Mengen-Zählen-Zahlen Flashcards

1
Q

Nenne das Modell von Krajewski, dessen Ausgangspunkt und die 3 Kompetenzebenen.

A

Zahl-Größen-Vermkümpfung-Modell

Ausgangspunkt: minimalistische Kompetenzzuschreibung

3 Ebenen:

  • numerische Basisfertigkeiten
  • einfaches Zahlverständnis
  • tiefes Zahlverständnis
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2
Q

Erkläre die numerischen Basisfertigkeiten

A
  • Größenunterscheidung als angeborene Fähigkeit
  • Aufsagen von Zahlwörtern
  • Erlernen der exakten Zahlwortfolge
  • -> Zahlwörter und Ziffern ohne Größenbezug

–> Größen- und Zahlwortverständnis entwickeln sich unabhängig voneinander

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3
Q

Erkläre das einfach Zahlverstänis

A
  • Größenrelationen als Folge von Größenunterscheidung

Phase a)
- unpräzise Größenrepräsentation
(unpräzises Anzahlkonzept)
–> Grobe Begriffe „wenig“, „viel“, „sehr viel”

Phase b)
- präzise Größenrepräsentation
(Kardinalverständnis von Zahlen)
–> Kardinalverständnis:
Zahlwort kann exakter quantitativen Menge zugeordnet werden und umgekehrt
–> Teil-Ganzes-Prinzip ohne Zahlbezug:
Menge kann in Teilmengen zerlegt werden und wieder zusammengesetzt werden
–> Invarianzprinzip:
Menge/Größe verändert sich nicht, wenn nichts hinzugefügt oder weggenommen wird

Phase a+b) Verknüpfung von Zahlwörtern und Ziffern mit Mengen und Größen

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4
Q

Erkläre das tiefe Zahlverständnis

A

Verknüpfung von Zahlwörtern und Ziffern mit Mengen- und Größenrelationen: Zahlrelation

  • -> Zusammensetzung und Zerlegung einer Zahl
  • -> Differenzen zwischen zwei Zahlen mit einer dritten Zahl beschreiben
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5
Q

Wie sieht der Aufbau und die Struktur des Trainings nach Krajewski aus?

A
  • Trainingsprogramm besteht aus insgesamt 24 halbstündigen Trainingseinheiten
  • Wird in acht Wochen von Erzieher(innen) durchgeführt
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6
Q

Wie sieht die Durchführung und das Material des Trainings von Krajewski aus?

A
  • Übungen in spielerischer Atmosphäre
  • Erzieher(in)en: Übungen am Anfang der Sitzung vorstellen; die Kinder zur Nachahmung anregen
  • Leitfragen während der Übung

Die Zahlentreppe:
o macht die quantitative Struktur der Zahlenfolge greifbar
o dient der Vermittlung des präzisen Anzahlkonzepts (Kompetenzebene II) als auch zur anschaulichen Darstellung der Zahlzerlegung und der Zahldifferenz (Kompetenzebene III)

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7
Q

Wie sieht der Adressatenkreis von Krajewskis Training aus?

A

• Kinder am Ende des letzten Kindergartenjahres im Vorschulalter (Alter 3-7 Jahre)
• Maximale Gruppengröße von vier bis sechs Kindern
• Programm kann auch als Einzelförderung zum Einsatz kommen
• Bezieht sich auf drei aufeinander aufbauende Schwerpunkte in der Entwicklung vorschulischer mathematischer Kompetenzen:
A: Zahlen als Anzahlen,
B: Anzahlordnung,
C: Teil-Ganzes-Beziehung und Anzahlunterschiede

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8
Q

Erkläre die Zahlen als Anzahlen.

A

In den ersten sechs Einheiten festigen die Kinder ihre Zählen-Fertigkeiten und lernen, dass hinter Zahlen Mengen stehen

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9
Q

Erkläre die Anzahlordnung.

A
  • Anzahlen werden der Größe nach geordnet; es wird erkannt dass von einer Zahl zur nächsten immer eins dazu kommt
  • Zahlentreppe: Kinder erkennen das größere Zahlen “größer” sind und vergleichen Zahlenstufen miteinander
  • In einer anderen Sitzung werden die Begriffe “mehr” oder “weniger” anhand von Längen erarbeitet
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10
Q

Erkläre die Teil-Ganzes-Beziehung und Anzahlunterschiede

A

• Übungen beziehen sich auf das Zusammenfassen von Mengen und Zahlen
• Zahlenstreifen und Zahlentreppe
• Kinder bekommen anschließend Kinderkärtchen
–> Können erkennen, dass eine bestimmte Anzahl von Jungen und Mädchen als Summe die zusammen gezählten Kinder ergeben.
–> Daraufhin werden die Unterschiede in Länge & Höhe anhand der Zahlentreppe/ Zahlenstreifen betrachtet

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11
Q

Welche Bedeutung haben das Arbeitsgedächtnis und exekutiven Funktionen für den Kompetenzerwerb?

A

Längsschnittstudie:
• Updating – Fähigkeit, Inhalte im AG zielangemessen zu aktualisieren trägt zum Erwerb der Zahlwortfolge bei (Ebene 1: Auswendiglernen, Automatisierung)

  • Shifting, Wechseln – Fähigkeit, die Aufmerksamkeit von irrelevanten Infos zu zielrelevanten Infos lenken (Ebene 2: Sinn der Zahlen)
  • Inhibition – Fähigkeit nicht relevante Infos zu hemmen (Ebene 2: Sinn der Zahlen)

Berücksichtigen begrenzter kindlicher Ressourcen
• Mathematische Förderung ist besonders erfolgreich, wenn:
…sie systematisch auf Zahl-Größen-Kompetenzen aufbaut
…auf begrenzte Kapazitäten im Arbeitsgedächtnis und in den exekutiven Funktionen Rücksicht nimmt

• Systematischer entwicklungsorientierter Kompetenzaufbau erfolgt, wenn:
Ebene 1 –> Ebene 2 –> Ebene 3

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12
Q

Was ist das Ziel der Pilotstudie zur Erprobung des MZZ (Krajewski, 2008)?

A
  • Überprüfung auf inhaltliche wie zeitliche Angemessenheit und Effekte auf die frühen mathematischen Kompetenzen von Kindern
  • Keine sichtbaren Effekte auf nicht-mathematische Kompetenzen (Intelligenz, Sprache, phonologische Bewusstheit, Arbeitsgedächtnis)
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13
Q

Welche Effekte treten in der Pilotstudie von Krajewski auf?

A

Kurz- und langfristig spezifische Fördereffekte

–> signifikant höhere Mengen-Zahlen-Kompetenzen der MZZ-Gruppe gegenüber den anderen Gruppen im Juli

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14
Q

Wie sieht das Fazit der Pilotstudie von Krajewski aus?

A

o Nur für die Kinder der MZZ-Gruppe konnten Fördereffekte im Bereich der mathematischen Vorläuferkompetenzen nachgewiesen werden
o Keine Effekte zeigten sich auf nicht-mathematikspezifische Kompetenzen (z.B. Phonologische Bewusstheit, AG)
o Hinweise, dass sich die frühen mathematischen Kompetenzen von Vorschulkindern erfolgreich fördern lassen
o Aufgrund einiger unkontrollierter Faktoren (Vortestunterschiede, Geschlechterverteilung, Zeitfenster der Förderung, ungewöhnliche Kontrollgruppe) nur vorläufige Ergebnisse
o Andere Befunde zeigen, dass frühe Mengen-Zahlen-Kompetenzen erfolgreich gefördert werden können (3 Ebenen)

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