Beziehungsgestaltung Flashcards Preview

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Flashcards in Beziehungsgestaltung Deck (18):
1

Besonderheiten: Entwicklungsstand

Vorgehen, Methoden und Ziele innerhalb der Therapie müssen fortlaufend an den individuellen Entwicklungsstand angepasst werden!

2

Besonderheiten: Bezugspersonen

Die Arbeit mit Eltern und Bezugspersonen nimmt in der Arbeit mit KiJu einen hohen Stellenwert ein!!!

3

Besonderheiten: Loyalität

Kinder befinden sich oft in einem Dilemma. Dessen sollten wir uns als Therapeut bewusst sein und müssen entsprechen damit umgehen (therapeutische Beziehung!).

4

Besonderheiten: Motivation

Im Unterschied zu Erwachsenen sind die meisten Kinder ohne eigene
Änderungsmotivation und Veränderungsziele.

5

Besonderheiten: Setting

Spielerische Aktivitäten und erlebnisorientiertes Vorgehen nehmen einen wichtigen Anteil bei der Therapie ein

6

5 Basen der therapeutischen Beziehungsgestaltung*
(ethische Grundlagen):

• Nichtschädigung
• Fürsorge
• (Respekt der) Autonomie
• Gleichheit in der Behandlung
• Abstinenz des Therapeuten

7

4 Merkmale einer therapeutischen Beziehung

1 stark eingeschränkt und regelgeleitet (nur bestimmte Interaktionen erlaubt)
2 zeitlich eng definiert
3 hoch spezifisch und hoch spezialisiert und damit hoch effektiv
4 assymmetrisch

8

Grundidee: Validieren

Ausdrückliche und kontinuierliche Bestätigung der subjektiven Gültigkeit, Nachvollziehbarkeit und Folgerichtigkeit der Erfahrungen des Pat

Validierung meint eine Wertschätzung des Erlebens und Handelns des Klienten

9

6 Validierungsstrategien

1 Aufmerksamkeit
>> interessiert sein und aufmerksam sein

2 Genaue Reflexion
>> Vermitteln, dass das Gesagte gehört und verstanden wurde

3 Verbalisation von Nichtverbalisiertem
>> Aussprechen von Emotionen, Gedanken, Verhaltensmustern, die der Pat. erlebt, aber nicht ausspricht

4 Verstehen aufgrund vergangener Lebenserfahrung und/oder Störung
>> Annahme: Jedes Verhalten hat seine Ursache und ist deshalb nachvollziehbar

5 Validierung durch gegenwärtige Umstände
>> Reaktion auf internen/externen Stimulus

6 Echtheit, Akzeptanz und Verantwortung
>> Person von gleichem Rang und gleichem Status, Begrenzte Selbstöffnung

10

3 Formen der Beziehungsgestaltung

1 allgemeiner,
2 komplementärer und
3 störungsspezifischer Beziehungsgestaltung

11

4 Grundbedürfnisse nach Grawe

1 Bindung
2 Orientierung und Kontrolle
3 Selbstwerterhöhung und -schutz
4 Lustgewinn und Unlustvermeidung

12

Bindung

Bedürfnis, nach einer warmen, liebevollen, stabilen, sicheren und wertschätzenden Beziehung

13

Orientierung und Kontrolle

Bedürfnis, nach Vorhersagbarkeit eigener Handlungen und Ereignisse. Bedürfnis, danach, eigene autonome Entscheidungen zu treffen und danach zu handeln.

14

Selbstwerterhöhung und -schutz

Bedürfnis, sich selbst als besonders, kompetent, wichtig, bedeutsam und wertvoll zu erleben und dieses Erleben zu schützen

15

Lustgewinn und Unlustvermeidung

Bedürfnis danach, Belohnungen („positive Emotionen“) zu erhalten bzw. Bestrafungen („aversive Emotionen“) zu vermeiden

16

komplementäre Beziehungsgestaltung

Der Therapeut soll sich zur Motivebene komplementär verhalten, die Bedürfnisse „sättigen“ und damit einen hohen Beziehungskredit aufbauen.

17

störungsspezifische Beziehungsgestaltung

aus einer Diagnose heraus, Voraussagen über die interaktionellen Strategien eines Pat. ableiten
>> prinzipielle Vorgehensweisen des Therapeuten zum Umgang damit

18

Nenne die 5 Besonderheiten in der Kiju Therapie/Diagnostik

Setting
Motivation
Loyalität
Bezugspersonen
Entwicklungsstand