Omnivorousness - These der kulturellen Allesfresserei Flashcards

1
Q

Definition kulturelle Allesfresserei

A
  • Prozesse der Distinktion beruhen heute vor allem auf geschmacklicher Vielfalt und nicht mehr auf Hochkulturorientierung
  • An die Stelle der Gegenüberstellung v. Populär- und Hochkulturorientierung ist eine Vorliebe für die kulturelle Vielfalt getreten
    => Nicht die Vorlieben u. kulturellen Praktiken an sich, sondern ihr Umfang wird zum Unterscheidungskriterium
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2
Q

3 verschiedene Interpretationsarten:

A
  1. These von Peterson und Kern
  2. Michael Emmisons Konzept der kulturellen Mobilität
  3. Bethany Brysons Studie über musikalische Exklusivität
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3
Q
  1. Die These von Peterson und Kern
A
  • Hochkulturorientierte Amerikaner sind in immer geringerem Maße nur an Hochkultur interessiert, sondern entwickeln auch Interesse für populäre Genres
  • Trend zur kulturellen Vielfalt nachgewiesen, wobei dieser bei hochkulturorientierten Personen stärker vorhanden war
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4
Q
  1. Michael Emmisons Konzept der kulturellen Mobilität
A
  • kulturelle Allesfresserei ist lediglich eine wahllose Vorliebe für eine breite Vielfalt an kulturellen Genres
    => dabei bleibt außer Acht, kulturelle Fähigkeiten u. Kenntnisse in unterschiedlichen Kontexten strategisch einzusetzen
    => Begriff der kulturellen Mobilität:
    Angehörige hochqualifizierter Klassenlagen haben weiterhin dominanten hochkulturellen Musikgeschmack, erweisen sich aber in weiten Bereichen der Kultur als kompetent und Nutzen diese als eine Art v. kulturellem Schmiermittel von Interaktionen und Konversationen nutzen können.
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5
Q
  1. Bethany Brysons Studie über musikalische Exklusivität
A
  • fokussiert auf tatsächliche Toleranz und Offenheit gegenüber unterschiedlichen Genres und wollte nachweise, dass höher gebildete Personen eine größere Toleranz an den Tag legen
  • Gleichzeitig schließt diese Toleranz aber jene musikalischen Genres aus, die von unteren Statusgruppen favorisiert werden
    => Vorschlag anstatt v. “omnivorousness” v. “patterned tolerance” zu sprechen!
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6
Q

Ursachen für Omnivorousness

A
  • Bildungsexpansion: elitärer Geschmack verliert Exklusivität
  • Wertewandel: größere Toleranz
  • Rock’n’Roll: Alle Schichten prägende Erfahrung als Alternative zu etablierten Kunst
  • Neue Eliten: Eliten agieren vielfach global und sind dadurch verschiedenen kulturellen Kontexten ausgesetzt, der tolerante Einstellungen voraussetzt
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7
Q

Renditen der Grenzüberschreitung (nach Gebesmair)

A
  • Statuspositionen und die mit ihnen verbundenen Privilegien werden nicht mehr über die Nähe zur Hochkultur und die Abgrenzung zur Populärkultur legitimiert
  • > an ihre Stelle tritt die ostentative Grenzüberschreitung (symbolische Grenzüberschreitung trägt so gleichzeitig zur Bekräftigung und Verschleierung sozialer Unterschiede bei)
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8
Q

“Wer auf der Überlegenheit seine Geschmacks beharrt und für alles populäre nur Abscheu zeigt, darf nicht mit der Anerkennung rechnen, die jenen entgegengebracht wird, die sich gegenüber einer Vielzahl v. kulturellen Praktiken offen zeigen.”

A

-> Kulturelle Allesfresserei ist demnach ein Mittel des sozialen Anschlusses oder auch privilegierendes Kulturkapital!

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