Determinanten individueller Unterschiede Flashcards

1
Q

Definition Polygenie

A

Mehrere Gene wirken auf ein phänotypisches Merkmal ein

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2
Q

Definition Polyphänie

A

ein Gen beeinflusst mehrere phänotypische Merkmale

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3
Q

Definition Epigenetik

A

beschreibt die Interaktion des Genoms mit der Umwelt

““Oberhalb der Genetik””

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4
Q

Definition Phänotyp

A

sichtbare Eigenschaften eines Organismus

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5
Q

Welche relevante Eigenschaft haben Vater und Mutter in der Regel in Bezug auf Erbbedingungen? Welche Folge hat das?

A

Ähnlichkeit - Vererbung ähnlicher Gene

Vater und Mutter sind sich in der Regel ähnlicher als 2 zufällige Personen

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6
Q

Welche 3 Faktoren sind relevant für die Prägung einer Person?

A

genetische
vermittelte (Erziehung etc)
Partnerwahl (Vater und Mutter in der Regel ähnlicher als 2 Zufallspersonen)

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7
Q

Welche Faktoren beeinflussen Geschwister beim aufwachsen? (3)

A

genetische
geteilte Umwelt
nichtgeteilte Umwelt

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8
Q

Welche 3 Kovariationstypen gibt es in der Epigenetik?

A

Passive Erbe-Umwelt-Kovariation
Reaktive Erbe-Umwelt-Kovariation
Aktive Erbe-Umwelt-Kovariation

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9
Q

Worum handelt es sich bei Passiver Erbe-Umwelt-Kovariation?

A

Die von den Eltern vermittelten Umweltbedingungen, zum Beispiel Zugang zu Kunst und Literatur

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10
Q

Worum handelt es sich bei Reaktiver Erbe-Umwelt-Kovariation?

A

Die Reaktion der Umwelt auf bestimmte Begabungen/Neigungen, zum Beispiel auffallen des Interesses in der Schule und folgende Empfehlung

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11
Q

Worum handelt es sich bei Aktiver Erbe-Umwelt-Kovariation?

A

Kind sucht aktiv nach Begabungs-entsprechenden Bedingungen

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12
Q

Nenne 3 Fragen um Genetische- und Umwelteinflüsse beim Aufwachsen zu messen und jeweils ein Forschungsbeispiel - Welches Problem tritt hierbei auf?

A

1) Wie wirkt sich unterschiedliche Umwelt auf identisches Erbgut aus?
► Forschung getrennt aufwachsender Zwillinge

2) Was ist stärker? Erbliche oder Umwelteinflüsse?
► Forschung Adoptivkindern - ähnlicher zu biologischen oder Adoptiveltern

3) Wie wirkt sich identische Umwelt auf verschiedenes Erbgut aus?
► Forschung an Heimkindern

►►genannte Studien können nie an wahre Zufallsmethoden herankommen und sind kritisch zu betrachten

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13
Q

Was versteht man unter Umwelteinflüssen?

A

Alle Faktoren, die sich auf den Menschen auswirken und nicht aus Erbeinflüssen stammen

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14
Q

Nenne die 6 Dimensionen der Umwelt nach Moos

A

ökologische Dimension: Klima, Landschaft etc
Verhaltenshintergründe: Individuum + Umwelt - joggen in ländlicher Region besser als Stadt
organisatorische Strukturen: Arbeit, Schule etc
kollektive, persönliche oder behaviorale Charakteristika einer Umgebung: viele Alte Menschen
psychosoziale und organisationale Klimavariablen: Zugang zu macht, kulturelle Identität
Umweltbekräftigungs-relevante Faktoren: kulturelles Angebot

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15
Q

Wer hat die “Dimensionen der Umwelt” begründet? Wie viele gibt es?

A

Moos, 6

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16
Q

Was ist die Kernaussage der “Dimensionen der Umwelt” nach Moos?

A

Die Umwelt(-dimensionen) hat Einfluss auf die Ausprägung bestimmter Persönlichkeitsfaktoren

Beispielsweise haben Inuit ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen, da sie schon ab Kindesalter jagen

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17
Q

Wie viele Kulturdimensionen gibt es und wer hat sie entworfen?

A

6, Hofstede

18
Q

Was war Hofstedes Ziel beim Entwurf seiner 6 Kulturdimensionen?

A

Persönlichkeitsunterschiede auf kultureller Ebene zu messen

19
Q

Wodurch können Menschen tief geprägt werden sagt Hofstede?

A

Durch ihre Landes- und Gesellschaftskultur

20
Q

Nenne die 6 Kulturdimensionen nach Hofstede

A
Power Distance
Uncertainty Avoidance
Individualism/Collectivism
Masculinity/Femininity
Long-/Short-Term Orientation
Indulgence/Restraint
21
Q

Auf welcher Basis entwickelte Hofstede seine 6 Kulturdimensionen

A

Studien an IBM Mitarbeitern

22
Q

Erkläre Power Distance, Uncertainty Avoidance, Masculinity/Femininity, Individualism/Collectivism, Long-/Short-Term Orientation und Indulgence/Restraint

A

6 Kulturdimensionen nach Hofstede

Power Distance: Ausmaß einer ungleichen Machtverteilungserwartung bzw -akzeptanz in einer Hierarchie

Uncertainty Avoidance: Außmaß an Toleranz/Intoleranz gegenüber Neu- und Andersartigem, Gesetzen zur Kontrolle solcher Dinge

Individualismus: betont den Einzelnen und Selbstverwirklichung
Kollektivismus: betont Gruppenzugehörigkeit, “Wir-Bewusstsein”

Maskulinität: Männer in Machtpositionen, “männlich”: Wettbewerb, Leistungsprinzip, Dominanz
Femininität: Frauen in Machtpositionen, “weiblich”: Sensibilität, Fürsorge

Long-Term: Fokus Zukunft: Pläne, Geld sparen, Lernen
Short Term: Fokus Vergangenheit: Tradition, Geld ausgeben, Konsum und Sozialleben

Indulgence: Freizeit, Glück
Restraint: Befolgen von Normen

23
Q

Nenne 5 spezifische Faktoren die sich auf die Entwicklung eines Kindes (und Erwachsenen) und besonders dessen Intelligenz auswirken können

A

Ernährung bzw Mangelernährung: (auch der Mutter in der Schwangerschaft)

Krankheiten:, chronisch oder vorübergehend können Aufmerksamkeit und Gedächtnis stark beeinträchtigen

Geschwisterreihe: ältere Kinder haben oft Intelligenzvorteil durch “Lehrfunktion”

Erziehungsverhalten der Eltern: Einfluss eher gering, da auch durch Umwelt geprägt

Übung, Training

24
Q

Was ist “Delinquenz” und was kann ihre Ausprägung beeinflussen?

A

Delinquenz ist Straffälligkeit, und Feindseliges Verhalten der Eltern gegenüber ihres Kindes kann sie erhöhen

25
Q

Was ist direkte Übung und Mitübung?

A

direkte Übung: Fähigkeitsverbesserung in einem Bereich durch gezieltes Training
Mitübung: Fähigkeitsverbesserung durch indirekte Trainingsauswirkung auf Bereich

26
Q

Was erschwert das Prinzip der “Mitübung”?

A

Die genaue Messung des Übungseffekts

27
Q

In welchem Bereich sind Frauen vs Männer im Schnitt begabter als das andere Geschlecht?

A

Sprache vs Naturwissenschaften und räumliches Vorstellungsvermögen

28
Q

Welche Eigenschaften sind bei Männern im Schnitt stärker Ausgeprägt als bei Frauen (4)

A

Aggression, Hilfsbereitschaft, Sexualität, Selbstwertgefühl

29
Q

Vergleiche Männer mit Frauen im Schnitt im Bezug auf die Big-Five

A

Männer: extravertiert, dominant, offen

Frauen: ängstlich, gewissenhaft, verträglicher

30
Q

Wie zeichnet sich weibliches vs männliches Gesprächsverhalten aus?

A

Frauen erscheinen in Gesprächen offener und lächeln mehr als Männer.

31
Q

Welche Eigenschaften sind bei Frauen schwächer Ausgeprägt als bei Männern (oder in die negative Richtung ausgeprägt) (4)

A

Sexualität, Hilfsbereitschaft, Aggression, Selbstwertgefühl

32
Q

Durch was ist geschlechtsspezifisches Verhalten stark geprägt?

A

Hormone

33
Q

Welches Ergebnis zeigten Experimente an weiblichen Föten mit synthetischem Östrogen vs an männlichen Föten?

A

weibliche: stärkeres Herumtoben, öfter homo- oder bi-sexuell

männliche: Verschlechterung des räumlichen Vorstellungsvermögens

34
Q

Im Gegensatz zu Klischee-Annahmen sind männliche vs weibliche Geschlechtsmerkmale…

A

viel mehr überlappend und nicht stark getrennt.

35
Q

Was gibt es zu dem Erlernen eines Geschlechtskonzepts zu sagen?

A

Kinder erlernen die kulturtypischen “Geschlechterrollen” früh - “typisches Geschlechtsverhalten”
“Geschlecht ist eine Konstante und unveränderlich” (außer durch OP)
Kohlberg: Konzept der Festigung der Geschlechterkonstanz

36
Q

Was ist das Sinus Milieu? Wie viele Einteilungen gibt es?

A

10 Gruppen, eingeteilt in Unterschicht, Mittelschicht, Oberschicht und Traditionen, Lebensstandart, Multioptionalität
Beschreibung der Aufteilung der Bevolkerung in diese Kategorien

37
Q

Womit wird der sozioökonomische Status zu objektivieren versucht? (3)

A

Bildungsniveau, Art der Beschäftigung, Höhe des Einkommens

38
Q

Welches Modell findet im Bezug auf sozioökonomischen Status gebrauch?

A

Sinus-Milieu

39
Q

Womit korreliert Intelligenz?

A

Intelligenz korreliert positiv mit schulischem- und beruflichem Erfolg

40
Q

Wie wird der sozioökonomische Status traditionell aufgeteilt? (5)

A

Unterschicht, untere-, mittlere-, obere Mittelschicht, Oberschicht

41
Q

Welche Aufteilung fügt das Sinus Milieu zur traditionellen Aufteilung hinzu? (2 Dimensional)

A

zu Unter-, Mittel-, und Oberschicht kommt hinzu:

Traditionsorientierung (Festhalten)
Lebensstandard (Haben+ Genießen)
Multioptionalität (Machen+ Erleben)

42
Q

Woran wurde das Sinus-Milieu getestet?

A

qualitative Interviews und quantitative Tests