Makroökonomie Flashcards

Klausur am 16.07.2019 Frankreich-Zentrum Uni Freiburg Prof. Feninger

1
Q

Welche Modelle des Wirtschaftskreislaufs gibt es?

A
  • stationäre Volkswirtschaft
  • evolutorische Volkswirtschaft (geschlossen, ohne Staat)
  • evolutorische Volkswirtschaft mit Staat (geschlossen)
  • offene Volkswirtschaft

–> Erklärungen und Graphiken!

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2
Q

Was besagt das Kreislaufaxiom?

A

Die Summe aller Zuströme eines Poles ist gleich der Summe aller Abströme.

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3
Q

Wie betrachtet die Makroökonomie die Wirtschaft?

A

Die Makroökonomie betrachtet das wirtschaftliche Beziehungsgeflecht als Wirtschaftskreislauf,
in dem zu diversen Sektoren zusammengefasste Wirtschaftssubjekte
mittels verschiedenartiger Transaktionen interagieren. Sektoren und Transaktionen
ergeben zusammen einen Wirtschaftskreislauf.

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4
Q

Was sind Bruttoinvestitonen?
Was sind Nettoinvestitionen?
Was sind Ersatzinvestitionen?

A

x

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5
Q

Warum sind Ersatzinvestitionen und Abschreibungen gleich?

A
  • weil Ersatzinvestitionen die leistungsmäßig verminderten Produktionsfaktoren (Abschreibungen) ausgleichen! :D
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6
Q

Wie ist die Definition von Gleichgewicht?

A
  • alle Wirtschaftseinheiten realisieren ihre freiwilligen (Wirtschafts-)Pläne ohne (negative oder positive) Planabweichungen
  • interessant: Reaktion auf Ungleichgewicht
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7
Q

Was heißt Sparen für die verschiedenen Wirtschaftseinheiten?

A
  • Sparen der Haushalte: Nicht-Verausgabung von Einkommen
  • Sparen der Unternehmen: Nicht-Ausschüttung von Gewinnen
  • Sparen des Staates: Finanzierungsüberschuss oder -defizit, meistens letzters
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8
Q

Zu welchem Zweck wird eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung aufgestellt?

A
  • Situation einer Volkswirtschaft möglichst prägnant beschreiben
  • feststellen, ob die Wirtschaft wächst, schrumpft oder stagniert
  • Volkswirtschaft international vergleichen können
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9
Q

Was ist eine Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung?

A
  • ex post Rechnung
  • besteht aus mehreren Teilrechnungen
  • ein Teil: Inlandsproduktberechnung –> misst die wirtschaftliche Leistung eines Landes
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10
Q

Nach welchen Kriterien kann man das Inlandsprodukt berechnen?

A
  • Verwendung (üblich)
  • Entstehung
  • Verteilung
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11
Q

Welche Indikatoren für die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung gibt es?

A
  • Inlandsprodukt: alle Leistungen, die im Inland erbracht wurden
  • Nationaleinkommen (früher Sozialprodukt): alle Leistungen, die von Inländern erbracht wurden
  • Volkseinkommen
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12
Q

Nach welchen Methoden kann man das Inlandsprodukt berechnen?

A
  • Verwendung (üblich) –> gesamtwirtschaftliche Nachfrage
  • Entstehung –> gesamtwirtschaftliches Angebot
  • Verteilung –> Volkseinkommen
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13
Q

Wie lautet der Kernsatz der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung?

A

In einer Marktwirtschaft ergeben sich Allokation und (Einkommens-)Verteilung “uno actu”.

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14
Q

Welche Aktivitäten gibt es in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung?

A
  • Produktion (Faktoren sind beschäftigt)
  • Einkommensentstehung (durch Allokation)
  • Einkommensverteilung
  • Einkommensumverteilung (durch Staat)
  • Einkommensverwendung
  • Vermögensänderung
  • Finanzierung
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15
Q

Welche Sektoren gibt es in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung?

A
  1. Unternehmen
    - Produktionsunternehmen
    - Kreditinstitute (Banken)
    - Versicherungen
  2. Staat (Fiskus)
    - Gebietskörperschaften
    - Sozialversicherung
  3. Haushalte
    - Private Haushalte
    - Private Organisationen ohne Erwerbscharakter
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16
Q

Was sind die Probleme und Aussagegrenzen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung bzw. des BIPs?

A
  • Wohlstandbegriff hier nur an quantitativen Größen gemessen, misst materielle Güterversorgung
  • qualitative Bewertung der Güter nicht möglich, aber wünschenswert
  • Güter ohne Geldwert gehen nicht ins BIP ein
  • produktive Leistungen der Haushalte werden nicht erfasst
  • dauerhafte/ langlebige Konsumgüter –> wenn sie in einem Jahr von Haushalten nicht konsumiert werden, BIP-Bremse
  • Freizeit wird wenn dann nur negativ erfasst, wäre aber Wohlstandsindikator
  • Doppelzählungen sind möglich (Erklärung)
  • negative externe Effekte/ soziale Kosten werden nicht erfasst
  • BIP ist eindimensional, aber mehrdimensional mit sozialen Indikatoren wäre wünschenswert
17
Q

Wie hängen Produktion (Allokation) und Einkommen in der VGR zusammen?

A
  • Wert jeder erstellten wirtschaftlichen Leistung führt zu Einkommen bei verschiedenen beteiligten Wirtschaftseinheiten
  • Wert der produzierten Güter/DL = Höhe des Einkommens
  • Allokation und (Einkommens-) Verteilung entstehen uno actu
18
Q

Wo setzt die Ex Ante-Theorie des Gütermarkts an?

A
  • an der Gesamtnachfrage (BIP/ Y) obwohl das ex post ist
19
Q

Was besagt das erste fundamentalpsychologische Gesetz von Keynes?

A
  • wenn das Einkommen Y steigt, steigt auch der Konsum C, aber der Konsum steigt langsamer als das Einkommen
20
Q

Aus welchen Elementen besteht die makroökonomische Konsumfunktion?

A
    1. fundamentalpsychologisches Gesetz
  • autonomer Konsum
  • durchschnittliche Konsumquote, Formel, Wertebereich
  • marginale Konsumquote, Formel, Wertebereich
  • Graphik
  • Formel der Konsumfunktion

–> daraus leitet sich die Sparfunktion ab

21
Q

Aus welchen Elementen besteht die makroökonomische Investitionsfunktion?

A
  • Unterscheidung zinsunabhängige und zinsabhängige Investitionen
  • Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals (interner Zins)
  • Marktzins
  • Graphik
22
Q

Aus welchen Elementen besteht das Gütermarktgleichgewicht?

A
  • Gleichgewichtsbedingung
  • Sparfunktion
  • Investitionsfunktion
  • Ergebnis: IS-Kurve
  • Graphik mit vier Quadranten
23
Q

Was gibt die IS-Kurve an?

A

Menge aller Kombinationen von Zinssatz i und Volkseinkommen Y, bei denen ein Gleichgewicht auf dem Gütermarkt besteht

24
Q

Was passiert im Falle eines Ungleichgewichts auf dem Gütermarkt?

A
  • bei Überschussnachfrage I > S dehnen Unternehmen Produktion aus
  • bei Überschussangebot I < S vermindern Unternehmen die Produktion
25
Q

Wie ist der Geldmarkt aufgebaut?

A
  • Graphik
  • Zentralbank
  • Geschäftsbanken
  • Nicht-Banken
  • Ausland
  • EZB
  • institutioneller Geldmarkt zwischen Geschäftsbanken und Zentralbank mit zwei Stufen:
    1. Regulierungsmarkt
    2. Interbankengeldmarkt
  • laut Keynes sind realwirtschaftlicher Bereich und monetärer Bereich miteinander verknüpft!
26
Q

Was sind die Aufgaben der Zentralbank?

A
  • nach Bundesbankgesetz:
    1. Geldversorgung der Wirtschaft, also der Nicht-Banken
    2. Geldwertstabilität sichern
  • Bundesbehörde erster Ordnung
  • nicht weisungsgebunden
  • auch Zinsstabilität eines der Ziele (Zins ist abhängig von geldmenge)
27
Q

Was sind die Aufgaben der Geschäftsbanken?

A
  • sie sind die kompetenten Intermediäre
  • bieten große Bandbreite an Kompetenzen, sind auf verschiedene Aspekte spezialisiert
  • dürfen Gewinn machen
  • sind sehr frei in Handelsbefugnis
28
Q

Was versteht man unter Inflation?

A
  • Anstieg des Preisniveaus, ab 1,5%
  • darunter Anpassung
  • nur Anstieg aufgrund der Marktsituation!
  • nicht externe Preissteigerung, bspw. durch Anstieg der MwSt
29
Q

Auf welche Art und Weise können Geschäftsbanken Gewinn machen?

A
  • Zinsspanne: Unterschied zwischen Zins, den sie an Zentralbank zahlen und Zins, den sie von Nicht-Banken erhalten
  • Anlagen
30
Q

Was ist der Marktzins und was sind seine Charakteristika?

A
  • Preis auf dem Finanzmarkt
  • ist nicht für alle gleich, für die einzelnen Akteure unterschiedlich nach bestimmten Kriterien
  • insgesamt ergibt er sich durch die Gesamtkonstellation
31
Q

Was sind die spezifischen Eigenschaften des Arbeitsmarkts?

A
  1. Arbeitskraft ist nicht lagerfähig und mit Individuum untrennbar verbunden
  2. Arbeitsangebot i.d.R. nicht freiwillig, sondern aus Druck der Existenzsicherung
  3. konkrete Situation auf dem Arbeitsmarkt definiert realen Gehalt der Berufsfreiheit und der freien Entfaltung der Persönlichkeit
  4. Produktivität der Unternehmen und Leistungsfähigkeit der gesamten Wirtschaft sind u.a. von Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarkts abhängig (Allokation: wird Kompetenz dort eingesetzt, wo sie gebraucht wird)
  5. Arbeitsmarkt ist unvollkommen:
    - Teilmärkte vorhanden (fachlich-beruflich, zeitlich, räumlich)
    - Mobilitätshemmnisse
    - betriebsinterne Segmentierung in Insider und Outsider
    - Markttransparenz, Informationsdefizite
    - Marktzutrittsbarrieren
    - Inflexibilität der Löhne, Starrheit nach unten
32
Q

Wie sieht das Marktergebnis des Arbeitsmarktes aus?

A
  • Angebotskurve
  • Nachfragekurve
  • Gleichgewicht
  • wenn Lohn über Gleichgewicht –> Arbeitslosigkeit
  • Mindestlohn
33
Q

Welche Arten der Arbeitslosigkeit gibt es (1) ?

A
  • verdeckte Arbeitslosigkeit
  • registrierte Arbeitslosigkeit
  • echte Arbeitslosigkeit
  • unechte Arbeitslosigkeit
34
Q

Welche Formen der Arbeitslosigkeit gibt es (2) ?

A
  • konjunkturelle Arbeitslosigkeit
  • strukturelle Arbeitslosigkeit
  • saisonale Arbeitslosigkeit
  • friktionelle Arbeitslosigkeit
    Erklärungen