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Flashcards in Übungsfragen Deck (39):
1

Was ist der Unterschied zwischen Klinischer Psychologie und Psychotherapie?

-> Psychotherapie ist nur eine Teilmenge der Klinischen Psychologie, sie beschränkt sich lediglich auf die Interventionsmaßnahmen, sprich Therapie
-> Klinische Psychologie umfasst noch viele weitere Aufgabenfelder/Teilbereiche (z.B. Epidemiologie, Evaluation etc.)

2

Was versteht man im Vulnerabilitäts - Stress - Modell unter Vulnerabilität?

-> (biologische, psychologische, soziale, interindividuelle oder durch die soz. UW bedingte) Faktoren, die die Anfälligkeit für eine psychische Krankheit erhöhen

3

Wie viel Prozent der Bevölkerung waren in den letzten 12 Monaten psychisch erkrankt (d.h. erfüllten die Kriterien einer psychischen Störung)?

a) ca 0.5%
b) ca 1%
c) ca 5%
d) ca 10%
e) ca 30%
f) ca 50%

e) ca 30%

4

Wer erkrankt häufiger an einer psychischen Störung?

1) Männer
2) Frauen
3) ungefähr gleich

2) Frauen

5

Wie viele verschiedene psychische Störungen gibt es?

a) ca 30
b) ca 50
c) ca 100
d) ca 150
e) ca 200
f) ca > 300

f) ca >300

6

Was ist die WHO - Definition von Gesundheit?

1) Abwesenheit von Krankheit & Behinderung
2) Zustand vollkommenen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens
3) Zustand der Leistungsfähigkeit eines Organismus
4) Das, was der behandelnde Arzt als gesund befindet

2) Zustand vollkommenen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens

"Zustand vollkommenen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens, nicht nur definiert durch die Abwesenheit von Krankheit und Behinderung."

7

Wenden Sie das medizinische Krankheitsmodell auf Depressionen an. Welche 2 Aussagen sind richtig?

1) Das Kranksein ist die Transmitterstörung
2) Der Defekt ist der Serotoninmangel
3) Die Ursache ist z.B. der Tod der Mutter
4) Das Substrat ist die depressive Stimmung

2) Der Defekt ist der Serotoninmangel
3) Die Ursache ist z.B. der Tod der Mutter

8

Bei einem Screening - Instrument für psychische Störungen ist VOR ALLEM entscheidend..

1) hohe Sensitivität
2) niedrige Sensitivität
3) hohe Spezifität
4) niedrige Spezifität

1) hohe Sensitivität

9

Der DSM ist NICHT...

1) deskriptiv
2) atheoretisch
3) multiaxial
4) ätiologisch
5) operationalisiert

4) ätiologisch

10

Zählen Sie 5 Nachteile der traditionellen Klassifikationssysteme vor 1980 auf

1) mangelnde Reliabilität
2) fehlende Übereinstimmung zwischen verschiedenen Institutionen/"Schulen"/Ländern
3) keine prognostische & therapeutische Validität
4) keine Bindung an wissenschaftliche Kriterien der Forschung
5) hohe Stigmatisierungsgefahr

11

Die Klassifikation nach ICD-10 und DSM-IV ist gekennzeichnet als (3 Ankreuzen)...

1) dimensional
2) kategorial
3) explizit
4) implizit
5) operationalisiert
6) theoriegeleitet

> kategorial, explizit, operationalisiert

12

Zu den Interviewverfahren gehört NICHT (1Antw.)

1) strukturierte Interviews
2) standardisierte Interviews
3) gestufte Interviews
4) freie Interviews

3) gestufte Interviews

13

Mögliche Ausschlussgründe für die Diagnose einer Depression sind NICHT...

1) medizinischer Krankheitsfaktor
2) Tod eines nahen Angehörigen in den letzten 2 Monaten
3) Konsum von Substanzen
4) Verlust des Arbeitsplatzes direkt vor Auftreten der Symptomatik

4) Verlust des Arbeitsplatzes direkt vor Auftreten der Symptomatik

14

Welches ist kein Vorteil des DIA-X-CIDI ggü. dem SKID (2Antw.)

1) Durchführung durch trainierte Laien
2) hohe Auswertungsobjektivität
3) detailliertes Auswertungsprotokoll
4) Screening - Fragen
5) Sektion zu Persönlichkeitsstörungen
6) hohe Formalisierung

4) Screening - Fragen
5) Sektion zu Persönlichkeitsstörungen

15

Epidemiologie beschäftigt sich NICHT mit... (1Antw.)

1) Häufigkeit von psychischen Störungen
2) Ätiologie von psychischen Störungen
3) Abschätzung des Versorgungsbedarfs
4) Funktionalen Bedingungsmodellen
5) Spontanverlauf psychischer Störungen

4) Funktionalen Bedingungsmodellen

16

Folgende Aussagen über die Prävalenz bzw. Inzidenz treffen am ehesten zu ... (2Antw.)

1) Die Präverenzrate bezieht sich auf alle Neuerkrankten
2) Die Periodenprävalenz ist größer als die Punktprävalenz
3) Die Inzidenzrate bezieht sich auf alle Neuerkrankten
4) Chronische Erkrankungen sind durch eine hohe Inzidenzrate gekennzeichnet

2) Die Periodenprävalenz ist größer als die Punktprävalenz
3) Die Inzidenzrate bezieht sich auf alle Neuerkrankten

17

Folgende Aussagen über die Prävalenz und Inzidenz treffen am ehesten zu ... (2Antw.)

1) Die Prävalenz nimmt zu, wenn die Lebenserwartung aufgrund neuer Behandlungsmethoden zunimmt.
2) Die Prävalenz nimmt zu, wenn die Inzidenz zunimmt.
3) Die Prävalenz nimmt ab, wenn Gesunde auswandern.
4) Die Prävalenz nimmt ab, wenn sich die Diagnostik verschlechtert.

1) Die Prävalenz nimmt zu, wenn die Lebenserwartung aufgrund neuer Behandlungsmethoden zunimmt.

2) Die Prävalenz nimmt zu, wenn die Inzidenz zunimmt.

18

Vor- und Nachteile von High - Risk - Studien

+ Ökonomie

- Selektion -> Teilstichprobe nicht mehr repräsentativ, Validität & Generalisierbarkeit gefährdet
- ermöglicht keine Aussage darüber, ob der ggf. ermittelte Unterschied auf genetische oder umweltbedingte Einflüsse zurückzuführen ist

19

Bei der Adoptieten - Methode... (2Antw.)

1) wird erfasst, ob Eltern erkranken
2) wird erfasst, ob Kinder erkranken
3) wird der Einfluss der Umwelt erfasst
4) wird der Einfluss der Umwelt nicht erfasst

2) wird erfasst, ob Kinder erkranken
4) wird der Einfluss der Umwelt nicht erfasst

20

Die Interpretation von Ergebnissen aus Untersuchungen zur Heritabilität, die ohne genetische Marker durchgeführt werden, können durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Hierzu zählt NICHT...

1) Assortative mating
2) Equal - Environment - Annahme
3) Multifaktorielle Transmission
4) Entkopplung
5) Selektive Platzierung

4) Entkopplung

21

Welches Symptom gehört am ehesten NICHT zu einer schizophrenen Erkrankung?

1) Überzeugung verfolgt zu werden
2) taktile Halluzinationen
3) Konzentrationsstörung
4) Freudlosigkeit & Interessenverlust
5) Beziehungswahn
6) Denkstörung

4) Freudlosigkeit & Interessenverlust

22

Im Rahmen des Vulnerabilitäts - Stress - Ansatzes bei Schizophrenie ist folgende Aussage NICHT richtig

1) biologische Faktoren bedingen die Vulnerabilität
2) Stressoren sind allein für den Ausbruch der Erkrankung entscheidend
3) Die Vulnerabilität kann sich in neuropsychologischen Auffälligkeiten äußern
4) akute oder chronische Belastungen sind Stressoren

2) Stressoren sind allein für den Ausbruch der Erkrankung entscheidend

23

Mit welchem Paradigma können Sie Auffälligkeiten in frühen Aufmerksamkeitsprozessen bei Patienten mit Schizophrenie untersuchen?

-> Präpuls - Inhibition
-> P50 - Amplitude

>> bezieht sich beides auf das so genannte "Sensory Gating"

24

Bei dem klassischen Experiment von Pawlow trifft folgende Aussage NICHT zu ...

1) UCS und NS werden gepaart
2) der CS löst die CR aus
3) der NS geht dem UCS zeitlich voraus
4) der CS geht der UCR zeitlich voraus

4) der CS geht der UCR zeitlich voraus

--> geht der CR voraus nicht der UCR

25

Folgende Aussagen sind richtig

1) Kontingenz beschreibt die Vorhersagekraft des CS für den UCS
2) Kontingenz beschreibt die räumlich - zeitliche Nähe von CS und UCS.
3) Kontiguität beschreibt die räumlich - zeitliche Nähe von CS und UCS.
4) Kontiguität beschreibt die Vorhersagekraft des CS für den UCS.

1) Kontingenz beschreibt die Vorhersagekraft des CS für den UCS

3) Kontiguität beschreibt die räumlich - zeitliche Nähe von CS und UCS.

26

Die stärksten Konditionierungseffekte findet man bei ... (1Antw.)

1) Simultaner Konditionierung
2) Spurenkonditionierung
3) Konditionierung mit kurzem Intervall
4) Konditionierung mit langem Intervall
5) Rückwärtskonditionierung

3) Konditionierung mit kurzem Intervall

27

Bei welchen klinischen Störungen könnte Klassische Konditionierung eine Rolle spielen?

--> spezifische Phobie

28

Welche Aussage über das SORCK - Modell ist richtig? (1Antw.)

1) S umfasst ausschließlich die externe Situation
2) O beschreibt die Organisationskomponente
3) R beschreibt die Verhaltenskomponente
4) K beschreibt v.a. die Kontiguität
5) in C gehen nur kurzfristige Konsequenzen ein

3) R beschreibt die Verhaltenskomponente

29

Wenn eine Person mit Panikstörung die eigenen körperlichen Symptome verstärkt wahrnimmt ist dies ein Beispiel für (1Antw.)?

1) interpretation bias
2) attention bias
3) memory bias
4) Angstsensitivierung
5) behavioral inhibition

2) attention bias

30

Welche Aussage über Panikattacken trifft NICHT zu (1Antw.)?

1) PA führen häufig zu körperlichen Symptomen
2) PA treten abrupt auf
3) PA können mit kognitiven Symptomen einhergehen
4) PA treten bei verschiedenen Störungen auf
5) PA sind langanhaltende Angstattacken

5) PA sind langanhaltende Angstattacken

31

Zu den Wirkmechanismen der Exposition gehört NICHT... (1Antw.)

1) Habituation
2) Extinktion
3) Erlernen von Sicherheitssignalen
4) Kognitive Umstrukturierung

3) Erlernen von Sicherheitssignalen

32

Aus kognitiv - behavioraler Perspektive sind psychische Störungen am ehesten NICHT das Ergebnis ...

1) fehlangepasster Wahrnehmung der Situationswirklichkeit
2) ungelöster intrapsychischer Konflikte
3) fehlerhafter Schlussfolgerungen
4) inadäquater Problemlösungen
5) erlernter Verhaltenstendenzen

2) ungelöster intrapsychischer Konflikte

33

Was ist der Untersuchungsgegenstand der analytischen Epidemiologie?

> ätiologische Faktoren (Risikofaktoren)
> Spontanverlauf (genese)
> bevorzugt prospektiv - longitudinal

34

Sie sollen ein diagnostisches Verfahren zur Identifikation einer mit Stigmatisierung einhergehenden schwerwiegenden psychischen Störung entwickeln, für die aktuell keine Behandlungsmöglichkeit besteht. Würden Sie Ihr Verfahren eher hinsichtlich der Sensitivität oder der Spezifität optimieren? Bitte begründen Sie kurz (in 1 Satz) Ihre Einschätzung.

--> Spezifität

> bei Fehldiagnosen: Stigmatisierung
> außerdem sowieso keine Behandlungsmöglichkeit, darum wird das Kriterium der Schwere der Krankheit, welches für eine Optimierung der Sensitivität spärche, außer Gefecht gesetzt

35

Die Lebenszeitprävalenz ist am ehesten ein guter Schätzer für das Lebenszeitrisiko bei... (1Antw.)

1) Demenzen
2) Schizophrenie
3) PTBS
4) frühkindlichem Autismus
5) Depressionen

4) frühkindlichem Autismus

36

Folgende Aussage über die Ätiologie der Schizophrenie trifft am ehesten zu (1Antw.):

1) Die Lebenszeitprävalenz steigt auf 50%, wenn ein Elternteil erkrankt ist (Heritabilität)
2) die Konkordanzrate von monozygoten Zwillingen ist niedriger als die von dizygoten Zwillingen
3) das Alter der Eltern bei der Geburt des Kindes ist ein Endophänotyp
4) High - Risk - Studien weisen auf einen Zusammenhang mit ADHS hin
5) bei der Schizophrenie wird multifaktorielle Transmission vermutet

5) bei der Schizophrenie wird multifaktorielle Transmission vermutet

37

Beschreiben Sie kurz (jeweils 1 Satz) a) das Konzept der "Expressed Emotions" und b) das Hauptergebnis der Forschung zu "Expressed Emotions" bei Schizophrenie (z.B. Studien von Vaughn & Leff, 1976)

a) bezieht sich auf soziales Umfeld/familiären Rahmen, Umgang miteinander, dem Erkrankten
--> emotional overinvolvement
--> Feindseligkeit
--> kritische Bemerkungen

b) EE als Risikofaktor für eine erhöhte Anzahl von Rückfällen

38

Benennen Sie die 4 Aspekte der R - Komponente des SORKC - Modells

R - Komponente = Verhaltenskomponente

1) emotional
2) physiologisch
3) behavioral
4) kognitiv

39

Hinsichtlich der Komorbidität von sozialer Phobie trifft am ehesten zu ... (1Antw.)

1) soziale Phobie ist häufig mit anderen Angststörungen assoziiert
2) komorbide Abhängigkeitserkrankungen treten meist zeitlich vor der sozialen Phobie auf
3) komorbide depressive Störungen treten meist zeitlich vor der sozialen Phobie auf
4) die soziale Phobie tritt in der Regel ohne komorbide Störungen auf

1) soziale Phobie ist häufig mit anderen Angststörungen assoziiert