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Flashcards in FRAAGEN Deck (207):
1

1) Was versteht man unter dem Begriff Titrimetrie?

• = Quantitatives Verfahren, bei dem die Bestimmung einer unbekannten Menge eines gelösten Stoffes durch Zugabe einer geeigneten Reagenzlösung bekannten Gehaltes (Titerlösung) bis zur quantitativen Umsetzung (Reaktionsendpunkt oder Äquivalenzpunkt) erfolgt.

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2) Welche Vorteile weist die Tritrimetrie gegenüber vielen anderen analytischen Bestimmungsmethoden auf?

• Absolute Gehaltsbestimmungen: im Gegensatz zu relativen liefert Methode direkt das Ergebnis (es muss keine Rücksicht auf externe Faktoren genommen werden) • Einfache Ausführung/Methodenverständnis: Ausrüstung simpel, Methode leicht lernbar • Schnelligkeit • Vielseitigkeit: alle möglichen Arten von Verbindungen in sehr kleinen Konzentrationen (bis ppm und ppb) bestimmbar • Richtigkeit und Reproduzierbarkeit: typisch für Titrationen ~ Reproduzierbarkeiten von <1% ("high-precision titrimetry" 0,1% und besser) • Automatisierung • Preiswürdigkeit •  Einziger Nachteil: Nur verwendbar wenn genaue qualitative Zusammensetzung bekannt

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3) Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein Stoff quantitativ mittels Titrimetrie bestimmt werden kann?

Eindeutiger Reaktionsablauf mit schneller quantitativer Umsetzung • Maßlösungen, die über längeren Zeitraum haltbar sind • Erkennbarkeit Endpunkt

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4) Was sind Maßlösungen?

• Eine Maßlösung ist eine Lösung mit genau bestimmtem Gehalt.

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5) Wie können Maßlösungen hergestellt werden?

• Direkt: Substanz hoher Reinheit  genau berechnete Masse wird eingewogen • Indirekt: Masse ungefähr einwiegen und in H2O lösen  exakte Bestimmung durch Titration mit „Urtiter“-Substanz

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6) Was verstehen Sie unter einer Urtitersubstanz?

Eine Urtitersubstanz (= primärer Standard) ist eine gut wägbare Reinstsubstanz (unbegrenzt haltbar, inert gegen Zersetzung an der Luft (z. B. nicht hygroskopisch), große Molmasse), die in Wasser leicht löslich ist und sich zur Herstellung von Lösungen mit genau bekanntem Gehalt (Urtiterlösungen) eignet.

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7) Welchen Anforderungen muss ein primärer Standard erfüllen?

Absolut rein, definiert zusammengesetzt, beinhalten kein Hydratwasser • Unbegrenzt haltbar und gegenüber der Atmosphäre indifferent (d.h. nicht hygroskopisch, oxidierbar oder durch CO2 veränderlich) • Schnelle, einheitliche Reaktion mit Maßlösung • Hohe Äquivalentmasse, damit Wägefehler klein bleibt • Über längere Zeit beständig • Preisgünstig

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8) Was ist ein sekundärer Standard?

Verbindung, dessen Reinheit durch eine chemische Analyse verifiziert wurde und daher als Referenzsubstanz bei titrimetrischen Analysen verwendbar ist.

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9) Was sind die Unterschiede zwischen einem primären und sekundären Standard?

Sekundäre Standards o nur hinreichend stabil (immer wieder neue Einstellung gegen Urtiter) o selbst keine Urtitersubstanzen aber haben trotzdem hohen Reinheitsgrad o auch schnelle, selektive und vollständige Reaktion mit Analyt

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10) Was verstehen Sie unter dem Äquivalenzpunkt?

• = Endpunkt einer Titration (im Idealfall der gleiche Punkt, in der Praxis leichte Abweichungen) • Punkt an dem x Mol der zu bestimmenden Substanz genau y Mol des Reagenzes in Form der Maßlösung zugegeben wurde. • Stöchiometrisch gezielte Reaktion

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11) Was verstehen Sie unter einer direkten und einer indirekten Titration?

• Direkt: Maßlösung wird aus einer Messvorrichtung (Bürette) bis zur Erkennung des Äquivalenzpunktes zugegeben • Indirekt: Nicht das fragliche Ion wird titriert, sondern ein „Hilfsion“, das aber mengenmäßig mit dem fraglichen Ion in einem genau definierten Zusammenhang steht. o Z.B. Fällung Anionen mit Kationen  Auflösen NS  Bestimmung mit EDTA o Oder nicht titrierbare Kationen als Doppelsalz fällen  Auflösung NS  Bestimmung

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12) Was ist eine Rücktitration?

Ein Überschuss der Maßlösung wird in die zu titrierende Lösung eingebracht • Mit einer zweiten Maßlösung wird die überschüssige erste Maßlösung bestimmt (z.B. Permanganat)

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13) Welche Substanzen können mittels einer Säure-Base Titration bestimmt werden?

• Neutralisationsreaktion = Zusammentritt von hydratisierten Protonen mit Hydroxylionen zu kaum dissoziiertem Wasser o Acidimetrie: Bestimmung basisch reagierender Substanzen mit Säuren o Alkalimetrie: Bestimmung sauer reagierender Substanzen mit Basen • Substanzen, die bestimmt werden können: o Stoffe, die in wässriger Lösung pH ≤ 4 bzw. pH ≥ 10 haben (Dissoziationskonstanten von K ≥ 10-8 Mol/L)

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14) Was verstehen Sie unter einer Verdrängungstitration?

Titration von Salzen schwacher Säuren/Basen: Zugabe starke Säure/Base  schwacher Partner wird aus Salz verdrängt

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15) Was sind Redoxtitrationen?

• Alle Titrationen bei denen eine Änderung der Oxidationszahl oder ein Elektronentransfer zwischen den reagierenden Substanzen auftritt. o Anzahl der aufgenommenen = Anzahl der abgegebenen Elektronen (Ox + z·e⇋ Red)

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16) Wie erkennt man den Titrationsendpunkt in der Permanganometrie?

Der Umschlagspunkt ist durch die violettrote Eigenfärbung des Kaliumpermangats gegeben.

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17) Welche Titrationsreaktion läuft in der Permanganomtrie in einer stark sauren und einer schwach sauren Lösung ab?

stark sauer: MnO4 - + 8H+ + 5e Mn2+ + 4H2O (Mn (II)) • schwach sauer: MnO4 - + 4H+ + 3e MnO2 + 2H2O (Mn (IV))

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18) Welche Reaktion liegt der Jodometrie zugrunde

• Reaktion beruht auf der oxidierenden Wirkung von I2 sowie auf der reduzierenden Wirkung von I. o I2 + 2e⇋ 2I-

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19) Welche Substanzen (allgemein) können jodometrisch bestimmt werden?

Es lassen sich auf Ioxidierend wirkende als auch auf I2 reduzierend wirkende Analyte quantitativ bestimmen

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20) Wie erfolgt die Endpunktserkennung bei einer jodometrischen Bestimmung?

Zugabe einer Lösung aus löslicher Stärke  bildet mit I2 tiefblaue Verbindung • Deutliche Entfärbung (Jod bildet mit Amylose eine sogenannte „Einschlussverbindung“)

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21) Was versteht man unter der Bromatometrie?

• Die Bromatometrie ist ein Redox-Verfahren, das die Bestimmung von As(III),Sb(III) und Sn(II) in saurer Lösung gestattet. Zusatz von Kaliumbromat welches zu Bromid reduziert wird.

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22) Welche Reaktionen liegen der Bromatometrie zugrunde?

• Oxidation der zu bestimmenden Substanz durch Bromat o BrO3 - + 6H+ + 6e Br+ 3H2O • Nach Äquivalenzpunkt: o BrO3 - + 5Br+ 6H+  3Br2 + 3H2O

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23) Wie erfolgt die Endpunktserkennung in der Bromatometrie?

Freies Brom am Endpunkt: Brom ent- oder verfärbt einen als Indikator zugesetzten Farbstoff durch Bromierung oder Oxidation (Methylrot, Methylorange oder andere Farbstoffe)

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24) Welche Stoffe lassen sich bromatometrisch bestimmen?

Bestimmung von Hydrazin und vorwiegend Halbmetall-Kationen wie z.B. As3+, Sb3+, Sn2+, Cu+ und Tl+ .

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25) Was verstehen man in der analytischen Chemie unter einem Komplex?

• = Anordnung von Liganden (Atomen oder Molekülen) um ein zentrales (Metall-)Atom unter Ausbildung von koordinativen Bindungen • am häufigsten: Komplexe mit Koordinationszahlen 2, 4 und 6

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26) Was sind einzähnige und mehrzähnige Liganden?

• Einzähnig: zwischen Zentralatom und Liganden nur eine koordinative Bindung • Mehrzähnig: zwischen Zentralatom und Liganden mehrere koordinative Bindungen

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27) Warum werden hauptsächlich mehrzähnige Liganden in der Komplexometrie verwendet?

• Zusammenhang zwischen Konzentrationen von freien Metallionen, KomplexZwischenstufen und vollständig koordinierten Metallionen  Zugabe einzähniger Liganden  langsame Gleichgewichtsverschiebung in schwer def. Abhängigkeit der zugegebenen Ligandenmenge ( Zusammenhang zwischen Komplexierungsstufen) • Deswegen: mehrzähnige Liganden, die gleich viele (oder mehr) koordinative Bindungen eingehen können, wie es der Koordinationszahl des jeweiligen Metalls entspricht o  Jedes Metallion bindet 1 Liganden  Zwischenstufen ausgeschlossen o  Schlagartige Änderung der Konzentration des freien Metallions am Äquivalenzpunkt (liegt ja nicht mehr frei vor)

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28) Welchen Einfluss hat der pH-Wert auf die Stabilität von Metallion-Titriplex IIIKomplexen?

• Je saurer desto weniger stabil (Je saurer, desto protonierter der Ligand  je basischer desto deprotonierter der Ligand)  gleiches Prinzip wie bei Nachweis von Aluminium mit Morinlösung: Zugabe von H+ protoniert den Liganden und zerstört den Komplex •  pH-Wert Abfall während Titration  Titration in alkalisch gepufferten Lösungen durchzuführen •  Einstellung und Einhaltung pH-Wertes ist daher Grundforderung aller komplexometrischen Titrationen

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29) Was ist ein Indikator?

• Allgemein: Hilfsmittel, das gewisse Informationen anzeigen soll

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30) Was sind Metallionenindikatoren?

• Indikator, mit dem ein kleiner Teil der freien Metallionen reagiert o Me2+ + IndH2 ⇋ IndMe + 2H+ o Farbe 1 ⇋ Farbe 2 • Komplexbildung Indikator-Metall (Farbe 2)  Zugabe EDTA (bindet stärker als Indikator)  Umschlag auf Farbe des freien Indikators (Farbe 1)

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31) Welche Voraussetzungen muss ein Metallionenindikator erfüllen?

• Lösung vor Endpunkt der Titration gefärbt • Ausreichende Stabilität, damit Umschlagspunkt gut zu erkennen ist • Farbreaktion spezifisch für Ion und starker Unterschied zur komplexierten Form • Farbreaktion empfindlich, damit Umschlag möglichst nahe am Äquivalenzpunkt ist

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32) Welche Strategien bieten sich an, um mehrere Kationen nebeneinander zu bestimmen?

• Spezifizierung durch Wahl des pH-Wertes bzw. Indikators o Unterschiedliche Komplexbildungskonstante der Metallionen  pH-Wert (mehrere Titrationen bei unterschiedlichen pH-Werten  Differenz) • Maskierungs- bzw. Fällungsmittel

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33) Wofür werden Maskierungsmittel in der Titrimetrie verwendet?

• Entzug bestimmter Metallionen dem Indikator (Maskierungsmittel sind starke Komplexbildner)  2 Titrationen, 1 mit, 1 ohne Maskierungsmittel  Differenz • Beseitigung störender Kationen (Störung des Indikators bzw. sie werden miterfasst)

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34) Welche Maskierungsmittel für titrimetrische Bestimmungen kennen Sie?

• Kaliumcyanid  basisch!!! (Zn, Cd, Hg, Cu, Ni, Co, Ag) o Demaskierung mit Formaldehyd für Zn und Cd • Triethanolamin (Fe(III), Al, Mn) • Ammoniumfluorid (Al, Ca, Mg  NS)

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35) Welche Strategien zur Bestimmung von Ca und Mg in Lösung kennen Sie?

1) o Ausfällung von Mg als Hydroxid  Titration von Ca mit Calconcarbonsäure als Indikator o Titration Summe Ca und Mg (Indikatorpuffertablette)  Gehalt an Mg aus Differenz • 2) o Ausfällung von Mg als Hydroxid  Titration von Ca mit Calconcarbonsäure als Indikator o Zerstörung Indikator durch Kochen mit H2O2  Bestimmung Mg mit Puffertablette als Indikator

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36) Worauf soll man bei der titrimetrischen Bestimmung von Ca und Mg in Lösung besonders achten?

• Bei der Bestimmung von Ca2+ muss unbedingt ein pH-Wert von 12 eingestellt sein, da hier Mg als Hydroxid ausfällt und so die Titration von Ca2+ nicht stört.

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37) Wie kann bei einer Summentritration der Gehalt von Mg bestimmt werden?

• Der Gehalt an Magnesium ergibt sich aus der Differenz der Titriervolumen  Verbrauch Summentitration – Verbrauch Calciumtitration = Magnesiumgehalt

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38) Weist Mg im Vergleich zu den meisten anderen Metallionen eine große oder eine kleine Komplexbildungskonstante mit Tritriplex III auf?

• Relativ niedrige Komplexbildungskonstante (Je höher die Komplexbildungskonstante, desto stabiler der Komplex, je kleiner, desto leichter ist die Dissoziation.)

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39) Wie lautet allgemein die Formel für die Berechung der Menge eines titrierten Ions in Lösung aus dem Verbrauch an zugegebener Titrierlösung?

Verbrauch [L] * c(Titrierlösung) [mol/L] * M(Metall) [g/mol] = g Metall in der Vorlage

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40) Was sind mögliche Fehlequellen beim Titrieren von Lösungen?

• Volumsfehler (zu viel/wenig Volumen an Probelösung entnommen, falsches Ablesen an der Bürette, Ausdehnung/Zusammenziehen der Lösungen bei verschiedenen Temperaturen, etc.) • Unbeachteter pH-Wert Abfall • Unsaubere Gefäße • Luftblasen in Bürette • Maßlösung, die am Kolbenrand hängen bleibt • Nicht auf bestehen bleibenden Farbton titriert • Zu viel/wenig Indikator zugesetzt

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1) Nach welchen Merkmalen lassen sich allgemein Ionenaustauscher charakterisieren?

• Poröse Matrix, an deren Oberfläche ionenaustauschaktive Gruppen (Adsorptionsstellen) sitzen • Chemische Struktur des Grundgerüsts (Matrixstruktur) • Chemische Stabilität (Beständigkeit gegenüber organischen Lösungsmittel bzw. Säuren und Basen) • Physikalische Beständigkeit (Druckfestigkeit, Temperaturbeständigkeit) • Korngröße und Korngrößenverteilung • Porenweite und Porenweitenverteilung • Austauschaktive Gruppen (Art und Ladung, Basizität (pK-Wert)) • Kapazität (Gesamtkapazität bzw. nutzbare Kapazität)

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2) Was sind die Vorteile von Ionenaustauschern mit einem organischen Grundgerüst gegenüber Ionenaustauschern mit anorganischer Struktur?

Organische Grundstruktur: dreidimensional vernetzte Kunstharze Herstellung: Hauptkomponente (Gerüst) und Brückenbildner (Quervernetzung) • Große chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit • Hohe Kapazität • Hohe Arbeitsgeschwindigkeit • Durch Wahl der Festionen und Vernetzung  Herstellung Austauscher für bestimmte Zwecke • Im Sauren als auch im Alkalischen gegen Hydrolyse beständig • Druckbeständigkeit (aber nur bis 200 bar  hier sind anorganische Materialien geeigneter)

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3) Zeichnen Sie die Strukturformel des Grundgerüsts eines organischen Ionenaustauschers auf Basis von „Styrol und 1,4-Divinylbenzol“. Wo befinden sich dabei die austauschaktiven Gruppen?

siehe unterlagen

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4) Was ist der Vorteil bzw. Nachteil von anorganischen Ionenaustauschern gegenüber organischen Ionenaustauschern?

Silicate: funktionelle Gruppen an Oberfläche. Hauptnachteil: Unbeständigkeit gegenüber alkalischen Medien (pH > 8) da Zerstörung durch Hydrolyse. • Druck- und Temperaturbeständigkeit (Grad der Quervernetzung für Druckbeständigkeit verantwortlich) • Strahlenresistenz • Beständigkeit gegenüber oxidativen Angriffen

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5) Welche Ionenaustauscher in Hinblick auf ihre funktionellen Gruppen kennen Sie?

Kationenaustauscher o stark sauer  –SO3H Sulfonsäuregruppen  –PO(OH)2 Phosphonsäuregruppen o schwach sauer  –COOH Carboxylgruppe  –OH Hydroxygruppe • Anionenaustauscher o stark basisch  –N+ (CH3)3 Quartäre Ammoniumsalze o schwach basisch  –NH2 primäre Aminogruppen  –NHR sekundäre Aminogruppen  NR2 tertiäre Aminogruppen • Chelatharze: funktionelle Gruppen mit 2 oder mehr Elektronendonatoratomen (können koordinative Verbindungen zu einzelnen Metallen eingehen) o Aminophosphonsäuregruppen o Aminodiessigsäuregruppen o Thiolgruppen Protonisierungsgleichgewicht bestimmt Zahl der in einem bestimmten Medium vorhandenen Adsorptionsstellen. Z.B. –COOH oder –NHR Gruppen gehen erst durch Dis-/Assoziation eines Protons in den geladenen Zustand über. –COOH liegt z.B. nur im pH Bereich von 6-12 geladen vor.

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6) Was sind starke und schwache Ionenaustauscher?

• Schwache Ionenaustauscher liegen nur in einem bestimmten pH-Wert Bereich geladen vor • Starke Ionenaustauscher liegen über fast den gesamten pH-Wert Bereich geladen vor

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7) Welche praktische Bedeutung hat die Unterscheidung von schwachen und starken Ionenaustauschern?

• Da schwache Ionenaustauscher nur bei einem bestimmten pH Wert funktionieren muss dieser eingestellt und überprüft werden. Bei starken Ionenaustauschern muss man sich im Prinzip keine Gedanken machen, sollte sich den genauen Bereich aber trotzdem anschauen. Ionenaustauscher Eigenschaften: Hydrolysebeständigkeit im sauren und alkalischen Milieu, kein oxidativer Abbau und möglicher Einsatz von organischen Lösungsmitteln. Je mehr Beständigkeit gegenüber Druck, Temperatur und ionisierender Strahlung, desto mehr Einsatzmöglichkeiten.

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8) Was versteht man unter der Kapazität eines Ionenaustauschers?

• Austauschkapazität Q • = Maß für Anzahl der Ionen, die durch eine gegebene Menge des Austauschers festgehalten (adsorbiert) werden können

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9) Wie wird die Kapazität eines Ionenaustauschers angegeben?

Austauscher muss mit definiertem Gegenion vorliegen

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10) In welcher Form soll ein Ionenaustauscher für die Bestimmung seiner Kapazität vorliegen?

• bei Kationenaustauscher in H+ – Form • bei Anionenaustauscher in Cl– – Form

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11) Was sind hochkapazitive und niedrigkapazitive Ionenaustauscher?

• hochkapazitiv = 3,0 bis 5 mMol/g • niedrigkapazitiv = 0,1 bis 2 mMol/g

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10) Welche Arten von Kapazität kann man bei einem Ionenaustauscher unterscheiden?

• Gesamtkapazität o Gesamtmenge der austauschfähigen Gruppen pro Gramm Ionenaustauscher • Nutzbare Kapazität o In einer bestimmten flüssigen Phase ist ein Teil der Gesamtkapazität durch die Adsorption konkurrierender Ionen blockiert  Bsp. Kationenaustauscher, saure Lösung  Assoziation H+ – Ionen oder Anionenaustauscher Assoziation Anionen Eluent

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13) Wie lässt sich die Kapazität eines Ionenaustauschers bestimmen?

• Volumetrisch bzw. titrimetrisch • Elementaranalyse • Bestimmung von Retentionszeiten (Verzögerung)

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14) Wie erfolgt die Bestimmung der Kapazität eines Ionenaustauschers nach dem BatchVerfahren?

• Batch Verfahren: Bestimmte Harzmenge mit Analytlösung zusammengegeben und verrührt  nach Einstellung des Gleichgewichts wird Harz, das die auszutauschenden Ionen enthält, abfiltriert. •  verbleibende Menge an Analyt in der Lösung wird bestimmt (??? da das Bestimmung Verteilungskoeffizient ist)

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15) Welche Korngrößen besitzen üblicherweise Ionenaustauschermaterialien für klassische Ionenaustauschertrennsäulen und Hochdrucktrennsäulen?

Je größer die Körner und somit „gröber“ ihre Verteilung, desto mehr steigt die Peakverbreitung  kleine, eng beisammen liegende Körner zu bevorzugen (dafür sinkt Permeabilität [= Durchlässigkeit]) • Durchmesser von 1 bis 0,04 mm (mobile Phase fließt von selbst durch) Hochleistungstrennsäulen: Korndurchmesser von < 0.030 mm (dafür Druck bis zu 100 - 400 bar notwendig  Teilchen müssen druckrstabil sein)

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16) Was bedeutet der Ausdruck „mesh“?

• = amerikanische Siebnorm • 5 mesh = „fünf Maschen pro Zoll“ (Korngröße von 10 mesh = 2,0 mm Korndurchmesser, 100 mesh = ~ 0,15 mm Korndurchmesser)

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17) Nach welcher Beziehung kann die Partikelgröße von Ionenaustauschern, die in der Einheit „mesh“ angegeben ist, in die Einheit mm umgerechnet werden?

• Umrechnung: Korngröße mm = 16 / mesh

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18) Warum wird bei Ionenaustauschermaterialien vorwiegend poröses Material verwendet?

• Erhöhung der Kapazität o Oberfläche ist innerhalb der Poren o Zugänglichkeit vom Porendurchmesser bestimmt o grobkörnig  Quellung  Zugänglichkeit der Ionen zu Austauschergruppen vermindert

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19) Wovon hängt das Ausmaß der Quellung eines organischen Ionenaustauschers ab?

• Quellung = Aufnahme von Lösungsmittel • Ionenaustauscher = Polyelektolyt und kann in hydratisierter Form vorliegen •  möglich, dass Flüssigkeit in die Poren eindringt  Volumenerweiterung der Poren + Austauscherbett • Steigender Vernetzungsgrad der Matrix („je stabiler“)  Quellungstendenz nimmt ab

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20) Warum können organische Ionenaustauscher quellen?

• Polymere  können viel Lösungsmittel aufnehmen • Polyelektolyt und kann in hydratisierter Form vorliegen

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21) Welche Auswirkungen kann der Quellvorgang für organische Ionenaustauscher haben?

• Änderung Porendurchmesser  Zugang zu Austauschstellen verhindert  Kapazität verringert

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22) Beschreiben Sie die Austauschreaktionen für einen Kationen- und Anionenaustauscher.

siehe skript

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23) Wie lässt sich die Lage des Ionenaustauschgleichgewichts beschreiben?

• Lage der Ionenaustauschgleichgewichte für Verteilung einer Spezies zwischen Oberfläche des Ionenaustauschmaterials und Lösung durch Verteilungskoeffizienten beschrieben • Bestimmung Verteilungskoeffizient im Batch-Verfaren

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24) Was versehen Sie unter der statischen und dynamischen Arbeitsweise eines Ionenaustauschers?

statistisch o Bestimmte Harzmenge mit Analysenlösung zusammengegeben und verrührt  nach Einstellung des Gleichgewichts wird Harz, das die auszutauschenden Ionen enthält, abfiltriert  hoher Überschuß an Austauscherharz benötigt („indirekt“) • dynamisch o Austauscher wird in Säule gegeben und mit Lösungen zur gezielten Beladung (= Äquilibrierung), Aufbringen der Analytlösung und Elution der einzelnen Komponenten behandelt („direkt“)

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25) Was ist der Konzentrationsverteilungskoeffizient (Definition und Formel)?

siehe skript

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26) Was gibt der Massenverteilungskoeffizient an (Definition und Formel)?

siehe skript

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27) In welchen Einheiten wird der Konzentrationsverteilungskoeffzient angegeben?

• [L/g]  Wenn ich 1 g Ionenaustauscher habe, wie viel Liter Lösung kann ich durchfließen lassen (kann er „fassen“)

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28) Welcher Verteilungskoeffizient ist besonders für die Ionenaustauschchromatographie von Bedeutung?

Massenverteilungskoeffizient

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29) Wie kann das Ausmaß der Trennung von zwei Ionen beschrieben werden?

siehe skript

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30) Werden Ionen mit einem großen oder kleinen Selektivitätskoeffizienten besser getrennt?

• Je größer der Selektivitätskoeffizient (Trennfaktor), umso besser ist die Trennung.

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31) Was verstehen Sie in der Ionenaustauschchromatographie unter sekundären chemischen Gleichgewichten?

• Die Verteilungskoeffizienten und Selektivitätskoeffizient werden durch "sekundäre" chemische Gleichgewichte beeinflusst: = Protonisierungs- und Komplexbildungsgleichgewichte bzw. Wechselwirkungen mit der Matrix (z.B. unpolare WW organischer Analyten mit unpolaren Regionen der Matrix). • Beeinflussen Konzentration der in der Lösung und der Harzphase vorhandenen Spezies • Lage der Verteilungsgleichgewichte über solche "sekundären" chemische Gleichgewichte steuerbar  Optimierung von Trennungen in der Analytik

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32) Wodurch kann die Trennung von Ionen in der Ionenaustauschchromatographie beeinflusst werden?

• Durch sekundäre chemische Gleichgewichte (da sie die Verteilungsgleichgewichte steuern können)

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33) Welche kinetischen Vorgänge spielen bei einem Ionenaustauschvorgang eine Rolle (Adsorption und Desorption)? Welche Schritte sind dabei im Normalfall geschwindigkeitsbestimmend?

• Kinetische Vorgänge (Lösung  Flüssigkeitsfilm  Austauscher  Ionenpaarbildung) o Transport der Ionen in der Lösung zu den Ionenaustauscherteilchen (durch Konvektion und Diffusion) o Diffusion durch einen 10-2 bis 10-3 cm dicken Flüssigkeitsfilm, der Oberfläche des Austauschers bedeckt o Diffusion in die Poren der Teilchen o Geschwindigkeit des eigentlichen Austauschvorganges • Geschwindigkeitsbestimmender Schritt o langsamste Schritt o wenn gute Konvektion (Transport von Teilchen, die thermische Energie mitführen)  Diffussion durch Flüssigkeitsfilm (c(Ionen) < 0,01M) oder Poren (c(Ionen) > 0,1M) am langsamsten

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34) Was verstehen Sie unter der Retention eines Ions?

• = verzögerter Durchfluss von einzelnen Substanzen des Substanzgemisches der mobilen Phase durch Wechselwirkung mit der stationären Phase

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35) Was gibt das Elutionsvolumen einer Substanz an?

Volumen vom Zeitpunkt der Probenaufgabe bis zur Elution des Substanzpeaks zum Zeitpunkt seiner maximalen Konzentration • VRi = Vm * (1 + k‘i)

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36) Was verstehen Sie unter der Auflösung R von zwei Substanzen?

siehe skript

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37) Hat die Fließgeschwindigkeit Auswirkungen auf die Trenneffizienz (Ausmaß der Trennung)?

Ja, denn die Kinetik der Teilchen im Ionenaustauscher ist bei zu hoher Fließgeschwindigkeit zu langsam, dass die Teilchen adsorbiert oder ausgetauscht werden könnten.

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38) Wie beeinflusst die Teilchengröße die Trenneffizienz?

• kleinere Teilchen  höhere lineare Fließgeschwindigkeiten

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39) Nennen Sie einige gängige Eluenten, die in der Ionenaustauschchromatographie Anwendung finden (für Kationen- und Anionenaustauscher)!

Eluent = gepuffertes wässriges System, das Gegenionen enthält • Kationenaustauscher o Säuren (HCl, H2SO4, Methansulfonsäure) • Anionenaustauscher o HCO3 – /CO3 2– – Puffer, Boratpuffer, NaOH, NO3 –

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40) Mit welchen Strategien können Analytionen, die stark am Ionenaustauscher festgehalten werden, eluiert werden?

• Ein Eluent mit großer Elutionsstärke wird ausgewählt • Steuerung Elutionsstärke eines Eluenten über Pufferionen: Je höher deren Konzentration desto größer ist die Elutionsstärke

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41) Was bestimmt die tatsächliche Ladungsdichte eines Ions (= Ladung, die ein Ionenaustauscher „sieht“)?

• abhängig von der Ladung und dem hydratisierten Ionenradius o mehrfach geladene Ionen in der Regel stärker adsorbiert • In wässriger Lösung: o kleine Ionen  große Hydrathülle  geringe Ladungsdichte  schwächere Adsorption  frühere Elution  große Ionen  relativ gesehen kleine Hydrathülle  hohe Ladungsdichte  stärkere Adsorption  spätere Elution

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42) Welchen Einfluss hat die Hydrathülle eines Ions auf die Retention?

Sie hat einen indirekten Einfluss, da sie primär die Ladungsdichte beeinflusst, welche die Adsorption und somit den Zeitpunkt der Elution beeinflusst

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43) Wie ist die Elutionsreihenfolge von einfach bis mehrfach geladenen Ionen?

Zuerst werden einfach geladene Ionen eluiert, danach mehrfachgeladene.

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44) Was wissen Sie über die Elutionsreihenfolge von metallischen Kationen auf einem Kationenaustauscher?

• M+ < M2+ < M3+ < M4+

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45) Nennen Sie die Elutionsreihenfolge von einigen einwertigen Anionen auf einem Anionenaustauscher!

F– < OH– < Cl– < Br– < NO3 – < I– < SO4 2– Kationen: Li+ < Na+ < K+ < Rb+ < Cs+ << Mg2+ < Ca2+ < Sr2+ < Ba2+ << Al3+ < Sc3+ < Ce3+ < La3+ < Pu4+

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46) Warum kann Zink von Kobalt in einer salzsauren Lösung auf einem Anionenaustauscher getrennt werden?

• Zink bildet in salzsaurer Lösung über den gesamten Konzentrationsbereich einen Komplex, während Kobalt im gleichen Milieu erst ab c(HCl) > 4 mol/L einen Komplex bildet. •  genug verdünnte Lösung macht es möglich Zn und Co in HCl zu trennen

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47) Welches Ionenaustauschermaterial wird für das Praktikumsbeispiel verwendet?

stark basisches organisches Ionenaustauscherharz (DOWEX 1X8) o enthält 8 % Divinylbenzol, Korngröße = 50-100 mesh

88

48) Wie kann das Adsorptionsverhalten eines Ions auf einem Ionenaustauscher grafisch dargestellt werden?

• log(Verteilungskoeffizient Harz) gegen c(Eluent) auftragen

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49) Was bewirkt der Äquilibrationsvorgang auf einer Ionenaustauschtrennsäule?

• Die Austauschstellen des Harzes werden mit den Gegenionen beladen

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50) Warum soll eine Druchwirbelung des Säulenkopfs des Austauscherbetts bei der Elution von Kobalt vermieden werden?

Es kommst sonst zur Durchmischung von Probelösung und Elutionsmittel

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51) Warum wird die Fließgeschwindigkeit bei der Elution von Kobalt verringert?

• Sichergehen, dass genug Zeit für Austausch vorhanden ist und alles Zink adsorbiert wird

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52) Warum muss Kobalt in heißer Lösung titriert werden?

zu kalt  falscher, unscharfer Indikatorumschlag

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1) Wie definiert sich der Begriff Photometrie?

„Licht messen“  Messverfahren im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts

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2) Welcher Wellenlängenbereich ist für photometrische Bestimmungsmethoden zugänglich?

• 200 – 800 nm

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3) Wodurch entsteht die Komplementärfarbe von Licht im sichtbaren Bereich?

• Komplementärfarben heben sich einander auf • Wird eine bestimmte Wellenlänge (z.B. rot) absorbiert, so hebt sich ihre „KomplementärWellenlänge“ (grün) nicht mehr auf  alle anderen Wellenlängen werden reflektiert aber grün ist als einziges sichtbar  da die Komplementärfarben aller anderer Wellenlängen ja noch da sind und sich gegenseitig aufheben

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4) Was passiert bei der Absorption von Licht durch einen Farbstoff?

• Elektronenübergang von Elektronen aus energetisch tiefer liegenden Schichten zu energetisch höheren Elektronenniveaus (Orbitalen)

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5) Eine Substanz absorbiert im sichtbaren Bereich Licht bei etwa 450 und 700 nm in ungefähr gleichem Ausmaß: Welche Wellenlänge wäre bei der photometrischen Analyse zu bevorzugen und weshalb?

• Übergänge mit geringer Energiedifferenz werden bei analytischen Bestimmungen bevorzugt (bessere Selektivität) = große Wellenlänge (700 nm)

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6) Was verstehen Sie unter einem Chromophor?

• Bindungen, die Licht im UV- oder sichtbaren Bereich absorbieren Monochromatoren sind Gitter, Prismen, Filter

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7) Bei welchen Orbitalübergängen ist die Absorption von Licht besonders groß? Für welche Bindungsgruppen trifft dies zu?

π -> π* (C=C, C=O, C=N, C≡C) 

n -> π* (C=O, C=N, N=N, N=O)

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8) Was besagt das Gesetz nach Lambert-Beer (keine Formel)?

• Das Gesetz beschreibt die Lichtabsorption beim Durchgang von Licht durch ein homogenes Medium: die durch Absorption verursachte Lichtschwächung ist proportional der Zahl der absorbierenden Teilchen (je weniger absorbierende Teilchen, desto weniger Lichtschwächung).

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9) Wie lautet das Gesetz nach Lambert-Beer?

E = ε * c * d

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10) Leiten Sie das Gesetz nach Lambert-Beer ab.

–dI = k * I * c * ds

103

11) Was sind der molare und der spezifische Extinktionskoeffizient?

molar: Molekulargewicht der absorbierenden Substanz ist bekannt o Maß dafür, wie viel EM-Strahlung eine spezielle Substanz in molarer Konzentration (1 mol/l) bei einer Durchtrittslänge von 1 cm und bei einer bestimmten Wellenlänge absorbiert o für c in der Einheit mol/L • spezifisch: Molekulargewicht nicht bekannt (L*g-1 *cm-1 ) o für c in der Einheit g/L

104

12) Was verstehen Sie unter Transmission und Emission (Extinktion???)?

• Transmission o gibt an, wie viel vom eingestrahlten Licht durch die Probe hindurchgegangen ist • Extinktion o gibt die Abschwächung der Intensität von Wellen, insbesondere von Strahlung beim Durchgang durch Materie an

105

13) Wie kann die Gesamtabsorption von mehreren Komponenten, die gemeinsam in Lösung vorliegen und bei gleicher Wellenlänge absorbieren, ermittelt werden?

lineare Addition ihrer Absorptionsspektren

106

14) Wodurch kann eine Abweichung vom linearen Verhalten nach dem Gesetz von LambertBeer auftreten?

• zu hohe Konzentration in Lösung o Nur bei Konzentrationen von < 0,01M lineares Verhalten nach Lambert-Beer o Änderungen Brechungsindex überlagert von Änderungen Absorptionsindex  negative Abweichungen • Verwendung polychromatisches Licht o Extinktion nicht mehr linear von Konzentration abhängig (Extinktion nicht mehr gleich der eigentlichen Extinktion bei λ1) o Je größer Bandbreite des Messstrahls und kleiner natürliche Bandbreite im Absorptionsspektrum, desto größer Abweichung von Lambert-Beer • Streulicht o Inhomogenität der Lösung oder Streulicht aus dem Photometer  alles Licht, was nicht beim Detektor ankommt gilt als absorbiert

• „Scheinbare“ Abweichungen o sekundäre chemische Gleichgewichte  verändern Konzentration der Moleküle in Lösung

107

15) Wie wirken sich systematische Fehler auf das Gesetzt von Lambert-Beer aus?

• Abweichungen vom Lambert-Beer’schen Gesetz  nicht lineare Eichfunktionen

108

16) Für welchen Konzentrationsbereich gilt das Lambert-Beer’sche Gesetz?

< 0,01 mol/L

109

17) Was ist bei der Verwendung von Monochromatoren zur quantitativen Bestimmung einer Substanz mittels Absorptionsmessung zu beachten?

Monochromatoren liefern Licht mit bestimmter endlicher Bandbreite (also auf bestimmte Wellenlänge begrenzt)  Bandbreite muss weniger als 10% der Bandbreite des Absorptionsspektrums sein, damit Fehler der registrierten Peakhöhe unter 0,5% liegt

110

18) Welchen Einfluss hat Streulicht auf das Absorptionssignal bei der Photometrie?

• Streulicht kommt beim Detektor nicht an, da es z.B. durch Inhomogenität der Lösung auch absorbiert/geblockt/etc. wird und alles, was nicht beim Detektor ankommt, gilt als vom Analyten absorbiert.

111

19) Welche Bedeutung haben chemische Reaktionen, Bildung von Adduktverbindungen und dergleichen in der quantitativen photometrischen Analyse?

• Entstehung sekundärer chemischen Gleichgewichten, welche die Konzentration der interessierenden, absorbierenden Moleküle in der Lösung verändern.

112

20) Was gibt ein Absorptionsspektrum an?

• Absorption von Licht in Abhängigkeit von der Wellenlänge

113

21) Wodurch kann das Absorptionsspektrum einer Substanz beeinflusst werden? Welche Änderungen sind dabei zu erwarten?

pH – Wert • Wahl des Lösungsmittels • Änderungen: o Rotverschiebung (bathochrom)  Verschiebung zu geringerer Energie bzw. größerer Wellenlänge o Blauverschiebung (hypsochrom)  Verschiebung zu höherer Energie bzw. kleinerer Wellenlänge o Hyperchrome Verschiebung  Erhöhung Intensität o Hypochrome Verschiebung  Verringerung Intensität

114

22) Beschreiben Sie die pH-Abhängigkeit eines Absorptionsspektrums anhand eines Beispiels (z.B. Phenol)!

Lösung sauer oder neutral  OH-Gruppe protoniert • Absorptionsmaxima bei 210 und 270 nm • Lösung basisch  Abspaltung des Wasserstoffs  mehrere mesomere Grenzstrukturen  Rotverschiebung (Energie sinkt) • Absorptionsmaxima bei 235 und 287 nm • Auch: größerer Extinktionskoeffizient (also Intensivierung der Absorptionseigenschaften) durch Resonanzstabilisierung (hyperchrome Verschiebung)

115

23) Welche Anforderungen sollte ein ideales Lösungsmittel für die Photometrie erfüllen?

• alles wird gelöst • nicht entflammbar • ungiftig • bei allen Wellenlängen transparent

116

24) Inwieweit ist die Eigenabsorption eines Lösungsmittel in der Photometrie von Bedeutung?

• Eigentlich erst im UV-Bereich

117

25) Wie wird die UV-Durchlässigkeit von organischen Lösungsmitteln charakterisiert?

• organische Lösungsmittel meistens nur bis zu einer gewissen Wellenlänge verwendbar (cutoff Wellenlänge)

118

26) Inwieweit kann das UV-Spektrum durch das Lösungsmittel beeinflusst werden?

• Lösungsmittel können auch absorbieren und somit das Resultat beeinflussen

119

27) Welche Kenngrößen des Absorptionsspektrums werden in der Photometrie für die qualtitative und quantiative Analyse herangezogen?

• Qualitativ o Lage und Intensität Absorptionsmaximums/-maxima (charakteristisch für absorbierende Substanz) o Zuordnung Strukturen reiner Substanzen möglich • Quantitativ o Durchführung bei Wellenlänge(nbereich) mit größter Absorption (sofern nicht durch andere Substanz, die bei gleicher Wellenlänge absorbiert gestört) o Kalibrierfunktionen

120

28) Was verstehen Sie unter einer Kalibrierfunktion?

• Mehrere Kalibrierlösungen mit verschiedenen Konzentrationen der zu bestimmenden Substanz werden gemessen und die Extinktion auf der y-Achse gegen die Konzentration auf der x-Achse aufgetragen. Bei Gültigkeit des Lambert-Beer’schen Gesetzes erhält man eine Kalibriergerade. • Genaue Messungen: Temperaturkonstanz von 11°C

121

29) Welche Messinstrumente werden zur Messung von Strahlungsflüssen (Lichtintensitäten) verwendet?

Photodiode • Sekundärelektronenvervielfacher bei Fluoreszenzspektrometer

122

30) Beschreiben Sie schematisch den Aufbau eines Photometers!

• Strahlungsquelle o Kontinuumstrahler (Deuterium für UV, Wolfram für VIS) • Parallelisierung Strahlung durch (Loch)-Blende o vor oder nach Messzelle positioniert • Monochromator o Einstellung der Messwellenlänge (Bandenfilter bei Filterphotometer, Prismen und Gitter bei Spektrometer) • Messzelle o Küvette (oder in DC Durchflusszelle) • Detektion o Photodiode oder Sekundärelektronenverteiler bei Fluoreszenzspektrometer

123

31) Worin unterscheiden sich Filterphotometer und Spektrometer?

• Filterphotometer o Kombination von Banden- und Kantenfiltern, die nur Licht einer bestimmten Wellenlänge durchlassen • Spektrometer o verstellbares Prisma/Gitter  großer Wellenlängenbereich steht zur Verfügung (UVVIS)  Aufnahme von Absorptionsspektren

124

32) Beschreiben Sie die Beiträge zum Rauschen eines Photometers?

• Thermisches Rauschen o Rauschanteil unabhängig von Lichtintensität • Short Noise o Elektronen überschreiten eine Grenzfläche (Potential)  Gesamtfluss besteht aus Einzelkomponenten (Elektronen)  jedes muss Fläche selbst überqueren, was nicht gleichmäßig passiert o  z.B. Emission aus Photokathode o Short Noise Anteil = proportional zur Wurzel der Lichtintensität Chemisches Rauschen: durch thermische Bewegung Analyt in Messlösung

125

33) Was verstehen Sie unter einem Chromophor und Fluorophor?

Chromophor o Bindungen, die Licht im UV- oder sichtbaren Bereich absorbieren • Fluorophor o Chromophore, die Licht emittieren

126

34) Welche photometrischen Messmethoden lassen sich durch das Jablonski Termschema beschreiben? Zeichnen Sie ein einfaches Schema dazu!

siehe skript

127

35) Diskutieren Sie die Elektronenübergänge, die durch das Jablonski Termschema beschrieben werden

• Siehe 34) • Elektronenübergänge durch o Absorption von Licht (– – –) o Lichtemission (–––) o strahlungslose Übergänge (·····)  Im angeregten Zustand  relaxieren  Elektron „wandert“ auf das Grundniveau des angeregten Zustandes (Abgabe von Schwingungsenergie an Umgebung bis e– Schwingungszustand des angeregten Moleküls erreicht)  Von dort Energieübertragung auf andere Moleküle (Kollisionsdeaktivierung)  Übergang in Grundzustand (strahlungslos wenn Energieabgabe als Wärme – wenn als Licht  Fluoreszenz)

128

36) Was ist der Unterschied zwischen Absorption, Fluoreszenz und Phosphoreszenz?

• Absorption o Molekül nimmt Strahlungsenergie auf und wechselt vom Grundzustand S0  S1 (angeregter Elektronenzustand) • Fluoreszenz o Übergang von S1  S0 unter Emission von Licht (Wechsel in Schwingungszustand des Elektronen-Grundzustandes) • Phosphoreszenz o Übergang Singulettzustand  Triplettzustand („intersystem crossing“) o Rückkehr in Grundzustand verzögert  erfolgt durch Kollisionsdeaktivierung oder Abgabe von Licht  wenn Abgabe von Licht  Phosphoreszenz Lernfragen  o  Hier hält das Leuchten nach dem Abschalten der Bestrahlung an (da Rückkehr e– in Grundzustand verzögert)

129

37) Angenommen, eine Verbindung besitzt sowohl fluoreszierende als auch phosphoreszierende Eigenschaften: Inwiefern unterscheiden sich Absorptions–, Emissionsund Phosphoreszenzspektrum?

• In ihrer Wellenlänge: WellenlängeAbsorption < WellenlängeFluoreszenz < WellenlängePhosphoreszenz

130

38) Besitzen alle Verbindungen, die Licht absorbieren, auch fluoreszierende Eigenschaften? Welche Strukturmerkale gelten allgemein als Voraussetzung für intensive Fluoreszenzeigenschaften?

• Nein, nur ein Teil, der im UV-VIS Bereich absorbiert • π  π* Übergänge führen zu intensiven Fluoreszenzeigenschaften einer Substanz

131

39) Was verstehen Sie in der Fluoreszenz unter der Quantenausbeute Ø?

• Ausmaß der Fluoreszenzeigenschaften o Wert für Øf ist eine Substanzeigenschaft und wird größtenteils von der chemischen Struktur bestimmt o viel Fluoreszenzausbeute  viele konjugierte Doppelbindungen

 

siehe skritp

132

40) Warum können in der Fluoreszenzspektroskopie die meisten fluoreszierenden Substanzen im Vergleich zur UV-VIS Absorptionsdetektion empfindlicher detektiert werden?

• Selektivität höher, da nicht alle lichtabsorbierenden Substanzen auch automatisch fluoreszierend sind • Es werden zwei Wellenlängen (Anregungs- und Emissionswellenlänge) für die Messung verwendet: das abgestrahlte Licht wird in einem Winkel von 90 Grad zum einfallenden (anregenden) Licht gemessen  Unterschiede von kleinen Lichtintensitäten werden gemessen • Detektionsgrenze in der Fluoreszenzspektrometrie bis zu einem Faktor 103 niedriger als UVVIS Absorptionsspektroskopie

133

41) Wie werden Anregungs- und Fluoreszenzspektren von fluoreszierenden Verbindungen aufgenommen?

• Anregungsspektrum o Emissionswellenlänge wird konstant gehalten  Lichtemission wird in Abhängigkeit von der Anregungswellenlänge gemessen • Fluoreszenz (Emissions-) spektrum o Anregungswellenlänge wird konstant gehalten  Lichtemission wird in Abhängigkeit von der Emissionswellenlänge gemessen

134

42) Welche Faktoren haben einen Einfluss auf das Ausmaß der Fluoreszenzeigenschaften?

• pH-Wert • organische Lösungsmittel • Reagenzkonzentration • Temperatur • Quencher

135

43) Was verstehen Sie unter dem Begriff Quenching?

• Materialien/Substanzen, die eine Verminderung der Fluoreszenzintensität verursachen o kann zur vollständigen Unterdrückung bzw. Auslöschung der Fluoreszenz führen

136

44) Wie sieht allgemein die Struktur von primären Aminosäuren aus?

• Aminogruppe (NH2) und Carboxylgruppe (COOH) o über α-C Atom verknüpft • An C-Atom hängt noch ein Wasserstoff und eine Restgruppe (Seitenkette)

137

45) Welche Proteinstrukturen kann man durch unterschiedliche Betrachtungsweisen unterscheiden?

• Primärstruktur o Reihenfolge der Aminosäuren innerhalb eines Proteins • Sekundärstruktur o lokale räumliche Anordnung einer Aminosäuresequenz (α-Helix oder Faltblatt) • Tertiärstruktur o ganze räumliche Struktur einer Proteinkette (WW zwischen Seitenketten und einzelnen Aminosäuren) • Quartiärstruktur o 1 Protein aus mehreren Ketten  gesamte räumliche Anordnung

138

46) Nach welchen Gesichtspunkten würden Sie eine Analysenmethode zur Bestimmung von Proteinen auswählen?

• Menge an Protein die zur Verfügung steht • Konzentration an Protein • Spezifität der Methode • Anwesenheit von Störsubstanzen (z.B. Puffer, Detergentien) • Einfachheit und Verlässlichkeit der Methode

139

47) Warum kann eine quantitative Analyse von Proteinen durch Absorptionsmessung im UV Bereich durchgeführt werden?

• Einige Aminosäure besitzen Chromophore, die eine photometrische Bestimmung im UVBereich erlauben. • Je nach Anteil an aromatischen Aminosäuren hat jedes Protein eine andere spezifische Absorptionsintensität bei 280nm.

140

48) Wann können Proteine auch durch Messung der Fluoreszenz quantitativ bestimmt werden?

• Aminosäuren Tyrosin und Tryptophan (Phenylalanin auch, aber sehr schwach) weisen native (intrinsische) Fluoreszenzeigenschaften auf • Wenn diese vorhanden, dann Bestimmung mit Fluoreszenz möglich

141

49) Wie lassen sich Proteine durch eine Elementaranalyse quantitativ bestimmen?

• Protein in kochend heißer H2SO4 aufgeschlossen  (NH4)2SO4  Zugabe Base  NH3  titrimetrische Bestimmung

142

50) Was verstehen Sie allgemein unter Derivatisierungsmethoden zur Bestimmung von Proteinen?

• Analyten werden durch Reagenzzusatz in Verbindungen oder Komplexe umgewandelt, die im sichtbaren Bereich Licht absorbieren

143

51) Wie erfolgt die photometrische Bestimmung von Proteinen nach der Methode von Lowry? Welche Nachteile weist diese Bestimmungsmethode auf?

• Methode o alkalische Lösung  blau-violetter Komplex zwischen Cu2+-Ionen und Peptiden o Reduktion Cu2+ zu Cu+  Cu+ reduziert gelbes Folin Ciocalteaus Reagens zu Molybdänblau o Bestimmung Proteinkonzentration durch Messung Lichtabsorption bei 750 nm • Nachteile o große Farbunterschiede zwischen verschiedenen Proteinen o nichtlineare Eichfunktion im oberen Konzentrationsbereich o viele andere Verbindungen interferieren o Farbentwicklung stark pH-abhängig (pH von 10-10,5 ideal für Farbe, aber Reagenz dafür instabil)

144

52) Beschreiben Sie die Proteinbestimmungsmethode nach Bradford. Welche Nachteile bzw. Vorteile weist diese Methode auf?

• Methode o Bindung Protein an Farbstoff Coomassie Brilliantblau in Phosphorsäure o Reaktion mit Protein  Protein-Farbstoff-Komplex  Absorptionsmaximum des Farbstoffes von 470 nm auf 595 nm (Komplex) o Bindung Farbstoff an Arginin • Vorteile o schnell, empfindlich Lernfragen  • Nachteile o Farbstoffbindung abhängig von Proteinspezies o Nichtlineare Eichfunktion

145

53) Beschreiben Sie den theoretischen Hintergrund der Bichinchoninmethode nach Smith et al.!

• Reduktion Cu2+ zu Cu+  Cu+ durch das Protein in alkalischem Milieu • Bicinchoninsäure (BCA) zur Komplexierung mir Cu+ • intensiver Farbkomplex mit Absorptionsmaximum bei 562 nm

146

54) Was sollten Sie allgemein bei einer quantitativen Bestimmung von Proteinen beachten?

• Messung im mittleren Empfindlichkeitsbereich (Vermeidung Nichtlinearitäten im unteren/oberen Bereich) • zu bestimmendes Protein sollte auch zur Erstellung der Kalibrierfunktion verwendet werden

147

55) Welche prinzipiellen Pipettiertechniken mit Kolbenhubpipetten kennen Sie?

• vorwärts-pipettieren o bis zum Anschlag drücken  eintauchen  auslassen (bis zum Anschlag drücken, dann komplett durchdrücken) o für wässrige Lösungen, Puffer, verdünnte Salzlösungen, verdünnte Säuren und Laugen • reverses pipettieren o komplett durchdrücken  eintauchen  auslassen (nur bis zum Anschlag) o viskose Lösungen, Lösungen mit hohem Dampfdruck, stark benetzende Lösungsmittel

148

56) Worauf sollte beim Pipettieren mit Kolbenhubpipetten besonders geachtet werden?

• Luftpolsterpipetten: Luftpolster zwischen Pipettierkolben und der Flüssigkeitsoberfläche sollte möglichst klein sein (Pipettenspitze sollte dem Dosiervolumen angepasst sein) • Zum Ansaugen der Flüssigkeit sollte die Spitze nur wenige Millimeter in das Medium eintauchen

149

1) Was ist das Prinzip der Dünnschichtchromatographie?

• Trennverfahren zur Untersuchung Zusammensetzung von Proben o geringer apparativer Aufwand, hohe Trennleistung, Schnelligkeit, geringer Substanzbedarf, etc. • Auftragung mit Kapillarpipetten (genau geeichte Glasröhrchen, die Flüssigkeit aufsaugen) • Vor Entwicklung der Platte müssen aufgetragene Proben trocken sein • Fluss der mobilen Phase durch stationäre Phase (mikroporöse Feststoffe mit großen spezifischen Oberflächen – 50-500 m2 /g) durch Kapillarkräfte

150

2) Was ist der Unterschied zwischen qualitativer und quantitativer DC?

qualitativ: Untersuchung welcher Stoff in der Probe enthalten ist • quantitativ: Untersuchung wie viel von einem bekannten Stoff in der Probe enthalten ist

151

3) Was gibt der Rf-Wert in der Dünnschichtchromatographie an?

Wanderungsweite einer Substanz (für jede Verbindung charakteristisch) • Gibt das Verhältnis von der Laufstrecke der Substanz zur Laufstrecke der Fließmittelfront an

152

4) Wie wird der Rf-Wert berechnet?

skript

153

5) Welche Werte kann der Rf-Wert annehmen?

• 0 < Rf < 1

154

6) Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um den Rf-Wert korrekt bestimmen zu können?

kreisförmige bzw. ellipsoide Fleckform • gaußförmige Verteilung der Substanz im Fleck (Konzentrationsmaximum)

155

7) Wovon hängt die Größe des Rf-Wertes ab?

• abhängig vom chromatographischen Trennsystem • Je stärker Laufmittel an stationäre Phase adsorbiert, desto größer ist seine Verdrängungskraft  desto größer ist der Rf-Wert der zu trennenden Substanz

156

8) Was versteht man in der Chromatograhie unter dem Begriff „Auflösung“?

• Kenngröße dafür wie gut zwei Verbindungen getrennt werden

157

9) Worin besteht der Unterschied zwischen den Begriffen „Auflösung“ und „Rf-Wert“?

• Rf-Wert gibt an wie weit eine Substanz wandert bzw. wie nahe sie an die Laufmittelfront herankommt • Auflösung besagt wie gut die Substanzen getrennt werden

158

10) Wie kann die Auflösung von zwei Substanzen berechnet werden?

Skript

159

11) Was bedeutet ein Wert von 1 für die Auflösung?

• dass zwei Flecke zufriedenstellend getrennt sind • < 1 = schlechtere Trennung • > 1 = bessere Trennung

160

12) Wovon wird die Auflösung in der Dünnschichtchromatographie beeinflusst?

skript

161

13) Was beschreibt der HETP-Wert?

• = Trennstufenhöhe H  Effizienz eines chromatographischen Systems pro Längeneinheit • kleine Werte = effizientes System (große Anzahl an Trennstufen N)

162

14) Was ist die Trennstufenhöhe und wovon wird sie beeinflusst?

• H = Effizienz eines chromatographischen Systems pro Längeneinheit • abhängig von chromatographischen Bedingungen • Trennstufenhöhe ist für eine gegebenes Trennsystem eine Konstante (Verlängerung Trennstrecke bewirkt keine Änderung von H, aber eine Änderung von N)

163

15) Wie kann die Trennleistung eines Trennsystems auf einfache Art vergrößert werden?

• Kleine Partikel der stationären Phase • geringe Fließgeschwindigkeit (dafür längere Wartezeit) • niedrig viskose mobile Phasensysteme

164

16) Was gibt der Selektivitätskoeffizient in der Dünnschichtchromatographie an?

• ähnlich wie H: Effizienz der Trennung von zwei Komponenten • beschreibt Auflösung von zwei chromatographischen Banden • Je größer Unterschied zwischen Verteilungskoeffizienten von Substanz 1 und 2, desto besser ist die Trennung bzw. Auflösung.

165

17) Wie ist der Selektivitätskoeffizient definiert?

skript

166

18) Wie kann die Selektivität eines Trennsystems verbessert werden?

• Zusammensetzung der mobilen Phase ändern (effizientesten) • pH-Wert ändern • stationäre Phase ändern • Temperatur ändern (wenigsten effizient)

167

19) Wie ist eine DC-Platte aufgebaut?

• Stationäre Phase als Pulver auf inertes Trägermaterial aufgetragen (Glasplatte, Alufolie) • Korngrößen: zwischen 2 µm für Analyse von minimalen Volumina – 50 µm für präparative Aufgaben

168

20) Welche Schichtmaterialien werden in der Dünnschichtchromatographie verwendet?

• Kieselgel (häufigstes) o SiO2 mit geringem H2O-Anteil (saure SiOH-Gruppen an Oberfläche) o polares Adsorptionsmittel o hydrophile (polare) Schichten  lipophile (unpolare) Fließmittel o Umkehrphasen (hydrophob/unpolar) durch „Silanisierung“ (= Reaktion mit bestimmten organischen Substanzen) • Aluminiumoxid o hohe Affinität für Kohlenstoffdoppelbindungen und aromatische Kohlenwasserstoffen o Aktivität verringerbar durch Zugabe von (max. 15%) Wasser o Trennung für vorwiegend basische Stoffe, ist aber in saurer, neutraler und basischer Form erhältlich • Cellulose o = Kohlenhydrat  viele OH-Gruppen  viele H-Brücken Bindungen o hydrophil  umkehrbar durch Reaktion mit Essigsäureanhydrid (acetylierte Cellulose) • Polyamid o kann zahlreiche H-Brücken ausbilden o –CO–NH– Gruppen an Oberfläche  Affinität für polare Gruppen (H-Brücken mit Carbonylgruppe) o Trennung Phenole, Flavanoide, etc.

169

21) Welche Möglichkeiten zur Modifizierung von Kieselgel gibt es?

• RP-18 mit Alkylketten mit 18 Kohlenstoffatomen • RP-8 mit 8 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette • RP-2 mit Diemethylsilangruppen • Über eine Trimethylenkette sind folgende funktionelle Gruppen gebunden: o Cyano-modifiziertes Kieselgel mit einer Cyano-Gruppe (–C≡N) am Kettenende o Amino-modifiziertes Kieselgel mit einer Amino-Gruppe (–NH2) am Kettenende, die auch eine schwache Ionenaustauscherwirkung aufweisen o Diol-modifiziertes Kieselgel mit zwei OH-Gruppen an der Kette

170

22) Was versteht man unter dem Begriff Normalphasenchromatographie (Normal phase chromatography) und Umkehrphasenchromatographie (Reversed phase chromatography)?

• NPC o stationäre Phase ist polarer als Eluent (Kieselgel ist polar und man wählt lipophile (unpolare) Laufmittel) • RPC o stationäre Phase ist unpolarer als Eluent (z.B. RP-18 (auch Kieselgel) hat starken lipophilen (unpolaren) Charakter und man wählt hydrophile (polare) Laufmittel)

171

23) Welche Phasensysteme (stationäre und mobile Phase) werden in der NPC und in der RPC verwendet?

Kieselgel 60 F254 o Toluol – Methanol o Isopropanol – Wasser • Kieselgel GF 254 o Chloroform – Ethanol o Chloroform – Ethanol – Aceton • Aluminiumoxid F 254 o n-Butanol – Methanol – Wasser • Silica Gel 60 RP-18 F 254 o n-Butanol – Methanol – Tetramethylammoniumchlorid – Phosphatpuffer – Wasser

172

24) Was passiert, wenn man bei einer RPC ein stark apolares Laufmittel verwendet und die Proben aus stark lipophilen bzw. stark hydrophilen Komponenten besteht?

• RPC Platte = unpolar • Laufmittel = unpolar • polarer Stoff wird sowieso nicht mitgenommen •  unpolarer Stoff bleibt wird nur mitgenommen wenn LM viel stärker unpolar ist als die  kein klares/richtiges Ergebnis •  Egal ob Proben polar oder unpolar sind, man bekommt kein Ergebnis, da Laufmittel und stationäre Phase nie die gleiche Polarität haben dürfen

173

25) Welche Anforderungen sollte ein Fließmittel für die Dünnschichtchromatographie erfüllen?

• wichtigste Eigenschaft der mobilen Phase = Polarität (als Dielektrizitätskonstante gemessen) • Anforderungen o genügende Reinheit o Stabilität (Flüchtigkeit von Mischungskomponenten beachten) o geringe Viskosität o geeigneten Dampfdruck o möglichst nicht giftig

174

26) Was gibt die elutrope Reihe an?

• Auflistung der Fließmittel nach steigender Polarität

175

27) Inwieweit beeinflussen Ionenstärke und pH-Wert die Trenneigenschaften eines Fließmittels?

Ionenstärke o gibt die effektive Konzentration der elektrischen Ladungen in der Lösung an (abhängig von Elektrolytkonzentration) o große Ionenstärke  Löslichkeit von unpolaren Substanzen sinkt o Bildung von ungeladenen Ionenpaaren (Gleichgewichte zwischen selbst dissoziierten Probenkomponenten und Laufmittel), die sich wie neutrale Moleküle verhalten • pH-Wert o Saure Substanzen lösen sich oft in basischen Fließmitteln und basische Stoffe umgekehrt gut in Säuren. o pH-Einstellung mit Essigsäure oder Salzsäure bzw. Ammoniak oder Aminen

176

28) Welche molekularen Wechselwirkungen können bei der Trennung eines Substanzgemisches mit der stationären Phase auftreten?

• Subsitutenten des Analyten treten in Wechselwirkung mit der Oberfläche der stationären Phase • Unpolare/Van-der-Waals WW o WW von Alkylketten (bzw. elektronenreichen Strukturen) mit den Alkylketten der stationären Phase • Polare/Dispersive WW o Dipolwechselwirkungen  H-Brücken Bindungen (bei Carboxyl-, Amino- und Hydroxylgruppen) • Elektrostatische WW o Nur an geladenen Gruppen und energetisch gesehen die stärksten WW o bei Sulfonsäure- und Carboxylgruppen bzw. protonierten/geladenen Aminogruppen o „Ionenaustauschergleichgewichte“

177

29) Was muss man bei der Vorbereitung einer DC-Entwicklungskammer beachten?

• genügend Fließmittel für Trennung, aber nicht soviel, dass Probenflecken in Flüssigkeit stehen • Kammersättigung  schlechte Kammersättigung führt zu nicht reproduzierbaren Ergebnissen (Luft sollte mit Fließmitteldämpfen gesättigt sein) o  Filterpapier  schnellere Sättigung

178

30) Welche Möglichkeiten zur Detektion einer Probe auf einer DC-Platte kennen Sie?

• Eigenfärbung • manche Substanzen fluoreszieren • Fluoreszenzlöschung bei Substanzen, die UV-Licht absorbieren (nur anwendbar, wenn der Rest mit Fluoreszenzindikator versehen ist) • Färbereagenzien

179

31) Warum gibt es DC-Platten mit und ohne Fluoreszenzindikator?

• Wenn eine Probe von selbst fluoresziert, nimmt man eine Platte ohne Fluoreszenzindikator 

• Farblose Substanzen, die nicht fluoreszieren können UV-Licht absorbieren  Fluoreszenzlöschung an den Stellen der Substanz wobei der Rest der Platte leuchtet

180

32) Was ist die Aufgabe von Färbereagenzien in der Dünnschichtchromatographie?

• Sichtbarmachen der Probeflecke

181

33) Welche Färbereagenzien kennen Sie?

• Iod-Dämpfe (universell, braune Flecken) • KMnO4/H2SO4 (universell, rosa MnO4 – von Substanzen zu farblosem Mn2+ reduziert) • SbCl3 (fluoreszierende oder gefärbte Produkte) • Dragendorff-Reagenz (= Bi(NO3)3/Weinsäure/KI  färbt Alkaloide) • FeCl3 (Phenole grünblau) • Ninhydrin (Amine, Aminosäuren und Peptide  rötliche Flecken)

182

34) Welche Bedingungen sollten in der DC erfüllt sein, damit zwei Substanzen (eine Komponente stammt aus einer Probelösung, die andere ist ein Standard) als ident bezeichnet werden können?

• gleiche Wanderungsstrecke (Rf-Wert) • gleiche Farbe • gleiches Verhalten gegenüber UV-Licht • gleiches Verhalten beim Besprühen mit Nachweisreagenzien

183

35) Welche Geräte ermöglichen es, in der DC eine quantitative Bestimmung durchführen zu können? Erklären Sie das Messprinzip eines Densitometers!

• Densitometer o Dichtemessgeräte aus Photometer und motorbetriebenem Messtisch • Messprinzip: o Licht einer Lichtquelle (Deuterium, Hg- oder W-Lampe) fällt auf Monochromator (Messwellenlänge wird eingestellt) o Leitung des Lichtstrahlt über Umkehrspiegel und Spaltblenden auf DC-Platte o Messung reflektiertes Licht (Remission) oder Messung durchgelassenes Licht (Transmission) o DC-Platte wird bewegt  Verminderung der Remission bei Auftreffen des Lichts auf Chromophor

184

36) Wodurch können Schwankungen in der Wanderungsweite von Substanzen auf einer DCPlatte verursacht werden?

• Stationäre Phase o Aktivität o relative Feuchte o pH-Wert der Schicht o katalytische Zersetzung empfindlicher Probenkomponenten durch stationäre Phase o Schwankungen der Schichtdicke o Vorbeladung mit Fließmittelgemisch

 

• Mobile Phase/Probe o pH-Wert Fließmittel o Verunreinigungen und Inhomogenität des Fließmittels o Volumen der Probe o Größe und Form Startfleck o Lösungsmittel Probe o Kammertyp o Trennstrecke o Kammersättigung o Abstand Startzone und Fließmittelniveau o Entmischung Fließmittel (Verdampfung) o Fließgeschwindigkeit o Konvektion (Transport thermische Energie???) Fließmitteldämpfe in Kammer o Temperatur

185

1) Durch welche Arten von Fehlern kann das Ergebnis einer Messung beeinflusst werden?

• Systematische Fehler o Instrumentelle Fehler  Vermeidung durch Kalibrierung des Messgeräts o Personenbedingte Fehler  falsches Ablesen von Skalen, falsche Konzentration von Eichlösungen verwendet, etc.  Vermeidung durch Zusammenarbeit (reproduzierbar verschiedene Ergebnisse) o Methodische systematische Fehler  Erkennung meist nur möglich wenn in verschiedenen Laboratorien das gleiche Material untersucht wird • Zufallsfehler o elektronisches Rauschen des Photometers, unterschiedliche Tropfengrößen beim Titrieren, Randbedingungen (z.B. Temperatur) o  Ausreißer

186

2) Was bezeichnet man in der Statistik als Ausreißer?

• Einzelwerte, die sich von den übrigen Messergebnissen deutlich unterscheiden

187

3) Was versteht man unter Präzision, Richtigkeit und Genauigkeit?

• Präzision o Reproduzierbarkeit  Übereinstimmung numerischer Messungen, die auf die gleiche Art mehrmals wiederholt wurden o Standardabweichung vom Mittelwert o  Nur weil Messwerte nahe beieinander liegen heißt das nicht, dass sie auch richtig sind

• Richtigkeit o Übereinstimmung Mittelwert aus vielen Messwerten und anerkannter Referenzwert o  Nur weil der Mittelwert übereinstimmt heißt das nicht, dass die einzelnen Messwerte streuen

• Genauigkeit o ≠ Präzision o Übereinstimmung Messergebnis mit dem wahren Wert o Genauigkeit wenn Präzision und Richtigkeit gut sind  „Genauigkeit = Präzision + Richtigkeit“

188

4) Was ist die Standardabweichung und wie wird sie berechnet?

skript

189

5) Was ist die relative Standardabweichung?

• Angabe in %  SA wird auf Mittelwert bezogen • RSA = �� �� * 100 [%]

190

6) Was ist der Vertrauensbereich und wie wird er berechnet?

• Maß für Zuverlässigkeit eines Mittelwertes Xm (oder eines Einzelwertes) •  Bereich um Mittelwert, in dem der wahre Wert mit bestimmter statistischer Sicherheit liegt • VB = ± t * �� �

191

7) Wann spricht man von einer Normalverteilung der Messwerte?

• Mittelwert entspricht dem am häufigsten gemessenen Wert • Kleine Abweichungen vom Mittelwert sind viel häufiger als große Abweichungen • Negative Abweichungen sind genauso häufig wie positive •  SA gibt Breite der Normalverteilung an

192

8) Wovon wird die Anzahl der Kommastellen eines Analysenresultats bestimmt?

• Die Anzahl der signifikanten Nachkomastellen wird von dem Wert mit der geringsten Anzahl signifikanter Nachkommastellen bestimmt ( schwächstes Glied in der Kette).

193

9) Was sind signifikante und unsichere Stellen? Führen Sie ein Beispiel an

• signifikante Stellen o Anzahl an Stellen, die für das Problem von Bedeutung sind • unsichere Stellen o Stellen, ab denen das Resultat ungenau wird

194

10) Wofür sind Ausreißertests erforderlich?

• Sie sind erforderlich, wenn die Analysendaten einer Normalverteilung entsprechen, jedoch ein oder mehrere Einzelergebnisse der Messserie sich signifikant von den anderen Einzelergebnissen unterscheiden.

195

11) Wie wird der Ausreißertest nach Dean & Dixon durchgeführt?

• Anordnung Messwerte nach Größe (Beginn mit ausreißerverdächtigem Wert) • Quotientenbildung aus Distanz zum benachbarten Wert und Spannweite: Qexp = ⏐��!��⏐ ⏐��!��⏐ • Vergleich Qexp mit tabelliertem Wert Qkrit (kritischer Wert) • X1 ist Ausreißer wenn Qexp > Qkrit

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12) Was ist eine Kalibrierfunktion?

• Messung der Signale einer Reihe von Kalibrierstandards  Ermittlung Kalibrierfunktion (durch Auftragen der Signalgröße als Funktion des Gehalts – z.B. Extinktion gegen Konzentration oder Masse auftragen) •  Messung der Probe  Einsetzen des Messergebnisses • Umkehrfunktion = Analysefunktion

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13) Was ist eine Regressionsgerade?

• Durch lineare Regression (Regression = Rückgang  „Rückschluss auf z.B. Konzentration aufgrund der Funktion“) der gemessenen Signalgrößen erhält man Regressionsgerade • y = kx + d • Manchmal ist die Eichfunktion nur im unteren Bereich linear und weist daher insgesamt über den gesamten Eichbereich ein nichtlineares Verhalten bzw. Merkmale einer quadratischen Eichfunktion auf

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14) Wie werden bei der Analyse einer unbekannten Probe die Einzelresultate aus den Messwerten ermittelt?

• Analysenprobe wird n Mal gemessen und für jedes Ergebnis wird mit der Regressionsgeraden der Analysewert berechnet. •  Mittelwert der n Analysewerte (+ Vertrauensbereich) • VB umfasst Messunsicherheit der Eichfunktion und Reproduzierbarkeit der Messung

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15) Welche Arten von Blindwerten bzw. Leerwerten kennen Sie?

• Blindwert des Messgeräts o Signal des Messgeräts bei der Messung einer leeren Messzelle (ohne Analyten, Matrix, Reagenz, etc.) • Reagentienblindwert o Signal, welches man mit einer Lösung nach Zusatz aller Reagentien, aber in Abwesenheit des Analyten misst • Leerwert o Signal, erlches man mit einer Lösung mit allen Reagentien und der Probematrix, aber ohne Analyten, misst

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16) Wie wird der Leerwert einer Lösung bestimmt?

• direkte Ermittlung o Mehrfachbestimmung einer Leerprobe und Berechnung des VB • indirekte Bestimmung o Extrapolation einer Kalibrierfunktion auf Ordinate (y-Achse)  Ordinatenabschnitt gibt Größe des Leerwertes an

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17) Was versteht man unter der Nachweisgrenze einer Analysenmethode?

• Ein Stoff gilt erst dann als nachgewiesen, wenn das Messsignal das Leerwertsignal statistisch signifikant überschreitet

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18) Welche Bedeutung hat das Signal-Rausch-Verhältnis in der Analytik?

• Es legt eine kritische Signalgröße yK fest, die die obere Grenze des Vertrauensbereichs des Leerwertsignals darstellt. •  Bei der Angabe der Nachweisgrenze muss immer angegeben werden, für welches S/R die Nachweisgrenze bestimmt wurde.

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19) Wie wird das Signal-Rausch-Verhältnis bestimmt (3 Methoden)?

skript

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20) Was ist der Unterschied zwischen Nachweisgrenze, Erfassungsgrenze und Bestimmungsgrenze?

Nachweisgrenze (qual.)  XN = � ∗ ��� � o „Ob nachgewiesen werden kann“ o kleinste Konzentration, die sich vom Leerwert mit einer definierten statistischen Sicherheit unterscheiden lässt o Entscheidungsgrenze für (nicht-)Vorhandensein einer Substanz in einer Probe (qualitativer Nachweis)

• Erfassungsgrenze (qual.)  XE = 2 * XN o „Was nachgewiesen werden kann“ o gibt den Mindestgehalt einer entsprechenden Probe an, der mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen werden kann o = jene Konzentration, die mit vorgegebener hoher statistischer Wahrscheinlichkeit erfasst wird

• Bestimmungsgrenze (quant.)  BGU = 3 * XN o „Wie viel nachgewiesen werden kann“ o = kleinste Konzentration eines Analyten, die quantitativ mit einer festgelegten Präzision bestimmt werden kann

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21) Was versteht man unter der Empfindlichkeit einer Messmethode?

• = Steigung der Kalibrierfunktion bei einer bestimmten Konzentration • konzentrationsunabhängig bei linearen Kalibrierfunktionen

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22) Was ist der Arbeitsbereich einer Messmethode und wie wird er festgelegt?

= Konzentrationsbereich, in dem bei Abwesenheit systematischer Fehler der VB von Analysenresultaten einen maximal hinnehmbaren Bereich der Ergebnisunsicherheit nicht überschreitet • liegt zwischen unterer und oberer Bestimmungsgrenze (die durch VB der Kalibrierfunktion bestimmt ist)

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23) Was ist die Verfahrensstandardabweichung?

• Sie ist ein Maß für die kleinsten Unterschiede in der Konzentration von Analyten, die mit dem Analysenverfahren als unterschiedliche Konzentrationen erkannt werden können. • SX0 = �� �