Kommunikation/Psychologie/Menschsein Flashcards Preview

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Flashcards in Kommunikation/Psychologie/Menschsein Deck (47):
1

Def: Wahrnehmung

Komplexer Prozess der Informationsverarbeitung von REIZEN aus UMWELT/eigenen KÖRPER von SINNESZELLEN aufgenommen und über NERVENBAHNEN zum GEHIRN übertragen und dort WEITERVERARBEITET werden

2

Wahrnehmung erfolgt...

kontinuirlich, zufällig und diffus

3

5 verschiedene Sinnessysteme

1. Visuelles System
2. Auditives System
3. Taktiles System
4. Kinästhetisches System
5. Vestibuläres System - Orientierung
6. Olfaktorisches System - Riechzellen/Umweltkontrolle
7. Gustatorisches System - Geschmack

4

5 Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung

Fehlende Selbstreflexion
Erfahrungen
Soziokulturelle Aspekte
Gefühle
Drogen

5

Entwicklung der Wahrnehmung (Mutterleib)

- Kind in Utero nimmt Wechsel von Aktivitäten und Geräusche wahr

-> Ist an Freuden und Spannungen der Mutter beteiligt

-> SENSORISCHE ERFAHRUNGEN während der Schwangerschaft geben Kind Informationen über sich selbst

-> SOMATISCHE, VESTIBULÄRE und VIBRATORISCHE REIZE = Eigenes Ich / Entdeckung der Abgrenzung zur Welt

-> Haut als Kontakt und Abgrenzungsorgan

-> Innenohr bestimmt Lage im Raum/ Einschätzen von Bewegungen

-> Über Vibrationssinn nimmt Kind Schwingungen und Tiefeneindrücke wahr

6

Wahrnehmungsweiterleitung (3. Schritte)

1. Reiz 2. Nerven 3.REAKTION

7

Ziel von Basaler Stimulation

- sich selber zu spüren
- Grenzen wahrzunehmen

8

Def: Soziale Wahrnehmung

Wahrnehmung von Personen aus der Umgebung, in Abhängigkeit von der Selbstwahrnehmung, von sozialen Vergleichsprozessen und Faktoren aus der Umwelt

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Kommunikation DEF + im Sinne der Wahrnehmung

Kommunikation = Austausch von Informationen zwischen Sender und Empfänger

1. Verbal (Digital)
2. non-verbal (Mimik,Gestik)
3. paraverbal (Lautstärke, Tonfall, Artikulation)

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Wahrnehmungsfehler

- Der Erste Blick

- Stereotypisierung (Nationen/politisch/Berufisch)

-Halo Effekt (Herausstechende Eigenschaft bestimmt
Gesamteindruck) - (Ein schwacher Schüler) (SOziale Normen)

- Logische Fehler (Annahme EIgenschaften gehören zusammen)

- Zuschreibungsfehler (Situativ)

- Kontrastfehler
(Erste Beurteilungen bilden Vergleichsmaßstab für die folgenden)


Übertragungsfehler
- Reiz ruft Erinnerungen hervor (Inneres Auge)

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Johari Fenster Def

+

Erläuterung

Das Johari-Fenster ist ein Fenster bewusster und unbewusster Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmale zwischen einem Selbst und anderen oder einer Gruppe.

Bereich A = Freies Handeln/ Gemeinsames Wissen
=> Wir als öffentliche Person

Bereich B = Blinder Fleck
=> Unbewusste Verhaltensweisen, die von anderen Gruppenmitgliedern deutlich wahrgenommen werden
miest nonverbal


Bereich C = Bereich des Verbergens
Umfasst die Zurückhaltung und was wir bewusst vor anderen Verbergen (Die Private Person)

Bereich D = Bereich des Unbewussten
=> Zugang für Tiefenpsychologen / Seele

Johari Fesnter zeigt, dass Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung sich nicht entsprechen, es passiert, dass es Verhaltensweisen gibt, die anderen unbeabsichtigt Mitteilung über uns gibt, während große Bereiche der eigenen Wahrnehmung verborgen bleiben

In einer neuen Gruppe ist Quadrant A sehr klein (Wenig freies Handeln...=> Unsicherheit)

Kommunikativer Gruppe= Quadrant A muss wachsen (So kann man mehr über seinen Blinden Fleck erfahren)

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5 Methoden zur Vergrößerung des Quadranten A
( Johari Fenster )

= Informationen über sich preisgeben
= Feedback geben und aufnehmen
= Selbstbilder akzeptieren
= Mitteilen wenn Grenzen erreicht sind
= Bereitschaft Selbstverständnis zu erweitern

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Ziel des Johari Fensters

Zusammenwachsen zu einem Team und durch Feedback-Prozess Quadrant A zu vergrößern und die Quadranten B und C zu verringern. Blinde Flecken aller Beteiligten werden dadurch aufgehellt

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Beobachtung Def + Vergleich zu Wahrnehmung

Beobachten ist eine systematische und planmäßige Form der Wahrnehmung mit dem Ziel der Erkenntnisgewinnung.

Im Gegensatz zur Warhrn. ein BEWUSSTER, SYSTEMATISCHER und ZIELGERICHTETER Vorgang mit AUFMERKSAMKEIT auf EINZELENE PHÄNOMENE die Anpassung des Handelns an AKTUELLE Situation ermöglicht

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Beobachtung ist wichtig in der Pflege weil...

gewonnene Informationen die Basis für alle weiteren Schritte im Pflegeprozess darstellen

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Wie entsteht Beobachten

Unspezifische Wahrnehmungen gehen über in ein Betrachten und Untersuchen auf Veränderungen
=> Beobachten

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Beobachtungsprozess

1. SELEKTION + FOKUSSIERUNG
Wahrnehmungsreize => Aufmerksamkeit auf einzelne Symptome/Kriterien


2. SUCHE NACH VERGLEICHBAREN MERKMALEN
Vergleich durch Erfahrungen/Fachwissen => Vergleichsmöglichkeiten werden deutlich



3. FRAGSTELLUNGEN & INTERPRETATIONEN
Wunsch nach Erklärung entsteht ( Fragestellungen grenzen Interpretationsmöglichektien ein)


4. ÜBERPRÜFEN DURCH MESSEN
Entsprechend der Fragestellung erfolgt Überprüfung ( setzt in der spez. Beobachteng der Pflege FACHWISSEN voraus)

5. BEWERTUNG

(6). Pflegerisches HANDELN

Beobachtung der durchgeführten Maßnahmen schließt den Kreis des Beobachtungsprozesses

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Beobachtungsarten

1.Subjektive Beobachtung
( Einseitig aus Sicht der eigenen Person)

2.Objektive Beobachtung
( Sachlich, Menschen können aber nicht objektiv beobachten, meist MESSBAR, NACHPRÜFBAR)
OBJEKTIVE BEOBACHTUNG WIRD ERREICHT WENN:
Mehrer Personen unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis kommen


3. Fremdbeobachtung
(Beobachtung eines anderen Menschens und seinem Verhalten)

4. Selbstbeobachtung
(INTROSPEKTION..auf den eigenen Bewusstseinsablauf gerichtet)
SELBSTBEOBACHTUNG ELEMENTAR in der Pflege für die eigene Empathie

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Ziele der Beobachtung

Gewinnen von Erkentnissen
- um auf Veränderungen eingehen zu können
- Um Entscheidungen zu treffen

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Unterscheidungen Beobachtung / Wahrnehmung

Beob. :
- Bewusst - Basiert auf eigenen Erfahrungen, gezielt , Erfolgt aus Interesse, Gerichtet auf bestimmte Phänomene, Pflegerisch: theoretisches Wissen und prak. Erfahrung notwendig, Automatische Suche nach Interpretationsmöglichkeiten

Wahrnehmung:
- unbewusst, unbeeinflussbar, zufällig, geschieht durch ausgelösten Reiz, Eigensinn

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8 Wichtige Aufgaben der Beobachtung als ELEMENTARE Pflegehandlung

1. Beziehungsaufbau zum Pat.
2. Einfühlungsvermögen um Wahrnehmungsfehler zu mindern
3. Diagnosestellung
4. Bedürfnisse des Pat. werden erkannt
5. Gefährdete Situationen werden erkannt
6. Minderung von Belastungen
7. Wirkung und NEbenwirkung von Maß. erkennen
8. Informationsquelle
(9.) Pfleg. Kompetenz

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Systematische Beobachtung in der Pflege

1. Zeitpunkt (Im Rahmen des Pflegeprozesses oder Speziell )

2. Hilfmittel (Einsatz von Sinnesorganen/Informationen/ Instrumenten)

3. Systematik ( Selektion und Sortierung von wahrgenommenen Informationen kranker Menschen

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Beobachtungsfehler + Prinzipien für eine verlässliche Beobachtung

Fehler:
- Falsche Infos
- Steretypisierung
- Übertragungsfehler
- Zuordnungsfehler
- Halo- effekt
- Bildung
- Erziehung
- Intellekt
- Weltbild
Flüchtigkeitsfehler

SUBJEKTIVE DATEN MÜSSEN IMMER AUF VALIDITÄT UND RELIABILITÄT (Zuverlässigkeit) überprüft werden.

Prinzipien:
- regelmäßig beobachten
- verschieden beobachten
- unauffällig beobachten
- Assessmentinstrumente nutzen
- Ergebnisse hinterfragen
- Beobachtungsergebnisse in Zusammenhang bringen

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Der Anthrophologie

Wissenschaft vom Menschen samt seiner Lebensweise (Natur des Menschen)

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Unterschied Implizite Menschenbilder / explizite Menschenbilder

Implizit = subjektiv und einzeln erfahrbar

Explizit = ausformuliert und veröffentlicht

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Menschenbild in der Pflege (4 Punkte)

1. Menschenbild an sich
• wie sehe ich den krank sein?
• wie sehe ich gesund sein
• wie sehe ich mich

2. Pflegehandlungen

3. Umwelt Institution (Leitbild)

4. Gesundheit Krankheit(Wann wird Pflege notwendig)

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Faktoren die das Menschenbild beeinflussen

Alter
Kultur
Umwelt
Lebenserfahrung
Religion
Familie
Geschlecht
Gesellschaft

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DEF Krise

Verlust des seelischen Gleichgewichts durch Lebensumstände die die Lebenserfahrung und damit Bewältigung überfordert

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2 Arten von Auslösern von Krisen

Normative
Lebensereignisse

• sensible Phasen von Veränderung geprägt

Traumatische Lebensereignisse

• Unvorhersehbare Ereignisse


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Krise als Chance zur...

Persönlichkeitsentwicklung

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Copying Def+ Ziel

- tiefgehende Auseinandersetzung
Hinsichtlich Zukunft und Lebensqualität
- Krankheitsverarbeitung


Prozesse bei denen bestehende oder erwartende krankheitsbedingten Belastungen KOGNITIV ,EMOTIONAL und durch HANDELN bewältigt werden

Ziel :
• Bewältigung

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Wann wird Coping beim Pat. gefördert ?

- kontrollüberzeugung
- soziale Unterstützung
-Optimismus
- Vorerfahrungen
- Spiritualität

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Coping Strategien

Coping bei Behinderungen/Chronischen Krankheiten
- Kognitionen
- Emotionen
-Handlungen

Emotionales Coping
- Kontrolle der Gefühle

Problembezogenes Coping
- Informationen suchen und Verhaltensweisen aufbauen

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Punkte des pflegerischen Menschenbildes

- Der Mensch als Individuum
- Der Mensch ist eine Person
- der Mensch gar würde
- soziales Wesen
- religiöses Wesen
- der Mensch kann frei denken

35

Definition Motivation

Prozess der AKTIVIERUNG und STEUERUNG von VERHALTEN.
ENERGIE, die ein Lebewesen einsetzt, um ein Ziel zu erreichen.

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Intrinsische Motivation 4 Punkte

- Lernen/Arbeiten aus inneren Antrieb heraus
- Handeln aus Idealismus
- Geld/Bewunderung spielen dabei keine Rolle
- Bsp: Ehrenamt ( Motivation kommt von Innen)

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Extrinsische Motivation 3 Punkte

- Lernanreiz durch Erwartung und Belohnung
- Materieller Art / Soziale Anerkennung
- Motivation kommt von außen

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Optimale Motivation

- Wird erreicht, wenn:

- Wenn Person interessiert ist, sich zutraut die Aufgabe zu lösen und dies gleichzeitig als Anspruch an sich selbst stellt

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Bedürfnispyramide nach Maslow (8 P.)

-----Defizitmotive------
1. Biologische Bedürfnisse (Wasser)
2. Sichherheit
[1+2 exsistenzielle Bedürfnisse]


3. Bindung (Liebe)
4. Wertschätzung
[3+4 soziale Bedürfnisse]


-----Überflussmotive-----
5. Kognitive Bedürfnisse (Wissen)
6. Ästhetische Bedürfnisse ( Schönheit)
7. Selbstverwirklichung ( Eigenes Potential)
8. Transzendenz


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Def Kommunikation

Das in Verbindung stehen von Menschen / Austausch von Informationen

=> Basis für Gemeinschaft
=> Kommunikation ist lebensnotwendig

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Def: Motiv

Ein Motiv ist eine überdauernde Handlungsbereitschaft oder die einem Verhalten zugrunde liegenden physiologischen und psychologischen Ursachen

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Def Bedürfnis

Ein Bedürfnis ist der Zustand eines Mangels.
Bedürfnisse gelten als Motive menschlichen Verhaltens

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2 wesentliche Komponenten von Motiven

1. aktivierende Komponente (durstig sein)
2. steuernde Komponente (entschluss zu trinken)

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4 Arten von Motiven

Primäre Motive
- biologisch angeboren (Schlaf, Durst, Essen)

Sekundäre Motive
- Treten in de Entwicklung durch Erfahrungen beim Menschen auf ( Anerkennung) => Sind nicht an biolog. Mangelzustände gebunden

Unbewusste Motive
- Nicht wahrnehmbare Motive (Traumatas, Neurosen)

Leistungsmotiv
- Bereitschaft , Leistung zu erbringen als individuelles Bedürfnis

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Def Leistungsmotivation
Wann ist Leistungsmotivation am stärksten?

- Gesamten Prozess der zu leistungsorientiertem Handeln führt

- Wenn die Hoffnung auf Erfolg überwiegt

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Person (Menschsein)

Eine Person ist ein durch seine individuelle Eigenschaften gekennzeichnter Mensch
Prosopon = griech. Einzigartigkeit

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Der Mensch als Einheit und Ganzheit (4 Aspekte)

1. Transzendenz (Überwelt)
2. Soziale Ebene (Mitwelt) [ - Freunde]
3. Ökologische Ebene (Umwelt)
4. Personale Ebene ( Ich als Individuum ) [- Bedürfnisse]