Vorlesung Flashcards

1
Q

Was ist ein Text?

A

es gibt eine Vielfalt an Textdefintionen –> beziehen sich auf untersch. Aspekte, ergänzen sich teils
- von einer gewissen Instanz schriftlich konstituiert, Produktion + Rezeption sind nicht zeitgleich –> ZERDEHNTE KOMMUNIKATION zwischen Sender und Empfänger

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2
Q

Textdefintion

A

klare Definition nicht möglich
es geht darum festzustellen, ob ein Text ein typischer Vertreter der Kategorie ist –> prototypisch
wichtig Kriterien zu benenne die sagen was ein Text mehr oder weniger gut/verständlich/kohärent/kommunikativ/… macht

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3
Q

weite Textdefinition

A

funktional
jede Äußerung ist ein Text, wenn sie eine kommunikative Funktion erfüllt

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4
Q

enge Textdefinition

A

sprachliches, satzübergreifendes Konstrukt, mind. 2 Sätze

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5
Q

Textualitätskriteren
Was?

A

Beaugrande/Dressler
Definieren Text als kommunikativen Gegenstand
alle 7 müssen erfüllt sein
–> typische Merkmale von Texten

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6
Q

Textualitätskriterien

A

Kohäsion
Kohärenz
Intentionalität
Akzeptabilität
Informativität
Situationalität
Intertextualität

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7
Q

Kohäsion

A

Verknüpfung auf Textoberfläche durch grammatikalische + lexikalische Mittel (Pronomen, Wiederholungen, …)
beruht auf grammatischen Abhängigkeiten
steuert mentale Suchvorgänge beim Lesen
Autor hilft durch Kohäsionsmittel roten Faden zu behalten

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8
Q

Kohärenz

A

TIEFENSTRUKTUR
inhaltlich-thematischer Zusammenhang - versucht Leser herzustellen
kann auf Textoberfläche durch semantisch verwandte Wörter sichtbar werden (Wortfelder)
semantische Einheit des Textes = ergebnis kognitiver Prozesse der Leser
FRAMES/SCHEMATA (Wissen über Abläufe) unterstützen Lesen, steuern Erwartungen –> teils fachlich geprägt

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9
Q

Intentionalität

A

Absicht von Schreiber, einen verständlichen, kohäsiven, kohärenten Text zu produzieren + Textregularitäten/Textmuster zu befolgen
jeder Text wird mit bestimmter Absicht für best. Leser verfasst
Intention + Funktion lässt sich nicht immer eindeutig bestimmen

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10
Q

Akzeptabilität

A

vom Leser
Erwartungshaltung auf Seiten der Leser weshalb er Text liest
Grundsätzliche Bereitschaft den Text als kohäsiv, kohärent + intentional anzunehmen
Bereitschaft Sinnkonstanz herzustellen (wird sind bemüht, Sinn herzustellen)

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11
Q

Informativität

A

Informationspotenzial des Textes wird durch Kontext bestimmt
Erwartheit-Unerwartheit; Wahrscheinlichkeit-Unwahrscheinlichkeit; …
Abhängigkeit von Textsorten (Märchen = vorhersagbar; Zeitungen = viele neue Infos)

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12
Q

Situationalität

A

Kontextuelle Einbettung des Textes
wann, wo produziert; wann, wo gelesen
wann wird mit Text gehandelt (Außenfaktoren)
Art der kommunikativen Handlungen mit und durch den Text (Zeitungsnachricht = nach Recherche; …)
Rollen von Schreiber + Leser variieren je nach Textsorte

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13
Q

Intertextualität

A

Bezugnahme auf andere Texte/Textsorten

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14
Q

Intertextualität
Weite Definition

A

Jeder Text gehört zu einer Textsorte
Bezug auf andere Textsorten

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15
Q

Intertextualität
Enge Definition

A

referenzieller Bezug auf andere konkrete Texte mit dem Ziel der Verdeutlichung inhaltlicher Plausibilität oder als Mittel der Aufmerksamkeitssteuerung

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16
Q

Textualität

A

Die Eigenschaft hinsichltich bestimmter Kriterien ein Text zu sein
(Text = Exemplar einer Textsorte)

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17
Q

Textsorten
wofür

A

sobald man weiß welche Textsorte folgt, fällt das Lesen leichter (Anwedung ver. Lesestrategien)
- sprachlich konventionalisierte Muster in einer Kultur, die im Langzeitgedächtnis gespeichert sind
erfahrene Leser: die Ersten 3 Wörter reichen
Textsortenwissen und Textsortenerwartung steuern zugang zum Text

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18
Q

verschiedene Textsorten

A

Informationstext (Sachbuch)
Appelltexte (Werbeanzeige)
Obligationstexte (Vertrag)
Kontakttexte (Danksagung)
Deklarationstexte (Testament)
weitere Klassifikationen: gesellschafltiche Kommunikationsbereiche (Alltag, Bürokratie, …)
–> Grenzen sind fließend

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19
Q

Multikodalität + Multimedialität

A

In vielen Texten sind sprachliche und nicht-sprachliche Zeichen, die Sinn anbieten (Bilder, Tabellen, …)
Multimediale Texte im Internet: Texte die mittels Hypertexten verlinkt sind; mit Bildern, ….
Text-Bild-Kombination stellen Herausforderungen bei der Verortung in das Prototypenkonzept dar

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20
Q

Mündlichkeit + Schriftlichkeit

A

Begriffe sind dichtomisch zu verstehen (unbeschadet der Tatsache, dass jederzeit ein Medienwechsel, sei es beim Vorlesen, beim Diktieren stattfinden kann)
–> Bei der Konzeption bezeichnen die Begriffe die Endpunkte eines Kontinuums
Beispiel: Gespräch –> Transkription –> verschriftliches Gespräch –> Konzeption bleibt identisch, Realisierung ändert sich

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21
Q

Mündlichkeit
Konzeptionell

A
  • Flüchtig (kann aufgenommen werden)
  • an Zeit + Raum gebunden (nur prototypisch)
  • synchrone Kommunikation (durch neue Kommunikationstechnologien aufgehoben)
  • Intonation, Mimik + Gestik
  • fehlerhafter Satzbau, Flexionsbüche, Dialektismen, umgangssprachliche Ausdrücke, Selbstkorrekturen
  • Dialogisch
  • existiert vor geschriebener Sprache
  • Mündlichkeit primär
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22
Q

Schriftlichkeit
Konzeptionell

A
  • Dauerhaft –> Archivierung
  • unterliegt Bedingungen von Zeit + Raum: Produktion + Rezeption (meist) zeitversetzt
  • nicht an gemeinsame Äußerungssituationen gebunden –> Leser kann nicht direkt intervenieren
  • präzisere + explizitere Ausdrucksweise erforderlich
  • Hilfsmittel
  • monologisch
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23
Q

Konzeption

A

= Duktus, Modalität + verwendete Varietäten als Kontinuum
NICHT austauschbar –> bleibt bei einem medialen Wechsel konstant
Die ART wie ein Text ausgedrückt wird (informell vs formel, umgangssprachlich vs bildungssprachlich, nähe vs distanz)
textuelle Ausformung bleibt erhalten

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24
Q

Medialität

A

Realisierungsform graphisch oder phonisch
austauschbar
Umkehr der Realisierungsform ist möglich, nimmt aber KEINEN Einfluss auf die zugrundeliegende Konzeption

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25
Q

Kommunikations Bedingungen

A

Sprache der Nähe (raumzeitliche Nähe, Vertrautheit, Privatheit, Emotionalität, Situations- und Handlungseinbindung, kommunikative Kooperation, Dialog, Spontaneität)
Sprache der Distanz (raumzeitliche Distanz, Fremdheit, Öffentlichkeit, keine Emotionalität, keine Situations- und Handlungseinbindung, keine kommunikative Kooperation, Monolog, keine Spontaneität)

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26
Q

Versprachlichungs Strategien

A

Mündlichkeitspol (geringere: Informationsdichte, Kompaktheit, Integration, Komplexität, Elaboriertheit, Planung)
Schriftlichkeitspol (größere: Informationsdichte, Kompaktheit, Integration, Komplexität, Elaboriertheit, Planung)

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27
Q

Beispiel Versprachlichungsstrategien am Schriftlichkeitspol

A
  • viele Informationen auf wenig Textraum
  • komplexe Satzgefüge (Hypotaxe) + wenig Parataxe
  • Partizipialkonstruktion
  • Nominalisierung
  • Funktionsverbgefüge
  • keine Satzabbrüche, keine unnötigen Wiederholungen, Abschweifungen, keine Umgangssprache
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28
Q

Referenz

A
  • setzt Sprache + Welt zueinander in Beziehung
  • Textreferenten stehen symbolisch für außersprachliche Sachverhalte wie Personen, Gegenstände, Gefühle, Orte, Abstrakta
  • Ob eine Referenz erfolgreich bei Lesern repräsentiert wird, hängt von Merkmalen des Textes (roter Faden), Lesevoraussetzungen + Kontextinformation
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29
Q

Unspezifische Referenz

A

(kein spezifischer Referent: Hase eines bestimmten Typus)

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30
Q

Spezifische Referenz

A

(ganz bestimmter Referent: Hase im Tierladen)

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31
Q

Individuelle Referenz

A

(individuelles Exemplar eines Hundes

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32
Q

Generische, allumfassende Referenz

A

(Bezug auf eine Klasse/Menge aller Hunde)

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33
Q

definite vs indefinite Referenz

A

Art der Artikelverwendung informiert über Bekanntheit + Unbekanntheit von Referenten
Definite Referenten: beziehen sich prototypisch auf Referenten, die bereits eingeführt wurden
Indefinite: beziehen sich prototypisch auf neue, noch unbekannte Referenten

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34
Q

Text-Welt-Modell

A

Mentales Modell
- Durch die Referenz bauen wir eine Vorstellung von Sachverhalten auf
- ver. Spezifität führt bei uns im Kopf zu unters. Textwelten im Kopf
- baut sich beim Lesene sukzessiv in Zyklen auf (integriert textinterne + textexterne Informationen zB Vorwissen)
- Abwechslung von Textinformationen und eigenen Kenntnissen
- wichtig, um Referenten zu ermitteln + im Fokus zu behalten, sprachliche Einführung + Weiterführung des Textreferenten
- Konstruktion läuft automatisch ab
- Merkmale des Textes steuern Verstehen eines Textes
Stärkere Lernende brauchen Hinweise auf der Textoberfläche weniger als schwächere Lernende

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35
Q

Bottom-up vs top-down

A

bottom-up: textgesteuert durch Textmerkmale
top-down: lesergesteuert durch Wissen + Erwartungen des Rezipienten
–> durch Interaktion beider Prozesse können auch unterspezifizierte Texte mit impliziten Relationen verstanden werden

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36
Q

Unterspezifizierte Texte

A
  • referenzielle Unterspezifikationen liegen vor, wenn die Sätze eines Textes nicht explizit verbunden sind + nicht alles verbalisiert wird, was zur vollständigen Repräsentation des Sachverhaltes gehört
  • Wie lösen Leser das auf? (Vorwissen aktivieren, Inferenzen ziehen)
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37
Q

Unterspezifizierte Texte für Schüler

A

Schüler sollen Texte kriegen, die einen roten Faden haben (klare Referenzen, hohe Textkohäsion) –> wenn Texte aber zu leicht, zu kohäsiv sind, dann überfliegen sie die Texte nur

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38
Q

Kohäsion im Detail

A
  • Kohäsionsmittel erzeugen explizite formale Verknüpfungen auf der Textoberfläche (auszählbar!)
  • Kohäsiv, wenn aufeinanderfolgende Sätze durch mindestens einen Oberflächenausdruck explizit verbunden sind (aufeinander verweisen)
  • Kohäsionsmittel erzeugen Konnextität
  • Kohäsion ist KEIN hinreichendes Kriterium für Sinnhaftigkeit
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39
Q

Kohäsionsmittel
ver. Ebenen

A

Phonologische Ebene
Morphologische Ebene
Lexikalische Ebene
Textstrukturierende Mittel

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40
Q

Kohäsionsmittel
Phonologische Ebene

A

Rhythmus, Reim
Alliteration

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41
Q

Kohäsionsmittel
Morphologische Ebene

A

Tempus + Modus: Beibehaltung von Tempus + Modus erzeugt textuelle Kontinuität
Modus und Tempuswechsel kann inhaltliche Grenzen aufzeigen

42
Q

Kohäsionsmittel
Lexikalische Ebene

A

Rekurrenz (Wiederholung sprachlicher Formen)
Substitution (Ersetzung; Erzeugung von Beziehungen zwischen Begriffen –> inhaltliche verbundene Wörter, haben selbe Referenz)
Pro-Formen (Pronomen)

43
Q

Kohäsionsmittel
Textstrukturierende Mittel

A

verbinden größere Textteile miteinander
Überschriften, Absätze

44
Q

Rekurrenz

A

Möglichkeit der Wiederaufnahme
- WÖRTLICHE/KOMPLETTE WIEDERHOLUNG einer sprachlichen Form bzw. eines bereits eingeführten Wortes = TOTALE REKURRENZ
- TEILWEISE WIEDERHOLUNG einer sprachlichen Form bzw eines bereits eingeführten Wortes = PARTIELLE REKURRENZ (Wortstamm bietet Orientierung)

45
Q

Substitution

A

kognitiv aufwendiger als Rekurrenz, da andere Begriffe verwendet werden, aber abwechslungsreicher
Nutzung von semantisch weniger eng verwandter Ausdrücke oder Paraphrasen, die aber dieselbe Referenz in der Welt haben

46
Q

Substitution
Synonyme

A

Ausdrücke mit gleicher Bedeutung
- Erzeugung von semantischen Beziehungen durch Substitution (Ersetzung) von Begriffen die eine gleiche Bedeutung haben
- anfangen - beginnen

47
Q

Substitution
Hyponymie

A

Hyponymie (Unterordnung) <–> Hyperonymie (Überordnung) = Beziehung zwischen Ausdrücken beruht auf begrifflichen Hierarchien
(Gemüse = Hyperonymie; Tomate = Hyponymie)

48
Q

Kohyponyme

A

Mango, Ananas, Banane = Kohyponyme von Südfrüchte (Südfrüchte = Hyperonym)

49
Q

Meronymie

A

Substitution durch Begriffe, die in einer Teil-Ganzes Beziehung stehen
Gesicht - Kopf

50
Q

Metaphern

A

Verwendung von Begriffen, die aus einem Bedeutungszusammenhang/Bereich in einen anderen übertragen werden; eine Bezeichnung wird aus einem Bereich entliehen, um etwas in einem anderen Bereich zu benennen

51
Q

Pro-Formen

A

anstatt von lexikalischen Wörtern, Pronomen verweisen
- stehen für andere Elemente eines Satzes bzw. Textes; haben keine eigene inhaltliche Bedeutung
- verweisen zurück auf etwas zuvor geschriebenes (ANAPHER)
- oder nach vorn (KATAPHER)

52
Q

Konnektoren

A
  • verbinden Textelemente miteinander
  • machen bestimmte inhaltliche Beziehung zwischen zwei beschriebenen Sachverhalten explizit
  • Textelemente können unterschiedliche groß sein
  • können Teile als gleichrangig (koordinierend) oder relativ zueinander (subordinierend) darstellen
  • gelten als syntaktisches Kohäsionsmittel
  • verändern Syntax
53
Q

Explizite + implizite Relationen

A
  • Kohäsionsmittel zeigen auf Textoberfläche explizite Relationen an
  • Textoberfläche bildet nicht alle inhaltlichen Relationen explizit ab (in jedem Text liegen auch implizite Kohärenzrelationen vor)
  • Rezipienten müssen implizite Relationen selber rekonstruieren + gedanklich einfügen
54
Q

Leseverstehen

A

= komplexe Konstruktion multipler mentaler Repräsentationen
–> kohärente mentale Repräsentation im Kopf der Leser
Konstruktion eines kohärenten mentalen Modells

55
Q

Inferenzen

A

Beim Lesen erzeugen Leser Inferenzen
fügen etwas hinzu um Kohärenz herzustellen

56
Q

Textbasierte Inferenzen

A

Entschlüsseln der pronominalen Referenzen

57
Q

Wissensbasierte Inferenzen

A

bspw. über übliche Konventionen

58
Q

Lokale Kohärenzbildung

A

kann hergestellt werden, wenn aufeinanderfolgende Sätze und deren referenzielle Werte aufeinander bezogen werden können
–> kann ins Textweltmodell integriert werden

59
Q

Globale Kohärenzbildung

A

kann hergestellt werden, wenn Textinhalt als ganzes einen Zusammenhang aufweist + lokale Inhalte in übergeordnete Domäne einordnen
einzelne Sätze nicht in lokalen Zusammenhang, auf globaler Ebene

60
Q

Surface Form

A

Fragen zum Nachschauen
Lesen Begegnen

61
Q

Text Base

A

Fragen zum Verstehen
Lesen Bearbeiten + Lesen Verarbeiten

62
Q

Situation Model

A

Fragen zum Nachdenken
Lesen Überprüfen

63
Q

Mentales Modell/Situtionsmodell

A
  • werden während Verstehensprozesses unter Rückgriff auf sprachbasierte Informationen aus dem Text (zB Kohäsionsmittel) + mithilfe von Vorwissen seitens der Leser konstruiert
64
Q

Textweltmodell besteht aus …

A

Erfahrungen + Vorwissen
–> bildhafte Vorstellung des Sachverhaltes

65
Q

Elaboration mentalles Modell

A
  • wie elaboriert hängt ab von:
  • Textkohäsion
  • Textbasis
  • Zielen
  • Motivation
  • Erfahrungen
  • verfügbare Vorwissen
  • Inferenzenfähigkeit des Lesers
66
Q

Mentales Modell beim Lesen

A
  • wird relativ früh erzeugt
    –> wird laufend umstrukturiert + angepasst
  • je mehr wir über das beschriebene Thema wissen, desto komplexer ist das Situationsmodell
67
Q

Textbasis

A
  • von den konkreten Wörtern auf der Textoberfläche beziehen wir die semantischen Informationen aufeinander + überführen sie mithilfe von Propositionen in die sogenannte Textbasis
  • lokale Zusammenhänge zwischen Sätzen + globale Zusammenhänge im TExtganzen
68
Q

semantischer Gehalt eines Textes

A

Textbasis
- wir vergessen Wortlaut der Textoberfläche, da wir uns auf den Inhalt des Textes konzentrieren

69
Q

Propositionen

A

semantische Einheiten
- Prädikat-Argument-Strukturen
–> Zerlegung ist ein kognitiver Enlastungsprozess

70
Q

Oberflächenrepräsentation

A
  • Wortlaut des Textes, Wörter + Satz, Layout, etc.
  • Wortwörtliches Erinnern – instabil
  • Repräsentiert gesamte sprachliche Information (schriftbild, exakter Wortlaut, etc)
  • keine semantische Verarbeitung
  • reiner Wahrnehmungsprozess
71
Q

Prozess des Leseverstehens
Wortebene

A

Worterkennung (phonologische Rekodierung; mentales Lexikon) – Hierarchieniedrige Prozesse
Repräsentationsebenen

72
Q

Prozess des Leseverstehens
Satzebene

A

lokale Kohärenzbildung (syntaktische + semantische Integration) – Hierarchieniedrige Prozesse
Textoberfläche; Propositionen, Textbasis

73
Q

Prozess des Leseverstehens
Textebene

A

globale Kohärenzbildung – Hierarchiehohe Prozesse
Mentales Modell

74
Q

Prozess des Leseverstehens
Einflussfaktoren

A

Vorwissen
Inferenzen
Leseziele
Motivation

75
Q

Leseverstehen
Hierarchieniedrige Prozesse

A
  • mehr oder weniger automatisch
  • Textrepräsentation basierend auf Worterkennung, Wortfolgen + semantischen + syntaktischen Relationen von Sätzen –> Bildung lokaler Kohärenz
76
Q

Leseverstehen
Hierarchiehöhere Prozesse

A
  • strategisch-zielorientiert ablaufendes Lesen
  • globale Kohärenzherstellung
77
Q

globale Kohärenzherstellung

A
  • größere Textteile werden in Form von Propositionsfolgen analysiert, um den globalen inhaltlichen Zusammenhang auf höherer Abstraktionsebene zu erfassen
    –> Makrostruktur
  • Kohärenzbildung durch reduktive- und elaborative Verarbeitung
78
Q

Hierarchiehöhere + Hierarchieniedrige Prozesse

A

= analoge, inhaltsspezifische + anschauliche mentale Repräsentation des im Text dargestellten Sachverhalt –> mentales Modell

79
Q

Didaktisches Mehrebenenmodell der Lesekompetenz

A

Prozessebene
Subjektebene
Soziale Ebene

80
Q

Prozessebene

A
  • Wort und Satzidentifikation + lokale Kohärenz = Up-Prozesse: Vom Pfad des Lesens ausgehend
  • Globale Kohärenz + Superstrukturen erkennen + Darstellungsstrategien identifizieren (Was ist mit Absicht so dargestellt worden?) = Top-Down Prozesse (durch Vermutungen gesteuert)
81
Q

Subjektebene

A

Leseselbstkonzept: Bin ich eine gute Leserin?
Beteiligung: kann ich mich in das Gelesene reinfühlen?
Reflexion: Über das Gelesene nachdenken

82
Q

Soziale Ebene

A

Bedürfnis, sich mit anderen darüber auszutauschen
wird in der Familie angebahnt –> Vorlesen

83
Q

Frith-Günther-Modell

A

Logographemische Phase
Alphabetische Phase
Orthographische Phase

84
Q

Logographemische Phase

A
  • vor Schriftspracherwerb
  • Kind orientiert sich am Schriftbild + an herausstechenden Merkmalen (KEINE Graphem-Phone-Zuordnung)
  • scheint im Deutschen nicht so wichtig zu sein
85
Q

Alphabetische Phase

A
  • Kind setzt Kenntnisse von der Identität der Buchstaben + deren Zuordnung zu Phonemen zum systematischen Erlesen von Wörtern ein
  • Buchstabenweises Rekonstruieren der Buchstabenfolge von Wörtern
86
Q

Orthographische Phase

A
  • Synthese beider vorangehender Phasen
  • Wörter werden direkt erkannt
87
Q

Verabeitungsrouten

A

Direkte lexikalische Route
indirekte, phonologische Route
–> Die verschiedenen Ebenen des Leseprozesses sind interdependent

88
Q

Direkte lexikalische Route

A
  • Orthographische Kodierung des Schriftbildes –> EIngang im mentalen Lexikon aktiviert
89
Q

Indirekte, phonologische Route

A
  • kein Eintrag im mentalen Lexikon
  • Wort wird über Graphem-Phonem-Zuordnungsregeln Buchstabe für Buchstabe erlesen
    –> phonologische Rekodierung
90
Q

Vorwissen

A
  • einflussreichste Bedingung für gelingendes Leseverstehen
  • ermöglicht textbasierte + wissensbasierte Inferenzen, um Leerstellen des Textes zu ergänzen
  • reguliert gelesene Informationen
  • kann schlechte Lesefähigkeit kompensieren
  • sorgt für Verankerung
91
Q

Dekodierfähigkeit
anderes Wort

A

Lesefähigkeit

92
Q

Lesefähigkeit

A
  • flüssiges Lesen entlastet Arbeitsgedächtnis
  • fehlerfreies, zügiges, automatisiertes Lesen
  • schafft Kapazitäten für hierarchiehöhere Verstehensprozesse
93
Q

Lesefähigkeit
Grundvoraussetzung

A

Erlaubt die Anwendung von Strategien zur Verarbeitung von komplexen + mehrdeutigen Sätzen

94
Q

Zwei-Wege-Modell des Wortlesens

A

ventral vs dorsal
auch Erwachsene nutzen dorsal (zB Fremdwörter)

95
Q

ventral Lesen

A

direkter Zugangsweg
- Buchstabenfolge als Wort im orthographischen Lexikon verfügbar
- Aktivierung der Wortaussprache im phonologischen Lexikon
- Aktivierung der Wortbedeutung im semantischen Lexikon

96
Q

dorsal Lesen

A

indirekter Zugangsweg
- Anwenden der Buchstaben-Laut-Zuordnungsregeln
- synthetisieren der Lautfolgen
- Erkennen + Nutzen größerer lautsprachlicher Einheiten

97
Q

Lesestrategien

A

Kognitive Lesestrategien
Metakognitive Lesestrategien
Stützstrategien

98
Q

Kognitive Lesestrategien

A
  • Organisation
  • Elaboration
  • Wiederholung
    –> dienen der Kohärenzbildung, inhaltlichen Verarbeitung
99
Q

Metakognitive Lesestrategien

A

überwachen Verstehensprozess + Lesestrategieanwendung (zB Leseziel, Verstehen prüfen, Strategien regulieren)
Ist das Lesen bisher zielführend verlaufen?

100
Q

Stützstrategien

A

Stützstrategien der Selbstmotivierung
- Leseprozess regulieren

101
Q

Anwendung von Lesestrategien

A

hilft ein besseres Leseverständnis zu entwickeln

102
Q

Lesestrategien
Interesse

A
  • gekennzeichnet durch weitgehend anstrengungsfreien, lustvollen Leseprozess + Ausdauer
  • starker Zusammenhang Vorwissen + Interesse (je mehr … desto mehr)