Kapitel 6.1 Circadiane Rhythmik, Wachen und Schlafen Flashcards Preview

03411 Einführung in die Biologischen Grundlagen der Psychologie > Kapitel 6.1 Circadiane Rhythmik, Wachen und Schlafen > Flashcards

Flashcards in Kapitel 6.1 Circadiane Rhythmik, Wachen und Schlafen Deck (27):
1

Endogener Rhythmus

Hauptsächlich ohne äußeren Zeitgeber gesteuerter Rhythmus.

2

Circadiane Rhythmik

> Oberbegriff
> Beschreibt allgemein Funktionen, die in ihrem Ablauf einem 24stündigen Rhythmus unterliegen
>Beispiele: Schlaf-Wach-Rhythmus, Körpertemperatur, Leistungsfähigkeit, Empfindlichkeit für Sinnesempfindungen, Spiegel der verschiedenen Hormone

3

Nucleus suprachiasmaticus

Kleines Kerngebiet im vorderen Hypothalamus, das sich unmittelbar über der Kreuzung der Sehbahn befindet. Über ihn wird u.a. die circadiane Rhythmik vermittelt.

4

Basic Rest Activity Cycle (BRAC)

> Stabiler Rhythmus verschiedener Vitalfunktionen
> Zum Beispiel: Bedürfnis nach Nahrung oder Flüssigkeit, Magenbewegungen, Harndrang, psychomotorische Leistungen

5

Aufmerksamkeit

> Selektionsmechanismus
> Aus der Vielzahl der Reize, mit denen ein Mensch konfrontiert wird, werden der- diejenigen ausgewählt, die als wichtig oder relevant bewertet werden.

6

Tonische Aktivierung

Die tonische Aktivierung entspricht der Grundaktivierung, dem allgemeinen Grad der Wachheit. Er unterliegt zirkadianen Schwankungen.

7

Phasische Aktivierung

Die phasische Aktivierung beinhaltet die Fähigkeit, das tonische Aktivierungsniveau auf
einen kritischen Reiz bzw. eine Anforderung hin zu erhöhen.

8

An Prozessen des "Wachzustandes" beteiligte Hirnstrukturen

> Formatio Retikularis (Aufrechterhaltung tonische Muskelaktivität)
> Aufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem (ARAS)
> Nucleus reticularis des Thalamus

9

Gate-Funktion des Thalamus

>Aufgabe dieser Struktur: Aufrechterhaltung des, für eine optimale Leistung notwendigen, mittleren Aktivierungsniveaus
>Daher werden nur wichtige Reize an höhere Regionen weitergeleitet.

10

Primäre Reizverarbeitung

> Unbewusst
> Findet in den ersten 100 ms nach dem Reiz statt.
> Führt ggf. zur Bewusstwerdung des Reizes und kann bewusste Reaktion vorbereiten.

11

Schlafstadien

> Schlaf ist nicht gleichförmig
> Lässt sich in unterschiedliche Schlafstadien einteilen.
> Unterscheidung anhand der Wellenfrequenzmuster im EEG

12

Wachzustand
(Wellenfrequenzmuster im EEG)

>Beta-Wellen
>Im entspannten Wachzustand: Alpha-Wellen

13

Schlafstadium 1

> Nur noch wenige Alpha-Wellen
> Niedrige Beta-, und Theta-Wellen
> Übergang vom Wachen zum Schlafen

14

Schlafstadium 2

> Theta-Wellen
> Schlafspindeln
> K-Komplexe

15

Schlafstadium 3

> Tiefschlafstadium
> Zwischen 20-50 % der EEG-Aktivität besteht aus Delta-Wellen (Deltaschlaf, slow wave sleep)

16

Schlafstadium 4

> Tiefschlafstadium
> über 50% % der EEG-Aktivität besteht aus Delta-Wellen (Deltaschlaf, slow wave sleep)

17

REM-Schlaf

> REM = Rapid Eye Movements
> Schlafphasen in denen sich die Augen bei geschlossenen Liedern rasch hin und her bewegen.
> Muskeltonus deutlich herabgesetzt -> Kleine Muskelzuckungen können auftreten.

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REM-Schlaf

> REM = Rapid Eye Movements
> Schlafphasen in denen sich die Augen bei geschlossenen Liedern rasch hin und her bewegen.
> Muskeltonus deutlich herabgesetzt -> Kleine Muskelzuckungen können auftreten.
>Ähnlichkeiten mit Schlafstadium 1 - Unterschied: Weckschwelle hoch.

19

Schlafspindeln

> kurze, hochfrequente Veränderungen (EEG)
>Auftreten von Schlafspindeln markiert den eigentlichen Einschlafzeitpunkt

20

K-Komplexe

>Plötzlich erscheinende scharfe Wellenformen mit ungewöhnlich hoher Amplitude
>Treten typischerweise nur im Stadium 2 auf

21

Schlafzyklus

> Ablauf der Schlafstadien 1-4 und des REM-Schlafs in gewisser Regelhaftigkeit
> Länge Schlafzyklus ca. 90 Minuten (Basic Rest Activity Cycle)

22

Abfolge 1. Schlafzyklus der Nacht

S1-S2-S3-S4-S3-S2-S1-REM-Schlaf

23

Träume

>Zu Träumen kommt es in allen Schlafstadien
> Beobachtung: Während des REM-Schlafs wird mehr geträumt.
>Erläuterungsversuch: Träume als Versuch kortikaler Assoziationsfelder, inkohärente Informationen aus den verschiedenen Kanälen zu deuten.

24

Melatonin

> Hormon
> Wird von der Zirbeldrüse ausgeschüttet
> Wirkt Aktivitätssenkend und schlaffördernd.

25

Schlafstadien und Aktivität von Hirnregionen

> Schlafstadien scheinen Aktivität unterschiedlicher Hirnregionen abzubilden.
> REM-Schlaf durch Strukturen der Formatio retikularis "an" und "ausgeschaltet"
> Langsame Wellen des Tiefschlafs bilden Schrittmacherfunktion des Thalamus ab.

26

Schlaf als Erholungs- und Reparaturphase

> Vitalfunktionen erhaltende Prozesse wie Zellteilung oder Verdauung laufen ab
> Kortikale Verarbeitungsprozesse und Konsolidierungsprozesse finden ebenfalls statt (In den REM-Phasen verfestigen sich gelernte Inhalte insbesondere des prozeduralen Wissens)

27

Folgen von Schlafentzug

> Immer stärkere Müdigkeit
> Einbußen in der psychischen und physischen Leistungsfähigkeit
> Schlafattacken ("Sekundenschlaf")
> Dauerhafter Schlafentzug führt zum Tod.