Pharynx, Larynx (Schritt 4-6) Flashcards

1
Q

Spatium retropharyngeum

A

Teil des Spatium peripharyngeum

Begrenzungen:

  • ventral: Faszie der Pharynxmuskulatur (Fascia buccopharyngea)
  • dorsal: Lamina praevertebralis fasciae cervicalis
  • lateral: Septa sagittalia (Grenze zwischen Spatium retropharyngeum und Spatium lateropharyngeum) = Verwachsungen der Fascia buccpharyngea und der Lamina praevertebralis fascia cervicalis
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2
Q

Spatium lateropharyngeum

A

Teil des Spatium peripharyngeum / besteht aus Pars anterior und Pars posterior

Wird durch den Fächer der 3 vom Proc. styloideus des Os temporale ausgehenden Muskeln (= M. stylohyoideus, M. styloglossus, M. stylopharyngea) und der Aponeurosis stylopharyngea in ein hinteres Kompartiment (Pars posterior) mit dem Gefässnervenstrang des Halses und ein vorderes Kompartiment mit der A. palatina ascendens unterteilt.

Begrenzungen:

  • ventral: Zwischensehne des M. constrictor pharyngis superior und des M. buccinator (= Raphe pterygomandibularis)
  • medial: Pharynx mit Tonsillen
  • lateral (von ventral nach dorsal): M. pterygoideus medialis, Glandula parotidea, Venter posterior m. digastrici, M. sternocleidomastoideus
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3
Q

M. stylopharyngeus (“Schlundheber”)

A

Zieht von laterodorsal in die Konstriktorenmuskulatur ein und dient als Leitstruktur für den N. glossopharyngeus

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4
Q

Mm. constrictores pharyngis superior / medius / inferior

A

Der Musculus constrictor pharyngis ist eine mehrteiliger Muskel der Rachenmuskulatur. Seine drei Anteile sind - von kranial nach kaudal gesehen:

  • Musculus constrictor pharyngis superior: verengt den Epipharynx; indem der sog. Pssavant-Wulst gebildet wird, kann das Eindringen von Nahrung in die Nasenhöhle verhindert werden
  • Musculus constrictor pharyngis medius: verengt den Mesopharynx; schiebt die Nahrung Richtung Ösophagus
  • Musculus constrictor pharyngis inferior: verengt den hypopharynx; schiebt die Nahrung Richtung Ösophagus
  • gemeinsamer Ansatz: Raphe pharyngis
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5
Q

Laimer- und Killian-Dreiecke

A

= zwei muskelschwache Dreiecke am Übergang der Pharynxmuskulatur zur Ösophagusmuskulatur.

  • Kommentar: Vom Killian’schen Dreieck können Zenker-Divertikel ausgehen (= nach dorsal gerichtete Schleimhautausstülpungen).
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6
Q

N. glossopharyngeus (IX)

A

aus dem Foramen jugulare;
M. stylopharyngeus als Leitstruktur;
sensible Innervation von weichem Gaumen, Pharynxwand, Tonsillennische und Mittelohr;
Geschmacksfasern aus hinterem Drittel der Zunge;
sympathische Versorgung der Parotis (Gangl. oticum);
motorische Innervation von Schlund- und Gaumensegelmuskulatur

–> Lähmung von X und IX = Verziehung des Gaumensegels

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7
Q

N. vagus (X) mit Ganglion inferius

A

aus dem Foramen jugulare;
Verlauf in Vagina carotica (= Faszienhülle; verläuft im Spatium lateropharyngeum und umgibt die A. carotis communis, V. jugularis interna, N. vagus);
Innervation von äusserem Gehörgang und Ohrmuschel sowie hinterer Schädelgrube;
motorische Innervation von Rachen- und Kehlkopfmuskulatur

–> Lähmung von X und IX = Verziehung des Gaumensegels

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8
Q

N. accessorius (XI)

A

= XI Hirnnerv

Der N. accessorius ist ein hauptsächlich motorischer Hirnnerv und besteht aus zwei Anteilen: der Radix cranialis und der Radix spinalis.

  • Schädelaustritt durch das Foramen jugulare
  • Innervation der Mm. sternocleidomastoideus et trapezius gemeinsam mit Ästen des Plexus cervicalis. Läuft über den M. levator scapulae und erreicht den M. trapezius nahe dem Angulus superior scapulae, begleitet vom R. superficialis der A. transversa colli.
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9
Q

N. hypoglossus (XII) (Canalis N. hypoglossi)

A

= XII Hirnnerv

Der N. hypoglossus ist ein rein motorischer Nerv, der die Zungenmuskulatur versorgt.

  • Schädelaustritt: Canalis nervi hypoglossi
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10
Q

Truncus sympathicus

A

= sympathischer Grenzstrang

Der sympathische Grenzstrang besteht aus 22 paarigen Ganglien, die sich rechts und links entlang der gesamten Wirbelsäule von der Schädelbasis zum Steißbein erstrecken. Distal laufen beide Grenzstränge in dem am Steißbein gelegenen Ganglion impar zusammen, sonst sind sie über Rr. interganglionares miteinander verbunden.

  • Halsganglien: Fasern aus C8-Th1
    • Ganglion cervicale superius, medium et inferiur
      • Ganglion stellatum: Verschmelzung von Ganglion cervicale inferius und dem ersten Brustganglion
  • Brustganglien: Fasern aus Th1-Th12 bilden 11-12 Ganglia thoracica
    • Fasern aus Th5-Th9 bilden den N. splanchnicus major —> Weiterzug zum Ganglion coellacum
    • Fasern aus Th10-Th12 bilden den N. splanchnicus minor –> Weiterzug zum Ganglion mesentericum superius und Gangluon mesentericum inferius
  • Bauchganglien: Fasern aus L1-L2 bilden 4 Ganglia lumbalia
    • Fasern aus L1-L2 bilden die Nn. splanchnici lumbales –> Weiterzug zum Ganglion mesentericum inferius
  • Steissganglien: Fasern aus S1-S4/5 bilden 4 Ganglia sacralai: aus ihnen gehen die Nn. splanchnici sacrales hervor
  • Ganglion impar: unpaares Ganglion vor dem Steissbein, indem der rechte und linke Grenzstrang zusammenlaufen
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11
Q

Ganglion cervicale superius

A

Das Ganglion cervicale superius ist eine Nervenzellansammlung (Ganglion) der oberen Halsregion, das den Kopf mit sympathischen Nervenfasern versorgt. Es ist das größte der drei Halsganglien des Grenzstrangs (Truncus sympathicus).

Das Ganglion cervicale superius hat eine spindelförmige Grundform. Es befindet sich in Höhe des zweiten bis dritten Halswirbels. Ventral des Ganglion befindet sich die Arteria carotis interna und die Vena jugularis interna, dorsal der Musculus longus capitis.

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12
Q

A. pharyngea ascendens

A

= medialer Ast der A. carotis externa, steigt seitlich des Pharynx auf und versorgt die Pharynxmuskulatur und zum Teil auch die Tonsilla palatina.

Die A. pharyngea ascendens und die A. palatina ascnendens können sich gegenseitig ersetzen.

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13
Q

A. palatina ascendens (A. facialis)

A

Entspringt der A. facialis nahe ihrem Abgang aus der A. carotis externa und steigt zwischen dem M. stylopharyngeus und dem M. styloglossus lateral des Pharynx auf. Ist an der Blutversorgung der Tonsilla palatina mitbeteiligt.
Die A. pharyngea ascendens und die A. palatina ascnendens können sich gegenseitig ersetzen.

Kommentar: Die A. facialis kann einen Bogen bis in die Gegend der Tonsilla palatina machen. Dieser Umstand erklärt die teilweise starken Blutungen bei einer Tonsillektomie.

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14
Q

Aa. carotis communis, interna et externa

A

Die Arteria carotis communis entspringt auf der rechten Seite aus dem Truncus brachiocephalicus, auf der linken Seite direkt aus dem Aortenbogen. Sie versorgt einen Großteil des Kopfes und des Halses mit arteriellem Blut.

Die Arteria carotis communis verläuft unter dem Musculus sternocleidomastoideus und lateral zur Trachea. An der sogenannten Karotisgabel (Bifurcatio carotidis) teilt sie sich in:

  • Arteria carotis interna
  • Arteria carotis externa
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15
Q

Äste der A. carotis externa

A

Ted (A. thyroidea superior) Ligety (A. lingualis) fabriziert (A. facialis) phantastisch (A. pharyngea ascendens) starke (Ramus sternocleidomastoideus) Ochsenschwanzsuppe (A. occipitalis) aus (A. auricularis posterior) toten (A. temporalis superficialis) Mäusen (A. maxillaris)

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16
Q

V. jugularis interna

A

Die Vena jugularis interna ist eine im Kopf-Hals-Bereich lokalisierte Vene. Sie bildet die Fortsetzung des Sinus sigmoideus und tritt durch den hinteren Abschnitt des Foramen jugulare aus der Schädelhöhle.

Gemeinsam mit der Arteria carotis interna und dem Nervus vagus zieht die Vena jugularis interna, im Verlauf von dorsal nach ventrolateral wechselnd, zum Venenwinkel hinter der Articulatio sternoclavicularis. Dort vereinigen sich die Vena subclavia und Vena jugularis interna der jeweiligen Seite zur Vena brachiocephalica.
In ihrem Verlauf liegt die Vena jugularis interna medial des Processus styloideus und verläuft nach medial-kaudal. Dabei wird sie von der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) und dem Musculus sternocleidomastoideus bedeckt. Im Bereich des Mundbodens wird sie vom Venter posterior des Musculus digastricus, am Hals vom Venter superior des Musculus omohyoideus überkreuzt.

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17
Q

Raphe pharyngis

A

= die in der Medianebene gelegene Verwachsungsnaht der Mm. constricotre pharyngis. Kraniale Befestigung am Tuberculum pharyngeum des Os occipitale.

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18
Q

Fascia pharyngobasilaris

A

= Membrana pharyngobasilaris. Befestigt den Muskelbauch des Pharynx an der Schädelbasis.

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19
Q

Epi-, Meso- und Hypopharynx

A

Der Pharynx ist nach hinten und zur Seite hin geschlossen. An seiner Vorderwand hat er jedoch drei Öffnungen, durch die er in drei Abschnitte eingeteilt werden kann.

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20
Q

Tonsilla pharyngealis

A

= Rachenmandeln

Die Tonsilla pharyngea ist ein unpaares lymphatisches Organ, das im Epipharynx (Rachendach) lokalisiert ist.

Die Tonsilla pharyngea besteht aus lymphatischem Gewebe mit zahlreichen Lymphfollikeln und ist Teil des Waldeyerschen Rachenrings. Sie liegt wie die Tonsilla lingualis unpaarig vor. Ihr Gewebe ist von zahlreichen seromukösen Drüsen durchzogen, die in flache Buchten auf der Oberfläche der Tonsille münden. Letztere ist mit dem für die Atemwege typischen respiratorischen Flimmerepithel überzogen.

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21
Q

Choanen

A

= paarige Öffnungen der Nasenhöhle in den Rachenraum.

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22
Q

Tuba auditiva

Ostium pharyngeum tubae auditivae

A

Tuba auditiva = Ohrtrompete. Verbindet das Cavum tympani = Paukenhöhle mit dem Epipharynx, wobei die Öffnung hin zum Nasenrachenraum als Ostium. pharyngeum tubae auditivae bezeichnet wird.

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23
Q

Torus tubarius

A

= eine Schleimhautvorwölbung, hervorgerufen durch den Tubenknorpel (= Cartilago tubae auditivae).

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24
Q

M. salpingopharyngeus

A

= Schlundheber –> hebt den Pharynx an

- Innervation: N. glossopharyngeus

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25
Q

Torus levatorius

A

= eine Schleimhautvorwüblung, hervorgerufen durch den M. levator veli palatini

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26
Q

M. levator veli palatini (–> Torus levatorius)

A

= Muskel des weichen Gaumens

  • hebt das Gaumensegel an
  • erweitert die Tuba auditiva
  • Innervation: Plexus pharyngeus (aus Nn. glossopharyngeus et vagus)

Der Torus levatorius ist eine Schleimhautvorwölbung im lateralen Teil des Nasopharynx, welche bogenförmig unterhalb der Einmündung der Tuba auditiva (Tubenostium) verläuft.
Der Torus levatorius wird durch den Musculus levator veli palatini aufgeworfen.

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27
Q

Velum palatinum

A

= Palatum molle. Besteht aus den Mm. levator veli palatini, tensor veli palatini et uvulae und schliesst sich dorsal dem Palatum durum an.

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28
Q

Uvula mit M. uvulae

A

Die Uvula ist ein kegelförmiger Weichteilfortsatz des weichen Gaumens. Sie befindet sich etwa in der Mitte des Gaumensegels.

Die Uvula pendelt frei beweglich im Isthmus faucium und ist von Schleimhaut bedeckt. Sie enthält Berührungsrezeptoren, die den Würgereiz auslösen können. Die Bewegung der Uvula wird durch den Musculus uvulae gesteuert. Durch seine Kontraktion wird das Zäpfchen versteift und verkürzt.

Die Uvula dient der Fremdkörperdetektion, dem Verschluß des Nasenrachenraums beim Schluckakt und spielt in Sprachen mit ausgeprägten Rachenlauten (z.B. Arabisch) eine Rolle bei der Phonation.

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29
Q

Arcus palatoglossus und Arcus palatopharyngeus

A

Gebildet durch die gleichnamigen Muskeln. Zwischen den beiden liegt die Tonsilla palatina.

Arcus palatoglossus = vorderer Gaumenbogen

Arcus palatopharyngeus = hinterer Gaumenbogen

30
Q

M. palatoglossus

A

= Muskel des weichen Gaumens

  • zieht das Gaumensegel nach unten und den Zungengrund nach oben = Verschluss der Schlundenge
  • Innervation durch N. glossopharyngeus
31
Q

M. palatopharyngeus

A

= Muskel des weichen Gaumens

  • zieht das Gaumensegel nach unten und den Zungengrund nach oben = Verschluss der Schlundenge
  • hebt den Kelhkopf an
  • Innervation durch N. glossopharyngeus
32
Q

Tonsilla palatinae

A

= Gaumenmandel. Ihre Blutversorgung erfolgt in wechselndem Ausmass aus der A. pharyngea ascendens und der A. palatina ascendens.

33
Q

Radix linguae mit Tonsilla lingualis

A

Radix linguae = Zungengrund / Zungenwurzel –> hinteres Drittel der Zunge
- V-förmiger Sulcus terminalis linguae trennt die vorderen 2/3 vom Zungengrund (An der Spitze des „V“ liegt eine blind endende Öffnung, das Foramen caecum.)

  • besitzt lymphatisches gewebe = Tonsilla lingualis
34
Q

Plicae glossoepiglottica(e) laterales et mediana

A

= 3 Schleimhautfalten zwischen Zungenwurkez und Kehldeckel.

35
Q

Plica aryepiglottica

A

Die Plica aryepiglottica ist eine Schleimhautfalte im Bereich des unteren Rachenraums (Pharynx) an der Grenze zum Kehlkopf (Larynx).

Die Plica aryepiglottica gehört zum Hypopharynx. Sie zieht von der Epiglottis zum Stellknorpel (Cartilago arytaenoidea) und liegt über dem Musculus aryepiglotticus. Dabei markiert sie die laterale Begrenzung des Kehlkopfeingangs (Aditus laryngis).

36
Q

M. aryepiglotticus

A

Bildet die Plica aryepiglottica und adduziert die Plicae vocales.

37
Q

Vallecula epiglottica

A

Eine beidseitig vorhandene Grube zwischen den Plicae glossoepiglottica(e) laterales et mediana.

38
Q

Aditus laryngis

A

= der Kehlkopfeingang, markiert die Grenze zwischen Pharynx und Laryns.

Begrenzungen:

  • ventral: Oberrand der Epiglottis
  • lateral: Plica aryepiglottica
  • dorsal: Cartilagines arytaenoideae
39
Q

Epiglottis

A

= Kelhkopfdeckel / Cartilago epiglottica

Die Epiglottis ist eine mit Schleimhaut überzogene Knorpelplatte, die sich ventral des Zungengrundes über dem Eingang des Larynx befindet.

Die Epiglottis ist in Ruhestellung nach kranial gerichtet. Beim Schluckakt wird sie durch die Bewegungen von Zungen- und Kehlkopfmuskulatur über den Larynxabgang gezogen und damit die Aspiration von Nahrungsbestandteilen verhindert.

40
Q

Recessus piriformis

A

= die Schleimhautbucht, durch die die nahrung um den Kelkopf heurm in den Ösophagus gelangt. Wird beim Schluckakt durch Anheben des Larynx und Senken der Epiglottis abgedeckt aber nicht vollständig verschlossen.

Die Plica n. laryngei ist eine Schleihautfalte in der Wand des Recessus piriformis, gebildet durch den R. internus des N. laryngeus superior.

  • Kommentar: Grössere verschluckte Objekte bleiben im Recessus piriformis stekcen –> Reizung des R. internus n. laryngei superior –> heftiger Husten und Erstickungsanfall
41
Q

Plica N. laryngei

A

Die Plica n. laryngei ist eine Schleihautfalte in der Wand des Recessus piriformis, gebildet durch den R. internus des N. laryngeus superior.

42
Q

N. layngeus superior mit:

  • R. internus N. laryngei superioris (sens.)
  • R. externus N. laryngei superioris (motor.)
A

= hoch abgehender Ast des N. vagus.
- Der feinere motorische R. externus zieht nach kaudal zum von ihm innervierten M. cricothyroideus, während sein Hauptast, der sensible R. internus (Innervation der Larynxschleimhaut bis zur Rima glottidis), die Membrana thyrohyoidea zusammen mit der A. laryngea superior (= Ast der A. thyroidea superior) durchbohrt. Das Lig. thyrohyoideum dient als Verstärkung der Membrana thyroihyoidea.

43
Q

A. laryngea superior (aus A. thyroidea superior)

A

Die Arteria laryngea superior ist ein kurzer Ast der Arteria thyroidea superior, der den oberen Teil des Kehlkopfes bis zur Stimmritze mit arteriellem Blut versorgt.

Die Arteria laryngea superior durchstößt - begleitet vom Nervus laryngeus superior - die Membrana thyrohyoidea und versorgt die Muskeln und die Schleimhaut des Larynx. Sie anastomosiert mit dem Gefäß der Gegenseite.

44
Q

Cartilago thyroidea

A

= Schildknorpel; grösster der larngealen Knorpel

  • wird von 2 Platten gebildet, welche medial verbunden sind
  • kranial = Einkerbung = Incisura thyroidea superior
  • Schildknorpel bildet Prominentia laryngea = Adamsapfel
  • Schildknorpel steht in Verbindung mit dem Os hyoideum = Zungenbein über die Membrana thyrohyoidea
  • Charakteristikum: besitzt am dorsalen Ende Hörner = Cornu superius (oberes Horn) + Cornu inferius (unteres Horn)

Folgende Muskeln setzen aussen am Schildknorpel an:
Mm. sternothyroideus, thyrohyoideus, constrictor pharyngis inferior et cricothyroideus

45
Q

Cartilago cricoidea

A

= Ringknorpel; vollständiger Ring, ohne Unterbrechungen

Die Cartilago cricoidea ist ein Knorpelteil des Kehlkopfes. Sie bildet die Basis des Kehlkopfskeletts und trägt die Cartilago thyroidea und die Cartilago arytaenoidea.

  • wichtige Struktur am vorderen Teil des Ringknorpels = Lig. cricotracheale, welches den Ringknorpel mit der Trachea verbindet —> Dicke der Struktur bedeutsam, da es den unteren und oberen Resprirationstrakt zusammenhält
46
Q

M. cricothyroideus (N. laryngeus superior)

A

Wird als einiger Kehlkopfmuskel vom R. externus n. laryngei superioris innerviert. Spannt die Stimmbänder.

47
Q

N. laryngeus inferior

A

Endast des N. laryngeus recurrens. Innerviert alle Kehlkopfmuskeln bis auf den M. cricothyroideus (wird vom R. externus n. laryngei superioris innerviert).

  • Kommentar: einseitige Recurrenslähmungs –> betroffenes Stimmband in Mittelstellung (Ausfal aller Mm. laryngis ausser dem M. cricothyroideus).
  • Kommentar: beidseitige Recurrenslähmung –> beide Stimmbänder in Mittelstellung (= Kadaverstellung)
48
Q

M. cricoarytaneoideus posterior

A

= “Posticus” der Kliniker. Erweitert die Rima glottidis.

Der Musculus cricoarytaenoideus posterior ist der einzige Kehlkopfmuskel, der als Stimmritzenöffner fungiert. Unterstützend bei der Glottisweitung zeigt sich bei starker Atmung der Musculus cricothyroideus. Die Dysfunktion des Musculus cricoarytaenoideus posterior hat fatale Auswirkungen. Seine Antagonisten sind der Musculus cricoarytaenoideus lateralis sowie die anderen drei Schließer.

49
Q

M. cricoarytaenoideus lateralis

A

= “Lateralis” der Kliniker. Schliesst die Pars intermembranacea der Rima glottidis.

50
Q

Mm. arytaenoideus tranversus et obliquus

A

= schliessen die Pars intercartilaginea der Rima glottidis.

51
Q

M. thyroepiglotticus

A

Senkt leicht die Epiglottis und adduziert die Plicae vocales.

52
Q

M. thyroarytaenoideus

A

Ist am Schluss der Rima glottidis beteiligt.

53
Q

Plexus pharyngeus

A
  • -> Rr. pharyngei der Nn. glossopharyneus und vagus, Ramus externus N. laryngeus superior und Ganglion superius
  • -> motorische: gesamte Rachenmuskulatur - mit Ausnahme des M. stylopharyngeus -, sowie grosse Teile der Gaumenmuskulatur (Nn. glossoph. und vagus, R. ext. N. lar. sup.)
  • -> sensibel: die Rachenschleimhaut (N. glossopharyneus)
  • -> vegetativ: die Drüsen der Rachenschleimhaut (Ganglion oticum des N. glossopharyngeus)
  • Kommentar: Läsion der Nn. glossopharyngeus et vagus auf einer Seite –> Verziehung des Gaumensegels
54
Q

Spatium peripharyngeum

A

= Bindegewebsraum um den Pharynx, bestehend aus dem Spatium retropharyngeum und dem Spatium lateropharyngeum. Wirkt als Verschieberaum und ermöglicht dem Pharynx so eine relativ freie Beweglichkeit.

Kommentar: Der Peripharyngealraum setzt sich bis ins Mediastinum fort –> Ausbreitungsweg zb. für Sekungsabzesse oder für in den Lateropharyngealraum durchgebrochene Peritonsillar- und Parotisabszesse. Sekungsnabszesse können sich auch entlang der Halsfaszien ausbreiten.

55
Q

Pharynxmuskulatur

A

Wird innerviert durch die Rr. pharyngei der Nn. glossopharyngeus (IX) et vagus (X). Besteht aus Schlundhebern (= Mm. levatores pharyngis = Mm. palatopharyngeus, salpingopharyngeus et stylopharyngeus) und Schlundschnürern (= Mm. constricotres pharyngis superior, medius et inferior). Letztere verlaufen überwiegend schräg und sind dachziegel- oder schuppenartig übereinandergeschichtet (dies ermöglicht eine gewisse Verschieblichkeit der einzelnen Muskeln zueinander).

56
Q

Proc. styloideus ossis temporalis

A

Der Processus styloideus ossis temporalis ist ein griffelförmiger Knochenfortsatz an der Pars petrosa des Schläfenbeins (Os temporale).

Der Processus styloideus ossis temporalis trennt die Fossa retromandibularis vom Spatium parapharyngeum. Er stammt aus dem 2. Kiemenbogen, dem Reichert-Knorpel. Die an der Schädelbasis sichtbare Pars libera geht in das Ligamentum stylohyoideum über, dem er als Ansatz dient. Weiterhin entspringen hier der Musculus stylohyoideus, der Musculus styloglossus und der Musculus stylopharyngeus. Die Pars occulta kann die Prominentia styloidea hervorrufen, die eine Vorwölbung der dorsalen Wand des knöchernen Gehörgangs formen kann.

Kommentar: Ein verlängerter Proc. styloideus kann die Gefäss-Nerven-Strasse des Halses komprimieren.

57
Q

Cavum tympani

A

Cavum tympani = Paukenhöhle

Als Paukenhöhle bezeichnet man den Hohlraum des Mittelohrs, in dem sich die Gehörknöchelchen befinden. Sie beginnt direkt hinter dem Trommelfell und wird durch die Tuba auditiva belüftet, die einen Druckausgleich ermöglicht.

58
Q

Plicae salphingopharyngea et aryepiglottica

A

= Schleimhautwülste, hervorgerufen durch die gleichnamigen Muskeln.

Die Plica aryepiglottica bildet die laterale Begrenzungen des Aditus laryngis.

59
Q

WALDEYER’scher Rachenring

A

= eine zirkuläre Anordnung lymphatischen Gewebes (Tonsillae lingualis, palatinae (2), pharyngealis (1) et tubariae (2) und lymphatisches Gewebe der Pharynxwand). Bildet einen ersten Schutzwall gegen pathogene Stoffe, die über den Nasenrachen- oder Mundrachenraum aufgenommen werden.

60
Q

Kommentar: Entzündliche Reaktionen des Waldeyer’schen Rachenrings

A

–> Schmerzen, v.a. beim Schlucken. Bei Hyperplasie des lymphatischen Gewebes evtl. operative Entfernung einzelner Tonsillen erforderlich.
Kommt es zu einer starken Anschwellung des lymphatischen Gewebes und der Schleimhaut des Pharynx –> Verschluss des Ostium pharyngeum tubae auditivae –> Beeinträchtigung der Mittelohrbelüftung –> Mittelohrentzündung als mögliche Konsequenz.

61
Q

Kommentar: Kehlkopf des Säuglings

A

Der Säugling kann dank höher stehendem Kelhkopf gleichzeitig atmen und trinken (Grundvoraussetzung für kontinuierliches Saugen an der weiblichen Brust).

62
Q

Vestibulum laryngis

A

= oberer Kelhkopfraum vom Aditus laryngis bis zur Plica vestibularis. Das Schleimhautepithel in diesem Bereich sitzt auf einer sehr lockeren, gefässreichen und verschieblichen Lamina propria.

  • Kommentar: Reizung der Schleimhaut des Vestibulum laryngis –> Austritt von viel Flüssigkeit in die lockere Lamina propria = Glottisödem (falscher Ausdruck, da die Glottis nicht beteiligt ist) –> in schweren Fällen Tod durch Erstickung
63
Q

Plicae vestibulares

A

= Taschenfalten = falsche Stimmlippen. Durch die Ligg. vestibulares aufgeworfene Gewebefalten. Liegen nur wenig oberhalb der Plicae vocales (= Stimmlippen) im Larynx. Beinhalten Dürsen, welche die Plicae vocales befeuchten.

64
Q

Plicae vocales

A

= Stimmfalten / Stimmlippen: befinden sich knapp unterhalb der Taschenfalten (= “falsche Stimmlippen”)

Die Stimmlippen sind zwei horizontal verlaufende, mit Schleimhaut bedeckte Gewebefalten innerhalb des Kehlkopfs (Larynx), die für die Stimmbildung (Phonation) verantwortlich sind.
- Basis der Stimmlippen = M. vocalis (Stimmmuskel)

  • enthalten die Stimmbänder
  • zwischen den Stimmfalten befindet sich die Stimmritze = Rima glottidis
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Q

Mm. laryngis

A

= Kehlkopfmuskeln. Lassen sich unterteilen in eine äussere (einzig der M. cricothyroideus) und innere Gruppe (alle anderen). Benannt werden sie meist nach den zwei Knorpel zwischen denen sie sich ausspannen. Die Innervation erfolgt bei allen ausser dem M. cricothyroideus (R. externus n. laryngei superioris) durch den N. laryngeus inferior.

66
Q

Rima glottidis

A

= Stimmritze

Die Stimmritze oder Rima glottidis ist der spaltförmige Raum zwischen den Stimmlippen (Plicae vocales).

Die Stimmritze besteht aus folgenden Anteilen:

  • Pars intermembranacea: Teil der zwischen den Stimmbändern liegt
  • Pars intercartilaginea: der Teil der Stimmritze, der zwischen den beiden Procc. vocales der Stellknorpel liegt

Die dynamische Veränderung der Stimmritze ist eine wichtige Voraussetzung für die Stimmbildung (Phonation).

67
Q

M. vocalis

A

= “Internus” der Kliniker. Entspringt an der Rückfläche der Cartilago thyroidea und setzt am Proc. voalis der Cartilago arytaenoidea an. Verantwortlich für Eigenspannung der Stimmbänder, mitbeteiligt am Schluss der Rima glottidis.

68
Q

Epipharynx

A
  1. Pars nasalis pharyngis = Epipharynx / Nasopharynx
    - mit Verbindung zur Nasenhöhle

Begrenzungen:

  • ventral: Choanen (Verbindung zur Nasenhöhle
  • kranial: obere Pharynxwand (Fornix pharyngis)
  • lateral: Mündungen der Tuba auditiva (Ostia pharyngea tubae auditivae) (Verbindung zu der Paukenhöhle)
69
Q

Mesopharynx

A
  1. Pars oralis pharyngis = Mesopharynx / Oropharynx
    - mit Verbindung zur Mundhöhle

Begrenzungen:

  • ventral: Gaumenbögen
  • kranial: Gaumensegel
  • kaudal: Oberrand des Kehldeckels = Epiglottis
70
Q

Hypopharynx

A
  1. Pars laryngea pharyngis = Hypopharynx / Laryngpharynx
    - mit ventraler Verbindung zum Larynx und kaudalem Übergang in den Ösophagus
    - besitzt ventral Schleimhautrinnen (Recessus piriformes), die die Nahrung beim Schlucken beidseits des Kehlkopfeingangs vorbeiführen

Begrenzungen

  • ventral: Kehlkopfeingang (Aditus laryngis)
  • kranial: Oberrand des Kehldeckels
  • dorsal: Ösophagusmund (Verbindung zum Ösophagus)