Blut Und Immunsystem Flashcards

1
Q

Welche Aurwirkungen hat eine Pathologische LV einer Leukämie auf das Blutbild? (3)

A
  • Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • übermass an unreifen weissen Blutkörperchen (Leukozyten)
  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten)
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2
Q

Welche Leukämieformen gibt es? (4)

A
  • Akute lymphatische Leukämie (ALL)
  • Chronisch lymphatische Leukämie (CLL)
  • Akute myeloische Leukämie (AML)
  • Chronisch myeloische Leukämie (CML)
    (Jeweils eine akute und ein chronische Form)
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3
Q

Wie entstehen die verschiedenen Leukämien im Blut? (2)

A
  • Myeloische Leukämie: Granulozytenreihe betroffen

- Lymphatische Leukämie: Lymphozytenreihe betroffen

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4
Q

Was sind die Folgen einer Leukämie? (5)

A
- Verdrängung der normalen Zellreifungsreihen
Sekundärfolgen:
- Anämie
- Blutungsneigung
- Abwehrschwäche
- Infektanfälligkeit
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5
Q

Was ist eine Granulopenie und was ist eine Agranulozytose? Was sind die Ursachen (1) und Folgen (1)?

A

Granulopenie: Mangel an Granulozyten (unter 1500/ul)
Agranulozytose: Keine Granulozyten vorhanden (unter 500/ul)
Ursachen: Bildungsstörung im Knochenmark (wegen Chemotherapien, Leukämie, Medikamenten..)
Folgen: Abgeschwächte Immunabwehr (dadurch Infektgefährdung, Schleimhautläsionen, Angina tonsillaris..)

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6
Q

Was ist die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)

A

Das Blut welches ungerinnbar gemacht wurde lässt man in einem Röhrchen stehen und beobachtet (nach einer oder zwei Stunden) wie schnell sich die Blutzellen am Boden ablagern. (Unten Zellen, oben Plasma) Die Zusammensetzung der Blutproteine bestimmt die geschwindigkeit der Absenkung. z.B. Bei Entzündungen sinken die Zellen schneller als normal (=60min/20mm)

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7
Q

Was ist eine Anämie?

A

Bei einer Anämie (Blutarmut) liegt die Hämoglobinkonzentration des Blutes unter
- 120 g/l bei Frauen
- 130 g/l bei Männern
(Mit 80% ist die Eisenmangelanämie am häufigsten)

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8
Q

Was ist eine Erythrocytenindizes? (3 Formen)

A

Überprüfung von Eigenschaften (grösse und dichte) der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und des Blutfarbstoffs im Labor

  • MCV: beschreibt die Grösse des einzelnen Erythrozyten
    - Makrozytose: MCV erhöht
    - Mikrozytose: MCV erniedrigt
  • MCH: beschreibt den Hämoglobingehalt des einzelnen Erythrozyten
    - hyperchrome Erythrozyten: MCH erhöht
    - hypochrome Erythrozyten: MCH erniedrigt
  • MCHC: definiert den mittleren zellulären Hämoglobingehalt
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9
Q

Was sind die Symptome einer Anämie? (Manifestieren sich an 9 Orten)

A
  • ZNS
    • Müdigkeit
    • Schwindel
    • Bewusstlosigkeit
  • Augen
    • Ikterus (gelfärbung)
  • Haut
    • Blässe
    • Kälte
    • Ikterus
  • Atmung
    • Dyspnoe
  • Herz
    • Palpitationen
    • Tachykardie
    • Brustschmerz
    • Angina pectoris
    • Myokardinfarkt
  • Blutgefässe
    • Hypotension
  • Muskeln
    • Schwäche
  • Milz
    • Vergrösserung
  • Verdauung
    • veränderte Stuhlfarbe
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10
Q

Wie entsteht (2) eine akute Blutung und wie äussert sich diese?

A
Entsteht durch:
- innere/äussere Verletzung
- Blutung im Verdauungstrakt
Eine akute Blutung äussert sich nicht mit den typischen Symptomen einer Anämie, sondern zu einem Mangel an Blutvolumen, z einer Kreislaufschwäche/ einem Kreislaufzusammenbruch (Tachykardie, Hypotonie, Kreislaufschock) und zu einem Sauerstoffmangel
(Blutbild und Anämieparameter normal!)
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11
Q

Wo entsteht (2) eine chronische Blutung meist und zu was führt diese (2)?

A

Ein chronischer Blutverlust ist meistens:
- im Verdauungstrakt (hämorrhagische ösophagitis, ösophagusvarizen, Ulcus im Magen- und Zwölffingerdarm, maligne und benigne Dickdarmtumoren, Hämorrhoiden..)
- Im Urogenitaltrakt (Menstruation)
Führt zu:
- Allgemeinen Symptomen der Anämie (Müdigkeit, Blässe, kardiale Beschwerden..)
- Eisenmangel mit dessen spezifischen Symptomen (brüchige Nägel, Mundwinkelrhagaden, Restless legs, Schlafstörung, Depression..)

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12
Q

Mit welchen Laboruntersuchungen ist eine chronische Blutung feststellbar? (2)

A
  • hypochrome/mikrozytäre Anämie, Retikulozytenzahl/-index tief (MCV und MCH tief)
  • Eisenspeicher (Ferritin) vermindert
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13
Q

Welche systeme Systeme des Menschlichen Organismus sind eisenabhängig? (4)

A
  • Muskulatur
  • Nervenzellen
  • Blutbildung
  • Mitochondrien
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14
Q

Was sind Ursachen für eine Eisenmangelanämie? (4)

A
  • Eisenverlust (80% der Fälle)
    • Im Verdauungstrakt
    • Genitaltrakt (Menstruation)
  • Mangelhafte Zufuhr
    • Säuglinge, Kinder, Vegetarier
  • Mangelhafte Resorbtion
    • St.n. Magenresektion, Sprue/Zöliakie, Schleimhauetzündung im Verdauungstrakt
  • Gesteigerter Verbrauch
    • Schwangerschaft, Wachstum, Sportler
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15
Q

Therapie der Eisenmangelanämie (3)

A
  • Ursache beheben (kausale Therapie
  • Eisensubstitution
    • Oral: Fe-Kapseln/Dragees, monatelange Einnahme nötig
    • Parenteral: Ferinject
  • Therapiekontrolle
    • Hb (Hämoglobin) und Ferritin (=Eisenspeicher)
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16
Q

Was sind die Ursachen (2) und die Folgen (2) einer Megaloblastären Anämie?

A

Ursachen:
- Vitamin B12-Mangel
- Folsäuremangel
Folgen:
- Verminderte Bildung von DNS (DNA). Die Zellteilung ist verlangsamt, die zytoplasmatische Ausreifung hingegen verläuft normal. Deshalb entstehen megaloblastäre (übergrosse) Zellen
- Vorzeitiger Abbau der Erythrozyten (Hämolyse) mit Gelbfärbung der Hautund Schleimhäute, Vergrösserung von Leber und Milz

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17
Q

Was sind Symptome der Megaloblastären Anämie? (4)

A
  • allgemeine Symptome einer Anämie
    Bei B12-Mangel:
  • Polyneuropathie, Ataxie, Paresen, Psychosen, eingeschränkter Visus
  • atrophe, entzündete Zunge (Glossitis)
    Bei Folsäuremangel in der Schwangerschaft:
  • Neuralrohrdefekte, Lippenkiefergaumenspalte beim Kind
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18
Q

Welche Laborbefunde gibt es bei einer megaloblastären Anämie? (4)

A
  • Hyperchrome, makrozytäre Anämie, Retikulozytenzahl/-Index tief
  • Meistens auch Leukozyten und Thrombozytenzahl vermindert
  • Folsäure- und/oder Vitamin B12-Mangel
  • Bilirubin und LDH erhöht (Hämolyse)
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19
Q

Ursachen (2) und Therapie (1) des B12- und Folsäuremangels

A
  • B12 kommt fast nur in tierischen Produkten (Fleisch, Eier, Milchprodukte) vor
  • B12 Resorbtion ist nur möglich, wenn die Magenschleimhaut intrinsic Factor (IF) produziert und der komplex B12/IF im terminalen Ileum (letzter Abschnitt des Dünndarms) aufgenommen werden kann
    Therapie:
  • Substitution von B12- und/oder Folsäure
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20
Q

Was ist eine hämolytische Anämie?

A

Bei einer hämolytischen Anämie kommt es zur vorzeitigen Hämolyse. Also der Auflösung der Erythrozyten, wodurch es zu einer verkürzten Lebensdauer der Erythrozyten kommt.

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21
Q

Welche Ursachen für eine hämolytische Anämie gibt es? (2)

A
  • Erythrozyten werden vorzeitig zerstört
    • durch Antikörper bei Transfusionsreaktionen, ABO- und Rh-Inkompabilität, Autoimmunität, Medikamente..
  • Erythrozyten sind fehlerhaft und gehen vorzeitig zugrunde
    • Hämoglobinopathien (falscher Hämoglobinaufbau)
    • Membrandefekte der Erythrozyten
    • Enzymdefekte der Erythrozyten
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22
Q

Was sind die Folgen einer Hämolytischen Anämie? (3)

A
  • Allgemeine Anämiesymptome
  • Hämolysetypische Befunde: Ikterus, Milzvergrösserung
  • Hämolytische Krise: Fieber, Schüttelfrost, Ikterus, Blutdruckabfall, Schock
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23
Q

Laborbefunde (2) und Therapie (2) hämolytische Anämie

A

Labor:
- Normochrome, normozytäre Anämie, Bilirubin, LDH, Retikulozyten und Retikulozytenindex erhöht
- Allenfalls Nachweis von Autoantikörpern oder einer Hämoglobinopathie
Therapie:
- Grundkrankheit behandeln
- auslösende Medikamente stoppen

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24
Q

Welche weitere Anämien gibt es? (3)

A
  • Anämie bei chronischen Erkrankungen (Begleitanämie)
    • Chronische Entzündungen
    • Tumorerkrankungen
    • Schilddrüsenunterfunktion/Cortisolmangel/Testosteronmangel
  • Renale Anämie
    • Erythropoetinmangel bei chronischer schwerer Nierenerkrankung
  • Aplastische Anämie
    • Störung der Blutbildung im Knochenmark durch Medikamente, Viren, Chemikalien (Meist alle 3 Zellreihen betroffen)
25
Q

Was ist die Polyglobulie und welche Ursachen (4) existieren?

A

Bei der Polyglobulie erhöht sich die Erythrozytenzahl bei normalem Plasmavolumen.
Primär:
- Krankhaft gesteigerste Erythropoese
Sekundär:
- O2-Mangel bei chronischer Höhenexposition oder mangelnder Oxygenierung des Blutes wegen Herz-/Lungenerkrankungen
- hormonell bei Cortisol-, Testosteron-, Erythropoetinüberschuss
- Paraneoplastisch bei Tumorerkrankungen

26
Q

Was sind Hämophilien?

A

Hämophilien (Koagulopathien) sind Erbkrankheiten mit Störungen der Blutgerinnung. Das Blut von betroffenen gerinnt nicht oder nur verzögert. So kann es auch ohne Verletzungen zu spontanen Blutungen kommen.
Therapie: Substitution des fehlenden Faktors

27
Q

Welche Blutungen sind bei einer Hämophilie häufig? (5)

A
  • intrakranielle Blutungen (häufig tödlich)
  • Nasenbluten
  • Gelenkblutungen (70-80%)
  • Muskelblutungen (Mundboden, Zungengrund, Unterarm…)
  • Hämaturie (sehr häufig)
28
Q

Was ist eine Thrombozytenpenie und was sind die Ursachen (4)?

A

Thrombozytenpenie beschreibt den Mangel an Thrombozyten (unter 140 000/ul)
Ursachen:
- Bildungsstörung im Knochenmark
- Gesteigerter Umsatz
- Antikörperbedingt
- Mechanische Schädigung (künstl. Herzklappen)
Komplikationen: Petechien, Blutungsgefahr

29
Q

Was ist eine vasculäre hämorrhagische Diathese? Was sind Symptome und Ursachen?

A

Vasculäre hämorrhagische Diathesen sind eine Gruppe von Krankheiten mit erhöhter Blutungsneigung. Die Ursache ist eine abnorme Durchlässigkeit der kleinen Blutgefässe.
Symptome:
- Petechiale Einblutungen an den Unterschenkeln
- sehr selten schwere Blutungen
Ursachen:
- angeboren
- erworben (entzündlich, Vitamin C-Mangel, Cortisonüberschuss..)
- altersbedingt

30
Q

Welche Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung gibt es? (2 übergruppen)

A
  • Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. bei PAVK, Durchblutunsstörungen..)
    • verschiedene Wirkungsmechanismen
      • Aspirin
      • Plavix
      • Efient
        usw.
  • Antikoagulanzien (z.B. bei Vorhofflimmern, Lungenembolie)
    • Nieder- und hochmolekulare Heparine
      • Fragmin
      • Heparin (Liquemin)
    • Vitamin K-Antoganisten (Hemmen Vitamin K-abhängige Gerinnungsfaktoren)
      • Marcoumar (lange Wirkungsdauer, regelmässig Quick)
    • direkte orale Antikoagulation (DOAK)
      • Xarelto
      • Eliquis
      • Pradaxa
31
Q

Aus was besteht das Blutplasma/Blutserum? (9)

A
  • Wasser 90%
  • Proteine 7-8%
  • Elektrolyte
  • Nährstoffe
  • Spurenelemente
  • Vitamine
  • Hormone
  • Enzyme
  • Sauerstoff und Kohlendioxid
32
Q

Was sind wichtige Blutparameter bei einer Niereninsuffizienz? (3)

A
  • Kreatinin
  • Kalium
  • Harnstoff
    Die Werte sind erhöht, da die Niere nicht mehr richtig arbeitet
33
Q

Was sind wichtige Blutparameter bei einer Pankreatitis? (1)

A
  • Lipase

Der Wert ist erhöht

34
Q

Was sind wichtige Blutparameter bei einem Diabetes mellitus? (2)

A
  • Plasmaglukose

- HbA1c

35
Q

Was sind wichtige Blutparameter bei einer Lungenembolie? (1)

A
  • D-Dimere
36
Q

Was sind wichtige Blutparameter bei einem Herzinfarkt? (2)

A
  • Troponin
  • Creatinkinase
    Die Werte sind erhöht
37
Q

Was sind wichtige Blutparameter bei einer Schilddrüsendysfunktion?

A
  • TSH

Bei einer überfunktion erhöht, bei einer Unterfunktion niedrig

38
Q

Ursachen von ödemen (3)

A
- Erhöhter Druck in den Venen
		Ursachen:
		- Herzinsuffizienz
		- Veneninsuffizienz
		- Thrombosen
		- prämenstruell
		- Schwangerschaft
- Gestaute Lymphgefässe
- zu gerine Eiweisskonzentration
		- Leber- oder Niereninsuffizienz
		- Malnutrition
39
Q

Was ist eine Entzündung und was sind die Merkmale einer Entzündungsreaktion (10)

A
Die Entzündung ist eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf verschiedene schädigende Reize
Örtliche Merkmale:
	- Rubor (Rötung)
	- Tumor (Schwellung)
	- Calor (Erwärmung)
	- Dolor (Schmerz)
	- Functio laesa (Störung der normalen Funktion)
Systemische Merkmale:
	- Fieber
	- Schüttelfrost
	- Schweissausbrüche
	- generalisierte Schmerzen
	- allgemeines Krankheitsgefühl
40
Q

Was ist der Unterschied zwischen einer spezifischen und einer unspezifischen Immunabwehr? (Je 5 Merkmale)

A
Unspezifische Immunabwehr
	- Erste Abwehrmassnahme (Entzündung!)
	- angeboren
	- Keine Gedächtnisfunktion
	- Zellen der Myelopoese
	- Bewirkt Resistenz
Spezifische Immunabwehr
	- Spezifisch gegen bestimmte Erreger
	- erworben
	- Bildung eines Gedächtnisses
	- Bewirkt Immunität
41
Q

Was sind die zellulären und die humoralen Komponente der beiden Abwehrsystemen?

A
Unspezifische Zelluläre Immunabwehr:
	- Monozyten/Makrophagen
	- Granulozyten
	- natürliche Killerzellen
Spezifische Zelluläre Immunabwehr:
	- T-Lymphozyten
	- B-Lymphozyten/Plasmazellen
Unspezifische humorale Immunabwehr:
	- Komplementsystem
	- Zytokine
	- akut-Phasenprotein
Spezifische humorale Immunabwehr:
	- Antikörper
42
Q

Wie läuft die unspezifische Immunabwehr ab? (3)

A
  • Monozyten und Makrophagen
    • Wenn Monozyten die Blutbahn verlassen entwickeln sie sich im Gewebe zu Makrophagen. Die Makrophagen Verknüpfen das unspezfische mit dem spezifischen Immunsystem.
  • Granulozyten
    • Spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Parasiten und bei allergischen Reaktionen
  • Natürliche Killerzellen
    • Erkennen virusinfizierte- und Tumorzellen und eliminieren sie
43
Q

Wie läuft die spezifische Immunabwehr ab?

A

Antigene sind Bestandteile an der Oberfläche von Krankheitserregern, Erythrozyten anderer Blutgruppen und werden vom Immunsystem als nicht selbst (fremd) erkannt. Um sie zu bekämpfen bildet das spezifische Immunsystem zum entsprechenden Antigen passende Antikörper, welche sich an das Antigen binden. Es entsteht ein sogenannter Immunkomplex.
(Antigene, die eine Allergie auslösen, werden Allergene genannt)

44
Q

Welche Formen von Erkrankungen des Immunsystems gibt es und wie erfolgen diese? (4)

A
  • Autoinflammatorische Erkrankung
    Der Körper entwickelt eine systemische Entzündungsreaktion (unspezifisch)
  • Autoimmunerkrankung
    Der Körper richtet eine Immunreaktion gegen sich selbst
  • Immundefekt
    Der Körper kann keine angemessene Immunreaktion gegen eindringende Mikroorganismen erzeugen
  • allergische Reaktion
    Der Körper entwickelt eine übermässige Immunreaktion gegen harmlose, fremde Antigene und schädigt normales Gewebe
45
Q

Was sind Symptome (6) und Ursachen (2) einer Autoinflammatorischen Erkrankung?

A
Symptome:
	- Fieberschübe
	- Gelenksschmerzen
	- Muskelschmerzen
	- Bauchschmerzen
	- Thoraxschmerzen
	- Thoraxschmerzen
Ursachen:
Unterschiedlich und oft unbekannt
	- Vererbung
	- Prozess wird durch Stoffwechselprodukte oder Fremdstoffe in Gang gebracht
Häufig verschiedene Ursachen gemeinsam
46
Q

Was ist das Familiäre Mittelmeerfieber und welche Art von Immunerkrankung ist es?

A

Das Familiäre Mittelmeerfieber (FMF) ist eine genetisch bedingte autoinflammatorische Erkrankung, die vorallem im östlichen Mittelmeerraum vorkommt. Das FMF wird autosomal-rezssiv vererbt und zeigt sich in Krankheitsschüben, die 1 bis 3 Tage dauern.

47
Q

Was sind Autoimmunerkrankungen und wie sieht deren Pathogenese aus?

A

Autoimmunerkrankungen sind Erkrankungen, bei denen vorwiegend die spezifische Immunawehr des Körpers körpereigene Strukturen angreift und diese fälschlicherweises als Fremd beurteilt werden.
Der Verlust der Selbsttoleranz (übliche fehlende Reaktion des Immunsystems gegenüber Körpereigenen Zellen) führt zur Autoimmunität und dadurch werden Autoimmunkrankheiten verursacht. Autoimmunerkrankungen entstehen bei genetischer Veranlagung durch das Einwirken von Umweltfaktoren.

48
Q

Welche Autoimmunerkrankungen gibt es? (2)

A
  • Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
  • Autoimmunes polyglanduläres Syndrom (APS)
    APS bezeichnet ein Spektrum von gehäuften gemeinsam autretenden Autoimmunerkrankungen
49
Q

Welche Formen von Immundefekten gibt es? (2)

A
  • Primär
    • genetische Veränderung
    • vererbt oder spontan
    • frühe Manifestation
    • viele subklinische Verläufe
  • Sekundär
    • in Folge einer Erkrankung die das Immunsystem beeinträchtigt
50
Q

Wann besteht ein Verdacht auf einen Immundefekt? (5)

A
  • Wiederholte Infektionen
  • Schwerwiegende oder ungewöhnliche Infektionen
  • Infektion durch einen Organismus, der normalerweise nicht zu einer schweren Infektion führt
  • Wiederkehrende Infektionen, die nicht auf die Behandlung ansprechen
  • Familienmitglieder leiden sn schweren wiederkehrenden Infektionen
51
Q

Welche Medikamente können einen sekundären Immundefekt auslösen? (4)

A
  • Antiepileptika
  • Chemotherapeutika
  • Kortikosteroide
  • Immunsuppressiva
52
Q

Welche Möglichkeiten zur diagnostizierung (4) und zur Behandlung (4) von Immundefekten gibt es?

A
Diagnose:
	- Bluttests
	- Hauttests
	- Biopsie
	- genetische Tests
Behandlung:
	- Massnahmen und Impfungen zur Vorbeugung von Infektionen
	- Antibiotika und antivirale Medikamente
	- Immunglobulin
	- Stammzelltransplantation
53
Q

Was ist die Pathophysiologie von AIDS/HIV?

A

Der Begriff AIDS bezeichnet das Endstadium einer unbehandelten Infektion mit dem HIVirus. Im Krankheitsverlauf wird schrittweise das Immunsystem, durch den Untergang der T-Helfer-Zellen, zerstört. Daraus resutltiert eine Immundefizienz und somit eine hohe Anfälligkeit für opportunistische Infetkionen und/oder Tumoren.

54
Q

Wie wirken HIV-Medikamente?

A

HIV-Medikamente unterdrücken die Vermehrung der Viren im Körper und verhindern so das Auftreten von AIDS.

55
Q

Was ist die Pathophysiologie von Allergien?

A

Eine Allergie ist eine überreaktion des Immunsystems auf ungefährliche Antigene (Allergene). Diese Allergene werden aerogen (über die Luft), gastrointestinal (über die Nahrung), transdermal (über die Haut) oder hämatogen (über das Blut) aufgenommen. Der Erstkontakt mit dem Allergen löst eine sensibilisierung aus und erst der Zweitkontakt löst dann die allergische Reaktion aus.

56
Q

Welche Typen von Allergien gibt es? (4)

A
  • Typ 1: Soforttyp-Reaktion
  • Typ 2: Zytotoxische Allergien
  • Typ 3: Immunkomplexvermittelte Allergien
  • Typ 4: T-Zellvermittelte Allergien
57
Q

Wie funktioniert die Immunabwehr bei einer Organtransplantation?

A

Das eigene Immunsystem erkennt die neu implantierten Zellen als Fremd und versucht diese zu zerstören. Die Abstossung beginnt damit, dass T-Zellen eine Immunantwort auslösen, wobei die Ausbildung weiterer Killerzellen und T-Zellen gefördert wird. Diese geförderten Zellen wandern in das Gewebe des neuen Organs und verursachen dort die zelluläre Immunabwehr. Zusätzlich werden von anderen Immunzellen Antikörper gebildet, welche besonders die Blutgefässe des transplantierten Organs angreifen.

58
Q

Welche Massnahmen werden getroffen um eine Abstossungsreaktion bei einer Organtransplantation möglichst zu vermeiden? (3)

A
  • Bei Transplantationen von Stammzellen oder Organen müssen die Gewebemerkmale und die Blutgruppe übereinstimmen
  • Die möglichst hohe übereinstimmung der HLA-Merkmale (Humane-Leukozyten-Antigene) ist für den Erfolg der Transplantation sehr wichtig
  • Medikamentöse Behandlung mit Immunsuppressiva, die die Abwehrreaktion des Immunsystems unterdrücken