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Flashcards in Altklausur Fragen Deck (123)
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1

Beschreiben sie Kurz Aufbau eines Protonephridiums

Aufbau:
- paarige, oft stark verzweigte Kanälchen
- führen durch Exkretionssporen nach außen
- Keulenförmige Exkretionszelle beginnt im Parenchym (Terminalzelle)
- Wimpernflamme ragt in Kanallumen hinein

2

Bei welchen Gruppen kommen Protonephridien vor?

vor allem bei Tieren ohne Coelom -->

Plathleminthes
Nemertini (Untergruppe der Trochozoa)
Larven von Mollusca und Annelida

3

Beschreiben sie Kurz Funktion eines Protonephridiums

Exkretion von Primärharn

Rückresorption aus dem Ultrafiltrat (Sekundärharn)

4

Beschreiben sie Kurz Funktion eines Metanephridiums

Exkretion

(vermutlich) primär der Ausführung der Geschlechtzellen

5

Beschreiben sie Kurz Aufbau eines Metanephridiums

- offene, mit den Coelom verbundene Kanäle
- bestehen aus Winperntrichter und einem ausführenden Tubulus

6

Bei welchen Gruppen kommen Metanephridien vor?

Annelida, Mollusca (Trochozoa)

Tentaculata

niedere Wirbeltiere (i.d.R. mit Abwandlung)

7

Was sind Malpighische Gefäße? und Effekt

"Nieren der Insekten"

sind Blindausstülpungen des Darms (Ekto- oder Entoderm)

dienen der wassersparenden Sekretion von Harnsäure bei landlebenden Arthropoden

- im blinden Ende wird Ultrafiltrat erzeugt (nahezu isoosmot. zu hämolymphe)
-aktive rückabsorption von K+ und Na+ _> wasser strömt passiv in hämolymphe zurück
- harnsäure ist schwer löslich: bleibt kristallin in malph. gefäß zurück -> ausscheidung als hoch konz. kot

-> anpassung an landgang (wasserersparnis)

8

Bei welchen Gruppen kommen Malpighische Gefäße vor?

Arachnida (Spinnentiere): entodermal

Insecta (Insekten): ektodermal

Myriapoda (Tausendfüßer)

(konvergent entstanden: Arachnida Insecta, Myriapoda)

9

Was sind Antennendrüsen?

Der Exkretion dienendes umgebildetes Metanephridium an der Basis des 2. Fühlerpaares

hat coelomatischen Anteil --> bereitet durch Druckfiltration den Primärharn

Rückresorption von Wasser und Salzen erfolgt im Nephridialkanal

10

Bei welchen Gruppen kommen Antennendrüsen vor?

bei höheren Krebstieren -->

Euphausiacea (Leuchtgarnelen)
Decapoda (Zehnfüßer)
Amphipoda (Flohkrebse)

11

(Wichtige formen von N-Exkretionsprodukten. Wo kommen sie vor? Ursache der Verteilung?)

Ammoniak:
bei Fischen: gut wasserlöslich, toxisch, kann direkt über körperoberfläche (Kiemen) ans Wasser abgegeben werden

Harnstoff:
bei Säugern: wasserlöslich, geringfügig toxisch, benötigt viel Wasser zur Ausscheidung, lässt sich gut in Geweben und Flüssigkeiten speichern

Harnsäure:
bei Vögeln: nicht wasserlöslich, nicht toxisch, bei lange Flügen muss Wasser gespart werden, wäre Harnsäure osmotisch aktiv würden Eier ausgetrocknet werden

12

Welche Körperorganisation ist für Echinodermata charakteristisch? Weshalb werden sie trotzdem zu den Bilateria gerechnet?

Stachelhäuter

haben pentadiäre Symmetrie

werden zu Bilateria gerechnet, da Larve bilateralsymmetrisch ist

13

Haben Stachelhäuter ein Endo -oder Exoskelett? Begründung

Echinodermata

haben ein Endoskelett, da das skelett von einer Epidermis überzogen ist (aus welchen "Derm" entstanden?)
- Anlage innerhalb des zellverbandes von skelettbildungszellen (sclerocyten) -> enstehung eines Stereoms (stark porös -> leciht & fest)
- Wachstum des Stereom zu Platten (=Ossikel)

14

Die 5 großen Gruppen der Echinodermata nennen und deren Apomorphien

Crinoida (Seelilien & Haarsterne):
Tentakeln (Pinulae)

Eleutherozoa:

Ophiuroida (Schlangensterne):
reduzierter After, Körperscheibe und Arme

Asteroida (Seesterne):
extraintensinale Verdauung, Greiforgane (Pedicellarien)

Echinoida (Seeigel):
Kieferapparat (Laterne des Aristoteles)

Holothurioda (Seegurken/-walzen):
Wasserlunge, Tentakeln

15

Zählen Sie je eine Tiergruppe der Metazoa auf
a) ohne Kreislaufsystem
b) mit offenem Kreislaufsystem
c) mit geschlossenem Kreislaufsystem

Kein Kreislauf: Nematoda - Pseudocoel: flüssigkeitsgefüllte primäre Leibeshöhle

offener Kreislauf: Arthropoda - Ostieherz mit dorsalem, kontraktilem Gefäß (Schlauchherz), hämolymphe

geschlossener Kreislauf: Annelida - Ringgefäß, Darmkapillarnetz und dorsalem kontraktilem Gefäß,

16

Vor- und Nachteile von offenen und geschlossenen Kreisläufen

geschlossen:
Vorteile: kleine Mengen werden schnell umgewalzt
gezielte Durchblutung (Lungen und
Atmungspigmente)
Nachteile: höhere Drücke
leistungsfähiges Herz notwendig

offenes System:
Vorteile: niedrige Drücke
Blut und Interstitialflüssigkeit durchmischt -
kein Gefäßsystem nötig
kein Herz das viel Energie benötigt
Nachteile: langsame Strömung
keine gezielte Durchbütung

17

Erklären sie das Herz der Schaben

Ostienherz --> offener Kreislauf

unverzweigtes einfaches Rückengefäß mit kontraktilem Teil im Abdomen (deshalb Herz genannt)

Hämolymphe über Ostien ins Herz gesaugt und bis in den Kopf gepumpt

von dort aus im ganzen Körper verteilt

18

Charakteristika und Elemente des Blutkreislaufsystems vom Regenwurm

Regenwurm --> Annelida

geschlossenes Kreislaufsystem

dorsales Lateralherz mit 5 kontraktilen Schlingen

Dorsal- und Ventralgefäß mit längs und quer verlaufenden Gefäßen

Blut mit (teilweise) Hämoglobin

19

Charakteristika und Elemente des Blutkreislaufsystems von Insekten

Insekt --> Hexapoda

offenes Kreislaufsystem

Dorsalherz mit Ostien (paarige seitliche Öffnungen)
--> wird von farbloser Hämolymphe im Mixocoel umspült

hinten geschlossen, nach vorne offen

durch peristaltische Muskelkontraktion wird Hämolymphe durch den Körper gepumpt

Körperflüssigkeit besteht aus Blut und Lymphflüssigkeit

20

(Wie schützen Tiere ihren Verdauungstrakt vor Selbstverdauung?)

Schleimbildung

in umgebenden Epithelzellen wird das Enzym Pepsin als inaktive Vorstufe Pepsinogen gebildet --> keine Verdauung der eigenen Zelle

Gewebshormon Gastrin reguliert Ausschüttung von Enzymen im Magensaft

Pankreas bildet Bicarbonationen zur Pufferung

pH-Wert steigt im Darm --> Magensäure wird neutralisiert

21

Nennen sie die vier großen Gruppen der Cnidaria

Anthozoa (Blumentiere)

Scyphozoa (Schirmquallen)

Cubuzoa (würfelquallen)

Hydrozoa

22

Namensgebende Zellen der Cnidaria

Cnidozyten = Nesselzellen = Nematocyten
Enthalten Nesselkapseln (Nematocysten)

23

Beschreiben Sie Bau und Funktion der Cnidozyten

Funktion:
Abwehr von Feinden u. Beutefang

Aufbau:
Fortsatz (Cnidocil) + Nematocyste (Cnide --> explodiert)

Cnide mit starker äußerer Wand mit absprengbaren Deckel (Operculum)

Explosion mechanisch und/oder chemisch ausgelöst

Unterschieden zwischen Durchschlagskapseln (Penetranten), Wickelkapseln (Volventen) und Haftkapseln (Glutinanten)

24

Nennen sie 3 Beispiele holometaboler Insekten

Coleoptera (Käfer)

Diptera (Zweiflügler --> Fliegen)

Hymenoptera (Hautflügler --> Bienen, Wespen)

Floh (sekundär Flugellos)

25

Apomorphien der Holometabola

vollständige Metamorphose:
Larve - Puppe - Imago

Imaginalscheiben: Anlage für Imago bereits in Puppe

26

Zählen Sie die Entwicklungsstadien eines holometaboliten Insekts auf

Ei

(mehrere) Larvenstadien

Puppenstadium --> kompletter Umbau, keine Nahrungsaufnahme

Imago (erwachsenes Insekt)

27

(Welche der folgenden Merkmale sind im Grundmuster der Hexapoda vorhanden, welche nicht?)

Flügel
Laufbeine
Mandibeln
Antennen
Pedipaplen

vorhanden:

Laufbeine
Mandibeln
Antennen

nicht vorhanden:

Flügel: erst ab Pterygota
Pedipalpen: charact. für Chelicerata

28

Was ist determinierte Furchung?

spätere Spezialisierung jeder Zelle ist schon sehr früh festgelegt

- indeterminierte Furchung: spez erst sehr spät

29

Bei welchen Tiergruppen kommt Spiralfurchung vor?

Spiralia

30

Was ist superfizielle Furchung?

nur Zellkerne und etwas Zytoplasma werden geteilt

alle Kerne sind im gleichen Zytoplasma ohne Membranteilung

Kerne ordnen sich am Rand der Keimzelle an werden über Mikrotubuli und Filamente mit Membran assoziiert

Apomorphie der Arthropoda