Schadstoffe & Berufskrankheiten Flashcards

0
Q

Asbest?

A

Asbestfasern eignen sich sehr gut als Isolierschutz. Sie wurden z.B. in Isolierplatten für Dächer und Außenwände, in Textilien und Bremsbelägen eingesetzt. Wegen der kanzerogenen Wirkung sind in Deutschland Herstellung und Einsatz von Asbest seit 1993 verboten.
Mit Asbest assoziierte Erkrankungen (Pleura- und Lungenfibrose (Asbestose, Asbeststaublunge), Lungenkarzinom, Larynxkarzinom, Pleuramesotheliom) treten Jahrzehnte nach Exposition auf. Das Risiko einer Karzinomentwicklung korreliert mit der Dauer und dem Ausmaß der Exposition („Faserjahre“).

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1
Q

Nickel?

A

Nickel wird in der Produktion von Edelstahl verwendet, außerdem u.a. in Chemiebetrieben und der Luft- und Raumfahrtindustrie.
Es spielt als Auslöser einer häufigen allergischen Kontaktdermatitis eine Rolle. Bei chronischer Exposition anorganischer Nickelverbindungen über die Atemluft ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Plattenepithelkarzinomen in den Atemwegen erhöht (jahrzehntelange Latenzzeit!, Berufskrankheit). Wie beim Cadmium kann es außerdem zu einem chronischen Schnupfen kommen.

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2
Q

Arsen?

A

Das Halbmetall Arsen tritt häufig in den Verbindungen Arsensäure (Arsenat) und Arsenwasserstoff (Arsin; Arsane = Oberbegriff für Arsen-Wasserstoff-Verbindungen) auf. Es riecht nach Knoblauch.
Bei einer akuten Intoxikation kommt es zu Dyspnoe, Übelkeit, Erbrechen und abdominellen Beschwerden. Es können außerdem u.a. ZNS-Störungen bis zum Koma, ein Akutes Nierenversagen und eine Hämolyse => Anämie ausgelöst werden. Eine schwere Arsen-Intoxikation kann tödlich verlaufen.
Bei der chronischen Intoxikation treten eine Polyneuropathie, eine Polyglobulie und ebenfalls eine Hämolyse auf. Arsen ist außerdem hepatotoxisch (Zirrhose => erhöhtes Risiko für das hepatozelluläre Karzinom) und es kann zur Hyperpigmentierung der Haut kommen. Eine chronische Arsenexposition erhöht das Krebsrisiko.
Arsen wird in der Metall-, Farb- und Glasindustrie verwendet. Im 1. Weltkrieg wurden Arsenverbindungen als Giftgas eingesetzt.

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3
Q

Beryllium?

A

Beryllium ist ein Leichtmetall und zeichnet sich unter anderem durch eine niedrige Dichte, hohe Festigkeit und hohe Schmelztemperatur aus. Es wird z.B. in der Luft- und Raumfahrttechnik und im Fahrzeugbau eingesetzt.
Eine akute Berylliumintoxikation kann per Inhalation neben einer Pharyngitis auch eine Berylliumpneumonie auslösen. Eine chronische Intoxikation kann zur Berylliose (Lungenfibrose) führen. Beryllium wirkt kanzerogen (insbesondere Lungenkarzinom).

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4
Q

Trichlorethen = Trichlorethylen?

A

Trichlorethen = Trichlorethylen wird industriell als Lösemittel verwendet. Bei Intoxikation können diverse Komplikationen auftreten:
Akut insbesondere maligne Herzrhythmusstörungen, zentralnervöse Wirkungen wie Atemlähmung und Somnolenz. Trichlorethen wirkt bei chronischer Exposition karzinogen (insbesondere Nierenkarzinom).

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5
Q

Dichlormethan?

A

Das organische Lösungsmittel Dichlormethan kann bei akuter Intoxikation (als Dampf über die Atemwege oder auch durch Hautkontakt zur flüssigen Form) zu Schwindel und schwerer Vigilanzminderung führen. Eine chronische Exposition wirkt vermutlich kanzerogen.
Verwendung: Abbeizmittel und Lösungsmittel
Bei der Verbrennung entsteht das hochgiftige Phosgen-Gas (hierzu in einigen Tagen mehr).

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6
Q

Kobalt?

A

Kobalt kann eine allergische Kontaktdermatitis auslösen. Es kann z.B. zusammen mit Nickel in Jeansknöpfen/ Schmuck vorkommen. Eine Kobalt-Allergie lässt sich durch einen Epikutantest bestätigen.

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7
Q

Phosgen?

A

Phosgen entsteht unter anderem bei der Verbrennung von Dichlormethan. Nach Inhalation kann es ein toxisches Lungenödem auslösen. Phosgen wird in der chemischen Industrie erzeugt und zum Beispiel zur Herstellung von Kunststoffen genutzt. Im 1. Weltkrieg wurde es als Giftgas eingesetzt.

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8
Q

Lithium?

A

Das Leichtmetall Lithium wird in der Industrie z.B. in Batterien oder als Legierungsbestandteil verwendet. Typisch für eine chronische Lithium-Intoxikation sind ein feinschlägiger Tremor, gastrointestinale Beschwerden und eine Dysarthrie. Es können außerdem ZNS-Beschwerden wie Sehstörungen, Ataxie, Verwirrtheitszustände bis hin zum Delir und Myoklonien auftreten.

Lithium wird in der Psychiatrie therapeutisch eingesetzt. Hierzu ein netter Artikel:
Ohgami H et al. Lithium levels in drinking water and risk of suicide. Br J Psychiatry. 2009 May;194(5):464-5
http://bjp.rcpsych.org/content/194/5/464.long

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9
Q

Schwefelsäure?

A

Schwefelsäure reizt Haut und Schleimhäute und kann bei chronischer Exposition ein Lungenemphysem und Bronchiektasen auslösen. Konzentrierte Schwefelsäure wirkt verkohlend und kann bei Unfällen schwere Verletzungen verursachen.
Schwefelsäure spielt in der Industrie eine große Rolle und wird in vielen Bereichen eingesetzt, z.B. bei der Produktion von Düngemitteln.

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10
Q

Blausäure?

A

Cyanwasserstoff (Blausäure) führt bei Intoxikation (orale Aufnahme, Einatmung, Aufnahme über die Haut) zur irreversiblen Hemmung der Atmungskette der Körperzellen und damit zum raschen Tod. Antidot ist Hydroxocobalamin (Vitamin B12a).
Klassisch ist ein rosiges Hautcolorit (ausbleibende Zyanose) trotz schwerer Dyspnoe und ein Bittermandelgeruch in der Ausatemluft (>25% der Bevölkerung nehmen den Geruch von Blausäure jedoch nicht wahr).
Blausäure wird industriell und im Bergbau verwendet.

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11
Q

AROMATISCHE AMINE?

A

Die Gruppe der aromatischen Amine löst mit einer Latenzzeit von teilweise Jahrzehnten Karzinome der ableitenden Harnwege aus.
Die Stoffe werden z.B. über die Haut oder die Atemwege aufgenommen und reichern sich in der Blase an. Zum Einsatz kommen aromatische Amine z.B. in der chemischen Industrie (Farbstoffe, Pflanzenschutzmittel).

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12
Q

Aluminium?

A

Die chronische Inhalation von Aluminium-haltigen Stäuben kann zur Aluminose (Berufskrankheit) führen, einer interstitiellen Lungenfibrose. Weitere Komplikationen: Lungenkarzinom, Spontanpneumothorax.

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13
Q

POLYCHLORIERTE BIPHENYLE?

A

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind organische Chlorverbindungen. Sie wurden u.a. für die Herstellung von Plastik und Farben, als Weichmacher und für Isolier-und Dichtungszwecke im Bau verwendet. Neben der Auslösung von Haarausfall, Hyperpigmentierung und Chlorakne kann eine chronische Exposition teratogen und karzinogen wirken. 2001 wurden PCB im Rahmen der Stockholmer Konvention als eine der „dirty dozen“ Giftstoffe weltweit verboten.

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14
Q

Blei?

A

Unterschieden werden die akute und die chronische Bleivergiftung. Ursächlich ist z.B. die Inhalation von bleihaltigen Stäuben oder die Arbeit mit Lacken und Farben.
Bei einer akuten Vergiftung können Beschwerden wie metallischer Geschmack, Übelkeit/Erbrechen/Darmkoliken, Appetitlosigkeit und ZNS-Symptome wie Angst, Kopfschmerzen und Halluzinationen auftreten.
Eine chronische Bleiintoxikation verursacht eine aschfahle Hautfarbe, einen blauschwarzen Bleisaum am Zahnfleischrand, Obstipation, kolikartige Bauchschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Zudem treten schlaffe Lähmungen - insbesondere an der oberen Extremität und hier vor allem die Radialisparese - auf.
Stichworte für die Diagnostik: Bestimmung der Bleikonzentration im Serum. Delta-Aminolävulinsäure im Urin erhöht, basophile Tüpfelung der Erythrozyten, Anämie.
Beruflich bedingte Erkrankungen durch Blei oder seine Verbindungen sind als Berufskrankheit anerkannt.

Die Bleiintoxikation wird in fast jedem Hammerexamen geprüft.

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15
Q

Mangan?

A

Exponiert sind insbesondere Menschen, die in der Herstellung von Farben, Legierungen oder Lacken und in der Glas-, Stahl- und Keramikindustrie beschäftigt sind. Eine akute Intoxikation verursacht die Manganpneumonie. Die chronische Intoxikation führt zum “Manganismus”, der dem Parkinson ähnlich und eine anerkannte Berufskrankheit ist.

Die Mangan-Intoxikation wurde bisher im Durchschnitt in jedem dritten Hammerexamen geprüft!

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16
Q

Flusssäure?

A

Bei Flusssäure handelt es sich um die wässrige Lösung von Fluorwasserstoff. Genutzt wird sie industriell z.B. zum Ätzen von Glas und Metall. Sie reichert sich bei chronischer Exposition im Knochen an und kann zur Osteosklerose führen. Neben der chronischen Toxizität ist Flusssäure ein gefährliches Kontaktgift. Der Kontakt mit ihr kann zu schweren Verätzungen führen. Es kann zudem zu einem Abfall des Serumkalziums und in der Folge z.B. zu malignen Herzrhythmusstörungen und zu schweren ZNS-Beeinträchtigungen kommen.

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17
Q

Cadmium?

A

Es handelt sich um ein hochtoxisches Schwermetall. Der Mensch ist z.B. durch Aufnahme über die Nahrung (z. B. Pilze, Muscheln) oder durch Inhalation am Arbeitsplatz (z.B. Lötarbeiten) exponiert. Eine akute Vergiftung geht mit Durchfall, Übelkeit/Erbrechen, Bauchschmerzen, Lungenödem und/oder Leberschaden einher, eine chronische Intoxikation kann Nierenschäden, eine atrophische Nasenschleimhautentzündung mit Störung des Geruchssinns, eine Bronchitis, eine Osteoporose und Zahnverfärbungen verursachen. Vorkommen: zum Beispiel Nickel-Cadmium-Akkus, Rostschutzmittel.

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18
Q

Formaldehyd?

A

Bei Inhalation des leicht flüchtigen Formaldehyds können die Schleimhäute der oberen Atemwege gereizt werden. Hautkontakt kann eine allergische Kontaktdermatitis auslösen. Durch die WHO wurde Formaldehyd als Substanz eingestuft, die krebserregend für den Menschen ist. Insbesondere betrifft dies Karzinome des Nasen/Rachenraums.
Vorkommen: Spanplatten, Holzschutzmittel, Textilien, Desinfektionsmittel, Leichenkonservierung.

19
Q

Styrol?

A

Styrol dient als Ausgangsprodukt bei der Herstellung von Kunststoffen (Dämmstoffe, Styropor, Verpackungsmaterial). Eine Intoxikation findet überwiegend per Inhalation statt. Akut kann es zu Bewusstseinsstörungen und Schleimhautreizungen kommen. Eine chronische Belastung mit Styroldämpfen kann zu ZNS-Schäden führen und wirkt evtl. kanzerogen. Bei Hautkontakt wirkt Styrol als Kontaktgift und kann Hautveränderungen hervorrufen.
Der Nachweis erfolgt über die Konzentrationsbestimmung der Styrol-Metabolite (u.a. Mandelsäure, Phenylglyoxylsäure) im Urin.

20
Q

BENZOPYREN?

A

BENZOPYREN
Der polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoff Benzopyren wirkt kanzerogen; er kommt u.a. in Teer, Ruß (Schornsteinfegerkrebs/ Rußkrebs = bösartige Hauterkrankung des Skrotums), Abgasen und Zigarettenrauch (Lungenkarzinom) vor.

21
Q

CARBONDISULFID?

A

CARBONDISULFID
Kohlenstoffdisulfid = Schwefelkohlenstoff = Carbondisulfid, hochgiftiges Lösungsmittel. Industriell wird es u.a. zur Herstellung von Latex, Fasern (Kunstseide, Zellstoff) und Pflanzenschutzmitteln eingesetzt. Es ist gut fettlöslich und wird über die Atemwege und die Haut aufgenommen. Akut können Augen- und Hautreizungen, Bewusstlosigkeit und eine Atemlähmung auftreten. Eine chronische Vergiftung führt zu Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen und Neuropathien.

22
Q

ANILIN?

A

ANILIN
Anilin ist eine chemische Verbindung, die u.a. für die Farb- und Kunstfaserproduktion eingesetzt wird.
Zur Vergiftung kann es sowohl über die Haut, als auch oral und inhalativ kommen. Anilin oxidiert Hämoglobin zu Methämoglobin, das Sauerstoff so stark bindet, dass er nicht mehr ans Gewebe abgegeben wird. Je nach Ausmaß der Intoxikation kommt es zu einer peripheren Zyanose bzw. zu Bewusstseinsstörungen, schwerer Dyspnoe und zum Tod. Bei chronischer Exposition wirkt Anilin karzinogen (Blasenkarzinom).

23
Q

BENZOPYREN?

A

BENZOPYREN
Der polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoff Benzopyren wirkt kanzerogen; er kommt u.a. in Teer, Ruß (Schornsteinfegerkrebs/ Rußkrebs = bösartige Hauterkrankung des Skrotums), Abgasen und Zigarettenrauch (Lungenkarzinom) vor.

24
Q

VANADIUM?

A

VANADIUM
Vanadium ist ein Metall, das u.a. in der Stahlindustrie verwendet wird. Bei Inhalation von Vanadium-Stäuben kann es akut zu einer Reizung der Atemwegsschleimhäute kommen, bei langfristiger Exposition können eine chronische Bronchitis und Hautexzeme ausgelöst werden, das Lungenkrebsrisiko ist erhöht.

25
Q

ISOZYANATE?

A

ISOZYANATE
Isozyanate werden u.a. für die Herstellung von Schaumstoffen, Lacken und Oberflächenbeschichtungen in vielen Industriesparten eingesetzt. Sie werden meist über die Atemwege als Dämpfe/ Aerosole aufgenommen. Neben einer Haut- und Augenreizung kann es insbesondere zu einer pulmonalen Obstruktion (Isozyanat-Asthma) kommen. Seltener tritt eine Alveolitis auf.

1984 führte ein Chemieunfall mit Methyl-Isozyanat in der indischen Stadt Bhopal zu einer schweren Katastrophe mit mehr als 2500 Toten: http://www.zeit.de/2010/33/Bhopal

26
Q

VANADIUM?

A

VANADIUM
Vanadium ist ein Metall, das u.a. in der Stahlindustrie verwendet wird. Bei Inhalation von Vanadium-Stäuben kann es akut zu einer Reizung der Atemwegsschleimhäute kommen, bei langfristiger Exposition können eine chronische Bronchitis und Hautexzeme ausgelöst werden, das Lungenkrebsrisiko ist erhöht.

27
Q

BYSSINOSE?

A

Die Byssinose ist eine obstruktive Lungenkrankheit, die bei Arbeitern auftritt, die über mehrere Jahre Baumwoll-, Hanf- oder Flachsstäuben ausgesetzt sind. Es treten nach Exposition u.a. Luftnot und eine Abgeschlagenheit auf. Die Beschwerden lassen typischerweise in Arbeitspausen nach und treten an Wochenenden nicht auf („Montagssymptomatik“).

28
Q

SCHWEFELWASSERSTOFF?

A

SCHWEFELWASSERSTOFF
Der übel riechende (faule Eier) Schwefelwasserstoff entsteht u.a. in Kokereien.
Bei einer akuten Intoxikation treten Schleimhautreizungen insbesondere der Atemwege und der Augen auf, außerdem Übelkeit/Erbrechen und Dyspnoe. Bei Inhalation von großen Mengen/ hohen Konzentrationen endet eine Vergiftung tödlich. Eine chronische Intoxikation führt zu einer allgemeinen Abgeschlagenheit und ebenfalls zu Reizungen der Atemwege.

29
Q

AFLATOXIN?

A

AFLATOXIN
Aflatoxin ist ein durch Aspergillus flavus und A. parasiticus produziertes Pilzgift. Bereits bei extrem niedrigen Dosen wirkt eine chronische Exposition (insbesondere durch Lebensmittel) karzinogen.
Aflatoxin B1 gilt als potentester natürlich vorkommender Auslöser eines Hepatozellulären Karzinoms.

Siehe auch:
Global Burden of Aflatoxin-Induced Hepatocellular Carcinoma: A Risk Assessment
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2898859/

30
Q

DIMETHYLFORMAMID?

A

DIMETHYLFORMAMID
Dimethylformamid (DMF) ist ein organisches Lösungsmittel (Verwendung insbesondere in der Kunstlederproduktion). Bei akuter und bei chronischer Exposition kann es zu Leberschäden kommen.

31
Q

DDT?

A

DDT
Das Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) darf seit 2004 („Dirty Dozen“) weltweit nur noch als Malariabekämpfungsmittel eingesetzt werden. Bei einer akuten Vergiftung treten Parästhesien (Zungentaubheit), Unruhe und Schwindel und auch tonisch-klinische Krampfanfälle und Lähmungen auf.

32
Q

PARATHION (E605®)?

A

PARATHION (E605®)

Hochgiftiges („Schwiegermuttergift“) Insektizid aus der Gruppe der Organophosphate. Aufnahme peroral, inhalativ, transdermal. Bei Intoxikation kommt es per irreversibler Hemmung der Acetylcholinesterase zur Parasympathikuserregung. Folgende Symptome können auftreten: Miosis, Hypersalivation, Übelkeit/ Erbrechen/ Durchfall, Vasodilatation + Bradykardie, Atemlähmung, Muskelkrämpfe.

33
Q

BTEX: XYLOL?

A

BTEX: XYLOL

Die Abkürzung BTEX steht für die aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylol. Sie spielen insbesondere in der Ergas/Erdöl-Industrie eine Rolle.
Xylol wirkt neurotoxisch. Bei akuter Intoxikation können komatöse Zustände ausgelöst werden. Insbesondere wirkt Xylol wie die anderen BTEX bei chronischer Intoxikation knochenmarkschädigend (Aplastische Anämie, Myeloische Leukämien). Nachweis: Hippursäure im Urin.

34
Q

CHLORPHENOL?

A

CHLORPHENOL

Einsatz in der Industrie, z.B. als Holzschutzmittel und bei der Herstellung von Pestiziden, Arzneimitteln und Farbstoffen.
Bei einer Intoxikation treten insbesondere ZNS-Beschwerden wie Schwindel, ataktische Gangstörungen, Verwirrtheit und Parästhesien auf.

35
Q

EPOXIDHARZ?

A

EPOXIDHARZ
Kunstharz, das Epoxidgruppen trägt. Wird in der Industrie breit eingesetzt, z.B. als Konstruktionskleber (Flugzeugbau, Schiffsbau), für Industriefußböden und den Maschinenbau. Eine chronische Exposition kann Kontaktekzeme auslösen.

36
Q

TOLUOL?

A

TOLUOL
Die Abkürzung BTEX steht für die aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylol. Toluol spielt u.a. als Lösungsmittel, als Bestandteil von Kraftstoffen und Sprengstoffen eine Rolle.
Bei akuter inhalativer Intoxikation treten ZNS-Störungen auf. Bei chronischer Intoxikation treten Leber- und Nierenschäden auf, Toluol wirkt außerdem neurotoxisch. Bei einer Belastung mit hohen Konzentrationen können Knochenmarkschäden (Aplastische Anämie, Myeloische Leukämien) auftreten. Nachweis: Hippursäure im Urin.

37
Q

ETHYLBENZOL?

A

ETHYLBENZOL
Heute wird der letzte Vertreter der BTEX vorgestellt, der aromatische Kohlenwasserstoff Ethylbenzol (zur Wiederholung: die weiteren drei sind Benzol, Toluol und Xylol).
Ethylbenzol wird insbesondere zur Herstellung von Styrol eingesetzt. Bei Inhalation von hohen Konzentrationen können Bewusstlosigkeit und Atemstillstand eintreten, bei niedrigeren Konzentrationen Kopfschmerzen, Schwindel und eine allgemeine Schwäche.
Endprodukt: Mandelsäure, Ausscheidung über den Urin.

38
Q

NITROSE GASE?

A

NITROSE GASE
Nitrose Gase (Stickoxide) entstehen z.B. bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen und beim Elektroschweißen.
Akut kommt es nach Inhalation zu Reizungen u.a. der Augen und der oberen Atemwege. Mit einer Latenz von bis zu 24 Stunden kann es zu einem toxischen Lungenödem kommen.

39
Q

CHLORDAN?

A

CHLORDAN
Chlordan gehört zu den schwerflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (SCKW). Es wurde als Insektizid eingesetzt (in Deutschland seit 1971 verboten) und ist unter den „Dirty Dozen“ gelistet.
Toxizität besteht bei peroraler oder inhalativer Exposition. Es können sowohl lokale Reizungen (Haut, Augen, Atemwege) als auch Organschäden (Leber, Nieren) auftreten.

40
Q

RADON?

A

RADON
Das Edelgas Radon ist ein Zerfallsprodukt von Uran und Thorium. Exponiert können z.B. Bergwerkarbeiter sein. Eine chronische Radonbelastung kann zu Lungenerkrankungen führen, so zur chronischen Bronchitis und zum Lungenemphysem, in Abhängigkeit des Ausmaßes der Exposition steigt außerdem das Lungenkrebsrisiko.

41
Q

PERMETHRIN?

A

PERMETHRIN
Permethrin (Gruppe der Pyrethroide) ist ein Insektizid (Kontakt- und Fraßgift). Es hat Lindan in den 1980ern im Pflanzen- und Holzschutz abgelöst. Gesundheitliche Wirkungen auf den Menschen sind umstritten. Bei Hautkontakt kann es zu Juckreiz und allergischen Reaktionen kommen.

42
Q

DIOXINE?

A

DIOXINE
Dioxine gehören zu den „dirty dozen“. Sie fallen z.B. in Chemieanlagen an oder entstehen bei Verbrennungsprozessen. Dioxine reichern sich dann über die Nahrungskette an. Der Mensch nimmt Dioxine deshalb vor allem über tierische Nahrungsmittel auf.
Bei chronisch exponierten Menschen liegt ein erhöhtes Risiko für Malignome vor. Charakteristisch für die akute Intoxikation ist die Chlorakne („Dioxinakne“).

43
Q

LINDAN?

A

LINDAN
Lindan (Gamma-Isomer von Hexachlorcyclohexan) ist ein schwerflüchtiger chlorierter Kohlenwasserstoff (SCKW) und wurde als Insektizid eingesetzt. Bis in die 1980er Jahre wurde Lindan außerdem in 50% der zugelassenen Holzschutzmittel verwendet. Bei chronischer Exposition wirkt Lindan neurotoxisch. Es treten Muskelkrämpfe und ein Tremor auf. Die Auslösung eines Morbus Parkinson und anderer neurologischer Erkrankungen durch Lindan wird diskutiert.

44
Q

NAPHTHALIN?

A

NAPHTHALIN
Naphthalin ist ein bicyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff. Er wird bei der Produktion von Lösungsmitteln und Kunststoffen verwendet. Früher war er Bestandteil von Mottenkugeln. Naphthalin kann insbesondere allergische Reaktionen und Hautreizungen auslösen.

45
Q

Exogen-Allergische Alveolitis?

A

Die exogen-allergische Alveolitis (Farmer-, Vogelhalterlunge; Berufskrankheit) ist eine Hypersensitivitätsreaktion z.B. auf Pilzsporen (z.B. aus verschimmeltem Heu). Klinisch präsentieren sich die Patienten mit grippeähnlichen Symptomen mit Fieber, außerdem mit Husten und Luftnot. Im Röntgen-Thorax finden sich fleckige Verschattungen in den Unterfeldern. Komplizierend kann sich im Verlauf eine Lungenfibrose entwickeln.