen Elementen besteht typischerweise eine Extrusionsanlage?

-Materialzuführung und Dosierung
-Extruder
-Werkzeug
-Kalibriervorrichtung

Bild 5.1 S.83

208

Welche zwei Teile einer Extrusionsanlage bestimmen die Form des Produktes?

-Werkzeug
-Kalibriervorrichtung

209

Welche Halbzeuge sind mit dem Extrusionsverfahren herzustellen?

Zweidimensionale Halbzeuge:
-Platten
-Folien
-Kabel
-Rohre
-geometrisch komplizierte Profile

210

Nenne die vier gebräuchlichsten Extrusionsverfahren und ihre Produkte.

-Flachfolienextrusion (Folie, Platte)
-Blasfolienextrusion (Folien)
-Profilextrusion (Profile, Rohre)
-Faserspinnen (Fasern, Textilien)

Bei allen Verfahren wird der Kunstoff im Extruder kontinuierlich aufgeschmolzen, homogenisiert und über ein Werkzeug ausgetragen.

211

Ab welcher Dicke wird aus einer Folie eine Platte?

Folie: 1 - 750 µm
Platte: > 750 µm

212

Wie funktioniert Blasfolienextrusion?

Der Schmelzstrom:
-wird durch den Blaskopf in Ringspaltströmung überführt.
-verlässt das Werkzeug als Schlach.
-wird nach oben gezogen und gekühlt.
-wird durch die Erstarrung und den Zug orientiert.
-wird aufgeschlitzt und aufgewickelt.

213

Welche Bauteile benötigt eine Blasfolienextrusionsanlage und welche Ausmaße kann sie annehmen?

Bild 5.4 S.86

Massendurchsatz: bis zu 1000 kg/h
Höhe der Kühlstrecke: bis zu 30 m

214

Was wird durch Profilextrusion hergestellt und was ist dabei besonders wichtig?

Komplexe Geometrien werden hergestellt, was zu Werkzeugen mit teils sehr kompliziertem Aufbau führt. Die Kalibrierung ist hier besonders wichtig, um enge Maßtoleranzen einzuhalten/zu gewährleisten.

215

Wie sieht eine typische Vliesanlage aus und wie funktioniert sie?

Die Schmelze wird durch kleine Löcher gepresst, wodurch Filamente mit einem Durchmesser weniger Mikrometer entstehen. Anschließend werden sie luftgekühlt und zum Vließ abgelegt.

Bild 5.7 S.88

216

Welche drei Zonen hat ein Schneckenextruder?

-Einzugszone (Granulat aus Trichter ziehen)
-Kompressionszone (Druck aufbauen)
-Meteringzone (weiter homogenisieren)

217

Wie sieht eine typische Extruderschnecke aus und wo liegen ihre drei Zonen?

Bild 5.3 S.85

218

Welche vier Aufgaben erfüllt ein Extruder?

-Material aufschmelzen und auf Temperatur bringen
-Druck aufbauen
-Füll/Farbstoffe einarbeiten
-thermisch/zeitlich/stofflich konstanten Strom erzeugen

219

Wo findet der heiße/kalte Teil der Verarbeitung statt?

heiß: Extruder, Werkzeug
kalt: Kalibrierung, Wicklung usw.

Bild 5.8 S.89

220

Welche Verfahrensschritte hat jeder Extrusionsprozess zur Herstellung von endlosen Halbzeugen (Folien, Rohre usw.) ?

-Materialeinzug
-Aufschmelzen
-thermisches/stofflisches homogenisieren
-Fördern
-Druck aufbauen
-druch ein Wekrzeug austragen

221

Können Eigenschaften des Materials auch noch nach dem Austritt aus dem Extrusionswerkzeug verändert werden?

Ja, dies wird beispielsweise bei der Folienextrusion genutzt um Orientierung in die Folie einzubringen.

222

Aus welchen Teilen besteht eine Maschien für die Flachfolienextrusion?

Bild 5.9 S.89

223

Wie kann man mehrschichtige Folien herstellen?

Mit dem Verfahren der Coextrusion.
Hierbei werden mehrere Schmelzströme aus verschiedenen Extrudern in einem Werkzeug zu Schichten geformt und aufeinander geführt (Coextrusions-Feedblock).

224

Wo liegen die Anwendungsbereiche von Flachfolien?

-Frischhaltefolie
-Folien für Becher
-Displayschutzfolien
-Folien mit integrierten Leuchtdioden
-Klebeband

225

Welche Massen kann das Flachfolienextrusionsverfahren erzeugen?

Dicke: wenige µm bis mm
Breite: bis zu 5 m
Durchsatz: bis zu 3 t/h

226

Aud welchen Werkstoffeigenschaften hat der heiße Teil der Verarbeitung Einfluss?

-Molekulargewicht
-Viskosität
-Farbe
-Vercrackungen
-Orientierung

227

Wie verändert sich das Molekulargewicht im Extruder?

Durch thermische und mechanische ENergie werden die Polymerketten gespalten, wodurch sich das Molekulargewicht verringert.

Bei Polymerkondensaten kommt es zur Hydrolyse (Spaltung der Polymerketten), falls sie bei der Verarbeitung Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen.

Das abnehmende Molekulargewicht kann zur Verringerung der Viskosität führen, was den Prozess zusammenbrechen lassen kann.

228

Wie hängen Belastungsdauer, Schergeschwindigkeit und Molekulargewicht im Extruder zusammen?

Bild 5.11 S.91

229

Wo tritt ein deutlicher Abfall des Molekulargewichtes auf?

Beim Recycling, da die mehrfache Verarbeitung zu einer stärkeren, bzw. mehrfachen Belastung führt, wodurch das Molekulargewicht abnimmt.
z.B.: Bei fünffacher Verarbeitung von Polyactid verliert es 25% seines Molekulargewichtes.

230

Zu welchen Produkteigenschaften führt eine möglichst schonende Verarbeitung?

Positiv:
-hohes Molekulargewicht
-hohe Festigkeit
-hohe Zähigkeit
-hohe Wärmeleitfähigkeit
-gute Barrierewirkung
-gute chemische Beständigkeit

Negativ:
-schlechtes Fließen (hohe Viskosität)
-Schwierige Verarbeitung

231

Wie funktioniert Schrumpffolie?

Schrumpffolie bedient ssich der Rückstellung, die sehr temperaturabhängig ist.
Durch schnelles Abkühlen/Strecken in der Produktion wird ein hohes Maß an Orientierung eingefroten. Wird die Folie wieder erhitzt, schrumpft sie in Orientierungsrichtung.

232

Welche Polymere können für Barrierefolien verwendet werden und wogegen schützen sie?

Polymer / Wasserdampf / O2, CO2, Aromen

EVOH / - / +
PA12 / + / -
PA6 / - / +
PC / - / -
PE / + / -
PET / - / +
PP / + / -
PVDC / + / +

233

Welche Polymere werden hauptsächlich als Barrierematerial genutzt und weshalb?

Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer (EVOH)
Polyamid (PA)

Obwohk sie nicht so viel Schutz bieten wie PVDC sind die besser zu verarbeiten sowie thermisch und UV stabiler. Oft werden allerdings coextrudierte Folien (bis zu 9 Schichten) aus z.B. PE, PP und EVOH verwendet.

234

Auf welchen Merkmalen beruht die Bezeichnung des Spritzgießens?

-direkter Weg vom Rohstoff zum Fertigteil
-hohe Gestaltungsfreiheit (Funktionsintegration)
-keine oder sehr geringe Nachbearbeitung
-vollautomatisierbar
-hohe Reproduziergenauigkeit
-kurze Zykluszeiten

235

Welche Dimensionen können Spritzgussteile annehmen?

hohe geometrische Komplexität
Gewicht von unter 1 mg bis 100 kg

236

Aus welchen vier Einheiten besteht eine Spritzgussmaschine?

Schließeinheit
Plastifiziereinheit
Steuer- und Regeleinheit
Maschinenbett

237

Welche Anforderung wird an die Schließeinheit der Spritzgießmaschine gestellt?

Sie muss sehr steif sein um die großen Auftriebskräfte durch die Einspritzdrücke von bis zu 2000 bar auszuhalten.

238

Was macht ein Spritzgießwerkzeug aus und welche Aufgaben hat es zu erfüllen?

Das Werkzeug ist die zentrale Baugruppe - jedes ist ein Unikat, das zwei Aufgabengruppen zu bewältigen hat:

Technologische Aufgaben:
- Aufnahme und Verteilung der Schmelze
- Ausformen der Schmelze
- Abkühlen (Thermoplaste) bzw. Aufheizen (Elastormere, Duroplaste)
- Entformen

Konstruktive Aufgaben:
- Kraftaufnahme
- Bewegungsübertragung
- Führung der Werkzeugteile

239

Wie ist ein Spritzgießwerkzeug prinzipiell aufgebaut?

Bild Seite 97

240

Wie sieht der Verfahrensablauf des Spritzgießens von Thermoplasten aus?

Bild Seite 98

241

Welche vier Prozessschritte umfasst der Spritzgießzyklus?

- Dosierphase
- Einspritzphase
- Nachdruckphase
- Kühlphase (bzw. Heizphase)

242

Wie läuft die Dosierphase des Spritzgießzyklus im Detail ab?

Kunststoffgranulat wird formbar gemacht (Plastifizierphase)
Thermoplaste -> aufgeschmolzen
- amorphe circa 10°C über Glasüberganstemperatur
- teilkristalline 20 -30°C über Kristallitschmelztemperatur

Elastomere/Duroplaste -> leicht erwärmt

=> Definiertes homogenes Schmelzvolumen bereitstellen.

243

Wie läuft die Einpritzphase des Spritzgießzyklus im Detail ab?

Die Masse wird durch eine rein translatorische Bewegung von der Schnecke in die Kavität (Form) gepresst. (hohe Drücke!)
An der Spritzgießschnecke ist aufgrund der Drücke eine Rückstromsperre (Sperring) angebracht.
Es stellen sich charakteristische Parameterprofile bei bereits erstarrtem Wandbereich ein
Bild 5.21 Seite 100

244

Wie läuft die Nachdruckphase des Spritzgießzyklus im Detail ab?

Am Umschaltpunkt geht man in die Nachdruckphase. Durch Abkühlung entstandenen Volumenschwindung wird durch nachgepresstes Material ersetzt (möglich solange flüssige Bereiche vorhanden)
Die Nachdruckphase endet mit dem Versiegeln (Einlauf erstarrt)

245

Wie läuft die Heiz/Kühlphase des Spritzgießzyklus im Detail ab?

Thermoplasten kühlen in der Kühlphase bis sie formstabil sind. Dabei fällt der Druck auf Umgebungsdruck ab.
Elastomere/Duroplaste vernetzen in der Heizphase.

246

Was sind die inneren/äußeren Eigenschaften von Spritzgussteilen?

Innere Eigenschaften:
- Kristallinität
- Orientierungen
- Eigenspannungen

direkte Folge von Schmelzbelastung, Schmelzdeformation und Abkühlverlauf.

Äußere Eigenschaften:

- Schwindung
- Verzug

abhängig von der inneren Struktur des Teils.

247

Wie ist die Schwindung definiert?

Bild 5.27 Seite 103

248

Was bedeutet Schwindungsanisotropie?

Es treten orts- und richtungsabhängig unterschiedliche Schwindungen auf.
Daraus folgen unausgeglichene innere Spannungen (das Teil verformt sich).

249

Welche Parameter beeinflussen der Verzug?

Die Werkzeugwandtemperatur beeinflusst entscheidend den Verzug (Nachdruck und Massetemperatur kein eindeutiger Einfluss)

Werkzeugwandtemperatur steigt -> Verzug sinkt

Spezialfall: Wanddickensprung
Hier neigt der dünnere Bereich zum Beulen.

250

Was sind die Standardwerkstoffe für FVK?

Fasermaterialien:
- Glasfaser (anorganisch)
- Kohlenstofffaser (organisch)
- Aramidfaser (synthetisch)

Matrixwerkstoffe:
- thermoplastisch
- duroplastisch

251

Warum werden die zur Verstärkung eingesetzten Materialien von FVK nicht als eigenständiger Werkstoff verwendet?

Die verwendeten Materialien sind zu spröde.

252

Was sind Vor/Nachteile von FVK?

Vorteile:
- geringes Gewicht
- einstellbare Steifigkeit
- einstellbare Dehnung
- einstellbare Wärmedehnung

Nachteile:
- aufwendige Verbindungstechnik
- ungewohnte Fertigungsmehtoden
- hoher Materialpreis
- Anisotropie (richtungsabhängige Eigenschaften)

253

Wo liegen Dichte und E-Modul der Faserstoffe von FVK im Vergleich zu Titan und Stahl?

E-Modul und Zugfestigkeit über einen weiten Bereich einstellbar.

254

Welche Faserstoffe für FVK werden eher selten verwendet?

- Metalle
- Bor
- Keramiken (Siliziumcarbid)

Diese Werkstoffe sind teilweise sehr teuer und werden nur für spezielle Anwendungen verwendet.

255

Wo liegen die typischen Kennwerte für Glasfasern, Kohlenstofffasern, Aramidfasern und PE-Faser?

Tabelle 6.1 Seite 112

256

Wie wird Glasfaser hergestellt und welche Arten gibt es?

Herstellung:
Besteht zum größten Teil aus Siliziumdioxid (kann Aluminium, Magnesiumoxid... beigemischt werden)
Hergestellt werden Glasfasern durch das Schmelzspinnverfahren bei bis zu 1400°C

Arten:
- E-Glasfaser (elektrisch, am meisten verwendet)
- R-Glasfaser ( resistance, hohe Festigkeit)
- S-Glasfaser (strength, hohe Festigkeit)
- C-Glasfaser (chemisch beständig)

257

Wie sehen die charakteristischen Spannungs/Dehnungsdiagramme für Hochleistungsfaser (Glas, Kohlenstoff, Aramid ,PE) aus?

Bild 6.3 Seite 111

258

Woraus werden Kohlenstofffasern hergestellt?

Die C-Faserproduktion beruht zu über 90% auf dem Polyacrylnitril-Prosecutor (PAN)

Die übrigen werden aus Prch (aus Öl/Steinkohle) gefertigt

259

Wie heißen die vier Arten von Kohlenstofffasern?

HT ( high - tenacity, günstig)
HM (high modulus, teuer)
HST (high strain and tenacity, mittelpreisig)
IM (intermediate modulus)

260

Was sind die Vor/Nachteile von HM, HST und IM Kohlenstofffasern?

HM: (Entstehen bei bis zu 3000°C)
Vorteil: zweifacher E-Modul von Stahl
Nachteil: teuer, geringe Bruchdehnung

HST:
Vorteil: hohe Festigkeit und Bruchdehnung
Nachteil: mittlerer E-Modul, mittlerer Preis

IM:
In Bezug auf Festigkeit und Steifigkeit ein Kompromiss
zwischen HM und HST.

261

Was sind die wichtigsten Eigenschaften von Kohlenstofffasern im Bezug auf ihre explizite Anwendung in FVK?

- negativer Wärmeausdehnungskoeffizient
- elektrische Leitfähigkeit
- hohe Temperaturbeständigkeit
- chemische Beständigkeit

262

Wie werden Aramidfasern hergestellt und was sind ihre Eigenschaften?

Aramidfasern sind:
- hochmodulig
- hohe thermische Stabilität
- hohe Festigkeit
- hohe Steifigkeit
- hohe Schlagzähigkeit
- flammfest/selbstlöschend
- negativer Wärmeausdehungskoeffizient
- empfindlich für Druck/Wasser

Sie werden aus Amidgruppen (CONH) und aromatischen Ringen aufgebaut. Polyamid wird aufgelöst, versponnen und gestreckt. Dadurch wird in Faserrichtung orientiert und anschließend kristallisiert.

263

Welche beiden Eigenschaften sind für eine optimale FVK-Auslegung besonders wichtig?

Besonders wichtig sind die Haftung und die mechanische Verträglichkeit von Faser und Matrix.

264

Wie bezeichnet man die Haftverbesserer der Verstärkungsfasern und wozu dienen sie?

GFK / CFK: Schlichte
Aramidfaser: Avivagen

Sie dienen als Schutzschicht und als chemisch bindende Schutzschicht.

265

Welche vier Lieferarten von Verstärkungsfasern gibt es?

1. Rovings
2. Vliese
3. Gewebe
4. Gelege

Dabei werden die Filamente aufgrund ihres geringen Durchmessers immer zu Fäden zusammengefasst.

266

Was sind Rovings und wo werden sie häufig verwendet?

Rovings sind parallele Faserstränge aus mehreren Fäden. Eine wichtige Größe ist dabei die Garnfeinheit (Titer), welche die Masse einer Faser pro Länge angibt. (T = m / L )
Verwendet für:
Faserwickeltechnik
Faserflechttechnik
Pultrusionsverfahren (Strangziehverfahren)

267

Was sind Vliese und wo werden sie häufig verwendet?

Vliese (Wirrfasermatten) bestehen aus flächig abgelegten ungeordneten Fasern mit einer Länge von circa 5 cm. Diese werden mit einem Bindemittel verklebt.
Die mechanischen Eigenschaften sind relativ schlecht.
Finden vorrangig bei Pressformmassen (SMC, GMT) Verwendung.

268

Was sind Gewebe und Geflechte und wo werden sie häufig verwendet?

Gewebe und Geflechte habe eine hohe Drapierbarkeit und sind deshalb von großer Bedeutung für:
- kompliziertere Geometrien / großflächige Bauteile
- Handlaminierverfahren
- Injektionsverfahren
- Infusionsverfahren
Bild 6.11 Seite 123

269

Wie werden Gelege hergestellt und was sind besondere Eigenschaften?

Bei Gelegen werden die Verstärkungsfasern parallel gelegt und durch Wirkfäden oder Klebungen fixiert.

Die Drapierbarkeit ist schlecht, jedoch können optimale Verstärkungsrichtungen direkt berücksichtigt werden.

270

Was ist Prepeg?

Verstärkungsfasern können als Prepeg bezogen werden.
Dann sind die Fasern bereits mit einer Matrix imprägniert. Der Verarbeiter muss dann nur noch die Form vorgeben und das Reaktionsharz/ den Thermoplast aushärten.

271

Welche vier Aufgaben übernimmt die Matrix von FVK?

Fixierung der Fasern (Geometrie)
Kraftübertragung
Stützen bei Druck (Stabilität)
Schutz vor Umwelt (Feuchte, Chemie...)

272

Welche vier Kunststoffe sind die am meisten verwendeten Duroplaste im Bereich FVK?

Polyesterharze (UP) -> günstig
Vinylesterharz (VE) -> teurer, chemiebeständig
Epoxidharze (EP) -> für hohe mech. Beanspruchung
Phenolharze (PF) -> billigster, temperaturbeständig

273

Welche Vor/Nachteile haben Thermoplaste gegenüber Duroplasten bei der Verwendung als Matrix für FVK?

Vorteile:
- wesentlich höhere Bruchdehnung
- hohes Energieabsorptionsvermögen
- große Variation der Eigenschaften/Preise

Nachteile:
- starke Neigung unter Last zu kriechen

274

Welche drei Arten von Harzsystemen gibt es?

kalthärtend
warmhärtend
lichthärtend

275

Wodurch zeichnen sich langfaserverstärkte Kunststoffe aus und wie wirkt die Faserlänge sich auf Steifigkeit, Festigkeit und Schlagzähigkeit aus?

Langfaserverstärkte Kunststoffe zeichnen sich durch:
- hohe Festigkeit und Schlagzähigkeit aus
- Fasern mit guten mech. Eigenschaften
- eine Matrix mit mäßigen mech. Eigenschaften aus

276

Was ist eine UD-ES?

Eine unidirektionale Einzelschicht.
Dies ist ein FVK Verstärkungsstoff, dessen Fasern parallel in nur eine Richtung gelegen sind.

Dadurch sind die Eigenschaften in eine Richtung faserdominiert und senkrecht matrixdominiert.

277

Wie verhalten sich E-Modul und Festigkeit einer unidirektionalen Einzelschicht (FVK) in Bezug auf den Belastungswinkel?

Bild 6.9 Seite 121

278

Wie sieht das Spannungs/Dehnungsdiagramm einer faserparallel/fasersenkecht belasteten unidirektionalen Einzelschicht (FVK) aus?

Bild 6.8 Seite 120

279

Wie sind Faservolumengehalt und Fasergewichtsgehalt definiert und wie hängen sie zusammen?

Faservolumengehalt:
Mengenverhältnis von Verstärkungs- zum reinen Matrixmaterial

Fasergewichtsgehalt:
Kann aus den Komponentengewichten bestimmt werden.

Phi = V_Faser / V_Verbund = A_F / A_V
Formel 6.13 Seite 118

280

Wie verhalten sich unidirektionale Einzelschichten (FVK) in einer Parallel/Reihenschaltung?

Bild 6.7 Seite 119

281

Welche vier Kennwerte einer unidirektionalen Einzelschicht (FVK) müssen bekannt sein um die mechanischen Eigenschaften hinreichend genau beschreiben zu können?

E1: Steifigkeit parallel zur Faserrichtung
E2: Steifigkeit senkrecht zur Faserrichtung
G21: Schubmodul
v21: Querkontraktionszahl

Seite 119/120

282

Was ist der, unter dem Leichtbauaspekt, ungünstigste Fall eine Laminatkonstruktion (FVK)?

Ein sogenanntes quasi-isotropes Laminat, welches aus vielen Faserschichten (gleiche Dicke) mit allen möglichen Richtungen besteht.

283

Ordne glasfaserverstärkte Kunststoffe (SMC, GMT, GFK-Gelege, GFK-Gewebe, GFK-UD) nach E-Modul und Faservolumengehalt.

Bild 6.12 Seite 124

->SMC, GMT, GFK-Gelege, GFK-Gewebe, GFK-UD

284

Welche sechs Punkte muss man bei der Konstruktion beachten?

- Produktanforderungen
- Lösungskonzepte
- Werkstoffe und Herstellung
- Fertigungs- und Gebrauchsrisiken
- Herstell- und Betriebskosten
- ökologische Aspekte