Welche Formen der Epidemiologie gibt es?
1) Deskriptive Epidemiologie
2) Analytische Epidemiologie
3) Versorgungsepidemiologie & Public Health
Deskriptive Epidemiologie
Analytische Epidemiologie
Versorgungsepidemiologie & Public Health
Global Burden of Disease (WHO)
Prinzipien der Epidemiologie
Prävalenz
Häufigkeit einer Erkrankung Prozentsatz (bzw. bei seltenen Erkrankungen Promille) aller Krankheitsfälle in einer definierten Population (z.B. in Deutschland lebende Personen im Alter von 18–65 Jahren) zu einem bestimmten Zeitpunkt (Punktprävalenz) bzw. innerhalb einer bestimmten Zeitperiode [Perioden- oder Streckenprävalenz, z.B. 12-Monats-Pravalenz für das vergangene Jahr oder Lebenszeit-(Lifetime-)Prävalenz für die gesamte Lebensspanne].
Inzidenz
Häufigkeit des Neuauftretens einer Erkrankung.
Die Inzidenz bezeichnet den Anteil der Personen, die eine Krankheit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes neu bekommen haben (z. B. 12-Monats-Inzidenz), unabhängig davon, ob die Erkrankung am Ende der Zeitperiode noch besteht oder nicht. Der Nenner (die Risikopopulation) umfasst hier alle Personen, die prinzipiell die Erkrankung haben könnten und die Erkrankung vorher noch nicht hatten.
Risikofaktor
Variable, die die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Krankheitszustandes statistisch bedeutsam anhebt bzw. senkt
1) fester Marker
( Produkt oder Mechanismus, stellt mögl. kausalen RF dar; unveränderlich)
2) variabler Risikofaktor
(Korrelat, stellt möglicherweise kausalen RF dar; kann sich verändern oder verändert werden)
3) kausaler Risikofaktor
Odds/Odds Ratio (OR)
> > Das ≫Odds≪ ist der Quotient p/(1–p) aus dem Risiko (z. B. für eine Angststörung) & d. Gegenwahrscheinlichkeit (keine Angststörung)
> > Das Odds Ratio (OR) ist der Quotient aus den Odds in
zwei Gruppen, etwa Frauen versus Männer
OR Frauen/Manner = OddsFrauen/OddsManner
= pFrauen/(1-pFrauen)/pManner/(1-pManner)
Prävalenz definieren und drei Arten von Prävalenz nennen
Anteil von Personen in einer definierten Population, die eine Krankheit haben…
… zu einem bestimmten Zeitpunkt (Punktprävalenz)
… während einer Zeitperiode (Periodenprävalenz)
Die Risikobevölkerung besteht aus allen Personen, die unter dem Risiko stehen, eine bestimmte Krankheit zu bekommen.
1) Punktprävalenz
2) 12 - Monats - Prävalenz
3) Lebenszeitprävalenz
Lebenszeitrisiko vs. Lebenszeitprävalenz
Problematik: zum Befragungszeitpunkt haben Probanden je nach Alter unterschiedliche “Risikophasen” für die Entwicklung einer Störung durchschritten
Voraussetzung valider Prävalenz- bzw. Inzidenzschätzungen
Welche verschiedenen epidemiologischen Untersuchungsdesigns gibt es?
experimentell, nicht - experimentell, hyprid, [genetische Epidemiologie]
Kohorten - Studie
Fall - Kontroll - Studie
Risk Ratio (RR)
Verhältnis der Krankheitshäufigkeit in einer Bevölkerung mit einem Risikofaktor (exponiert) im Vergleich zu einer Bevölkerung ohne diesen Risikofaktor
(0 < RR > ∞)
[Expos. z.B.: weibl. Geschlecht -> Frauen - Männer]
RRFrauen/Männer = pFrauen/pMänner –> a/a+b / c/c+d
Interpretation Risk Ratio (RR)
RR = 1 ??
RR > 1 ??
RR < 1 ??
RR = 1 Exposition hat keinen Einfluss
RR > 1 Exponierte haben ein höheres Risiko
RR < 1 Exponierte haben ein geringeres Risiko
Interpretation Odds Ratio (OR)
OR = 1 ??
OR > 1 ??
OR < 1 ??
OR = 2.7 ??
OR = 1 Risiko bei 2 Gruppen gleich groß
OR > 1 Risiko Gruppe 1 > Gruppe 2
OR < 1 Risiko Gruppe 1 < Gruppe 2
OR = 2.7 Gr.1 hat ein 2.7 so hohes Odds wie Gr.2
Welche Heuristiken kann man im epidemiologischen Kontext heranziehen, um gefundene (korrelative) Zusammenhange hinsichtlich der Kausalität praktisch zu beurteilen?
> zeitliche Kontingenz
(kausaler Faktor geht dem interessierenden Outcome voraus)
> Plausibilität
(plausible & substanzwissenschaftliche Erklärung liegt vor)
> Kohärenz
(kein Widerspruch zu bereits vorhandenem Wissen)
> Effektstärke
(stärkere Effekte eher kausal interpretierbar)
> Dosis - Wirkungs - Beziehung (Zusammenhang wächst systematisch mit der Dosis)
> Spezifität
(Variation wirkt sich spezifisch auf Auftretenswslkt. des Outcomes aus & nicht auf mehrere)
> Konsistenz & Replikation
(in untersch., unabh. Studien wiederholt zu beobachten)
Mögliche Risikofaktoren
Komorbidität
Das Auftreten von mehr als einer spezifisch diagnostizierbaren psychischen Störung bei einer Person in einem definierten Zeitintervall
Was ist der Untersuchungsgegenstand der analytischen Epidemiologie? (1Pkt.)
Welches epidemiologische Design verwenden Sie um Exponierte nach einem Zugunglück und zwei Jahre danach mit nicht Exponierten zu vergleichen? (Längsschnittstudie reicht hier nicht!)/ Erhebung von Personen nach Zugunglück. Welches Verfahren?
Kohorten - Studie?