Psychodynamik Flashcards Preview

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Flashcards in Psychodynamik Deck (15):
1

Grundannahme Psychodyanmik

1 dynamisches Unterbewusstes nimmt Einfluss auf Erleben und Verhalten
2 ersten Lebensjahre sind entscheidend für die Entwicklung psychischer Störungen
3 intrapsychische Konflikte sind entscheid für die Entwicklung psychischer Störungen

2

Konflikte wirken sich aus auf

• die Gestaltung interpersoneller Beziehungen, sowie
• die Selbstwahrnehmung / -kommunikation / -regulation aus

3

TOPISCHES Modell

1 Bewusstes
2 Vorbewusstes
3 Unterbewusstes

4

Behandlungsidee

• ENTBLOCKIEREN
Konflikthaft blockierte Prozesse der frühen Entwicklung
erneut in Gang gesetzt werden
• („NACHREIFEN“)
Nicht stattgefundene Lernerfahrungen nachgeholt
werden
• Verkümmerte FÄHIGKEITEN GESTÄRKT werden

5

Konflikte =

FESTGELEGTE ERLEBNISMUSTER, die in entsprechenden Situationen immer wieder zu ähnlichen Verhaltensmustern führen, OHNE DASS DIES BEWUSST ODER MIT WILLENSANSTRENGUNG ÜBERWINDBAR ist („neurotische Fixierung“)

6

Individuation vs. Abhängigkeit

Sehnsucht nach engen Beziehungen und symbiotischer Nähe
vs
Streben nach betonter Selbstständigkeit und ausgeprägter Distanz

• Leitaffekt: Angst vor Verlust des anderen
• Verarbeitung: Trennung oder Einsamkeit um jeden Preis vermeidend (passiver Modus) bzw. Angst vor Nähe und Vereinnahmung durch den anderen (aktiver Modus)

7

Unterwerfung vs. Kontrolle

Selbstkontrolle und Streben nach Dominanz über andere
vs.
Fremdkontrolle und Unterordnung

• Leitaffekt: offene oder latente Aggression
• Verarbeitung: passiv-aggressive Unterwerfung, ohnmächtige Wut (passiv) bzw. aggressives Dominanzstreben (aktiv)

8

Ödipaler Konflikt

Bedürfnis, Anerkennung als Mann/Frau zu bekommen

• Leitaffekt Person erlebt sich als unattraktiv & wenig anerkannt„graue Maus“

• Aktiver Modus: Personen stehen durch körperliche Erscheinung und unangemessenes erotisierendes/provokatives Verhalten im Mittelpunkt; sich in Szene setzen; stark wechselnde, z.T. dramatische Emotionen, Erotisieren, Rivalisieren.

9

Selbst- vs. Objektwert

Sich selbst einen Wert geben können
vs.
Selbstwert kann nur durch äußere Bestätigung gesichert werden

• Leitaffekt: Scham
• Verarbeitung: Ansprüchlichkeit wird zurückgenommen, die Unwichtigkeit der eigenen Person betont (passiv) bzw. forcierte Selbstsicherheit zur Bewältigung der befürchteten Selbstwertkrise. Leitaffekt ist hier eher Gereiztheit und Verärgerung, wenn das Selbstbild infrage gestellt wird (aktiv)

10

Psychodyanmische Abwehr

Unbewusst durchgeführtes, selbsttäuschendes Verhalten mit dem Ziel der Unlustvermeidung und des Schutzes des Selbstbildes (Konstanz und Integrität des Individuums)
>> Abwehrmechanismen

11

Projektion

Ein unbewusster Impuls oder Affekt wird nach außen verlagert und einem anderen zugeschrieben.(Externalisierung)

"Ich bin nicht aggressiv, du bist aggressiv."

12

Verdrängung

Unbeabsichtigter Ausschluss von Gedanken, Gefühlen, Impulsen aus der Bewusstsein.

13

Verleugnung

Als negativ empfundene Wahrnehmungen werden verneint. Im Gegensatz zur Verdrängung geht es hier zum einen um die Bewältigung der äußeren und nicht der inneren Realität, zum anderen ist die Verleugnung eher als spontane Schutzreaktion zu verstehen, die Inhalte anders als die Verdrängung nicht dauerhaft unbewusst lässt.

14

Verschiebung

Bedrohliche libidonöse oder aggressive Impulse werden von einem ursprünlgich gemeinten Objekt auf ein anderes verlagert.

15

Psychodynamische Diagnostik

ODP
operationalisierte psychodynamische Diagnostik
via
Interview zur Beurteilung auf 5 Achsen:

1 Aktuelles Krankheitserleben
2 Beziehung
3 Konflikt
4 Struktur
5 Psychische und psychosomatische Störungen