Schweinezucht Flashcards

1
Q

Funktionale Merkmale: Zuchtleistung

A
  • weibliche Fruchtbarkeit und Aufzuchtleistung
    => Insgesamt geborene Ferkel (IgF), Lebend geborene Ferkel (LgF), Ferkelgewicht, Absetzgewicht, Aufgezogene Ferkel (AF), Gesäuge
  • Männliche Fruchtbarkeit (Spermaqualität, Befruchtungsfähigkeit)
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
2
Q

Funktionale Merkmale: Gesundheit und Fitness

A
  • Nutzungsdauer (ND)
  • Erbfehler, Stressstailität
  • Exterieur
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
3
Q

Mastleitung

A
  • Lebenstagzunahme (LTZ in g), Prüfungszunahme (PTZ in g)

- Futteraufwand je kg Zuwachs (FuA in kg/kg), Futterverbrauch (FuV)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
4
Q

Schlachtleistung

A
  • Schlachtkörpermasse, warm (in kg)
  • Muskelfleischanteil (MFA in %), Rückenmuskelfläche (cm2), Rückenspeckdicke (cm), Schlachtkörperlänge (cm), Fleisch-Fett-Verhältnis
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
5
Q

Fleischbeschaffenheit

A
  • Intramuskuläres Fett (IMF), Fleischhelligkeit (Göfo)

- Tropsaftverlust, pH, Leitfähigkeit

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
6
Q

Deutsche Landrasse (DL) - Geschichte

A
  • um 1900 durch Veredlungszucht aus Landschweinen mit Yorkshire/Large White entwickelt
  • um 1965 Umstellung auf längeren Fleischtypus (verstärkte Nachfrage nach magerem Fleisch) durch Verdrängungszucht mit holländisch-dänischen Schweinen
  • Mit 54% am stärksten in der Zuchtebene vertreten
  • Heute: Mutterrasse zur Erstellung von Kreuzungen
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
7
Q

Deutsche Landrasse (DL) - Eigenschaften

A
  • Reinweiß in Haut- und Haarfarbe, Schlappohren, rahmig mit guter Körperlänge
  • hohe und stabile Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung
  • Wachstumsintensiv bis Mastendgewicht von 120kg, gute Schlachtköperqualität, gute Fleischbeschaffenheit und mittlere Fleischfülle bei geringer Speckdicke
  • gute Vitalität, hohe Belastbarkeit, Stressresistenz und Langlebigkeit, gutes Gesäuge mit mind. 7/7 Zitzen
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
8
Q

Deutsches Edelschwein (DE)/ Large White (LW) - Eigenschaften

A
  • Reinweiß in Haut- u. Haarfarbe, rumpfig mit guter Bemuskelung
  • Hohe und stabile Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung
  • Wachstumsintensiv bis Mastendgewichten von 125kg, gute Schlachtkörperqualität und Fleischbeschaffenheit, mittlere Fleischfülle, ausreichende Körperlänge, gut bemuskelt
  • Gute Belastbarkeit, Stressresistenz und Langlebigkeit
  • gutes Gesäuge mit mind. 7/7 gut ausgebildeten Zitzen
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
9
Q

Deutsches Edelschwein (DE)/ Large White (LW) - Geschichte

A
  • um 1900 durch Verdrängungszucht von Landschlägen mit großen englischen Schweinen entstanden
  • Rasseanteil auf Zuchtebene liegt bei 22%
  • Heute: Mutterrasse mit guter Fruchtbarkeit, stellt in Kreuzungen für die F1 oft die Eber
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
10
Q

Pietrain (Pi) - Eigenschaften

A
  • gescheckt mit Stehohren, großrahmig
  • ausreichende Fruchtbarkeit und Aufzuchtleistung
  • Vollfleischig, ausgeprägte Bemuskelung, wenig Fettauflage, höchste Magerfleischanteile, beste Futterverwertung
  • optimales Endgewicht bei ca. 90kg
  • Verbesserung der Stressempfindlichkeit
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
11
Q

Pietrain (Pi) - Geschichte

A
  • um 1920 in Belgien aus Kreuzung von französischen Bayeux mit englischen Large White entwickelt
  • Seit 1959 Entwicklung zur Vaterrasse für Hybridzucht Kreuzeber für hohen Magerfleischanteil bei Mastendprodukten
  • Anteil HB-Zucht 21%
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
12
Q

Duroc (Du) - Eigenschaften

A
  • Einfarbig rot bis rotbraun mit Schlappohren, großrahmig
  • ausreichende Fruchtbarkeit
  • Frohwüchsig, mit hohem intramuskulären Fettgehalt, gute Fleischbeschaffenheit
  • Sauen mit viel Milch und guten Muttereigenschaften, gute Konstitution, sehr robust
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
13
Q

Duroc (Du) - Geschichte

A

um 1820 in USA aus roten englischen Schweinen gezüchtet

  • gewinnt heute in D an Bedeutung
  • In Hybridprogrammen als Vatertiere
  • ca. 0.5% der Herdbuch-Tiere
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
14
Q

Hampshire - Eigenschaften

A
  • Kopf und Hals schwarz, weißer Gürtel, Stehohren, mittelrahmig
  • gute Fruchtbarkeit und Aufzuchtleistung
  • frühreif, ausreichender Fleischanteil, gute Futterverwertung, gute Fleischbeschaffenheit, aber hohes glykolytisches Potential im Schinken
  • hervorragende Muttereigenschaften
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
15
Q

Hampshire - Geschichte

A
  • US-Rasse, um 1820 aus englischen Saddleback aus Grafschaft Hampshire gezüchtet
  • seit wenigen Jahren in D genutzt (0,1%)
  • gelegentlich Vaterrasse in Hybridzuchtprogrammen als Endprodukteber bei Kreuzung HaxPi
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
16
Q

Zuchtmethode beim Schwein

A
  • in D viele Rassen mit unterschiedlichen Eigenschaften
  • dabei typische Vaterrassen (Pl, Du) mit bester Zunahme und viel Muskelfleisch und Mutterrassen (DL, DE) mit bester Fruchtbarkeit und Aufzucht
  • am stärksten vertreten DL 54%, DE 22% und Pi 21%
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
17
Q

Modernes ZZ: effektive Fleischproduktion, daher…

A
  • hohe Fruchtbarkeit und Aufzuchtleistung (Viele, gesunde Ferkel)
  • Beste Mastleistung (hohe Zunahme bei wenig Futter)
  • Hervorragende Schlachtkörperleistung (viel Magerfleisch)
  • beste Fleischbeschaffenheit
    => Ziel: effektive Fleischproduktion über viele Ferkel mit hohem Magerfleischanteil als Mastschwein bei geringen Kosten

einzelne Rassen als Ausgang in Reinzucht (Nutzung der additiven Genwirkung, große Ähnlichkeit innerhalb der Rasse)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
18
Q

Für Mastferkelproduktion nutzt man aber…

A

… Hybridzuchtprogramme

  • Nutzung der nicht-additiven Genwirkung, Heterosis
  • Trennung von Zucht und Produktion
  • zuvor Prüfung des Heterosiseffekts, da schwankend bei verschiedenen Kreuzungen
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
19
Q

Einfache Gebrauchskreuzung (Zweirassenkreuzung) - Vor- und Nachteile

A

Vorteile:
- leicht durchführbar im eigenen Betrieb
- Mast- und Schlachtleistung durch Heterosis verbessert
- Selektion in den Rassen auf wenige Merkmale
Nachteile:
- Keine Nutzung der Heterosis bei Sau für bessere Fruchtbarkeit möglich

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
20
Q

Kreuzung Pi x DL

A
  • Pi Eber (sehr gute Fleischleistung, geringe Wurfgröße)
  • DL-Sau (geringe Fleischleistung, hohe Wurfgröße, hohe Zunahme)
  • viele Nachkommen mit mittlerer Fleischleistung
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
21
Q

Kreuzung DE x DL

A
  • vor allem Produktion von F1 Sauen, die dann mit Fleischebern verpaart werden
  • Heterosiseffekte für Stressstabilität, Fruchtbarkeit, hohe Auzuchtleistung (großes Absetzgewicht), Langlebigkeit
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
22
Q

Kreuzung Pi x Ha

A
  • Kombination positiver Eigenschaften von Pietran (hoher Muskelfleischanteil, beste Schinken) und Hampshire (beste Fleischbeschaffenheit, Stressstabilität)
  • Nachkommen haben höhere Widerstandskraft und Nutzungsdauer sowie bessere Fruchtbarkeit (größere Decklust, besseres Sperma) und bessere Fleischbeschaffenheit
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
23
Q

Dreirassenkreuzung (diskontinuierliche Dreifachkreuzung)

A

Vorteile:
- Ausnutzung der Heterosis und Kombinationseffekten - Sauen sind F1-Tiere, damit selbst Kreuzungsprodukte, zeigen schnellere Jugendentwicklung und gute Fruchtbarkeit
Nachteile:
- größerer organisatorischer Aufwand
- Dreistufiges Programm: Vermehrungsbetrieb => Ferkelerzeuger => Mastbetrieb
- Anfall von mehr “Nebenprodukten” bei den Stufen

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
24
Q

Kreuzung Pi x (DE x DL)

A
  • F1-Sauen (DExDL) für gute Fruchtbarkeit (große Würfe und gute Absetzgewichte) = Mutterrassen (auch wenn Eber genutzt werden)
  • In Kombination mit leistungsfähiger Vaterrasse (hier Pi): geringe Verluste in der Mast, hohe Mastleistung, gute Fleischleistung, und gute Fleischbeschaffenheit
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
25
Q

Vierrassenkreuzung (diskontinuierliche Doppelkreuzung)

A

Vorteile:
- Wie Dreirassenkreuzung
- Nutzung von Heterosis und Stellungseffekten auch beim Eber
Nachteile:
- noch größerer organisatorischer Aufwand
- noch größerer Anfall von “Nebenprodukten”
- ebenfalls dreistufiges Programm: Vermehrungsbetrieb, Ferkelerzeuger, Mastbetrieb

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
26
Q

Kontinuierliche Kreuzungen

A

Vorgehensweise: mit weiblichen Kreuzungstieren wird durch regelmäßige Anpaarung weitergezüchtet
Vorteil: Remontierung der Mütter kann aus weiblichen Kreuzungstieren erfolgen
Nachteil: von Generation zur Generation schwankende Genanteile der beteiligten Populationen in den Endprodukten, dadurch schwankendes Leistungsniveau

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
27
Q

Zuchtmethoden beim Schwein unterteilen ich in die…

A
  • Herdbuchzucht (Reinzucht) zum Erhalt und der Entwicklung der Ausgangsrassen
  • Hybridzucht zur Produktion von Mastschweinen über Diskontinuierliche Kreuzungen oder kontinuierliche Kreuzungen
  • es erfolgt eine Trennung von Zucht und Produktion
  • bevorzugt ist die diskontinuierliche Dreirassenkreuzung
28
Q

Leistungsprüfungen: Merkmalskomplexe

A
(Mastleistung und Schlachtleistung) 
(Fleischbeschaffenheit) 
Exterieur
Funktionale Merkmale
(Zuchtleistung)
Gesundheit und Fitness
29
Q

Mastleistungsmerkmale

A
  • Tägliche Zunahme 900-950g
  • Futteraufwand als Futterverbrauch in kg je kg Zuwachs (2,15-2,35)
  • Schlachtgewicht 117-118kg Schlachtleistungsmerkmale
  • Schlachtkörpermasse warm
  • Schlachtkörperlänge
  • Schlachtausbeute
  • Kotelettanschnitt
30
Q

Mastleistungsmerkmale: Kotelettanschnitt

A
  • Rückenmuskelfläche
  • Speckdicke
  • Seitenspeckdicke
  • Fleisch:Fett-Verhältnis
  • Muskelfleischanteil MFA nach FOM 60-63%
31
Q

Fleischbeschaffenheitsmerkmale

A

pH Wert Messung im Kotelett und im Schinken
Fleischhelligkeit nach Göfo oder Opto-Star
Tropfsaftverlust
Intramuskuläres Fett %

32
Q

pH-Wert Messung

A

pH1: nach 45 Minuten
pH2: nach 24h
Kennzeichen für Fleischqualität
Im Kotelett: zwischen 13. und 14. Dornfortsatz, Elektrode 4cm tief
Im Schinken: 4-6cm oberhalb des Schlossknochens, Elektrode 2cm

33
Q

PSE-Fleisch

A
pH1<6,0
P= Pale 
S = Soft
E = exudativ (Wässrig) 
- schlechtes Safthaltevermögen 
- wenig Aroma 
- verminderte Zartheit nach Zubereitung
34
Q

DFD-Fleisch

A
pH2>6,0
D = Dark 
F = firm 
D = dry 
- fader Geschmack 
- Vorteil: gute Wasserbindung
- begrenzt lagerfähig, anfällig für Bakterienbefall
35
Q

Fleischhelligkeit

A
  • gemessen durch Aussendung eines Lichtstrahls mit definierter Wellenlänge, Differenzierung von hellem und dunklem Fleisch
  • zwei Geräte: Opto-Star oder Göfo-Gerät
36
Q

Tropfsaftverlust

A
  • Bedeutung: schlechte Sensorik und verarbeitungstechnische Probleme
  • jährliche Verluste (ca.55 Mio €)
  • Messung 24h p.m. am Anschnitt 13./14. Rippe
  • mit Rundmesser zwei 10g Fleischproben aus dem Rückenmuskel
  • in Kunststoffbehälter eingewogen und gekühlt gelagert
  • Lagerung in trichterförmiger Becher zum Auffangen des Tropfsaftes
  • Rückwage nach 24h
37
Q

Exterieur

A

Beurteilung der äußeren Erscheinung
- Formmerkmalen, die auf Gesundheit, Widerstandskraft, Konstitution, gewünschte Leistungen hinweisen
- Beurteilung an 9 Punkte Scala
1 schlecht nach 9 ausgezeichnet

38
Q

Exterieur: Typ

A
  • Gesamterscheinung dem Rassestandard entsprechend, gesund

- harmonische Übergänge zwischen den Partien

39
Q

Exterieur: Rahmen

A
  • Länge und Größe des Tieres
  • Großrahmig mit breiten Hals und fester Schulter
  • guter Übergang zum leicht gewölbten Rücken, viel Rückenspannung, guter Übergang zur Nachhand
  • genügend breites und langes Becken
40
Q

Exterieur: Kopf

A
  • gesund, edel. mittellang, mit wenig Backe
41
Q

Exterieur: Fundament

A
  • stabil. starke Röhren, klare, kräftige Gelenke, gleichmäßige Klauenausbildung
  • Korrekter Gang, korrekte Stellung der Gliedmaßen
  • Einwandfreie Winkelung des Sprunggelenks
42
Q

Exterieur: Bemuskelung

A
  • Besonders an Schulter, Nacken, Keule

- Breit, Schinkenausbildung rasseabhängig

43
Q

Exterieur: unerwünschte Ausprägung

A
  • fleischiger, gedrungener Kopf mit ausgeprägter Backe
  • kurzer, schmaler Hals, hohe Schulter, zu stark nach oben oder unten geformter Rücken, Einschnürung an Schulter
  • durchtrittige oder säbelbeinige bzw. steile oder stuhlbeinige Winkelung
  • Überkröten durch weiche Bänder
  • kuhessige Beinstellung
44
Q

Exterieur: Anforderungen ans Gesäuge

A
  • Ziel mindestens 14 Zitzen
  • derzeit hohe Disposition für Zitzenanomalien, daher konsequente Selektion dagegen
  • Zwischenzitze, Stülpzitze, Blindzitze
45
Q

Zuchtleistung

A
  • Abferkelrate
  • Ferkelrate
  • abgesetzte Ferkel je Sau je Jahr
  • Absetzalter Ferkel
  • Anomalie Ferkel in %
  • Aufzuchtrate Ferkel
  • geborene Ferkel je Wurf
  • lebend geborene Ferkel
  • Leertage
46
Q

Abferkelrate

A

Anzahl der geborenen Würfe mal 100/ Anzahl der Erstbelegungen

47
Q

Ferkelrate

A

Anzahl Ferkel mal 100/Anzahl Belegungen

48
Q

abgesetzte Ferkel je Sau je Jahr

A

Anzahl abgesetzte Ferkel im Jahr/durchsch. Sauenbestand

49
Q

Absetzalter Ferkel

A

Summe der Säugetage/Anzahl der abgesetzten Würfe

50
Q

Anomalie Ferkel in %

A

Anzahl anomaler Ferkel plus Anzahl totgeburten mal 100/Anzahl aller geborenen Würfe

51
Q

Aufzuchtrate Ferkel

A

100 minus Anzahl Verluste mal 100/Anzahl lebend geborener Ferkel

52
Q

geborene Ferkel je Wurf

A

Anzahl lebend geborene Ferkel plus Anzahl tot geborener Ferkel/Anzahl aller geborener Würfe

53
Q

lebend geborene Ferkel

A

Alle Ferkel, die nach Abschluss der Geburt leben

54
Q

Leertage

A

Leertage nach dem Absetzen bis zum ersten Belegen plus Verlusttage beim Umrauschen/Anzahl aller geborener Würfe

55
Q

Leistungsprüfanstalt (LPA): standardisierte Bedingungen => Bei ELP von Jungebern

A
  • Einstallung mit 6 bis 19kg in Vorpüfbereich
  • Prüfung als Einzeltier in Gruppe
  • Prüfbeginn mit 30kg - Prüfende mit 105-110kg Gewicht
  • Als Remonteeber in die Zucht, wenn gute Leistung
56
Q

Leistungsprüfanstalt (LPA): standardisierte Bedingungen => Bei Nachkommen- und Geschwisterprüfung

A
  • Einstallung direkt vor der Prüfung mit 28kg
  • Meist Gruppenprüfung (zwei oder vier Tiere)
  • Prüfbeginn mit 30kg - Prüfende mit 105-110kg Gewicht
  • Alle Schweine zur Schlachtung
57
Q

ELP auf Fleischleistung im Feld

A
  • Durchführung der Prüfung kurz vor Zuchtbewertung gewogen u. mit Ultraschall gemessen
  • Prüfzeitraum: von Geburt bis Wägung und Messung, Gewichtsabschnitt: m: 110-140, w: 90-110kg
  • Prüfmerkmale: Gewicht, Alter, Berechnung der täglichen Zunahme, Seitenspeckdicke über Ultraschall, Exterieurbewertung
58
Q

ELP auf äußere Erscheinung im Feld

A
  • Einstufung der Jungeber nach Exterieur und Bemuskelung
  • Ziel: mindestens 5 Punkte
  • Eingruppierung der Jungeber nach Punkten in:
    => Bewertungsklasse I 7,8,9
    => Bewertungsklasse II 5 und 6
59
Q

Prüfung in Ferkelerzeugerbetrieben

A
  • immer gesamter Bestand eines Betriebs zur Zuchtleistungsprüfung
  • alle Sauen des Bestandes gekennzeichnet
  • Leistungen werden ausgewiesen als: Kennzahlen für Wurfleistung; Jahresleistung bezogen auf den Durchschnittsbestand
  • Sammlung und Auswertung der Daten erfolgt über Sauenplaner
60
Q

Prüfung für Endprodukte von Endstufenebern

A
  • KB-Stationen geben Sperma der Endstufeneber an ausgewählte Ferkelerzeugerbetriebe ab; wichtig: gleichmäßige Verteilung der Eber
  • Ferkelerzeugerbetriebe besamen Kreuzungssauen; Ziel: mind. 20 Würfe pro Eber
  • Ferkel werden an Testbetriebe zur Mast gesendet (Einrechnung aller Abgänge, je Eber von mindestens 20 Nachkommen aus mindestens 10 Würfen, gleiche Geschlechtsverteilung)
  • Mastbetriebe beliefern Schlachthof
  • Prüfung ist gewichtsabhängig
  • Bewertung der Schlachtkörper durch neutrale Klassifizierung für: Anzahl geprüfter Nachkommen, Alter der Nachkommen, Schlachtmasse warm, Nettotageszunahme, Muskelfleischanteil, Fleischmaß, Speckmaß, Anteil Handelsklassen
  • Anomalien bei allen Prüfwürfe bezogen auf die lebend geborenen
    Ferkel: Nabelbruch, Binneneber, Hodenbruch/Leistenbruch, Zwitter, Afterlosigkeit, Missbildung, Spreizen, Zittern
61
Q

Stand der genomischen Selektion

A
  • grundsätzlich gleiche Vorgehensweise wie beim Rind
  • Daten zunächst aus Leistungsprüfung
  • Mit Ergebnissen der SNP-Chip-Typisierung assoziiert
  • Berechnung von möglichst einzelnen SNP-Effekten
  • Alle SNP-Effekte summiert zum genomischen Zuchtwert
  • immer wieder Validierung der berechneten Werte an Lernstichprobe
62
Q

Stand der genomischen Selektion : aber schwieriger als beim Rind

A
  • Einzeltier nicht so wertvoll, Typisierungskosten relativ hoch
  • positiv selektierte männliche Zuchttiere vermehren sich nicht so stark, haben nicht so viele Nachkommen wie beim Rind
  • Selektion von männlichen Zuchttieren ist geringer
  • Verfügbarkeit von Tieren für Schätzung ist geringer, daher schlechtere Sicherheit
63
Q

PIC Vorreiterfunktion (seit 2013 als erste mit GS)

A
  • Information von mehreren Zehntausend Genorten je Schwein für alle Linien und Merkmale eingeführt
  • als relationship based genomic selection
  • nutzt Abstammungsinformation von mehreren Millionen Tieren, deren Leistungsdaten und Typisierungsinformationen
  • drei Jahre nach Einführung beschleunigter Zuchtfortschritt
  • testet jeden Elite-Vererber, der das weltweite Zuchtprogramm beeinflusst
64
Q

Sequenzierung des PIC-Genoms

A
  • Gesamtgenom ca. 3 Mrd Nucleotide
  • seit 2015 in Zusammenarbeit mit Roslin Institute der Universität Edinburgh Arbeit an vollständigen Sequenzierung des Genoms von mehr als 14.000 PIC Tieren
  • Vertreter aller Mutter- und Vaterlinien
  • sehr kostenspieliges Unterfangen => Zukunft wird zeigen, wie es sich rentiert
65
Q

Was kann GS bringen?

A
  • höhere Genauigkeit der ZW in frühem Alter
  • Verringerung des Generationenintervalls
  • Selektion bereits am Ferkel
  • höhere Genauigkeit bei “schwierigen Merkmalen”
  • Prüfstation werden zur Referenzstation
  • Leichter möglich differenzierte Zuchtziele umzusetzen
66
Q

Beispiel für Grundlage der GS in Bayern

A
  • Aufbau einer Routine für Genomische Selektion für Pietran erarbeitet
  • Lernstichprobe mit 2.400 sicher nachkommengeprüften Ebern, jährlich durch 200 neu geprüfte Besamungseber erweitert
  • Chip-Genotypisierung für kostengünstige Bestimmung von rund 60.000 genomischen Varianten (Marker)
  • Wirkung der 60.000 Marker auf die einzelnen Merkmale berechnet
  • Derzeit Sicherheiten der ZW von Jungebern von etwa 50% möglich, damit Aussagekraft wie Eber mit 6 stationsgeprüften Nachkommen