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Flashcards in Strategieformulierung Deck (14)
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Definiere die "Diversifikation" und nenne die Kriterien für die Abgrenzung von Geschäftsfeldern.

= Eintritt eines Unternehmens in ein neues Geschäftsfeld

Kriterien: Produkte, Marktsegmente, Nutzen, Technologien, Geographie

Verändern sich mind. 2 Kriterien signifikant und für ein bestimmtes Geschäftsfeld von hoher Bedeutung, entsteht ein neues Geschäftsfeld

1

Nenne Pro und Contra für Diversifikation

Pro:
Partizipation an neuen Wachstumsfeldern
Reduktion zyklischer Risiken
Synergien
Verbesserte Kapazitätsauslastung
Mannesmann (Vodafone), GE, Viag Daimler Benz

Contra:
Klare Ausrichtung und Mission
Ressourcenkonzentration
Spezifisches und umfangreiches Know-How
Gezieltere Marktbearbeitung möglich
Coca-Cola, Aldi, Intel

2

Nenne und beschreibe die 4 Diversifikationsrichtungen.

Horizontale (verwandte) D.:
Geschäftsfeld mit vielen Gemeinsamkeiten, meist angestammte Bereiche, aber Variation in Leistungsprogramm, Segment oder Ort

Vertikale:
Vor- oder nachgelagerte Aktivitäten, "Vorwärts-/Rückwärtsintegration", Hersteller tritt in Einzelhandel

Konzentrische (> Wertschöpfungskette)
Übertragung bestimmter Fähigkeiten der bestehenden Wertschöpfungskette auf eine neue; Bsp. Marketingkompetenz

Konglomerate (nicht-verwandte) (z.B. Toyota; sehr strategisch)
Kaum Gemeinsamkeiten
Ziel: Abhängigkeiten reduzieren
Lukratives Geschäftsfeld erschließen
Positivbeispiele: Mannesmann oder GE; überwiegend existieren jedoch Negativbeispiele

3

Definiere die Akquisition.

Unumgänglich, wenn Fähigkeiten des Kaufobjektes schwer imitierbar
Ziele: Nicht nur neue GF, sonst auch Synergien
Horizontale Akquisition: Kostensynergien (DaimlerChrysler)
Vertikale Akquisition: Ergänzungsnutzen (Time Warner und AOL)
Akquisition nicht einfach: Welches Unternehmen? Wert des Akquisitionsobjektes? etc.

4

Nenne Vor- und Nachteile für die Diversifikation durch Akquisition

Pro:
Einfachste Möglichkeit
Positionierung in hoher Geschwindigkeit
Markt-/Produktwissen sofort verfügbar

Contra:
Hohe Kosten
Für börsennotierte Unternehmen meist Aufschlag
Empirie: zu hoher Kaufpreis die Regel
Oft Zeitdruck, wenige/eingeschränkte Informationen
Irreversible
Erwerb von "Ballast", unpassend zum Portfolio
Größtes Problempotential: Phase der Integration
"Abschmelzverlust", "Cultural clash"

5

Beschreibe das Portfoliomanagement.

Annahme: Unternehmenszentrale verhält sich wie Portfoliomanager
Kauf attraktiver Unternehmen
Halten eines Beteiligungsportfolios
Betrieb eines unternehmensinternen Kapitalmarktes
Aufgekaufte Unternehmen weitgehend selbstständig

Wert der Unternehmenszentrale begrenzt auf:
1. M&A Kompetenz
2. Kapitalkostenreduktion
3. Kontrolle finanzieller Vorgaben

6

Beschreibe die Kostenführerschaft.

Günstiger entwickeln, produzieren oder vermarkten
Bietet sich bei standardisierten Produkten/DL an
In der Regel hohe Preistransparenz; Folge: Preisverfall
Hohe Preiselastizität der Nachfrage
Erfahrungskurve der BCG (Stückkostendegression)
Economies of Scale
Strategisches Ziel: Größter Marktanteil der Branche
Kritik: Messprobleme; kein Automatismus, nur Potential

> Strategie (Phase 3)
Bsp.: Media Markt mit hohem Marktanteil > Internet verpasst > Kostenführer

7

Beschreibe die Differenzierungsstrategie.

Veränderung der Produkt-/Leistungsmerkmale derart, dass Kunden bereit sind, dafür eine Preisprämie zu zahlen > Einzigartigkeit

Beispiele Beratungsbranche:
Arthur Andersen (heute E&Y): Strategie UND Informationstechnologie
BCG: Kreative Strategieentwicklung
Capgemini: Strategie UND Implementierung

8

In Bezug auf die Differenzierungsstrategie - nenne die Differenzierungsmöglichkeiten.

Qualität
Zusatzfunktionen
Design
Innovation
Service
Image

9

Was bedeutet "Stuck in the middle"?

"Stuck in the middle" beschreibt den verlustbringenden Bereich, in dem sich ein Unternehmen befindet, wenn es keine eindeutige Wettbewerbsstrategie verfolgt, d.h. weder "Differenzierung oder Fokus" noch eine "Kostenführerschaft" verfolgt.
Das Unternehmen hat weder einen hohen ROI noch einen hohen relativen Marktanteil.

Porter sagte daher, dass eine Entscheidung notwendig ist.

10

Was ist Segmentierung? Gib eine Definition und beschreibe die verschiedenen Strategien zur Marktabdeckung.

Bestimmung der Marktsegmente und Zielgruppen
Zielgruppendifferenzieung nur, wenn Marktsegment groß genug

Strategien zur Marktabdeckung
> Single-Segment-Strategie: Hohe Abhängigkeit, aber volle Konzentration, insbesondere KMU

>Multi-Segment-Strategie: Geringere Abhängigkeit, aber höhere Koordinationskosten

Gesamtmarkt-Strategie: Geringste Abhängigkeit, aber Gefahr der zu undifferenzierten Kundengruppenidentifikation

Zusätzliche Frage zur Geschäftseinheit: Bestehendes Marktsegment oder neue Marktsegmente? Mit alten oder neuen Produkte?
> 9 Marktstrategien (Produkt-Markt-Matrix)

11

Was sind Kennzeichen von roten Ozeanen?

Konkurrenz in existierenden Märkten
Schlagen der Konkurrenz
Existierende Nachfrage nutzen
Differenzierung oder Kostenfokus

12

Was sind Kennzeichen von blauen Ozeanen?

Schaffung konkurrenzloser Märkte
Die Konkurrenz irrelevant machen
Schaffung und Eroberung neuer Nachfrage
Ausrichtung Differenzierung und niedrige Kosten

13

Nenne die Kennzeichen, die Strategien für blaue Ozeane erfüllen müssen.

Fokus: Konzentration auf die relevanten Wettbewerbsfaktoren

Divergenz:
Strategie nur Reaktion auf das Wettbewerbsverhalten der Konkurrenz, dann fehlt Einzigartigkeit (alle machen dasselbe)
Eigenes strategisches Profil muss sich von der Branche unterscheiden

Prägnanter Slogan:
Kernaussagen der Strategie müssen einfach, überzeugend und authentisch kommuniziert werden