Einführung Flashcards

1
Q

Womit beschäftigt sich die Klinische Kinderpsychologie? (Kurz Definition)

A

Mit den Ursachen, der Entwicklung und dem Verlauf psychischer Störung bzw. abweichenden Verhaltens

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2
Q

Was kommt einer besonderen Bedeutung zu bei der Klinischen Kinderpsychologie?

A

früh wirksamen Risiko- und Schutzfaktoren

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3
Q

Wo lässt sich die Klinische Kinderpsychologie thematisch einordnen?

A

Sie ist die Schnittstelle der Klinischen und der Entwicklungspsychologie

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4
Q

Was liefert uns die Entwicklungspsychologie?

A

Den Definitionsrahmen, was altersspezifisch als normal oder abweichend verstanden wird

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5
Q

Wofür können die Normen der Entwicklungspsychologie verwendet werden?

A

Für Störungskonzeptionen, wo es v.a. ja um Abweichungen geht

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6
Q

Wofür brauch man Störungskonzeptionen?

A

Um im Einzelfall zu entscheiden ob eine Person eine Therapie benötigt

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7
Q

An welchen 3 Kernthemen lässt sich die Relevanz der Entwicklungspsychologie Forschung zeigen?

A

Entwicklungsnormen, Entwicklungsaufgaben für bestimmte Lebensphasen, Entwicklungskompetenzen, die in einer Lebensphase erlernt werden sollten

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8
Q

Was sind Entwicklungsnormen?

A

Maßstäbe, wodurch die individuelle Entwicklung eines Menschen eingeschätzt und verglichen werden kann

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9
Q

Nenne ein Beispiel für Entwicklungsaufgaben in einer Lebensphase.

A

In der Adoleszenz die zunehmende Gewinnung von Autonomie und Ablösung von den Eltern

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10
Q

Nenne ein Beispiel für eine alterspezifische Kompetenz.

A

In der Kindheit das Laufen lernen oder der Spracherwerb

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11
Q

Worin besteht der Unterschied zur Entwicklungspsychologie?

A

Es werden Entstehungsbedingungen und Auswirkungen von Entwicklungsabweichungen untersucht und nicht von ,,normalen” Entwicklungsverläufen

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12
Q

Nenne Synonyme für die Kinder- und Jugendpsychologie.

A

Klinische Kinderpsychologie, Entwicklungspsychopathologie

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13
Q

Womit sich die Kinder- und Jugendpsychologie? (Liste)

A
  • der Suche nach biologischen, psychischen und sozialen Ursachen von Verhalten
  • dem Vergleich auffälliger und unauffälliger Entwicklungsverläufe
  • der Untersuchung von Kontinuität und Diskontinuität im Verhalten
  • der Klärung von Vorboten einer zukünftigen Entwicklung (Prädiktion)
  • der Untersuchung von Risiko- und Schutzfaktoren
  • der Untersuchung von Vulnerabilität und Resilienz
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14
Q

Was besagt der biopsychosoziale Ansatz?

A

Dass jede Entwicklung von unterschiedlichen Faktoren bestimmt ist

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15
Q

Welche Faktoren bestimmen laut dem biopsychosozialen Ansatz die Entwicklung?

A

Biologische, psychische und soziale Faktoren

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16
Q

Wie stehen die Faktoren des biopsychosozialen Ansatzes zueinander?

A

Sie beeinflussen sich wechselseitig, sind also nicht unabhängig voneinander

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17
Q

Welche Modelle werden im biopsychosozialen Ansatz unterschieden?

A

Interaktions- und Transaktionsmodelle

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18
Q

Worin gleichen sich die Interaktions- und Transaktionsmodelle?

A

Gehen beide davon aus, dass die Person und Umwelt die Entwicklung interaktiv bestimmen

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19
Q

Woraus resultiert die psychische Entwicklung des Kindes (K) über die Zeit (z.B. 1-3 Jahre) laut Interaktionsmodellen?

A

Aus der Verbindung seiner genetisch festgelegten Möglichkeiten und
seiner umweltbedingten Erfahrungen (U)

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20
Q

Nenne eine Beispielstudie zu der Auffassung des Interaktionsmodells.

A

Mädchen im Kindergartenalter über 17 Monate untersucht hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen einem schwierigen Temperament eines Kleinkindes, der harschen Disziplinierung der Eltern während der Kindheit und dem aggressiven Verhalten des Kindes im Kindergarten
Befund:Biologische Bedingungen: Temperament + soziale Umwelt des Kindes: harsche Erziehung tragen spezifisch zu der Entwicklung des aggressiven Verhaltens bei

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21
Q

Wozu zählt das Soziale Regulationsmodell?

A

Zu den Transaktionsmodellen

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22
Q

Von was stellt das soziale Regulationsmodell eine Weiterentwicklung dar?

A

Von den einfachen Interaktionsmodellen

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23
Q

Wovon geht das soziale Regulationsmodell aus?

A

Es geht davon aus, dass sich alle Faktoren, die an einer Interaktion beteiligt sind, gegenseitig beeinflussen und dadurch umgeformt (transformiert) werden. Somit beeinflussen nicht nur die biologischen und Umweltfaktoren das Verhalten, sondern das Verhalten verändert gleichzeitig wiederum die Umwelt.

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24
Q

Woraus ergibt sich jeder Entwicklungsschritt laut dem sozialen Regulationsmodell?

A

Jeder Entwicklungsschritt ergibt sich aus Charakteristiken des Kindes und seinen Erfahrungen

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25
Q

Was resultiert aus den Ansichten des sozialen Regulationsmodells für das Beispiel der Disziplinierung?

A

das schwierige Temperament eines Kindes beeinflusst das Verhalten der Eltern, indem es sie zu noch mehr Disziplinierung animiert.

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26
Q

Was berücksichtigt das Transaktionsmodell der Entwicklung?

A

Die Transaktionen zwischen Person,
ihren biologischen (inneren) Abläufen
und den sozialen (äußeren) Abläufen

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27
Q

Zwischen was unterscheidet das Transaktionsmodell der Entwicklung neben dem Umweltfakor (U) noch?

A

Zwischen dem Genotyp (G) und Phänotyp (P) einer Person

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28
Q

Was beinhaltet der Umweltfaktor laut dem Transaktionsmodell der Entwicklung?

A

Kulturelle und soziale Gegebenheiten, die die Entwicklungsmöglichkeiten einer Person in ihrer Gesellschaft bestimmen.

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29
Q

Wie definiert das Transaktionsmodell der Entwicklung den Genotyp?

A

Als Gesamtheit der Erbanlagen einer Person. Wobei aus demselben Genotyp können durch unterschiedliche Umwelten verschiedene Phänotypen resultieren.

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30
Q

Wie definiert das Transaktionsmodell der Entwicklung den Phänotyp?

A

Als äußeres Erscheinungsbild und Verhalten einer Person

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31
Q

Nenne ein Beispiel für den Geno- und Phänotyp und deren Auswirkung auf die Umwelt.

A

Genotyp: Biologischen Gegebenheiten, um Laufen zu können
Phänotyp: Kind läuft
Umwelt: Eltern entfernen scharfe Gegenstände, zudem werde dann neue Anforderungen ans Kind gestellt, durch Erwerb der Kompetenz, jetzt erwarten sie z.B. Sprechen

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32
Q

Woran könnte eine Abweichung des kindlichen Verhaltens liegen?

A

Entweder hat das Kind nicht die Fähigkeiten um ein Verhalten umzusetzen oder es werden nicht die richtigen Aufgaben, die dem Kind gerecht werden, an das Kind gestellt

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33
Q

Was bestimmt den Entwicklungsverlauf?

A

Wechselwirkung und Grad der Ausgewogenheit der 3 Systeme

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34
Q

Was passiert wenn sich ein Teil des Systems ändert?

A

Das Gesamtsystem wird reorganisiert.

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35
Q

Was sind sensible Phasen?

A

Genetisch bedingte Entwicklungsphasen, die besonders empfänglich für Umwelteinflüsse sind

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36
Q

Was besteht in einer sensiblen Phase?

A

Eine erhöhte Bereitschaft des Menschen bestimmte Verhaltensweisen, Fertigkeiten oder Fähigkeiten zu erwerben

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37
Q

Was kann man über das Wissen über sensible Phasen für die KiJu ableiten?

A

Interventionen sollten in solchen Phasen erfolgen, um Rückstände zu vermeiden

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38
Q

Was sollte man allerdings trotzdem nicht in sensiblen Phasen machen?

A

Die Kinder mit Reizen überfluten

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39
Q

Wovon geht man neuronal bei genetisch sensiblen Phasen aus?

A

Hier findet in einer begrenzten Periode ein sehr rapides Zellwachstum statt

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40
Q

Was passiert wenn in der sensiblen Phase notwendige Reize nicht gegeben werden?

A

Kann dazu führen, dass bestimmte Dinge nicht erlernt werden, was dann zu ungünstigen Ausgangsbedingungen für das spätere Entwicklungsanforderungen, gewisse Dinge können allerdings natürlich nachgeholt werden, da Entwicklung ein Lebenslanger Prozess ist, allerdings nicht beliebig

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41
Q

Was kann unter Umständen passieren, wenn ein Lernprozess versäumt wurde, man ihn aber nachholen will?

A

Man muss einen größeren Aufwand betreiben, zudem kann dadurch ein Teufelskreis entstehen, da dann nicht mehr genug Ressourcen vorhanden sind für altersspezifische Aufgaben

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42
Q

Was sind Entwicklungsaufgaben?

A

Lebensalterstypische Herausforderungen, die an ein Individuum gestellt werden

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43
Q

Was wird für die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben benötigt?

A

Anpassungsleistungen, die in einer bestimmten Lebensperiode an das Kind gestellt werden

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44
Q

Wodurch können Entwicklungsaufgaben entstehen?

A

Entwicklungsaufgaben können biologisch determiniert sein (bspw. Laufen lernen) oder soziokulturell bedingt sein (Übernahme der Geschlechterrolle)

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45
Q

Nenne ein Beispiel für eine biologisch determinierte Entwicklungsaufgabe.

A

Laufen lernen

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46
Q

Nenne ein Beispiel für eine soziokulturelle bedingte Entwicklungsaufgabe.

A

Übernahme der Geschlechterrolle

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47
Q

Was geschieht bei einer erfolgreichen Bewältigung einer Entwicklungsaufgabe?

A

Führt zu Fertigkeiten und Kompetenzen, die künftige Aufgaben erleichtern sowie zu psychischem Wohlbefinden

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48
Q

Wodurch erhält ein Kind die notwendigen Ressourcen um Entwicklungsaufgaben zu bewältigen?

A

Müssen Kinder selbst mitbringen/in der Person verankert sein oder aus der unmittelbaren Umgebung beziehen können

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49
Q

Was muss mit den Ressourcen passieren auf die Lebensspanne gesehen?

A

Müssen sich über die Lebensspanne verändern und sich den steigenden Anforderungen an das Kind anpassen

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50
Q

Was kann passieren, wenn Entwicklungsaufgaben nicht abgeschlossen werden?

A

Kann zu Komplikationen bei weiteren Entwicklungsschritten und einer Fehlanpassung der Entwicklung führen

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51
Q

Nenne ein Beispiel dafür, dass psychische Symptome, die durch eine nicht abgeschlossene Entwicklungsaufgabe entstehen in einem Kontext auch positiv gewertet werden können.

A

Angst als Ergebnis gescheiterter Anpassung, aber auch als Signal für Umgebung, Veränderung herbeizuführen und das Kind zu stabilisieren

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52
Q

Welche Dinge sind hauptsächlich bei einer psychischen Krankheit entscheidend?

A

Nicht die aktuellen Bedingungen, sondern der bisherige Verlauf und die Fehlanpassungen, die aufgetreten sind

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53
Q

Was passiert, wenn mehrere gestörte/unangemessene Kompetenzen erlernt werden?

A

Sie addieren sich über den Entwicklungsverlauf

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54
Q

Wann wird eine Störung als primäre Entwicklungsstörung bezeichnet?

A

Wenn kognitiv-emotionale Kompetenzen der ersten zwei Lebensjahre betroffen sind

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55
Q

Wann wird eine Störung als primäre Verhaltensstörung bezeichnet?

A

Wenn Kompetenzen vorhanden sind, aber in veränderter Form

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56
Q

Was kann sowohl bei primären Entwicklungs und Verhaltensstörungen passieren?

A

Beide Störungen können zu sekundären Störungen führen.

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57
Q

Nenne ein Beispiel wie eine primäre Entwicklungsstörung zu einer sekundären Verhaltensstörung führen kann.

A

Kind mit frühkindlichen Autismus entwickelt eine eine Zwangsstörung oder hat Probleme mit Emotionsregulation

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58
Q

Nenne ein Beispiel wie eine primäre Entwicklungsstörung zu einer sekundären Entwicklungsstörung führen kann.

A

Kind mit frühkindlichen Autismus oft Defizite in Sprache, was zu Schwierigkeiten bei der sozialen Interaktionsfähigkeit führt

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59
Q

Was sind Entwicklungspfade?

A

Zeitliche Abfolge der Verhaltensweisen eines Kindes bis zu einem bestimmten Entwicklungsausgang

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60
Q

Wofür wird das Konzept der Entwicklungspfade herangezogen?

A

Um komplexe Verläufe eines Kindes zu erklären

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61
Q

Von welchen Annahmen geht das Konzept der Entwicklungspfade aus?

A
  1. Störungen sind Abweichungen von normalen Entwicklungsverlauf
  2. Störungen entstehen dadurch, dass gewisse alterstypische Aufgaben nicht bewältigt und durch Fehlanpassungen der Person, die abgekommen sind vom Entwicklungspfad
  3. Veränderungen, positiv wie negativ, können zu vielen Zeitpunkten stattfinden -> Störung kein endgültiger Zustand -> Rückkehr zum positiven Entwicklungsverlauf möglich.
  4. Veränderungsmöglich keiten werden durch vorangegangene Anpassungs-prozesse und Länge des Entwicklungspfades eingeschränkt. -> Interventionen werden umso schwieriger, je weniger Anpassungsleistung ein Kind in der Vergangenheit gezeigt hat und je länger das Kind einem abweichenden Pfad gefolgt ist
  5. Unterschiedliche Pfade können zu einem ähnlichen Ergebnis führen: Äquifinalität
  6. Gleiche Startbedingungen führen nicht unbedingt zum gleichen Entwicklungsausgang: Multifinalität
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62
Q

Was spielt bei der Frage, warum Kinder so unterschiedliche Verläufe aufweisen eine wichtige Rolle?

A

Risiko- und Schutzfakoren

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63
Q

Welche Aspekte spielen bei Belastungens- bzw. Risikofaktoren eine Rolle?

A

Die Interaktion aus interner (kindbezogene) Vulnerabilität und externer (umgebungsbezogene) Stressoren

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64
Q

Was ist bei der Entstehung von psychischen Krankheit im Bezug auf die Risikofaktoren entscheiden ?

A

Nicht die Art, sondern die Anzahl an Risikofaktoren

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65
Q

Was sind Riskiofaktoren?

A

Einflussgrößen, die das Risiko erhöhen, dass es zu einer Entwicklungsabweichung kommt, die eine psychische Störung begünstigt

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66
Q

Welche 6 psychosoziale Risikofaktoren, waren mit psychischen Beein-trächtigungen im Alter von 10 Jahren verbunden?

A
  1. Schwere Eheprobleme der Eltern
  2. Geringer sozialer Status
  3. Beengte Wohnverhältnisse / viele Familienmitglieder
  4. Kriminalität der Eltern
  5. Psychische Störung der Mutter
  6. Häufiger Kontakt zu Gesundheits- und Jugendämtern
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67
Q

Was für ein Risiko hat man, wenn man 0-1 Faktor der psychosozialen Risikofaktoren ausgesetzt ist?

A

2% Risiko

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68
Q

Was für ein Risiko hat man, wenn man 2-3 Faktoren der psychosozialen Risikofaktoren ausgesetzt ist?

A

6% Risiko

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69
Q

Was für ein Risiko hat man, wenn man 4 Faktoren der psychosozialen Risikofaktoren ausgesetzt ist?

A

20%

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70
Q

Wie wirken Risikofaktoren?

A

Zusammenspiel sehr komplex, sowie auch ihre Wirkmechanismen, sie wirken nicht universell, sondern stellen immer ein Risiko für einen speziellen Entwicklungsverlauf dar und der Zeitpunkt des Auftretens des Risikofaktors ist entscheidend dafür wie der Entwicklungspfad beeinflusst wird

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71
Q

Nenne ein Beispiel für die Schlimme eines Risikofaktor zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

A

Trennung der Eltern für Säugling kein Problem, für Kind in kritischer Phase allerdings schon

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72
Q

Nenne ein Beispiel für einen Risikofaktor der zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten einmal schützend und einmal gefährdend sein kann.

A

Nahe Bindung zur Mutter als Säugling sehr wichtig, als Jugendlicher kann dies die Autonomie einschränken

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73
Q

Nenne 9 Prädiktoren im Alter von 13 Jahren für den Substanzmissbrauch mit 25 Jahren.

A
  1. Alter der Mutter unter 18 Jahre
  2. Unerwünschte Schwangerschaft
  3. Berufstätigkeit der Mutter im ersten Lebensjahr
  4. Ungelernter/angelernter Vater
  5. Beengte Wohnverhältnisse
  6. Ständiger Ehestreit/unvollständige Familie
  7. Kriminalität des Vaters
  8. Depression der Mutter
  9. Heimaufenthalt des Kindes
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74
Q

Was beinhalten Ressourcen/Schutzfaktoren?

A

intern, angeborene Merkmale oder erworbene Resillienzen und externe soziale Unterstützung

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75
Q

Was für eine Aufgabe haben Schutzfaktoren?

A

Sie mildern auftretende Risikofaktoren ab

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76
Q

Wozu werden Kompensationsfaktoren eingesetzt?

A

Zur Bewältigung einer entstandenen psychischen Störung

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77
Q

Was ist neben den klassischen/bekannten Faktoren wichtig?

A
  1. Temperament
  2. Bindungssicherheit
  3. Gutes Annäherungsverhalten
  4. Mittlere bis positive Stimmungslage
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78
Q

Wann treten Schutzfaktoren auf?

A

Bestehen schon vor dem Auftreten von Störungen und Wirkung wird erst entfaltet wenn ein Entwicklungsrisiko besteht

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79
Q

Wozu gehören die Schutzfaktoren?

A

Zu den Ressourcen eines Kindes

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80
Q

Wie wirkt ein Schutzfaktor?

A

Nicht universell, sondern immer spezifisch

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81
Q

Wie erhält man Kompensationsfaktoren?

A

Genetisch oder werden übers Leben erworben

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82
Q

Nenne ein Beispiel für einen Schutzfaktor.

A

Hohe Bildung der Eltern

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83
Q

Nenne ein Beispiel für einen Kompensatzionsfaktor.

A

Entspannungsübungen bei Angststörung

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84
Q

Wann kann der Geschlechtereffekt als Schutzfaktor dienen bei Jungen und Mädchen?

A

Bei Mädchen in der Kindheit und bei Jungen in der Adoleszenz

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85
Q

Was ist die Resilienz?

A

Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigen Umständen

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86
Q

Vor welchem Hintergrund wirken Risiko- und Schutzfaktoren ?

A

Vor dem Hintergrund von Vulnerabilität und Resilienz

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87
Q

Wie können Vulnerabilität und Resilienz vorhanden sein?

A

Primär, also von Geburt an (genetische Basis) oder sekundär, in Auseinandersetzung mit der Umwelt erworben

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88
Q

Nenne ein Beispiel für Resilienz

A

positives Sozialverhalten

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89
Q

Nenne ein Beispiel für Vulnerabilität

A

negatives Bindungsverhalten

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90
Q

Welche Faktoren begünstigen die Resilienzbildung?

A
  • Familienbezogene Faktoren, z.B. Erziehungsstil der Eltern

- Netzwerkbezogene Faktoren

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91
Q

Was beinhalten Netzwerkbezogene Faktoren?

A

Verfügbarkeit sozialer Unterstützung + kulturell-gesellschaftliche Merkmale -> z.B. Stellenwert von Gesundheit und Bildung in einer Gesellschaft

92
Q

Was ist das Ziel der KiJu?

A

Kontinuität und Veränderung in der angepassten, sowie der fehlangepassten Entwicklung zu ermitteln und Faktoren dabei zu identifizieren, welche zur Entstehung und Entwicklung von Fehlanpassungen führen

93
Q

Wofür können die Erkenntnisse über individuelle Muster in der Abfolge von Entwicklungsschritten genutzt werden?

A

Für Entwickungsprognosen

94
Q

Wofür kann die Identifikation früher Fehlanpassungen genutzt werden?

A

frühzeitige präventive Maßnahmen und Therapien

95
Q

Wofür können die Erkenntnisse über Entwicklungsabfolgen von Störungen genutzt werden?

A

Für die Empfehlungen für den Aufbau / die Abfolge von Interventionsschritten

96
Q

Was ist die Prävalenzrate?

A

Beschreibt die Häufigkeit eines Merkmals zu einem gewissen Zeitpunkt oder über eine gewisse Zeitspanne hinweg in einer definierten Population

97
Q

Was ist die Inzidenzrate?

A

Beschreibt die Neuerkrankungen zu einem Zeitpunkt oder innerhalb einer Zeitspanne

98
Q

Was ist die Punkt-Prävalenz?

A

Beschreibt die Häufigkeit eines Merkmals zu einem gewissen Zeitpunkt/Stichtag

99
Q

Was ist die Periodenprävalenz?

A

Beschreibt die Häufigkeit eines Merkmals über eine gewisse Zeitspanne hinweg in einer definierten Population

100
Q

Was ist die administrative Prävalenz (In-Anspruchnahme-Prävalenz)?

A

Misst die Prävalenz von interessierten Merkmalen innerhalb einer Versorgungs- oder Behandlungseinrichtung

101
Q

Was sind Prävalenzen?

A

epidemiologische Kennzahlen, die die Auftretenshäufigkeit einer Störung beschriebt

102
Q

Ist die Prävalenzrate oder die Inzidenzrate wichtiger für die KiJu?

A

Die Prävalenzrate, da eine Störung ja nicht ansteckend ist

103
Q

Wie kann man in der Periodenprävalenz defirenzieren?

A

In die Ein-Jahres-Prävalenz bzw. 12 Monats-Prävalenz (sehr häufig genutzt) und in die Lebenszeitprävalenz

104
Q

Warum unterscheiden sich Prävalenzen einer Störung von Studie zu Studie?

A

Man kann niemals die gesamte Population untersuchen und hat deswegen verschiedene Stichproben, wobei dabei unterschiedliche Ergebnisse heraus kommen

105
Q

Wie hoch ist die Periodenprävalenz im Kindes- und Jugendalter für psychische Störungen?

A

18%

106
Q

Wie hoch ist die Periodenprävalenz im Kindes- und Jugendalter für Angststörungen?

A

10%

107
Q

Wie hoch ist die Periodenprävalenz im Kindes- und Jugendalter für Dissozial-aggressiven
Störungen?

A

7%

108
Q

Wie hoch ist die Periodenprävalenz im Kindes- und Jugendalter für Depressive und hyperkinetische Störungen?

A

4%

109
Q

Wie viel Prozent der Kindererfüllen Kriterien für eine psychische Störung?

A

45%

110
Q

Wie viel Prozent der Kindererfüllen Kriterien für eine psychische Störung mit erheblichen Funktionseinschränkungen?

A

3-18%

111
Q

Wie hoch ist die dimensionale Prävalenzrate bei psychischen Krankheiten im Kinder- und Jugendalter?

A

12,3%

112
Q

Wie unterschieden sich die Prävalenzen zwischen Mädchen und Jugen?

A

Bis 13 Jahre höhere Gesamtprävalenz bei Jungen, allerdings findet eine
Angleichung statt, wobei teilweise höhere Raten bei Mädchen zu finden sind.

113
Q

Welche psychischen Störungen sind eher bei Jungen zu beobachten?

A

ADHS, dissoziale Störung, Substanzgebrauch, Tics, Enkopresis, Angst zuerst häufiger bei Jungen, dann Umkehr

114
Q

Welche psychischen Störungen sind eher bei Mädchen zu beobachten?

A

Essstörungen und psychosomatische Störungen, Angst zuerst häufiger bei Jungen, dann eher bei Mädchen

115
Q

Wie viel höher ist das Risiko einer Erkrankung einer Panikstörung im Erwachsenenalter, wenn ein Kind unter Trennungsangst leidet?

A

51,2 bis 8,4-fach so hoch (variiert von Studie zu Studie)

116
Q

Wie viel höher ist das Risiko einer Erkrankung einer Angststörung im Erwachsenenalter, wenn ein Kind unter Trennungsangst leidet?

A

3,3-fach so hoch

117
Q

Was kann passieren, wenn man psychische Störungen in der Kindheit nicht behandelt?

A

Es kann zu einer Chronisierung der Krankheit kommen oder andere psychische Krankheiten für das Erwachsenenalter werden begünstigt

118
Q

Was ist der Odds Ratio (OR)?

A

Gibt an wie viel größer das Risiko im Gegensatz zu einer nicht Risikogruppe ist an einer Störung zu erkranken

119
Q

Was ist das Ziel von Klassifikationssystmen?

A

Die große Anzahl klinischer Bilder nach der Ähnlichkeit von Gesichtspunkten zu gruppieren und dadurch auf eine überschaubare Menge typischer Symptomkonstellationen zu reduzieren -> eine Art Komplexitätsreduktion

120
Q

Was ist das fatale an psychischen Störungen bei Kindern? (Zusammenfassung)

A
  • betreffen knapp jedes fünfte Kind.
  • treten früh auf:
    50% bis zum 14. Lebensjahr
    75% bis zum 24. Lebensjahr
  • sind chronischer.
  • erhöhen das Risiko für psychische Störungen im Erwachsenenalter.
121
Q

Was besagt der kategoriale Ansatz?

A

Folgt dem Alles-oder-Nichts Prinzip, hierbei muss immer eine Entscheidung für oder gegen eine Klasse gemacht werden, also liegt eine psychische Störung/ein bestimmtes Verhalten vor? Ja oder nein. Bei knapper nicht Erfüllung einer Kategorie wird eine Störung ausgeschlossen

122
Q

Was besagt der dimensionale Ansatz?

A

Geht davon aus, dass sich psychische Störungen und Verhaltensauffälligkeiten nicht eindeutig von normalen Verhaltensweisen abgrenzen und sich keine eindeutig unterscheidbaren Klassen definieren lassen. Hier herrscht die Annahme, dass den beobachteten Phänomenen bestimmte Dimensionen zugrunde liegen auf denen die Beobachtungen kontinuierlich verteilt sind, also von unauffällig zu auffällig bzw. von gesund zu krank mit graduierter Abstufung
Es gibt Unterschiede also v.a. nur in quantitativer und nicht in qualitativer Form

123
Q

Wodurch zeichnet sich eine Kategorie beim Kategorialen Ansatz aus?

A

Durch eindeutige Ein- und Ausschlusskriterien und zwischen diesen Kategorien müssen hinreichend qualitative Unterschiede bestehen um eine Aufteilung in versch. Klassen zu rechtfertigen

124
Q

Was ist der Vorteil von Kategorialen Systemen?

A

Sind gut geeignet für Kliniker, da sie eine sinnvolle Informationsreduktion bieten, eine klar definierte Normierung, die die Kommunikation erleichtert und verbessert und einen schnellen Zugriff auf Ätiologisches und Therapeutisches Störungswissen ermöglichen

125
Q

Was ist der Vorteil von Kategorialen Systemen?

A

Sind gut geeignet für Kliniker, da sie eine sinnvolle Informationsreduktion bieten, eine klar definierte Nomenklatur, die die Kommunikation erleichtert und verbessert und einen schnellen Zugriff auf Ätiologisches und Therapeutisches Störungswissen ermöglichen

126
Q

Was kann man durch den dimensionalen Ansatz im Gegensatz zum Kategorialen erfasst werden?

A

Subklinische Fälle

127
Q

Nenne ein Beispiel für ein dimensionales Instrument.

A

Das Psychopathologische Befundsystem für Kinder und Jugendliche (Perskep)

128
Q

Nenne ein Beispiel aus einer Mischform aus dimensionalen und kategorialen Instrument.

A

Das Kinder Dips

129
Q

Wie lautet der vollständige Name des ICD-10?

A

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme

130
Q

Wie lautet der vollständige Name des DSM-5?

A

Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders

131
Q

Was kann mit dem ICD-10 klassifiziert werden?

A

aller Erkrankungen unter Einschluss psychischer Störungen.

132
Q

Was ist bei dem ICD-10 weltweit verbindlich?

A

Die Nomenklatur

133
Q

Welche beiden ICD-10 Manuale gibt es ?

A

blaues Buch: klin. Anwendung

grünes Buch: Forschungskriterien

134
Q

Von wem wird das ICD-10 erstellt?

A

Von der WHO

135
Q

Welche Vorteile hat das DSM-5 gegenüber dem ICD-10?

A

Es ost Homogener, konsistenter und expliziter als das ICD-10.

136
Q

Was für ein System gab es vor dem DSM-5?

A

Ein multiaxiales System

137
Q

Was beschreibt das Prozedurale Manual?

A

wie und nach welchen Regeln Diagnose abgeleitet und begründet werden kann

138
Q

Für welche Berufe kann das DSM-5 verwendet werden?

A

Für alle Gesundheitsberufe

139
Q

Für welche Berufe kann das DSM-5 verwendet werden?

A

Für alle Gesundheitsberufe

140
Q

Wo wird das DSM-5 in Deutschland v.a. verwendet?

A

In der Forschung

141
Q

Welche Erkrankungen können mit dem DSM-5 klassifiziert werden?

A

Nur psychische, keine somatischen Erkrankungen

142
Q

Was ist eine multiaxiale Klassifikation?

A

Klinisch relevante Informationen werden auf mehreren Dimensionen (Achsen) eingeschätzt und versuchen der Komplexität eines Menschen mehr gerecht zu werden

143
Q

Welche Faktoren wurden im multiaxialen System des DSM-4 zusätzlich erhoben?

A

Körperliche Symptomatik, psychosoziale Stressoren und das Niveau der psychosozialen Anpassung

144
Q

Welche 5 Achsen wurden im multiaxialen System des DSM-4 zusätzlich erhoben?

A

Achse 1: Klinische Syndrome und anderen klinisch relevante Probleme
Achse 2: Persönlichkeitsstörungen und geistige Behinderung
Achse 3: Medizinische Krankheitsfaktoren
Achse 4: Psychosoziale und umgebungsbedingte Probleme
Achse 5: Globale Beurteilung des Funktionsniveaus

145
Q

Warum wurde das multiaxiale System für das DSM-5 nicht weiter mit aufgenommen?

A

Es wurde weder in Forschung noch in der Praxis verwendet und Kritik an der Künstlichen Trennung von Achse 1 und 2

146
Q

Welches Kapitel bezieht sich auf die psychischen Störungen im ICD-10?

A

Im F Kapitel (0-9)

147
Q

In welche 3 Kapiteln des ICD-10 findet man die meisten psychischen Störungen von Kindern und Jugendlichen?

A

F7: Intelligenzminderung
F8: Entwicklungsstörungen
F9: Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

148
Q

Wie heißen die 6 Achsen des ICD-10?

A

Achse 1: Klinisch-psychiatrisches Syndrom
Achse 2: Umschriebene Entwicklungsstörungen
Achse 3: Intelligenzniveau
Achse 4: Körperliche Symptomatik
Achse 5: Assoziierte aktuelle abnorme psychosoziale Umstände
Achse 6: Globalbeurteilung des psychosozialen Funktionsniveaus

149
Q

Wofür steht MAS im ICD-10?

A

Multiachialessystem für Störungen von Kindern und Jugenlichen

150
Q

Aus welchen Grund wurde das Klassifikationssystem Zero-to-Three vom National Center for Infants, Toddlers, and Families erstellt?

A

Da Störungsbilder von Säuglingen wenig differenziert im ICD-10 dargestellt werden (weniger großes Problem beim DSM-5)

151
Q

Welches sind die 5 Achsen des Zero-to-Three?

A
  1. Primäre Diagnose
  2. Klassifikation der Beziehungsstörung
  3. Med. Probleme, Entwicklungsstörungen & Krankheiten
  4. Psychosoziale Belastungssituation
  5. Funktionell-emotionales Entwicklungsniveau
152
Q

Welches sind die 5 Achsen des Zero-to-Three?

A
  1. Primäre Diagnose/Klinische Auffälligkeiten (sollte immer die vordringlichsten Merkmale einer Störung reflektieren)
  2. Klassifikation der Beziehungsstörung/Beeinträchtigung der Eltern-Kind-Beziehung und Charakterisierung der Beziehungsprobleme
    (sehr wichtig bei Kleinkindern)
  3. Med. Probleme, Entwicklungsstörungen & Krankheiten
  4. Psychosoziale Belastungssituation
  5. Funktionell-emotionales Entwicklungsniveau
153
Q

In welche Gruppen wird die Art der Eltern-Kind-Beziehung auf Achse 2 aufgeteilt?

A

überbehütend, vernachlässigend, ängstlich-gespannt, ängstlich-feindselig, verbal, körperlich, sexuell-misshandelnd

154
Q

Nenne ein Beispiel für ein psychodynamisches Klassifikationssystem.

A

Operationalisierte psychodynamische Diagnostik (OPD-KJ)

155
Q

Zu was ist das OPD-KJ eine Ergänzung?

A

Zur multiaxialen Diagnostik des ICD-10

156
Q

Was für Informationen fehlen noch zum OPD-KJ?

A

Infos zu Rel und Val

157
Q

Worauf wird sich beim OPD-KJ fokussiert

A

Auf das innere Erleben des Patienten und die Resonanz des Untersuchers auf den Patienten als wesentliche Informationsquellen

158
Q

Wie lauten die 4 Achsen des OPD-KJ?

A
  1. Beziehung
  2. Konflikt
  3. Psychische Struktur
  4. Behandlungs-voraussetzungen
159
Q

Was findet man auf der vertikalen und horizontalen Ebene der Achse Beziehung (OPD-KJ)?

A

Vertikale Ebene: Unterscheidung zwischen den Polen gewähren lassen und Kontrollieren
Horizontaler Ebene: Beziehungsqualität (feindselig-liebevoll)

160
Q

Worum geht es bei der Achse Konflikt? (OPD-KJ)

A

Individuation vs. Abhängigkeit, Unterwerfung vs. Kontrolle oder der peudikale Konflikt

161
Q

Was beinhaltet die Achse Psychische Struktur? (OPD-KJ)

A

hier werden versch Strukturdimensionen unterschieden(Impulssteuerung, Identität, Infekttoleranz, Selbsterleben, Phantasien..)

162
Q

Was beinhaltet die Achse Behandlungsvoraussetzung? (OPD-KJ)

A

In wie weit ist jemand Krankheitseinsichtig, Krankheitsgewinn, Nutzung des Helfersystems

163
Q

Warum ist es nicht gerechtfertigt die Diagnostik als ungeliebtes Kind zu behandeln?

A

Da die großen Erfolge der Verhaltenstherapie dem störungsspezifischen Behandlungsansatz geschuldet sind, der gerade die detaillierte, reliable und valide Störungsdiagnostik zur Voraussetzung hat.

164
Q

Was sind besondere Herausforderung in der Diagnostik bei Kinder und Jugendlichen?

A
  • Integration der Berichte aus verschiedenen Quellen
  • Situationsspezifität von Problemverhalten
  • Mangelnde Übereinstimmung von Eltern und Kindern im Symptombericht
  • Veränderung der psychischen Störungsbilder in Abhängigkeit vom Lebensalter
  • Abgrenzung von entwicklungsphasentypischen Phänomenen
  • Schlechte Compliance & „Weiss-nicht“-Antworten
165
Q

Bei welchen Störungen sind die Aussagen von Eltern meist richtig?

A

Bei externalisierenden Störungen

166
Q

Bei welchen Störungen sind die Aussagen von Kindern meist richtig?

A

Bei internalisierenden Störungen

167
Q

Wie geht man am besten mit weiß nicht antworten um?

A

Man fragt nochmal spezifischer nach

168
Q

Was gibt es neben der Exploration psychischer Auffälligkeiten und Symptomen noch für Diagnostikbereiche?

A

Die Entwicklungsdiagnostik, die Leistungsdiagnostik, die medizinische Differenzialdiagnostik und die Familien- und Interaktionsdiagnostik

169
Q

Was wird bei der Entwicklungsdiagnostik untersucht?

A

Entwicklungsstand und -verlauf

170
Q

Was wird bei der Leistungsdiagnostik untersucht?

A

Kognitive Defizite und Fähigkeiten

171
Q

Was wird bei der Medizinischen Differenzialdiagnostik untersucht?

A

Ausschluss körperlicher Ursachen

172
Q

Was wird bei der Familien- und Interaktionsdiagnostik untersucht?

A

psychosoziale Bedingungen

173
Q

Nenne die 3 Schritte der Diagnostik.

A

Erstgespräch, Diagnostische Einordnung und Problem- und Verhaltensanalyse

174
Q

Was wird bei einem Erstgespräch gemacht?

A

Gemeinsames Gespräch mit Eltern und Kind: Klärung eines allgemeinen Eindrucks, Beziehungsaufbau (v.a. bei Ängsten und Abwehrhaltung), Vermittlung eines Überblicks (ggf. Fragebögen). Klärung formaler Aspekte, sollte erstmal mit offenen Fragen beginnen und kann dann spezifischer werden

175
Q

Was wird bei der Diagnostischen Einordnung gemacht?

A

Differentialdiagnostik (welche Störungskriterien treffen in welcher Form zu),
Medizinische Differentialdiagnostik,
Je nach Problematik: Intelligenzdiagnostik,
Je nach Bedarf und Alter: Fragebögen

176
Q

Was wird bei der Problem und Verhaltensanalyse verwendet?

A

z.B. beliebtes SORKC-Modell (ggf. Verhaltensbeobachtung & Familiendiagnostik)

177
Q

Wann sollte eine dimensionale Diagnostik erfolgen?

A

Wenn nur eine leichte Form einer Störung vorliegt oder die Kriterien nicht alle erfüllt sind, sollte auch immer zusätzlich für sich selbst festgehalten werden zusätzlich zur kategorialen Diagnostik, welche für die Krankenkasse benötigt wird

178
Q

Welche Diagnostischen Verfahren gibt es?

A

Strukturierte Interviews,
Diagnose-Checklisten,
Standardisierte Fragebögen,
Verhaltensbeobachtung

179
Q

Was enthält ein strukturiertes Interview?

A

Vorgegebene Interviewleitfäden (Goldstandard)

180
Q

Was sind die Vorteile von Diagnose-Checklisten?

A
  • einzelne Störungsbilder können herausgegriffen und abgefragt werden
    (keine Abfrage aller Störungsbilder)
  • geringerer zeitlicher Aufwand
    -sehr valide, reliabel und objektiv
181
Q

Was ist ein Nachteil von Diagnose Checklisten?

A

Gefahr der Bestätigungsdiagnose

182
Q

Was ist der Vorteil von Standardisierten Fragebögen?

A

Sind ökonomisch und geben Überblick, es kann eine Selbstbeobachtung erfolgen, aber auch durch viele andere eingeschätzt werden, kann einfacher für Kinder und Jugendliche sein (v.a. gut bei sozial ängstlichen Kindern)

183
Q

Was ist der Nachteil von Standardisierten Fragebögen?

A

Ermöglicht keine Diagnosestellung, sondern nur Tendenzen

184
Q

Was sind die Vorteile von Verhaltensbeobachtungen?

A
  • ermöglichen direkte Informationsgewinnung

- Selbst (zieht Kind mit ein -> Motivation, ab 8 LJ. möglich)- und Fremdbeobachtung möglich

185
Q

Was ist der Vorteil von strukturierten Interviews?

A

Große Menge an Infos und Abklärung eines breiten Spektrums an Störungsbildern, damit wird garantiert, dass man weniger prominente Störungen nicht erkennt

186
Q

Wie werden Symptome im Mannheimer-Elterninventar erhoben?

A

Über ein Interview ausschließlich mit den Eltern

187
Q

Wie lauten die 3 Bestandteile des Mannheimer-Elterninventars?

A
  • Demographie und Sozialstatistik von Eltern und Kind
  • kinder- und jugendpsychiatrische Symptomatik
  • soziofamiliäre Bedingungen
188
Q

Was sind die Vorteile der 3 Bestandteile des Mannheimer-Elterninventars?

A

Sie sind unabhängig voneinander, also können auch einzeln verwendet werden, können Diagnose stellen (sind basiert auf ICD-10 Kriterien)

189
Q

Wie lange dauert das Mannheimer-Elterninventar?

A

60-90 Minuten

190
Q

Für welches Alter ist das Kinder Dips gedacht?

A

6-18 Jahren

191
Q

Was ist die Abkürzung für das Diagnostische Interview bei psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter?

A

Kinder Dips

192
Q

Was gibt es zusätzlich zum Kinder Dips?

A

Ein paralleles Interview für die Eltern

193
Q

Wie lange dauert die Durchführung des Kinder Dips?

A

60-120 Minuten

194
Q

Welche beiden Bestandteile hat das Kinder Dips?

A

Den Überblicksteil und den Haupteil

195
Q

Was beinhaltet der Überblicksteil des Kinder Dips?

A

Screening zur Erfassung der im Vordergrund stehenden Probleme und belastenden Lebensereignissen

196
Q

Was beinhaltet der Hauptteil des Kinder Dips?

A

Fragen zu den psychischen Störungsbildern im Kindes- und Jugendalter sowie Screenings für körperliche Krankheiten, entwicklungsbezogene Koordinationsstörung, Kommunikationsstörungen, Alkohol-, Nikotin- und Drogen-missbrauch und nichtorganische Psychosen und einen Abschnitt zur Erhebung der individuellen Anamnese und Familienanamnese psychischen Störungen

197
Q

Nach welchen Klassifikationssystem richtet sich das Kinder Dips?

A

Nach dem DSM 5 und dem ICD 10

198
Q

Was ist das Psychopathologische Befund-System für Kinder und Jugendliche ?

A

Eine Checkliste

199
Q

Wann wird das Psychopathologische Befund-System für Kinder und Jugendliche eingesetzt?

A

Einsatz als Screeninginstrument, wenn keine vollständige Abklärung der Diagnosekriterien nach ICD-10 oder DSM-IV erforderlich/möglich ist.

200
Q

Welche Komponenten hat das Psychopathologische Befund-System für Kinder und Jugendliche ?

A
  • Befundbogen (erfasst Symptome, ermöglicht auch eine dimensionale Beschreibung)
  • Glossar mit den definierten Merkmalen und operationalisierten Symptomausprägungen
  • Leitfaden, in dem die Fragen zur Exploration der einzelnen Merkmale zusammengefasst sind (seperat für Kind und Bezugsperson)
201
Q

Was ist die Abkürzung vom Psychopathologische Befund-System für Kinder und Jugendliche ?

A

CASCAP-D

202
Q

Wie lange dauert die Bearbeitung des CASCAP-D?

A

15 Minuten

203
Q

Auf welchen beiden Ebenen erlaubt das CASCAP-D eine psychopathologische Beurteilung?

A

Auf Ebene der Einzelsymptome (einfache und ökonomische Dokumentation)
und die Einzelsymptome können dann zu Symptomskalen zsm gefasst werden, um Profil zu erstellen (differentziertere Beschreibung möglich)

204
Q

Auf welcher Bais erfolgt die Beurteilung des Kindes beim CASCAP-D?

A

Auf der Beurteilung des Verhaltens bei der Durchführung und der Evaluation der Checkliste

205
Q

Was ist das Diagnostik-System für Psychische Störungen nach ICD-10 und DSM-IV für Kinder und Jugendliche-II ?

A

Eine Checkliste

206
Q

Was ist die Abkürzung für das Diagnostik-System für Psychische Störungen nach ICD-10 und DSM-IV für Kinder und Jugendliche-II ?

A

DISYPS-II

207
Q

Was enthält das DISYPS-II?

A

18 Einzelverfahren

208
Q

Welche Kombination von drei Beurteilungsebenen hat das DISYPS-II?

A
  • klinisches Urteil des Diagnostikers
  • Fremdurteil der Bezugsperson
  • Selbsturteil des Kindes, ab 11 Jahren
209
Q

Wie lange dauert das DISYPS-II?

A

15 und 30 Minuten

210
Q

Ist mit dem DISYPS-II eine kategoriale oder eine dimensionale Diagnostik möglich?

A

Beides

211
Q

In welchen Bereichen wird das SORKC Modell verwendet?

A

Für die Diagnostik und die Erklärung von Problem Verhalten und zur Exploration von problematischen Verhaltensweisen, wobei man die Infos daraus für die Intervention nutzen kann

212
Q

Wie kann man das SORKC Modell bezeichnen?

A

Als horizontale Verhaltensanalyse, die zur Identifikation von auslösenden und aufrechterhaltenden Einflüssen auf das betrachtete Verhalten genutzt wird

213
Q

Wofür steht das S im SORCK Modell?

A

Stimulus/auslösenden Ereignisse (extern Reize oder interne Reize, wie Gedanken)

214
Q

Nenne ein Beispiel für einen Stimulus. (SORKC)

A

Daniel soll Hausaufgaben vor dem Abendbrot fertig machen, träumt aber vor sich hin. Die Mutter fordert ihn zum wiederholten Male auf, mittlerweile energisch, die Hausaufgaben abzuschließen.

215
Q

Wofür steht das O im SORKC Modell?

A

Für Organismus

216
Q

Wofür steht das R im SORCK Modell?

A

Für Reaktion

217
Q

Nenne ein Beispiel für eine Reaktion im SORKC Modell auf Ebene des Verhaltens, der Gedanken, der Gefühle und der Physiologie.

A

Verhalten: Anschreien, aufstehen, ins Zimmer rennen, Musik laut aufdrehen
Gedanken: Ich schaffe das nicht, ich bin dumm, keiner mag mich
Gefühle: Wut auf sich selbst, Niedergeschlagenheit
Physiologie: Herzklopfen, Zittern

218
Q

Wofür steht das K im SORKC Modell?

A

Kontingenz

219
Q

Wofür steht das C im SORKC Modell?

A

Für Konsequenz

220
Q

Nenne beispielhafte kurzfristige und langfristige Konsequenzen im SORKC Modell.

A

Kurzfristig: Wut und Traurigkeit lässt nach (neg. Verstärkung), bekommt Hausarrest (Bestrafung Typ I)
Langfristig: Bestätigung der dysfunktionalen Selbstannahmen, keine Veränderung der Situation/des Verhaltens, u.a. weil keine korrigierende Erfahrung

221
Q

Was wird bei der Organismus Variable erfasst? (SORKC)

A

individuelle Prädispositionen, wie z.B. biologische Prozesse, aber auch Persönlichkeitseigenschaften, Erfahrungen und Überzeugungen der Person

222
Q

Wie stehen C und R im Zusammenhang zueinander?

A

C wirkt auf das Verhlaten zurück und durch operante Konditionierung tragen sie dann zum Abbau, Aufbau und zur Aufrechterhaltung des Verhaltens bei

223
Q

Was stellt K her? (SORKC)

A

Die Kontingenz zwischen der Reaktion und den Konsequnezen her und stellt damit dar wie häufig und regelmäßig (kontinuierlich) Konsequenzen kurz und langfristig auf das Verhalten folgen

224
Q

Was kann aus dem SORKC Modell rausgezogen werden?

A

Ansatzpunkte für die aktive Verhaltensveränderung abgeleitet werden

225
Q

Nenne ein Beispiel für die Organsimus Variable im SORKC Modell?

A

Kind ist stark impulsiv und und hat eine hohe Anspannung