Aktivierung immaterieller Vermögensgegenstände Flashcards Preview

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Flashcards in Aktivierung immaterieller Vermögensgegenstände Deck (13):
1

(I) Sinn und Zweck


Vorsichtige und objektivierte Ermittlung eines ausschüttungsfähigen Umsatzgewinnes


2

(II) Gewinnermittlungsprinzipien



1. Realisationsprinzip



a) Erfolgswirksamkeitsprinzip


Definition:



Aktiviere Einnahme nach dem BST, die aus Umsätzen davor resultieren


3

(II) Gewinnermittlungsprinzipien



1. Realisationsprinzip



b) Erfolgsneutralitätsprinzip


Definition:



Aktiviere Ausgabe vor dem BST, die aus Umsatz danach alimentieren 


4

(II) Gewinnermittlungsprinzipien



1. Realisationsprinzip



c) Imparitätsprinzip


Das Imparitätsprinzip hat auf der Aktivseite der Bilanz keine Bedeutung in Zugangszeitpunkt. Sein Anwendungsbereich beschränkt sich auf die Folgebewertung der Aktiva


5

(III) Vermögensermittlungsprinzipien



1. Vermögenswertprinzip


Definition:
Wirtschaftlicher Vorteils durch zukünftige Umsatzsteigerung oder Kostenersparnisse.
Das Vorliegen von Sachen oder Rechte ist weder notwendig noch hinreichend


6

(III) Vermögensermittlungsprinzipien



2. Übertragbarkeitsprinzip


Definition: Ein gedachter Erwerber könnte den Vorteil miterwerben und würde etwas dafür bezahlen.
- Auf seine Einzelveräußerbarkeit kommt es nicht an.
- Persönliche Vorteile und Vorteile in der Umwelt des Unternehmens ​sind nicht übertragbar

7

(III) Vermögensermittlungsprinzipien



3. Greifbarkeitsprinzip


Definition: Formaler Existenznachweis des Nettoeinnahmenmehrpotenzials
Typisierung 1:
Sachen und Rechte sind greifbar. Ihre Existenz kann durch das Eigentumsrecht bzw. die Inhaberschaft an ihnen formal nachgewiesen werden
Typisierung 2:
Bei rein wirtschaftlichen Gütern gilt die Vermutung, dass sie nicht greifbar sind. Die Vermutung kann widerlegt werden durch
- ihren Einzelerwerb durch Dritte
- den Nachweis eines Marktes, auf dem identische Güter gehandelt werden oder
- ihre offensichtliche Werthaltigkeit


8

(III) Vermögensermittlungsprinzipien



4. Selbstständige Bewertbarkeit


Definition: Der Nettoeinnahmenpotenzialträger lässt sich sinnvoll bewerten - Zugangsbewertung, Folgebewertung und Abgangskontrolle müssen gewährleistet sein


9

(III) Vermögensermittlungsprinzipien



5. Zwischenergebnis


Zwischenergebnis, ob die Gewinnermittlungsprinzipien eine aktivierung der Ausgabe verlangen.


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(IV) Aktivierungsrechte und Aktivierungsverbote



1. Verbote des § 248 Abs. 1 HGB


Definition: Nicht aktiviert werden dürfen
1. Aufwendungen für die Gründung eines Unternehmens
2. Aufwendungen für die Beschaffung des EK
3. Aufwendungen für den Abschluss von Versicherungsverträgen


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(IV) Aktivierungsrechte und Aktivierungsverbote



2. Aktivierungswahlrechte


Definition: Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens müssen nicht aktiviert werden


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(IV) Aktivierungsrechte und Aktivierungsverbote



3. Verbot des § 248 Abs. 2 Satz 2 HGB


Definition: Nicht aktiviert werden dürfen selbstgeschaffene Marken, Drucktitel, Kundenlisten, Verlagsrechte oder vergleichbare immat. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens


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(IV) Aktivierungsrechte und Aktivierungsverbote 



Vollständigkeitsgrundsatz 


Der Jahresabschluss hat sämtliche Vermögensgegenstände zu enthalten, soweit gesetzlich nicht anders bestimmt