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Flashcards in Strafrecht - BT Deck (256):
1

Absicht der Täuschung im Rechtsverkehr (Urkundendelikte)

Wille, durch den Gebrauch der Urkunde bei einer anderen Person einen Irrtum über die Echtheit der Urkunde zu erzeugen

2

Körperliche Misshandlung

Jede üble, unangemessene Behandlung, die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit nicht nur unerheblich beeinträchtigt

3

Gesundheitsschädigung

Auslösung oder Steigerung eines pathologischen Zustands, auch wenn dieser nur vorübergehend ist

4

Gift

Körperlicher Stoff, der im konkreten Fall geeignet ist, durch chemische oder chemisch-physikalische Wirkung Gesundheit zu schädigen

5

Anderer gesundheitsschädlicher Stoff

Mit mechanischer oder thermischer Wirkung ohne größere Bewegungsenergie

6

Waffe

Körperlicher Gegenstand, der nach seiner Beschaffenheit zur Zeit der Tat bei bestimmungsgemäßer Verwendung geeignet ist, erhebliche Verletzungen zuzufügen

7

Anderes gefährliches Werkzeug

Aufgrund seiner Beschaffenheit und der konkreten Art der Anwendung geeignet ist, erhebliche Verletzungen hervorzurufen (konkrete Gefahr)

8

Mittels hinterlistigen Überfalls

Planmäßiges Vorgehen auf Verdecken der wahren Absicht berechnet, um dem Angegriffenen so die Abwehr und die Vorbereitung auf eine Verteidigung zu erschweren

9

Gemeinschaftlich

Mindestens zwei Personen wirken einvernehmlich am Tatort zusammen und stehen dem Opfer unmittelbar gegenüber, um die Angriffsintensität zu erhöhen oder die Abwehrmöglichkeiten zu erschweren

10

Das Leben gefährdende Behandlung

Aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalls bei Bestehen einer abstrakten Lebensgefahr

11

Verlust von Sehvermögen, Gehör, Sprechvermögen, Fortpflanzungfähigkeit

Auch bei starker Vorschädigung möglich, wenn erhebliche Verschlechterung eintritt; bei Sehvermögen regelmäßig bejaht, wenn das Auge Gegenstände auch nah nicht mehr wahrnehmen kann

12

Körperglied

Äußerliche Körperteile, die eine in sich abgeschlossene Existenz mit besonderer Funktion im Gesamtorganismus haben und mit dem Körper durch ein Gelenk verbunden sind

13

Siechtum

Zustand, in dem der Verletzte zu chronischen, zur physischen oder psychischen Entkräftung führenden Krankheitsprozessen zu leiden hat und Symptome allgemeiner Hinfälligkeit zeigt

14

Leichtfertigkeit

Ein Verhalten, das einen hohen Grad an Fahrlässigkeit aufweist, bzw. grob fahrlässig ist

15

Vereitelung, § 258 I

Jede Besserstellung des Täters im Hinblick auf die Bestrafung

16

Verleiten, § 160

Jede Art von Einwirkung auf eine Beweisperson, die darauf gerichtet ist, dass die Beweisperson die entsprechende Tat begeht

17

Täuschung

Erzeugung eines Irrtums über Tatsachen

18

Vermögensschaden

Aufgrund eines Vermögensvergleichs vor und nach der Verfügung entsteht eine nachteilige Differenz

19

Fortgesetzte Begehung (Betrug)

Mehrere selbstständige Taten

20

Unrichtige Gestaltung eines Programms (§ 263a)

Ein Programm ist so gestaltet, dass es seine Aufgabe nicht erfüllt

21

Wegnahme

Bruch fremden Gewahrsams und die Begründung neuen, nicht notwendigerweise eigenen Gewahrsams

22

Daten (Computerbetrug)

Codierte oder codierbare Informationen

23

Inbrandsetzen

So entzünden, dass Gegenstand selbstständig, unabhängig von Zündstoff weiterbrennt

24

Habgier (§ 211)

Rücksichtsloses Gewinnstreben um jeden Preis (aber notwendig auch Bewusstseinsdominanz)

25

Heimtücke (§ 211)

Ausnutzen der auf Arglosigkeit beruhender Wehrlosigkeit in feindlicher Willensrichtung

26

Urkunde

Verkörperte Gedankenerklärung, die zum Beweis im Rechtsverkehr geeignet und bestimmt ist und den Aussteller erkennen lässt

27

Gesamturkunde

Mehrere Urkunden, die selbstständig Urkunden sind, aber in ihrer Mehrheit einen eigenständigen Beweisinhalt entstehen lassen

28

Zusammengesetzte Urkunde

Mehrere Bestandteile sind einzeln keine Urkunde und ergeben jeweils in Verbindung mit dem Bezugsobjekt eine solche

29

Echt (§ 267)

Der erkennbare Aussteller ist der wahre Aussteller

30

Verfälschen (Urkunde)

Jede nachträgliche Veränderung des Urkundeninhalts

31

Beschädigung, § 303

Substanzverletzung oder Beeinträchtigung der Funktionsweise durch unmittelbare körperliche Einwirkung

32

Unterdrücken, § 274

Wenigstens vorübergehende Entziehung des Beweisführungsrechts

33

Mordlust

Töten der Vernichtung menschlichen Lebens als solches wegen

34

Drohung

Inaussichtstellen eines zukünftigen Übels, auf das der Täter Einfluss zu haben vorgibt

35

Zueignungsabsicht

Enteignungsvorsatz und Aneignungsabsicht

36

Sich bemächtigen, § 239b

Die Erlangung physischer Gewalt über einen anderen

37

Stabile Zwischenlage/Eigenständige Bemächtigungssituation (Zweipersonenverhältnisse §§ 239a, b)

Die Bemächtigungssituation darf nicht das Nötigungsmittel sein

38

Zueignung

Manifestation des Zueignungswillens in objektiv erkennbarer Weise

39

Absatz (§ 259)

Selbstständige wirtschaftliche Verwertung im Interesse des Vortäters

40

Absatzhilfe (§ 259)

Unselbstständige, weisungsgebundene Unterstützung des Vortäters

41

Führer eines Kraftfahrzeuges

Führer ist derjenige, der die Kontrolle über ein Fahrzeug ausübt, das sich im Betrieb befindet; die Führereigenschaft endet mit Abstellen des Fahrzeuges

42

Verkehrsbedingtes Anhalten

Das Halten ist Notwendigkeit im Straßenverkehr, rührt aus diesem heraus —> Ampel, Stoppschild

43

Ausnutzung der besonderen Verhältnisse des Straßenverkehrs, § 316a

Es müssen Gefahren ausgenutzt werden, die dem Verkehr eigentümlich sind —> Straßenverkehr muss in den Dienst des Tatplans gestellt werden

44

Stabile Bemächtigungslage

Erlangen der physischen Herrschaftsgewalt

45

Entführen

Verbringen an einen anderen Ort gegen den Willen des Opfers, das zu einer hilflosen Lage für das Opfer führt

46

Schwere Beleidigung, § 213

Über die §§ 185ff. Hinausgehende schwere Kränkung jeder Art

47

Befriedigung des Geschlechtstriebs (§ 211)

Derjenige, der im Tötungsakt selbst geschlechtliche Befriedigung sucht (Lustmord), oder wer tötet, um danach die Lust an der Leiche zu befriedigen, oder wer die Tötung zumindest in Kauf nimmt, um den Geschlechtsverkehr durchführen zu können

48

Niedrige Beweggründe (§ 211)

Der Beweggrund liegt nach allgemeiner sittlicher Wertung auf tiefster Stufe und ist deshalb besonders verachtenswert

49

Arglosigkeit, § 211

Wer sich bei Beginn des ersten mit Tötungsvorsatz durchgeführten Angriffs keines erheblichen tätlichen Angriffs auf sein Leben oder seine Unversehrtheit versieht

50

Wehrlosigkeit, § 211

Infolge der Arglosigkeit zur Verteidigung außerstande oder in Abwehrbereitschaft und -fähigkeit stark eingeschränkt

51

Grausamkeit (§ 211)

Grausam tötet, wer dem Opfer besondere Schmerzen oder Qualen körperlicher oder seelischer Art aus gefühlloser, unbarmherziger Gesinnung zufügt

52

Gemeingefährliche Mittel

Einsatz eines Tötungsmittel, das der Täter in der konkreten Situation nicht beherrschen kann, sodass er die Ausdehnung der Gefahr über das individualisierte Opfer hinaus nicht verhindern und so eine Mehrzahl weiterer Menschen in Lebensgefahr bringen kann

53

Andere Straftat (§ 211)

Strafbare Tat, keine OWi

54

Ermöglichungsabsicht

Einsatz der Tötung als funktionales Mittel, um durch eine andere Tathandlung weiteres Unrecht begehen zu können

55

Verdeckungsabsicht

Streben des Täters, sich durch die Tat der Entdeckung wegen einer vorangegangenen Straftat zu entziehen, entweder durch Verhinderung der Aufdeckung der Vortat oder der Täterschaft

56

Ausdrückliches und ernstliches Verlangen

Das Einwirken auf den Willen in eindeutiger, nicht misszuverstehender Weise auf freier und fehlerfreier Willensbildung

57

Schwangerschaftsabbruch

Einwirkung auf die Leibesfrucht und Verursachung ihres Todes

58

Geschäftsmäßigkeit, § 217

Mach die Gewährung, Verschaffung oder Vermittlung der Gelegenheit zur Selbsttötung zu einem dauernden oder wiederkehrenden Bestandteil seiner Tätigkeit, unabhängig von einer Gewinnerzielungsabsicht und einem Zusammenhang mit einer wirtschaftlichen oder beruflichen Tätigkeit

59

Hilflose Lage

Situation, in der das Opfer außerstande ist, sich aus eigener Kraft oder mit Hilfe schutzbereiter und schutzfähiger anderer Personen vor drohenden abstrakten Lebensgefahren zu schützen

60

Neue hilflose Lage

Es wird eine andere Situation geschaffen, bei der die drohenden Lebens- oder schwere Gesundheitsgefahren generell gesteigert sind oder eine andere Qualität haben

61

Im-Stich-Lassen

Räumliche Entfernung von der anvertrauten Person, aber auch das Nichterbringen der Beistandsleistung, obwohl in der Lage hierzu

62

Konkrete Gefahr (§ 221)

Täter muss eine Verschlechterung der Opfersituation dahingehend herbeiführen, dass es vom Zufall abhängt, ob das Opfer den Tod oder eine schwere Gesundheitsschädigung erleidet

63

Schwere Gesundheitsschädigung

Alle Erfolge des § 226 I und darüber hinaus alle, die einen vergleichbaren Schweregrad aufweisen

64

Sprechvermögen

Fähigkeit zum artikulierten Reden

65

Gehör

Fähigkeit, artikulierte Laute akustisch zu verstehen

66

Sehvermögen

Fähigkeit, Gegenstände als solche zu erkennen

67

Verlust

Dauernde Beeinträchtigung

68

Entstellung

Äußere Gesamterscheinung in unästhetischer Weise verunstaltet

69

Erhebliche Entstellung

Die Verunstaltung hat ein Gewicht, das in seiner Bedeutung einer schweren Benachteiligung entspricht

70

Lähmung

Erhebliche Beeinträchtigungen der bestimmungsgemäßen Bewegungsfähigkeit des Körpers, die den ganzen Körper in Mitleidenschaft zieht

71

geistige Krankheit

Krankhafte seelische Störung im Sinne des § 20

72

Geistige Behinderung

Erhebliche Störung der Gehirntätigkeit

73

Gefahrverwirklichungszusammenhang

Im schweren Erfolg muss sich die tatbestandsspezifische Gefahr niederschlagen

74

Quälen, § 225

Verursachung länger dauernder oder sich wiederholender erheblicher Schmerzen oder Leiden

75

Rohe Misshandlung, § 225

Erhebliche Beeinträchtigung des körperlichen Wohlbefindens aus einer gefühllosen Gesinnung heraus

76

Böswillig § 225

Verletzung der Sorgepflicht aus einem besonders verwerflichen Motiv heraus

77

Schlägerei

Eine mit gegenseitigen Körperverletzungen verbundene tätliche Auseinandersetzung, an der mindestens drei Personen aktiv körperlich mitwirken

78

Von mehreren verübter Angriff

feindselige, unmittelbar auf den Körper eines anderen abzielende Einwirkung von mindestens zwei Personen

79

Einsperren

Jemanden durch äußere Vorrichtungen am Verlassen eines Raumes hindern

80

Beraubung der Freiheit auf sonstige Weise

Jedes Mittel, das geeignet ist, einem anderen die Fortbewegungsfreiheit zu nehmen

81

List

Verhalten, das darauf abzielt, unter geflissentlichem und geschickten Verbergen der wahren Zwecke oder Mittel die Ziele des Täters durchzusetzen

82

Gewalt

Jede körperliche Tätigkeit, durch die körperlich wirkender Zwang ausgeübt wird, um geleisteten oder erwarteten Widerstand zu überwinden

83

Vis absoluta

Täter macht Opfer jede Willensbildung oder Realisierung unmöglich

84

Vis compulsiva

Durch Einwirkungen auf den Körper wird psychischer Druck ausgeübt, der dem Genötigten Handlungsspielräume offen lässt

85

Empfindliches (Übel)

In Aussicht gestellte Nachteil ist erheblich, dass die Drohung mit ihm geeignet scheint, den Bedrohten im Sinne des Täterverlangens zu motivieren

86

Verwerflichkeit, § 240 II

Die Verhaltensweise ist im Rahmen einer Gesamtabwägung sozial unverträglich; dabei nicht relevant, ob Mittel oder Zweck verwerflich sind

87

Sich-Bemächtigen

Begründung physischer Herrschaft über das Opfer, das dazu führt, dass dieses an der freien Bestimmung über sich selbst gehindert wird

88

Nachstellen, § 238

Alle Handlungen, die darauf ausgerichtet sind, durch unmittelbare oder mittelbare Annäherungen an das Opfer in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine Handlungs- und Entschließungsfreiheit zu beeinträchtigen

89

Beharrlich, § 238

Wiederholte Begehung, bei der sich eine besondere Hartnäckigkeit und gesteigerte Gleichgültigkeit gegenüber den Wünschen des Opfers zeigt; diese kommt auch in der Absicht zum Ausdruck, sich immer wieder entsprechend zu verhalten und den Opferwillen bewusst zu übergehen

90

Unbefugt, § 238

Gegen den Willen des Opfers oder ohne rechtliche Befugnis

91

Schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensgestaltung, § 238

Gravierende und ernst zu nehmende Beeinträchtigung, insb. objektivierte Änderung der Lebensgewohnheiten, nicht subjektives Lebensgefühl

92

Eindringen, § 123 I 1. Var.

Körperliches Betreten gegen den Willen des Berechtigten

93

Verweilen, § 123 I 2. Var.

Aufenthalt in den Räumen des Berechtigten gegen dessen Willen

94

Wohnung, § 123

Räumlichkeit, die bestimmungsgemäß zu Unterkunft von Menschen dient

95

Geschäftsraum, § 123

Räumlichkeit, die dem Betreiben gewerblicher, wissenschaftlicher, künstlerischer oder ähnlicher Tätigkeiten dient

96

Befriedetes Besitztum, § 123

Grundstücke, die in äußerlich erkennbarer Weise mittels zusammenhängender, nicht notwendigerweise lückenloser Schutzwehren gegen das beliebige Betreten durch andere gesichert sind

97

Abgeschlossene Räume zum öffentlichen Dienst, § 123

Räume, in denen Tätigkeiten auf Grund öffentlich-rechtlicher Vorschriften ausgeübt werden

98

Abgeschlossene Räume zum öffentlichen Verkehr, § 123

Räume, die für den öffentlichen Personen- oder Güterverkehr verwendet werden

99

Kundgabe, §§ 185 ff.

Äußerung einer ehrverletzenden Aussage

100

Kundgabeerfolg

Wahrnehmung durch den Adressaten

101

Tatsache, §§ 185 ff.

Dem Beweis zugängliche Äußerungen

102

Werturteil, §§ 185 ff.

Äußerung geprägt durch Elemente der subjektiven Stellungnahme, insbesondere ist Richtigkeit oder Unrichtigkeit Sache der persönlichen Überzeugung

103

Ehrrührigkeit, §§ 185 ff.

Ausdruck der Missachtung, Geringschätzung oder Nichtschätzung

104

Behaupten, §§ 186, 187

Hinstellen einer Tatsache als nach eigener Überzeugung wahr, unabhängig davon, ob es sich um ein Produkt eigener oder fremder Wahrnehmung handelt

105

Verbreiten, §§ 186, 187

Täter gibt eine Tatsache als Gegenstand fremden Wissens weiter

106

Kredit, § 187

Vertrauen, das jemand hinsichtlich der Erfüllung seiner vermögensrechtlichen Verbindlichkeiten genießt

107

Beleidigung, § 185

Kundgabe der eigenen Missachtung, Geringschätzung oder Nichtachtung durch unverdiente Herabsetzung

108

Beweiszeichen, § 267

Vermitteln über ihr Dasein hinaus eine Gedankenerklärung mit Beweisfunktion

109

Kennzeichen, § 267

Erfüllen lediglich Ordnungs- oder Unterscheidungsaufgaben und/oder dienen der Sicherung oder Verschluss von Sachen

110

Verfälschen, § 267

Nachträgliche Veränderung des gedanklichen Inhalts einer echten Urkunde, durch die der Anschein erweckt wird, der Aussteller habe die Erklärung in der Form abgegeben

111

Gebrauchen, § 267

Die Urkunde wird demjenigen, der durch sie getäuscht werden soll, so zugänglich gemacht, dass er die Möglichkeit hat, sie wahrzunehmen

112

Technische Aufzeichnung, § 268

Darstellung von Daten, die durch ein technisches Gerät ganz oder zum Teil selbsttätig bewirkt wird, den Gegenstand der Aufzeichnung erkennen lässt und zum Beweis bestimmt ist

113

Unecht, § 268

Unecht, wenn die Aufzeichnung den falschen Eindruck erweckt, das Ergebnis eines von Störungshandlungen unbeeinflussten selbsttätigen Aufzeichnungsvorgangs zu sein

114

Imitation, § 268

Die Aufzeichnung entspringt einem derartigen Aufzeichnungsvorgang ganz oder teilweise nicht

115

Einwirkung auf den Aufzeichnungsvorgang, § 268

Störende Einwirkung von außen auf das Gerät oder seine Bestandteile selbst, nicht aber das unrichtige Verwenden der ungestörten Aufzeichnung

116

Daten, § 268

Codierte oder codierbare Informationen, die entweder bereits elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder so gespeichert werden sollen

117

Beschädigen, § 274

Urkunde wird in ihrem Beweiswert beeinträchtigt, besteht aber als solche noch mit Beweisqualität fort

118

Vernichten, § 274

Die Urkunde wird so zerstört, dass das ursprüngliche Beweismittel nicht mehr existiert

119

Öffentliche Urkunde, §§ 271, 348

§ 415 ZPO, die allerdings auch für den Verkehr nach außen bestimmt sein müssen

120

Ausweispapiere, § 281

Amtliche Ausweise

121

Täuschung im Rechtsverkehr, § 281

Das Papier wird speziell zur Identitätsvorspiegelung verwendet

122

Nachteil, § 274

Es genügt ein Beweisnachteil

123

Bewirken, § 271

Jede Form der Urheberschaft einer Falschbeurkundung

124

Namenstäuschung, § 267

Der Täter ist allgemein oder in einer bestimmten Beweissituation so gekennzeichnet, dass über seine Person keine Zweifel bestehen

125

Brandlegen, § 306

Jede Handlung, die sich auf das Verursachen eines Brandes richtet, selbst wenn das Brandmittel den Zerstörungserfolg herbeiführt

126

Zerstörung, § 306

Vernichtet oder für bestimmungsgemäßen Gebrauch unbrauchbar

127

Teilweises Zerstören, § 306

Teile des Tatobjekts werden zerstört, die für den bestimmungsgemäßen Gebrauch wesentlich sind

128

Räumlichkeit, die der Wohnung von Menschen dient, § 306a

Alle zumindest vorübergehend tatsächlich als Mittelpunkt der privaten Lebensführung der Bewohner genutzten Objekte, ausgehend vom tatsächlichen Wohnzweck

129

Entwidmung, § 306a

Kundgabe in irgendeiner Form, dass der Bewohner die Wohnungseigenschaft der Räumlichkeit aufgibt

130

Der Religionsausübung dienendes Gebäude, § 306a

Dem Zweck nach zu religiösen Versammlungen bestimmt

131

Große Zahl von Menschen, § 306b

Jedenfalls 14, aber vermutlich mind. 10

132

Rausch, § 323a

Zustand, der nach seinem ganzen Erscheinungsbild als durch den Genuss von Rauschmitteln hervorgerufen anzusehen ist

133

Unglücksfall, § 323c

Plötzlich eintretendes Ereignis, das erhebliche Gefahren für Personen oder bedeutende Sachwerte mit sich bringt

134

Gemeine Gefahr, § 323c

Zustand, bei dem die Möglichkeit eines erheblichen Schadens für unbestimmt viele Personen nahe liegt

135

Gemeine Not, § 323c

Eine die Allgemeinheit betreffende Notlage

136

Führen, § 316a

Ein Fahrzeug führt, wer sich selbst aller oder wenigstens eines Teiles der wesentlichen technischen Einrichtungen des Fahrzeuges bedient, die für seine Fortbewegung bestimmt sind

137

Fahrzeug, § 316a

Grundsätzlich jedes Fahrzeug, auch solche, die keine Kraftfahrzeuge sind, nicht aber Fortbewegungsmittel des § 24 I StVO

138

Verkehr, § 316

Nur Vorgänge im öffentlichen Straßenverkehr, also alle Verkehrsräume, die von einem unbestimmten Personenkreis tatsächlich benutzt werden

139

Grob verkehrswidrig, § 315c I Nr. 2

Ein objektiv besonders schwerer Verstoß gegen eine tatbestandsrelevante Verkehrsvorschrift

140

Rücksichtslos, § 315c I Nr. 2

Setzt sich aus eigensüchten Gründen bewusst über seine Pflichten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern hinweg oder lässt aus Gleichgültigkeit solche Bedenken gar nicht aufkommen und fährt unbekümmert darauf los

141

Konkrete Gefahr

Setzt einen Zustand voraus, der auf einen unmittelbar bevorstehenden Schadenseintritt hindeutet, dahingehend, dass dieser so wahrscheinlich ist, dass die Rechtsgutsverletzung vom Zufall abhängt; dafür muss ein geschütztes Gut in die unmittelbare Gefahrenzone und einer Existenzkrise nahegebracht werden

142

Anlagen, § 315b I Nr. 1

Alle dem Verkehr dienenden Einrichtungen wie z.B. Ampeln, aber auch die Straße selbst mit ihrem Zubehör

143

Beschädigen von Fahrzeugen, § 315b I Nr. 1

Z.B. Durchtrennen des Bremsschlauches, Werfen von Steinen; die Beschädigung muss aber auch zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit des Verkehrs führen

144

Verkehrsspezifischer konkreter Gefahrerfolg

Eingetretene konkrete Gefahr lässt sich auf die Wirkungsweise der für Verkehrsvorgänge typischen Fortbewegungskräfte zurückführen

145

Unfall im Straßenverkehr, § 142

Plötzliches Ereignis im öffentlichen Straßenverkehr, das mit dessen typischen Gefahren in ursächlichem Zusammenhang steht und einen Personen- oder Sachschaden zur Folge hat, der nicht ganz unerheblich ist

146

Unfallbeteiligter, § 142 V

Es genügt, dass der Beitrag zum Unfall nach dem äußeren Anschein nicht ganz unbegründet scheint

147

Berechtigt, § 142 II Nr. 2

Jedenfalls der, der sich auf Rechtfertigungsgründe berufen kann

148

Entschuldigt, § 142 II Nr. 2

Jedenfalls der, der sich entschuldigt entfernt

149

Unverzüglich, § 142 II

Ohne schuldhaftes Zögern

150

Aussage, §§ 153 ff.

Mündliche Aussage vor Vernehmungsperson

151

Berichtigen, § 158

Der Täter muss seine frühere falsche Aussage zurücknehmen, von ihr abrücken und sie durch eine richtige Aussage ersetzen

152

Nachteil, § 158 II

Vermögensnachteile und sonstige greifbare Verschlechterungen der Lage eines anderen

153

Verleiten, § 160

Wer durch beliebige Mittel dazu bestimmt, falsch auszusagen

154

Verdächtigen, § 164

Jedes Verhalten, durch das gegen eine bestimmte andere Person ein Verdacht hervorgerufen oder ein bereits bestehender Verdacht verstärkt wird

155

Rechtswidrige Tat, § 164

Nur Straftat, die nach rechtlichen Maßstäben strafrechtliche Sanktionne irgendwelcher Art nach sich ziehen und damit die behördliche Tätigkeit auslösen kann

156

Vortäuschen, § 145d I Nr. 1

Schaffung einer objektiv unrichtigen Verdachtslage, die ein unnützes behördliches Einschreiten auslösen kann

157

Zu täuschen sucht, § 145d II

Es liegt eine tatsächliche begangene Tat (str.) vor, bei welcher der Täter versucht, über die Person zu täsuchen

158

Zur Vollstreckung berufen, § 113

Derjenige, der grundsätzlich die Befugnis hat, bezogen auf einen konkretisierten Einzelfall den Staatswillen zu verwirklichen und notfalls mit Zwang durchzusetzen

159

Vollstreckungstätigkeit, § 113

Tätigkeiten, bei denen der auf die Regelung eines Einzelfalles abzielende, staatliche Wille durch eine dazu berufene Person verwirklicht werden soll und zwar notfalls mit Mitteln des staatlichen Zwanges

160

Widerstand, § 113

Nur eine aktive Tätigkeit gegenüber dem Vollstreckungsbeamten mit Nötigungscharakter, durch die eine Verhinderung oder Erschwerung der Diensthandlung bezweckt wird

161

Widerstand mit Gewalt, § 113

Jede durch aktives Handeln bewirkte, gegen die Person des Amtsträgers gerichtete und von diesem zumindest mittelbar körperlich empfundene Kraftentfaltung, die nach der Vorstellung des Täters dem Ziel dient, die Vollstreckungshandlung zu verhindern oder wenigstens erheblich zu erschweren

162

Tätlicher Angriff, § 113

Jede unmittelbar auf den Körper abzielende Einwirkung in feindseliger Absicht ohne Rücksicht auf ihren Erfolg

163

Sache

Jeder körperliche Gegenstand im Sinne des § 90, unabhängig vom jeweiligen Aggregatzustand

164

Beweglich

Alle Sachen, die tatsächlich fortbewegt werden können, auch solche, die erst zum Zweck der Wegnahme beweglich gemacht werden

165

Fremd

In fremden Eigentum stehend, wobei Miteigentum genauso genügt wie Vorbehalts- und Sicherungseigentum

166

Gewahrsam

Tatsächliche Sachherrschaft getragen von einem natürlichen Herrschaftswillen

167

Bruch fremden Gewahrsams

Ohne oder gegen den Willen des Gewahrsamsinhabers

168

Zueignung

Dauernde Enteignung und vorübergehende Aneignung

169

Enteignung

Gewollte faktische dauerhafte Verdrängung des Berechtigten aus seiner Sachherrschaftsposition

170

Aneignungskomponente

Beabsichtigte Einverleibung der Sache in das Vermögen des Täters oder eines Dritten

171

Gegenstand der Zueignung

Die Sache selbst oder ein in der Sache verkörperter oder ihr innewohnender Sachwert

172

Vorübergehende Aneignung

Setzt voraus, dass der Täter die Sache zumindest vorübergehend im eigenen Interesse für sich auszunutzen beabsichtigt

173

Beendigung Diebstahl

Festigung und Sicherung des Gewahrsams, die von den Umständen des Einzelfalls abhängt

174

Umschlossener Raum, § 243

Jedes Raumgebilde mit oder ohne Dach, das mindestens auch dazu bestimmt ist, von Menschen betreten zu werden, und das mit mindestens teilweise künstlichen Vorrichtungen umgeben ist, um das Eindringen von Unbefugten abzuwehren

175

Einbrechen

Gewaltsames Öffnen von Umschließungen, die ein tatsächliches Hindernis bilden und dem Eindringen entgegenstehen

176

Einsteigen, § 243

Täter gelangt unter Überwindung von ein tatsächliches Hindernis bildenden Umschließungen auf einem zum ordnungsgemäßen Eintritt nicht bestimmten Wege in den geschützten Raum

177

Falscher Schlüssel, § 243

Schlüssel ist auch ein Kartenschlüssel; falsch ist jeder Schlüssel, der zum Zeitpunkt der Tat zur Öffnung des Verschlusses nicht oder nicht mehr bestimmt ist

178

Sich-Verborgenhalten

Täter versteckt sich zur Ausführung im Raum, dabei ist irrelevant, wie er in den Raum gelangt ist

179

Zur Ausführung der Tat, § 243

Der Diebstahlsvorsatz muss im Augenblick des Einbrechens, etc., bereits bestanden haben

180

Behältnis, § 243

Ein zur Aufnahme von Sachen dienendes und sie umschließendes Raumgebilde, das nicht dazu bestimmt ist, von Menschen betreten zu werden

181

Verschlossen, § 243 (Behältnis)

Gegen ordnungswidrigen Zugriff gesichert

182

Schutzvorrichtung, § 243

Jede von Menschenhand geschaffene Einrichtung, die ihrer Art nach geeignet und dazu bestimmt ist, die Wegnahme erheblich zu erschweren

183

Gewerbsmäßig, § 243

Jemand will sich durch die wiederholte Tatbegehung eine nicht nur vorübergehende Einnahmequelle von einiger Dauer und einigem Umfang verschaffen

184

Hilflosigkeit, § 243

Besondere Schwächezustände, z.B. Blindheit, Krankheit, Trunkenheit, Ohnmacht

185

Ausnutzen, § 243

Täter setzt gerade die durch die Hilflosigkeit entstandene Lockerung des Eigentumsschutzes zur Durchführung ein

186

Geringwertigkeit, § 243 II

Abzustellen ist auf den Verkehrswert; dabei lag die Grenze lange bei 25€

187

Waffe, § 244 I Nr. 1a 1. Var.

Gegenstände, der der Art nach für Angriffs- oder Verteidigungszwecke bestimmt und geeignet ist, auf mechanischem oder chemischem Wege erhebliche Verletzungen beizubringen, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen

188

Beisichführen, § 244

Das Mittel steht ihm während des Tathergangs zur Verfügung, also in einer räumlichen Nähe zum Täter, dass er es jederzeit ohne nennenswerten Zeitaufwand und ohne besondere Schwierigkeiten benutzen kann

189

Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung verbunden hat, § 244

Zusammenschluss von mindestens drei Personen, die sich mit dem Willen verbunden haben, künftig für eine gewisse Dauer mehrere selbstständige, im Einzelnen noch ungewisse Straftaten zu begehen

190

Anvertrautsein, § 246 II

Sachen, bei denen dem Täter die Sachherrschaft mit der Verpflichtung eingeräumt worden ist, die Sache zurückzugeben oder nur zu bestimmten Zwecken zu verwenden

191

Häusliche Gemeinschaft, § 247

Freien und ernstlichen Willen der Mitglieder zum Zusammenleben auf gewisse Dauer

192

Berechtigter, § 248b

Derjenige, dem das Recht zusteht, über die Nutzung als Fortbewegungsmittel zu bestimmen

193

Ingebrauchnahme, § 248b

Fahrzeug wird als Fortbewegungsmittel in Bewegung gesetzt, ohne dass dabei der Motor in Gang gesetzt werden muss

194

Finalzusammenhang zwischen Nötigungsmittel und Wegnahme, § 249

Es muss eine subjektiv-finale Verknüpfung vorliegen, das Nötigungsmittel muss nach Tätervorstellung gerade zur Wegnahme eingesetzt werden

195

Verwenden, § 250 I Nr. 1

Jeder Gebrauch, der dem Nötigungszweck dient, als Gewaltmittel oder Drohmittel

196

Körperlich schwere Misshandlung, § 250 II Nr. 3a

Der Eingriff in die körperliche Integrität wiegt schwer, hat also erhebliche Folgen für die Gesundheit oder ist mit erheblichen Schmerzen verbunden

197

Gegenwärtige Gefahr, § 253

Bei natürlicher Weiterentwicklung der Dinge ist der Schadenseintritt sicher oder zumindest höchstwahrscheinlich, falls nicht alsbald Abwehrmaßnahmen getroffen werden

198

Vermögensverfügung, § 253

Jedes von Willen getragene Verhalten, durch das der Genötigte bewusst sein Vermögen unmittelbar vermindert

199

Angriff, § 316a

Jede feindselige Handlung, die sich gegen eines der Rechtsgüter richtet

200

Angriff auf Leib oder Leben, § 316a

Unmittelbar auf den Körper zielende Einwirkung voraus, bei der die Gefahr einer nicht nur unerheblichen Körperverletzung oder einer Tötung besteht

201

Angriff auf die Entschlussfreiheit

Einsatz nötigungsgleicher, also zumindest faktisch nötigender, Mittel und Wahrnehmung des objektiven Nötigungscharakters der Handlung, eine feindliche Willensrichtung muss das Opfer nicht erkennen

202

Ausnutzung der besonderen Verhältnisse des Straßenverkehrs

Zunutzemachen der besonderen Verhältnisse, die dem fließenden Straßenverkehr eigentümlich sind

203

Tatsachen, § 263

Dem Beweis zugängliche Ereignisse oder Zustände der Gegenwart oder Vergangenheit

204

Täuschen, § 263

Bewusst irreführendes Einwirken auf das Vorstellungsbild eines anderen

205

Konkludente Täuschung

Trotz wahrer Angaben wird durch konkludentes Verhalten getäuscht

206

Irrtum, § 263

Abweichung der Vorstellung des Getäuschten von der Wirklichkeit

207

Erregen, § 263

Erzeugen

208

Unterhalten, § 263

Verstärken oder nicht beseitigen trotz Aufklärungspflicht

209

Sachgedankliches Mitbewusstsein, § 263

Ständiges Begleitwissen, das bestimmte Umstände und Erwartungen als selbstverständlich voraussetzt

210

Vermögensverfügung, § 263

Jedes Handeln, Dulden oder Unterlassen, das unmittelbar zu einer Vermögensminderung im wirtschaftlichen Sinne führt

211

Unmittelbarkeit der Vermögensminderung, § 263

Ohne zusätzliche Zwischenschritte

212

Klassischer Gewaltbegriff, § 240

Körperliche Kraftentfaltung

213

Moderner Gewaltbegriff, § 240

Körperliche Wirkung (also von Opferperspektive) der Gewalt

214

Vergeistigter Gewaltbegriff, § 240

Auch psychisch als Hindernis wahrgenommene Einwirkung

215

Zweckverfehlungslehre, § 263

Eine Schädigung liegt vor, wenn infolge der Täuschung der mit der Aufwendung verfolgte Zweck seinem sozialen Sinn nach verfehlt wird

216

Unechter Erfüllungsbetrug, § 263

Täuschung geschieht im Rahmen des Verpflichtungsgeschäfts und wirkt in der Erfüllungsphase nur fort

217

Echter Erfüllungsbetrug

Der Täter täuscht erst nach dem Vertragsschluss

218

Subjektive wirtschaftliche Wertlosigkeit, § 263

Nach der Auffassung eines sachlichen Beurteilers hat die Leistung für den Empfänger keinen Wert, weil er keinen Nutzen für sie hat

219

Eingehungsbetrug, § 263

Vermögensschaden liegt vor, wenn sich zum maßgeblichen Zeitpunkt des Vertragsschlusses bei einem Wertvergleich der gegenseitigen Ansprüche auf der Seite des Betrugsopfers ein Minus ergibt

220

Konkrete Vermögensgefährdung

Gefahr des Vermögensverlustes ist so nahe liegend und groß, dass nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise bereits in dieser Gefährdung eine Verschlechterung der gegenwärtigen Vermögenslage liegt

221

Vermögensvorteil, § 263

Günstigere Gestaltung der Vermögenslage im Sinne einer Mehrung des wirtschaftlichen Wertes

222

Stoffgleichheit, § 263

Die erstrebte Bereicherung entstammt aus dem zugefügten Schaden, schlägt sich also spiegelbildlich im Vermögen nieder, ohne dass Sachidentität bestehen muss

223

Großes Ausmaß, § 263 III

Mindestens 50.000€

224

Große Zahl von Menschen, § 263 III

Zwischen 10 und 50

225

Wirtschaftliche Not, § 263 III

Zustand, in dem das Opfer lebenswichtige Aufwendungen nicht mehr bestreiten kann

226

Missbrauch der Befugnisse, § 263 III

Betrügerische Handlungen erfolgen im Rahmen der Zuständigkeit

227

Missbrauch der Stellung, § 263 III

Außerhalb seiner Zuständigkeit werden die Handlungsmöglichkeiten, die ihm durch das Amt gegeben werden, benutzt

228

Datenverarbeitung, § 263a

Alle elektronischen technischen Vorgänge, bei denen nach Aufnahme von Daten durch deren Verknüpfung mit dem installierten Programm, auf dem wiederum Arbeitsbefehle an die Verarbeitungsanlage gespeichert sind, Arbeitsergebnisse erzielt werden

229

Beeinflussung des Verarbeitungsvorgangs, § 263a

Täter wird wenigstens mitursächlich für das Verarbeitungsergebnis

230

Verwendung von Daten, § 263a

Weite Auffassung: Jede Nutzung; h.M.: Nur die Eingabe von Daten in den verarbeitungsprozess

231

Repräsentant, § 263 III Nr. 5

Derjenige, wer in dem Bereich, zu dem das versicherte Risiko gehört, aufgrund eines Vertretungsverhältnisses oder eines anderen Rechtsverhältnisses an die Stelle des Versicherungsnehmers getreten ist

232

Leistungsautomaten, § 265a

Automaten, die Dienstleistungen erbringen

233

Erschleichen, § 265a

Der die Entgeltlichkeit der Inanspruchnahme sichernde Mechanismus des Automaten wird in ordnungswidriger Weise nicht betätigt

234

Missbrauch der Verfügungsbefugnis, § 266 I 1. Var.

Die im Innenverhältnis gesetzten Schranken werden überschritten in einer Weise, die den Treugeber im Außenverhältnis rechtlich wirksam bindet

235

Vermögensnachteil

Jede Vermögenseinbuße, die zu einer Minderung des wirtschaftlichen Gesamtwerts des betreuten Vermögens führt

236

Schwarze Kasse, § 266

Geldbestände, die nicht ordnungsgemäß verbucht und offenbart werden

237

Kundenkreditkarte, § 266b

Karte, die von einem Unternehmen an Kunden nach einer Bonitätsprüfung überlassen wurde

238

Universalkreditkarte, § 266b

Keine Beschränkung auf ein einzelnes Unternehmen, können weltweit eingesetzt werden

239

Ganze Vereitelung, § 258

Endgültige Strafvereitelung, also das Herbeiführen von Vereitelungserfolgen wie Verjährung oder Freispruch

240

Zum Teil vereiteln, § 258

Der Täter bewirkt, dass die Strafe milder ausfällt, als es den wahren Umständen entspricht

241

Sichverschaffen, § 259

Erlangen der tatsächlichen Verfügungsgewalt im Einvernehmen mit dem Vortäter

242

Absatz, § 259

Übertragung im Wege entgeltlicher Verwertung

243

Absetzen, § 259

Selbstständiges Unterstützen des Vortäters bei der Verwertung

244

Gegenstand, § 261

Jeder Vermögenswert

245

Verbergen, § 261 I

Verstecken, Verlegen, Erschwerung des Zugriffs

246

Verschleiern der Herkunft, § 261 I

Jedes Verhalten, das darauf abzielt, dem Gegenstand den Anschein einer legalen Herkunft zu verleihen oder die wahre Herkunft zu verbergen

247

Gefährden, § 261

Konkretes Gefährdungsdelikt

248

Verwahren, § 261 II Nr. 2

Ausübung der Sachherrschaft oder Verfügungsgewalt

249

Verwenden, § 261 II

Verfügungen und nach h.M. Auch den bestimmungsgemäßen Gebrauch

250

Zerstören, § 303

Existenz wird vernichtet oder die bestimmungsgemäße Brauchbarkeit geht völlig verloren

251

Beschädigen, § 303

Körperliche Einwirkung auf die Sache, durch welche die Substanz nicht unwesentlich verletzt wird oder die bestimmungsgemäße Brauchbarkeit nicht unerheblich beeinträchtigt wird

252

Unerheblich, § 303

Einwirkungen, deren Beseitigung keinen nennenswerten Aufwand an Mühe, Zeit oder Kosten erfordert

253

Unerheblich, § 303 II

Minimale Beeinträchtigungen

254

Vorübergehend, § 303 II

Vergehen von kurzer Zeit von selbst (ex ante Perspektive)

255

Verfügungsbefugnis, § 266

Möglichkeit, fremde Vermögensrechte wirksam zu übertragen, zu ändern oder aufzuheben

256

Verpflichtungsbefugnis

Möglichkeit, einen anderen wirksam mit Verbindlichkeiten zu belasten