Stabilisierungspolitik Flashcards

1
Q

Erklären Sie die ökonomische Intuition die der IS Gleichung und der Phillipskurve zugrunde liegen

A

IS Kurve beschreibt das Gleichgewicht auf dem Gütermarkt, bei dem gilt: aggregiertes Angebot = aggregierte Nachfrage.

NKPH: Dynamik der Inflationsrate => Preissetzungsverhalten der Unternehmen

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2
Q

Betrachten Sie folgenden Fall: Die Deutsche Wirtschaft wurde Anfang der 80er Jahre des lezten Jahrhunderts massiv von der 2. Ölkrise getroffen. Der Ölfpreis stieg 1980 um ca. 50%, nachdem er im Jahr zuvor bereits um 68% zugelegt hatte. Infolgedessen erhöhte sich die Inflationsrate auf über 6%

  1. Wie lässt sich de Anstieg des Ölpreises als Schock interpretieren?
  2. Schildern Sie verbal, wie die Notenbank auf den Anstieg der Inflationsrate infolge des Ölanstiegs reagieren wird. Besteht für die Notenbank ein Zielkonflikt?
  3. Warum ist aus Sicht der Notenbank wichtig, stabilisieren einzugreifen? Diskutieren Sie die Zusammenhänge in Hinblick auf die Stichworte: Glaubwürdigkeit, Preisstabilität und Inflationserwartungen!
A

negativer Nachfrageschock

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3
Q

Warum ist es aus Sicht der Notenbank wichtig, stabilisierend einzugreifen? Diskutieren Sie die Zusammenhänge in Hinblick auf die Stichworte: Glaubwürdigkeit, Preisstabilität und Inflaitonserwartungen!

A

Die Notenbank muss bei längerfristiger Verletzung des Preisstabilitätsziels befürchten, dass sie ihre Glaubwürdigkeit verliert. Dies würde bedeuten, dass die Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Inlflation permanent nach Oben anpassen. Das würde bewirken, dass z.B. bei zukünftiger Lohnverhandlungen von höheren Inflationsraten ausgegangen wird, was wieder die zukünftige Inlflationsrate beinflusst.

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4
Q

Die Geldpolitik stößt bei der Umsetzung ihres geldpolitischen Kurses in der Praxis auf drei grundlegende Probleme. Um welche Probleme handelt es sich.?

A
  1. Wirkungsverzögerungen: Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage reagiert nur zeitverzögert auf geldpolitische Maßnahmen. Der Grund hierfür ist das laufende Investitionsprojekte nicht betroffen sind.
  2. Informationen zur Wirtschaftslage kommen zeitverzögert, d.h. unpräzise Prognosen müssen erstellt werden.
  3. Maßnahmen der Notenbank sind asymmetrisch. Restriktive Maßnahmen der Geldpolitik sind geeignet um eine Überhitzung der wirtschaftlichen Aktivität einzugrenzen.
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5
Q

Auch die Fiskalpolitik kann prinzipiell durch geeignete Maßnahmen dazu beitragen, dass sich die Wirtschaft nach einem Schock, insbesondere nach einem Nachfrageschock, stabilisiert. Nennen Sie zwei fiskalpolitische Maßnahmen, die bei einem negativen Nachfrageschock gegebenfalls stabilisierend wirken!

A

Staatsausgaben erhöhen oder steuern senken

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6
Q

Was verstehen wir unter einer antizyklischen Fiskalpolitik?

A

Antyzyklische Fiskalpolitik: Anpassung der Staatsausgaben entgegen dem Konjunkturzyklus:

=> im Boom: Staatsausgaben senken
=> in der Rezession: Staatsausgaben erhöhen

Gesamtheit sämtlicher fiskalpolitischer Entscheidungen, die darauf abzielen, einerseits in konjunkturell guten Zeiten, die Konjunktur zu dämpfen und andererseits in konjunkturell schlechten Zeiten, die Konjunktur anzuregen.

Die antizyklische Fiskalpolitik soll Konjunkturschwankungen entgegenwirken, um ein möglichst stetiges, stabiles Wirtschaftswachstum (mit nur geringen Konjunkturschwankungen) zu herbeizuführen. Unerwünschte, gesamtwirtschaftliche Situationen (z.B. überhitzende Konjunktur, tiefe Rezession) sollen durch die antizyklische Fiskalpolitik verhindert werden.

Die Dämpfung der konjunkturellen Entwicklung erfolgt mithin über die Erhöhung der öffentlichen Einnahmen (z.B. Steuererhöhung) sowie die Senkung der öffentlichen Ausgaben (z.B. geringere öffentliche Auftragsvergabe) (restriktive Fiskalpolitik). Umgekehrt wird die Konjunktur angeregt, indem die Einnahmen gesenkt und die Ausgaben erhöht werden (expansive Fiskalpolitik).

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7
Q

Nennen Sie zwei Gründe warum die Umsetzung einer antizyklischen Fiskalpolitik versagt!

A
  • Problem der Wirkungsverzögerung
    • Wirkung der Maßnahmen setzen zeitverzögert ein
    • Geldpolitische Maßnahmen basieren auf Prognosen
  • Problem bei der Umsetzung:
    • Assymetrie => Staatsausgaben zu erhöhen ist leicht machbar, diese zu senken fallt jedoch schwerer
    • restriktive Maßnahmen sind generell wirksam, expansive Maßnahmen hingegen sind vergleichsweise weniger effektiv
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8
Q

Skizzieren Sie die Idealvorstellung der Wirkung einer antizyklischen Fiskalpolitik graphisch! Orientieren Sie sich hierbei an der Entwicklung der Outputlücke, die sich mit und ohne eines antizyklisch konzipierten fiskalpolitischen Eingriffs ergeben würde.

A
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9
Q

Welche Gefahr besteht für die Entwicklung der Realwirtschaft, wenn fiskalpolitische Maßnahmen die antizyklisch konzipiert waren, letztlich prozyklisch wirken? Stellen Sie die Ergebnissse ihrer Überlegung Graphisch dar.

A

Es besteht die Gefahr, dass die Fiskalpolitik durch ihre Maßnahmen den konjunkturellen Verlauf aufgrund der Wirkungsverzögerung nicht glätten sondern verstärken

=> prozyklische Wirkung

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10
Q

Erklären Sie die ökonomische Intuition, die der IS Gleichung und der Phillipskurve zugrunde liegen!

A

IS-Gleichung:

  • Gleichgewicht auf dem aggregierten Gütermarkt.
  • Legt nahe, dass die Outputlücke negativ vom Realzins abhängig ist.

Phillipskurve:

  • Dymnamische Preissetzungsverhalten der Unternehmen
  • Zeigt, dass die aktuelle Inflationsrate von der zukünfitg erwarteten Inflaitonsrate und der Outputlücke abhängig ist.
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