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Flashcards in Psychopharmakologie Deck (61):
1

Psychopharmakologie Definition

Substanzen, die in die Regulation zentralnervöser Substanzen eingreifen und sellische Prozeese modifzieren

2

Pharmakokinetik

Medikamentenaufnahme -->Absorption- Resorption --> a)Verteilung --> Speicherung + Rezeptorenbndung --> psychotroproe Wirkung
b) Metabolisierung--> Ausscheidung + Verteilung + Rezeptorenbinung --> psychotrope Wirkung

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Neurotransmission (Neurotransmitter: Definition)

- Botenstoffe (übertragen Infos von einer Nervenzelle zur anderen)
-Signalübertragen Beginn mit Freisetzung des Neurotransmitters an der präsynaptischen Membran
- wird an der gegenüberliegenden postsynaptischen Seite an spezfische Rezeptoren gebunden
- Neurotransmitter können an unterschiedliche Rezeptoren andocken
--> selber Neurtransmitter kann an verschiedenen Synapsen unterschiedliche Wirkungen haben

4

Klinisch relevante Neurotransmitter

- Dopamin
- Noradrenalin
- Serotonin
- GABA (Gamma- Amino-Buttersäure)
- Glutamat
-Histamin

5

Neurotransmitter Hauptfunktion Acetylcholin

- Gedächtnis, Lernen

6

Neurotransmitter Hauptfunktion Noradrenalin (Na)

Stimmung, Antrieb, Vigilanz

7

Neurotransmitter Hauptfunktion Serotonin (5-HT)

- Stimmung, Antidepressiva, Impulskontrolle, Schlaf, Schmerz, Angst, Appetit

8

Neurotransmitter Hauptfunktion Dopamin

Psychomotorik

9

Neurotransmitter Hauptfunktion GaBa

Psychomotorik (eher hemmend)

10

Neurotransmitter Hauptfunktion Histamin

Aktivität

11

Neurotransmitter Hauptfunktion Glutamat

Psychomotorik

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Plazebowirkung

- Mundtrockenheit 28%
- Obstipation 28%
- Kopfschmerzen 25%
- Müdigkeit 18%
- Schwindelgefühl 12%
- Übelkeit 10%

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Einteilung Psychopharmakologie

- Neuroleptika
- Antidepressiva
-Tranquillizer
- Antidementiva
- Psychostimulantien
- Hypnotika

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Neuroleptika: Wirkung

- erregungsdämpfend antipsychotisch (Ichstörungen, antihalluzinogen, psychotische Denk- und Verhaltensstörungen)
- in niedrigen Dosen: anxiolytisch, antineurasthenisch, gegen fuktionelle Organbeschwerden

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Neuroleptika: Mechanismen und Wirkungen

Blockade der Dopaminrezeptoren
- Blockae der mesolimbischen /mesokortikalen Bahnen (antipsychotische Wirkung)
-Blockade der nigrostriatalen Bahnen (extrapyramidale Nebenwirkungen)

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Neuroleptika - Indikationen

- Psychosen ( Schizophrenie, Schizoaffektive Störungen, Wahnhafte Entwicklungen)
- Verhaltensstörungen bei psychoorganischen Störungen (Demenz)
- Manie
- Erregungszustände
-Delir

--> Als Zusatzmedikament (Depression, Zwang)
--> Hyperkinetische Syndrome
--> Unterstützend bei Schmerztherapie

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Neuroleptika- Einteilung nach der chemischen Struktur

- Phenothiazine
-Thioxanthene
-Butyrophenone

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Neuroleptika- Einteilung nach der antipsychotischen Potenz

- Hochpotente Neuroleptika
- mittelpotente Neuroleptika
- schwachpotente Neuroleptika

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Neuroleptika- Einteilung nach der klinhscne Wirkung und Spektrum der UAW:

- Typische Neuroleptika
- Atypische Neuroleptika

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Wirkungssprektum hochpotenter Neuroleptika

- wenig sedierend
- stark antipsychotisch wirkend
- hohe Frequenz von extrapyramidal-motorischen Störungen (EPM)

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Wirkungsspektrum niedrigpotenter Neuroleptika

- stark sedierend
- schwach antipsychotisch
- schlafanstoßend
- vegetativ-sedierend UAW

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Wirkungsspektrum typische Neuroleptika

- starke antipsychotisce Wirkung, hohe EPMS-Rate
- kein überzeugener Effekt auf Minussymptomatik

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Wirkungsspektrum atypische Neuroleptika

-Starke antipsychotische Wirkung, geringe bis fehlende EPMS-Rate
- Wirkung auf Minussymptomatik

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Neuroleptika therapeutisches Vorgehen

- einschleichende Dosierung
- Ausreichende Dosierung
- Beachtung unerwünschter Wirkungen (UAW)
- EIn Teilder unerwünschten Wirkungen klingen bei Fortführung der Behandlung ab

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Neuroleptika - unerwünschte Wirkungen

- Frühdyskinesie (Muskelkrampfung, Zunge, Gesicht, Nacken) --> 1-5 Tag (behandelbar- Biperiden)
- Akathisie (Bewegungsunruhe) --> 5-60 Tage (Wechsel)
-Parkinsonoid (Hypokindese, Hypomimie, Rigar, Tremor) --> 1-4 Wochen (Umstellung o.Dosisreduktion)
-- Spätdyskinesie (orofaziale Dyskeinesien, choreatifrme Bewegungungen) --> Monate oder Jahre (Therapie unbefriedigend)
- malignes neuroleptsches Syndrom (Kataonie, Fieber, vegetative Entgleisung) --> Wochen (Absetzen)

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Neuroleptika- klinische Wirkung

1.Woche:
- antiaggressive
- sedierende
-anxiolytische Effekte

2. Woche:
- Antihalluzinatorische Effekte

3. Woche:
- EInfluss auf wahnhaftes Denken
- Ich- Störungen

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Neuroleptika - unerwünschte Wirkungen --> Psychiatrisch + Anticholinerge Wirkung

Psychiatrisch:
- Delir
- Zerebrale Krampfanfälle
- Müdigkeit
- Konzentrationsstörungen
- Depression
Anticholinerge Wirkungen:
- Mundtrockenheit
-Obstipation
-Blasenentleerungsstörung
- Akkomodationsstörung

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Neuroleptika -weitere unerwünschte Wirkungen

-Herz-Kreislaufsystem ( Hypotonie, Arrthmien, Thrombosen)
- Leber- Gallengang- System
-Haut (Pigmenteinlagerungen, generalisiertes Exanthem)
- Endokrines System (Libidostörungen, Hemmung der Insuinsekretion)
-Augen ( Trübung der Linse, Pigmenteinlangerungen der Netzhaut)

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Neuroleptika - metabolisches Syndrom

- Adipositas (Stammfettsucht, erhöhtes Viszeralfett)
-Insulinresistenz
- Dyslipidämie
- Verminderte Glukosetoleranz ( Diabetes Typ2)
- Hypertonie

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Neuroleptika - Therapievorteil Depot

- Sichertellung eines antipsychotischen Schutzes
- Gleichmäßigere Plasmaspiegel
- Geringere Dosis (Vermeidung first- pass Effekt)
-ein Injektionstermin versäumt keine abrupte Therapiebeendigung
- Frühzeitiges Erkennen mangelnder Therapietreue

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Antidepressiva Wirkung

- Verbessern die Stimmung
-normalisieren den Antrieb
- können Angst reduzieren
- haben schmerzdistanzierende Effekte
- wirken auf körperliche Depressionssymptome
-beeinflussen den Schlaf

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Antidepressiva: Einteilung nach neurobiochemischen Gesichtspunkten

- Klassische Antidepressiva (TCA) (Trizyklische Antidepressiva, tetrazyklische Antidepressiva)
-selektive Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, selektive Noradrenalin- DopmanWiederaufnahme- Hemmer,Selektive Serotonin- Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer)
-Andere Antidepressiva ( Pfalnzenextrakte, Trazodon)
-Prophylaktika (Lithium, Valproat, Carbamazepin)

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Antidepressiva: Einteilung nach klinischen Gesichtspunkten

- sedierend-anxiolytisch wirkende Antidepressiva
(Indikatoren: agitiert ängstlich)
- aktivierend wirkende Antidepressiva (Indikation: gehemmte Depression)
- Antriebsneutrale Antidepressiva (Indikatren: vital-traurig verstimme Depression)

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Antidepressiva: Einteilung nach Selektivität

- Nichtselektive Antidepressiva--> TCA; MAOI (geringe therapeutische Breite, hohe Toxizität, preiswert)
- Selektive Antidepressiva--> SSRI,SNRI, NaSSA (Große therapeutische Breite, wesentlich bessere Verträglichkeit, teuer)

--> Antidepressive-Effekt bei beiden gleich

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Antidepressiva: Tri- und tretrazyklische Antidepressiva (TCA--> klassische Antidepressiva) Wirkung

-Serotoninwiederaufnahmehemmend --> antidepressiv
-Noradrenalinwiederaufnahmehemend--> antidepressiv
-Antihistaminerg-->Müdigkeit, Schläfigkeit, Gewichtszunahme
-anticolinerg-antimuskarinisch --> Mundtrocken, Obstipation,Akkomodationsstörungen, Müdigkeit, Schläfrigkeit
-alphas1-antagonistisch --> Schwindel, Müdigkeit

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Antidepressiva: Indikatoren der TCA

- unterschiedliche depressive Syndrome
-Angststörungen
- Zwangsstörungen
- chronisches Schmerzsyndrom
- Entzugssyndrom
-ADS
-Essstörungen
- Enuresis
-Chronische Insomnie
- Funktionelle Magen- Darm-Störungen

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Antidepressiva: Indikatoren der SSRI

- Depression
- PTBS
- Impulskontrollstörung
- Angststörungen
- Essstörungen

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Antidepressiva: Grundlage der Therapie

- Akuttherapie innerhab von 6-8 Wochen in 50-70% zur Remission
-innerhalb von 2 Wochen keine Besserung von 20%, Wirkungseintritt nach 6-8 Wochen unwahrscheinlich
- nach 2-3 Wochen Strategiewechsel bei fehlender Wirkung empfohlen
-ältere Patienten längere Wirklatenz

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Antidepressiva: Unerwünschte Nebenwirkung SSRI

- Vegetativ- allgemein (Mundtrockenheit, Schlafstörung, Schwäche)
- Gastrointestinal ( Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen)
-Neurologisch ( Tremor, Ataxie, extrapyramidale Störungen)
-Psychisch ( Nervosität, Konzentrationsstörungen, Angst, Halluzinationen, Verwirrtheit)
-Enokrine/internistisch dermatologische Störungen (Gewichtsab- und zunahme, Ödeme,sexuelle Dysfunktionen)

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Antidepressiva: Unerwünschte Nebenwirkung TCA

- vegetativ- Anticholinerg (Mundtrockenheit, Obstipation (Verstopfung), Akkomondationsstörung)
- Kardiovaskulär (Hypotonie, Tachykardie)
- Neurologisch (Schwindel, Tremor, Kopfschmerzen)
-Psychisch (Benommenheit, Müdigkeit, Unruhe)
- Endokrin /internistisch (Ödeme, sexuelle Störungen, Amenorrhoe)
- dermatologisch (Exantheme)

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Antidepressiva - im Handel befindliche Präparate

-Valdoxan
-Doxepin
-Zoloft

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nichtselektive Antidepressiva Substanzen und Dosierung

- Doxepin 75-300
-Trimipramin 100-300
-Dosulepin 75-225

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Stimmungsstabilisatoren - Wirkung

- Antimanische Wirkung
- Augmentation (Fremdeinsatz) bei therapierefraktären Depressionen
- Unzureichende antidepressive Effekte als Monotherapie
- Phasenprophylaktische Wirkung bei:
--> Biopolaren Störungen 1 und 2
--> Schizoaffektiven Störungen
--> Monopolaren epressiven Episoden
--> Rapid Cycling

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Stimmungsstabilisatoren: Einteilung

- Lithium
- Vaproinsäure
- Olanzapin
- Risperidon
- Quetiapin

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Stimmungsstabilisierer Lithium

- Goldstandard prophylaktischer Therapie
--> bei Manie besser als bei Depression
- Reduktion suizidbedingte Mortalität
- direkte suizidpräventive Wirkung
- reduktion es Rückfallrisikos um das 3,4, fache
- enge therapeutische Breite, deswegen:
--> umfangreiche Aufklärung
--> sorgfältige Voruntersuchung
--> Zuverlässigkeit des Patienten
--> regelmäßige Laborkontrollen

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Stimmungsstabilisierer- Antikonvulsiva

- Alternative oder Augmentation bei Nonresponse von Lithium
- Unverträgichkeit von Lithium
- Indikation für atypische Verläufe
- Indikation für rapid Cycling
- lamotrigin: Prophylaxe rezidivierender Depressionen

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Prophylaktika

- Responder
- Teilresponder
- Nonresponder

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Tranquillizer

- medikamente, die angstlösende, beruhigende und emotional entspannende Wirkungen entfalten
- wichtigste Gruppe: Benzodiazepine
- Alternative: niedrigdosierte Neuroleptika + bestimmte Antidepressiva (für Suchtananmese Pat.)
- Benzodiazepine können psychische und körperliche Abhängigkeit hervorrufen

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Tranquillizer- Benzodiazepine: Wirkung

- anxiolytisch
-sedierend
-amnestisch
- schlafanstoßend
- antikonvulsiv (tonisch-klonische Krämpfe)
-muskelrelaxierend
-potenzierende Eigenschaften

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Tranquillizer- Benzodiazepine: Hohes Missbrauchspotential

- mind. 2 % aller Erwachsener nehmen länger als 1 Jahr Benzodiazepinderivat ein
- ca. 30% entwicklen Entzugssymptomatik
- Frauen > Männer
- zunehmende Dauer + höhe der Dosis: Steigerung des Riskos einer Abhängigkeit
- Behandlung mit Dauer über 6 Wochen kann induziert sein
- Medikation muss auschleichend abgesetzt werden

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Tranquillizer- Benzodiazepine: Symptomatologie chronischer Benzodiazepin- Intoxikation

Körperliche Symptome:
-Schwindel
- Muskelschwäche/Sturztgefahr
-Unschrafes Sehen/ Doppelbilder
- Zeitweise Übelkeit

Psychische Symptome:
- Müdigkeit, Benommenheit
-Amnestische Episoden
-Konzentrationsstörungen
-Geächtnisstörungen

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Tranquillizer- Benzodiazepine: Nebenwirkungen

- Tagessedation
- Verwirrtheit
-Störungen der Aufmerksamkeit
- Kognitive Störungen (Gedächtnis, Lernen, Konzentration)
-Motorische Störung (Koordination, Atxie, Gefahr von Stürzen--> Frakturen)

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Antidementiva: Nootropika

--> am ZNS wirkende Arzneimittel, die folgende Funktionen beeinflussen können:
- Gedächtnis
-Denken
- Aufmerksamkeit
-Auffassung
- KOnzentratins- und Lernfähigkeit
- Orientierung
- Vigilanz
--> einheiticher pharmakologischer Wirkmechanismus ist nicht bekannt

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Antidementiva: "klassische" Nootropika

z.b.
-Piracetam
-Nicergolin
-Nimodipin

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Antidementiva: Nebenwirkungen

AChE-Hemmer:
-cholinerg dosisabhängig
-vorübergehend
- in der Regel reversibel
--> Absetzen sorgfältig abwägen

Cholinerge Nebenwirkungen:
- gastrointestinale (Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe)
- kardiovaskuläre (Bradykardie, Schwindel, Hypotonie)
- vegetative (Müdigkeit, Schlaflosigkeit)

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Psychostimulantien- Wirkung

- aktivierend
- bei Erschöpfungszuständen: Leitungssteigernd, antriebssteigernd, konzentrationsverbesserend
-appetithemend
-euphorisierend
-Gefahr es Missbrauchs: Zur Leistungssteigerung, als Appetitzügler

--> Wirkung bei Dopaminmangel im ZNS + Noradrenalinmangel im ZNS

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Psychostimulantien (Stoffe)

- Methylphenidat (Ritalin)
- Modafinil
- Amphetamine
-(Coffein)
- (Nikotin)

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Psychostimulantien: Methylphenidat

- rasch einsetztende Wirkung (30min)
- kurze Halbwertszeit (2,5h)
-deshalb mehrfachgabe am Tag erfoderlich (bei ADHS)
- Alternative:
-->retadiertes Methylphenidat: Halbwertszeit 8-10h
(Ritalin, Corcerta, Medikinet retard)

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Psychostimulantien: Indikatoren

ADHS:
- Bei Kindern + Erwachsenen
- Verminderung motorischer Hyperaktivität
- Verbesserung er Konzentrationsstörung
- Verbesserung Aufmerksamkeit
- Verbesserung Lernfähigkeit
- Verbesserung sozialer Integration

Narkolepsie
Schweres Schlaf-Apnoe-Syndrom

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Psychostimulantien: Unerwünschte Nebenwirkungen

-körperliche Nebenwirkungen: Schlafstörungen, Appetitstörungen, Kopfschmerzen, Tachykardie
-Psychische Nebenwirkungen: Aktivierung von Angst, depressive Verstimmungen, Erregungszustände
- Komplikationen: Wachstumshemmung (Längenwachstums), epileptische Anfälle, Aktivierung von Tic-Störungen

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Psychopharmakologie: Wechselwirkungen

Neuroleptika mit:
-zentralwirkende Pharmaka und Alkohol
-Antihypertonika
-Clonidin
-Anticholinergika
-Lithium
- Propanolol
-Adrenalin