1. Worum geht es? Flashcards Preview

Entscheidungstheorie > 1. Worum geht es? > Flashcards

Flashcards in 1. Worum geht es? Deck (17):
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1. Was macht Entscheidungstheorie komplex (Komplexitätsfaktoren)?

Unsicherheit, mehrere Ziele, zu wenige oder zu viele Alternativen --> Der Entscheidungsprozess sollte nachvollziehbar sein

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2. Was liefert Entscheidungstheorie?

Instrumentarium, das Menschen bei komplexen Entscheidungen unterstützt. Es handelt sich um formalisierte Regeln und Prozeduren. --> Erhöhung der Transparenz

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3. Was ist Rationalität (ökonomisch)?

In Entscheidungssituationen Streben nach größtmöglichem Nutzen bei beschränkten Handlungsalternativen. Es besteht eine positive Beziehung zwischen Unternehmenserfolg und Rationalität (je nach "Rationalitätsgrad")
--> Übergeordnetes Ziel der Entscheidungstheorie

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3.1. Prozedurale Rationalität (1. Grundprinzip)

Fragen um Rationalität zu messen:
- Löst man das richtige Problem?
- Ist der Informationsaufwand angemessen
- Beruhen die Erwartungen über die Zukunft auf objektiven Daten?
- Ist man sich über die eigenen Ziele (Präferenzen) im Klaren?

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3.2. Konsistenz der Entscheidungsgrundlage (2. Grundprinzip)

Sagt aus, dass sich Prämissen (Annahmen) von Entscheidungen nicht widersprechen dürfen. Es gibt fünf Rationalitätspostulate (siehe folgend).

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3.2.1. Beachtung der Grundsätze der Stochastik

Beispiel siehe S. 9 Mitschrift

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3.2.2. Zukunftsorientierung

Die Entscheidungen sollte aus der Zukunft und nicht aus der Vergangenheit abgeleitet werden. Man sollte die Vergangenheit nutzen, um die Zukunft zu approximieren.

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3.2.3. Transitivität

a >= b; b >= c; daraus folgt: a >= c
Wenn nicht, dann keine Transitivität vorhanden. Die Entscheidung kann dann nicht rational sein.

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3.2.4. Invarianz von der Darstellung der Entscheidung

Die Präferenzen sollte nicht von der Darstellung abhängen.

Bsp.: Soll das Kind geimpft werden?
- 99% Wahrscheinlichkeit, dass Kind überlebt
- 1% Wahrscheinlichkeit, dass Kind stirbt
--> Beide Darstellungen sollten zur gleichen Entscheidung führen, damit eine rationale Situation vorliegt.

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3.2.5. Unabhängigkeit von irrelevanten Alternativen

Eine neue Alternative darf meine ursprüngliche Entscheidung nicht verletzen und sich meine Präferenzen dadurch nicht umdrehen.

Bsp.: Ob Entscheider a gegenüber b vorzieht, sollte nicht davon abhängen, ob eine dritte Alternative c existiert.

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4. Dekomposition der Entscheidung (3. Grundprinzip)

Zerlegung des Problems in vier Komponenten:
1. Alternativen
2. Ziele
3. Umwelteinflüsse (Wetter, Konkurrenz, Unsicherheit etc.)
4. Konsequenzen
--> Reduktion der Komplexität

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5. Subjektivität (4. Grundprinzip)

- Erwartungen und Ziele sind grds. subjektiv
--> Unterschiedliche Entscheider können zu unterschiedlichen rationalen Entscheidungen kommen obwohl sie die gleichen Alternativen, Chancen und Konsequenzen haben. Da bspw. individuelle Risikobereitschaft vorhanden ist.

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6. Unvollständiges Wissen - Dominanzkonzepte (5. Grundprinzip)

- Existenz von Unsicherheit muss anerkannt werden
- Es reichen oft unvollständige Informationen über Wahrscheinlichkeiten oder Ziele aus, um eine optimale Alternative zu identifizieren

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6.1. Absolute Dominanz unter Sicherheit

Eine Alternative dominiert eine andere absolut, wenn sie in keinem Attribut schlechter ist als jene, aber in mindestens einem Attribut besser.

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6.2. Zustandsdominanz

Eine Alternative a dominiert eine Alternative b bzgl. gegebener Zustände, wenn die Konsequenzen von a bei jedem Zustand mindestens gleich und bei mindestens einem Zustand besser als die von b sind.

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6.3. Absolute Dominanz unter Unsicherheit

Bei absoluter Dominanz ist die schlechtestmögliche Ausprägung der dominierten Alternative besser als die bestmögliche Ausprägung der dominierten Alternative.

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Zusammenfassung: Rationalität als oberstes Prinzip - 5 Grundprinzipien

1. Prozedurale Rationalität
2. Konsistenz (5 Rationalitätspostulate)
3. Dekomposition
4. Subjektivität
5. Unvollständiges Wissen