Wände, Decken, Balkone, Fußböden Flashcards Preview

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Flashcards in Wände, Decken, Balkone, Fußböden Deck (29):
1

Erklären Sie, welche Kelleraußenwände ohne Nachweis hinsichtlich des Erddrucks errichtet werden dürfen.

- lichte Höhe des Kellers max. 2,60 m
- im Einflussbereich der Erddrucks keine Verkehrslasten größer als 5 kN
- ebene Geländeoberfläche
- Anschütthöhe nicht größer als das lichte Rohbaumaß Keller)
- Auflast der Kellerwand liegt innerhalb bestimmter Grenzen
- Wanddicke der Kelleraußenwand mind. 24 cm

2

Erklären Sie die Bergriffe Ringanker und Ringbalken und deren Verwendung. Beschreiben Sie, welche baulichen Gegebenheiten Ringanker erforderlich machen.

Ein Ringanker liegt unter Decken oder deckengleich, wirkt wie ein Zugband, wird bei Decken ohne Scheibenwirkung verwendet. Ein Ringbalken bildet den Mauerabschluss zum Beisßiel bei Kniestöcken.

3

Beim zweischaligen Mauerwerk müssen die beiden Schalen miteinander verbunden werden. Erklären Sie, wie die Schalen bei gemauerten Wänden mit Kerndämmung verbunden werden und geben Sie die Mindestabstände der Verbindungen an.

Mauerschalen werden mit Drahtankern aus nichtrostendem Stahl miteinander verbunden. Folgende Abstände müssen eingehalten werden:
- max. vertikaler Abstand der Anker = 50 cm
- max. horizontaler Abstand = 75 cm
- an allen freien Mauerrändern (Öffnungen etc.) pro Meter drei extra Anker.

4

Nennen Sie die Punkte, die bei der Herstellung von Schlitzen in tragenden Außenwänden berücksichtigt werden müssen.

Schlitze sind auch Schwachstellen hinsichtlich des Schall- und Wärmeschutzes, die Einhaltung muss gewährleistet werden. Es muss 24 cm der Außenwand stehen bleiben. Schlitze und Aussparungen in tragenden Wänden müssen im Verband gemauert oder gefräst werden, sie dürfen nciht gestemmt werden.

5

Erklären Sie, wie Torsion an einem Bauteil entsteht, geben Sie ein Bespiel für Torsion an.

Torsion entsteht, wenn einBauteilquerschnitt auf Drehung beansprucht und dabei das Kippen durch Festhalten der Bauteilflächen verhindert wird, z.B. eingespannter Balken mit Kragarm zwischen Stützen.

6

Definieren Sie plastisches und elastisches Verhalten von Baustoffen.

- elastisches Verhalten: durch Belastung und Krafteinwirkungen treten (innerhalb bestimmter Grenzen) keine dauerhaften Verformungen auf. Nach Entlastung "federt" der Bauteil in seine ursprüngliche Form zurück.
- plastisches Verhalten: werden Grenzen für das elastische Verhalten überschritten, jedoch Belastungen, die zur Zerstörung führen noch nicht erreicht, treten bei allen Bauteilen dauernde Verformungen auf (Verbiegen)

7

Erklären Sie den Bergriff Ringanker. (Wirkungsweise)

RInganker und Ringnalken sind in allen Außenwänden und in die Querwände, als vertikale Scheiben zur Abrtagung horizontaler Lasten (z.B. Wind), unmittelbar unter der Geschossdecke einzulegen. Sie müssen < 15 cm hoch und mit 2 durchlaufenden Rundstäben bewehrt sein und eine Zugkraft von < 30 kN aufnehmen können. Sie wirken wie ein Zugband auf einen gedachten Druckbogen in der Deckenplatte und müssen alle Außenwände und duchgehenden Querwände zusammenhalten.

8

Nennen Sie die Aufgaben und die abzutragenden Lasten von aussteifenden Wänden.

Sie haben die Aufgabe die Standfestigkeit im gesamten Baugefüge zu übernehmen. Sie müssen ebenso wie alle vertikalen Lasten (Eigengewichte, Verkehrslaten usw.) auch alle horizontalen Beanspruchungen auf das Bauwerk (Windlasten usw.) sicher auf den Baugrund übertragen.

9

In welchen Fällen kann auf den statischen Nachweis von aussteifenden Wänden verzichtet werden?

Wenn die Geschossdecken als steife Scheiben ausgebildet sind oder statisch berechnete Ringbalken vorhanden sind, bzw. wenn ein Bauwerk "offensichtlich" genügend lange aussteifende Wände in ausreichender Zahl aufweist, die ohne größere Schwächung oder Versprünge bis auf die Fundamente geführt sind, darf auf einen besonderen Nachweis der räumlichen Steifigkeit verzichtet werden.

10

Beschreiben Sie die verschiedenen Konstruktionsmöglichkeiten von Plattenbalkendecken.

- Reckteckbalken und monolothisch ("aus einem Stein") damit verbundener Platte - STB.
- Ortbetonplatten und vorgefertigte Balken mit Schubanschlüssen
- Vorgefertigte Balken und Ortbetonplatten oder vorgefertigten Platten
- Vorgefertigte Balken und vorgefertigte nichttragende Füllkörper und Oberbeton.

11

Nennen Sie die Aufgaben, die statisch nicht mitwikende Füllkörper bei Stahlbetonrippendecken übernehmen.

Die Füllkörper übernehmen die Aufgaben im Bereich Schall- und Wärmedämmung und bilden die Deckenunterseite, außerdem werden sie als verlorene Schalung verwendet.

12

Zählen Sie die Nachteile von Stahlbetonmassivdecken auf.

- geringe Wärmedämmfähigkeit
- feuchter Einbau
- hohes Eigengewicht
Schalungsaufwand, hohe Arbeitszeit, Trocknungszeit

13

Nennen Sie die drei Gruppen, in die Wohnungsbäder unterteilt werden.

- Wohnungsbad mit Bodenablauf, als mäßig beanspruchter Nassraum
- Wohnungsbad ohne Bodenablauf mit feuchteempfindlichem Untergrund
- Wohnungsbad ohne Bodenablauf mit feuchteunempfindlichem Untergrund

14

Beschreiben Sie die Ausbildung einer Balkontüre / Terrrassentüre gemäß "Flachdachrichtlinien" und schlagen Sie eine Alterniv-Version vor.

Abdichtungen von Balkonen / Terrassen / Flachdächern sind an angrenzenden Bauteilen mind. 15 cm über der Fertighöhe der Plattenbeläge (auch an den unteren Blendrahmenprofilen von Fenstertüren) hochzuführen.
Bei Fenstertüren muss durch Entwässerungsvorrichtungen oder seitliche Abflussmöglichkeit gewärleistet sein, dass keine Staubildung von Niederschlagswasser (auch nicht bei Schneematsch) zu rechnen ist, in diesem Fall kann von der 15 cm Regelung abgewichen werden. Allerdings ist ein 5 cm Überstand der Türschwelle über dem Balkonbelag bzw. Gitterrost empfehlenswert (Schnee und Eis).

15

Nennen Sie je deri Konstruktionsarten für Verbundestrich und für schwimmende Konstruktion.

Verbundkonstruktionen:
- mit Dickbettmörtel
- mit Verbundestrich und Dünnbettkleber
- mit Verbundestrich und Dickbettmörtel

Schwimmende Konstruktionen:
- auf Trennschicht
- auf Abdichtung mit Trennschicht (Gleitschicht)
- auf Dämmschichten (ein- oder zweilagig)

16

Erklären Sie folgende Bergriffe:
- Treppenwange
- Trittstufen
- Setzstufen
- Treppenauge

- Treppenwange: Tragendes Teil der Holz- und Stahltreppe, seitliche Begrenzung zum Treppenauge/Wandseite und zur Wand.
- Trittstufen: Auftritt der Treppe
- Setzstufen: Bei offenen Treppen nicht vorhanden, bei geschlossenen Treppen senkrechter Teil der Stufe.
- Treppenauge: Der Abstand der Treppenläufe / des Treppenlaufes bei gewendelten oder gegenläufigen Treppen mit Podest.

17

Nennen Sie die möglichen Maßnahmen für den Schallschutz bei Treppen.

- weichfedernde Podeste und Bodenbeläge / soweit brandschutztechnisch möglich
- schwimmender Estrich
- schwimmend aufgelagerte Stufenelemente
- Trennfugen an Wohnungsabschlüssen
- elastische Auflagerung der Treppenpodeste und Läufe
- mit Trennung von angrenzenden Wänden mit offenen und elastisch abgeschlossenen Fugen
- zweischalige Treppenhasuwände

18

Nennen Sie die wesentlichen Vorschriften für Treppenpodeste.

- Nutzbare Podestbreite = nutzbare Treppenlaufbreite
- innerhalb einer gewendelten Treppe muss der Auftritt eines Podestes entlang der Lauflinie mindestens 3xa betragen. (in Wohnungen und in Wohngebäuden mit max. 2 Wohnungen genügen 2,5xa)
- Im Gehbereich von Podesten notwendiger Treppen dürfen keine Türen aufschlagen.

19

Erklären Sie aus welchen Gründen heute kaum noch herkömmliche, einschalige Ziegelmauerwerke hergestellt werden.

Da die ständig steigenden Ansprüche an die Verbesserung der Wärmedämmung dies fast nicht mehr möglich machen. Es werden immer hochwertigere Steine mit integrierter Wärmesämmung entwickelt.

20

Nennen Sie vier Beispiele für Ziegel mit sehr guten Wärmedämmeigenschaften.

Ziegel mit gefüllten Poren durch Polystyrol, Naturkork, Mineralfaser, Perlite. ???Richtig??

21

Erklären Sie drei Nachteile von innen angebrachter Wärmedämmung und nennen Sie das Hauptanwendungsgebiet.

Innendämmungen sind besonders kritisch vor schweren, wenig dampfdurchlässigen Wandkonstruktionen. In schwierigen Fällen sollte man entweder die Verwendung stärker dampfbremsender Dämmmaterialien oder die Anbindung einer lückenlosen inneren Dampfsperre in Erwägung gezogen werden. Das Hauptanwendungsgebiet ist die Altbausanierung.

22

Erklären Sie den Wandaufbau eines zweischaligen Mauerwerks/Kerndämmung. In welchen Fällen entscheidet man sich für eine Kerndämmung? Nennen Sie drei mögliche Dämmstoffe.

Zweischaliges Mauerwerk wird verwendet um die Optik des Sichtmauerwerks zu behalten und trotzdem die Anforderungen des Wärmeschutzes zu erfüllen. Sie stellt bei starker Witterungsbeanspruchung eine sehr gute Lösung dar.
Mögliche Dämmstoffe sind Polystyrol, Polyurethan-Hartschaum und wasserabweisende Mineralwolle.
Aufbau: min 9 cm dicke Außenschale aus frostbeständigen Steinen, wegen Tauwasserbildung keine alukaschierten Dämmplatten, Wärmedämmstoffe Anwendungstyp WZ DIN 4108-10 zu verwenden, verbesserte Austrocknung durch zusätzliche Luftschicht mit begrenzter Hinterlüftung möglich, Fußpunkte müssen je 20 m² Fassadenfläche Entwässerungsöffnungen mit mindestens 5000 mm² Querschnittsfläche vorhanden sein.

23

Erklären Sie, was man unter dem Stützgewölbeeffekt versteht.

Bei nicht ausreichender Dimensionierung der Decken kann es zu einer Durchbiegung dieser kommen, was Schäden an den Zwischenwänden hervorrufen kann. Bei größeren Verformungen der Decken kann innerhalb der Zwischenwände der sogenannte Stützgewölbeeffekt wirksam werden. Die Folgen sind Horizontalabrisse in der unteren Lagerfuge. Wenn derartige Verformungen nciht ausgeschlossen werden können, sollten die unteren Schichten von gemauerten Zwischenwänden als bewehrtes Mauerwerk ausgeführt werden.

24

Erklären Sie, vier Gesichtspunkte bei der Erstellung von Schlitzen in tragenden Wänden zu beachten sind.

nur zulässig, wenn:
- im Verband gemauert oder nachtröglich gefräst wird
nachträgliches stemmen ist nicht zulässig
- ohne statischen Nachweis höchstens Schlitze bis 4 cm Tiefe
- größere Schlitze müssen vorher bei der Planung festgelegt werden und bei der statischen Berechnung berücksichtigt werden.

25

Nennen und beschreiben Sie vier verschiedene Konstruktionsmöglichkeiten von Plattenbalkendecken.

- aus vorgefertigten Balken und Ortbetonplatten
- als geschlossene Plattenbalkendecke
- aus Ortbetonplatten und vorgefertigten Balken mit Schubanschlüssen
- Platten, die als beidseitig über die Balken ragende Kragplatten oder als Durchlaufplatten ausgebildet werden.

26

Nennen Sie drei Aufgaben, die statisch nicht mitwirkende Füllkörper bei Stahlbetonrippendecken übernehmen.

- ersetzen die Schalung
- bilden eine ebene Deckenuntersicht
- dienen der Schall- und Wärmedämmung

27

Erklähren Sie den Begriff "Wechsel" hinsichtlich Einsatzgebiete und Konstruktion.

Durch einen Wechsel werden Dach- oder Deckenöffnungen statisch verstärkt. Dies geschieht bei Holzbalkendecken in traditioneller Weise durch Einzapfen des unterbrochenen Balkens in einen Wechselbalken, der seinerseits in den benachbarten durchlaufenden Balken eingezapft ist.

28

Schalgen Sie einene geeigneten Fußboden (gesamt) Aufbau (m. Heizestrich) für einen Wohnraum auf Bodenplatte, nicht unterkellert vor.

Warmwasser-Fußbodenheizung, Aufbau von unten nach oben:
- Bodenplatte (ggf. mit Ausgleichsschicht und Abdichtung gegen Feuchtigkeit)
- Dämmschicht (Tritt- und Schalldämmung)
- Abdeckung / Trennschicht
- Heizelement
- Heizestrich

29

Geben Sie vier wesentliche Punkte an, die bei der Planung eines Balkongeländers berücksichtigt werden müssen.

- mind. 0,9 m Höhe des Geländers bis 12 m Absturzkante
- müssen so ausgeführt sein, dass Kindern das Hochklettern nicht erleichtert wird
- sind Geländer vor Plattenrändern angebracht, sollen keine Öffnungen bestehen, bei denen die Gefahr des Hindurchtretens gegeben ist (Abstand höchstens 4 cm)
- Abstände zwischen senkrechten Gitterstäben oder zwischen Brüstungsfertigteilen dürfen nicht weiter als 12 cm sein.