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Flashcards in Vorlesung 2 Deck (11)
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1

Kundenperspektive

Abgleich der Divergenz zwischen einerseits Forderungen (Sollen) und andererseits Eigenschaften (Wollen) und Marktversprechen (Können)

Fokus: Produktqualität

2

Unternehmerisches Qualitätsverständnis

Sollen – Marktanforderungen  Kundenperspektive
Wollen – Unternehmensausrichtung  Führungsperspektive
Können – Unternehmensfähigkeiten  Betriebsperspektive
• Mehr Handlungsspielraum, Entscheidungsoptionen und schnelle Reaktion auf äußere Einflüsse

3

Qualitätsbegriff nach ISO 9000

Qualität = Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Forderungen erfüllt
• Grad der Übereinstimmung zwischen Ist-Zustand (Eigenschaften) und Soll-Zustand (Forderungen) eines Produktes
• Keine Handlungsalternativen um Überdeckungsgrad zu erhöhen

4

Aachener Qualitätsmanagement-Modell (Stichpunkte)

• Projektartige Lebenszyklusorientierung: dynamisierte Prozesse, klare Wertschöpfungsorientierung
• Unternehmensdynamik: verkürzte Produktionsphasen / Lebenszyklen, erhöhte Variantenvielfalt, dynamisches Lernen mit Hilfe der „Quality Backward Chain“
• Perspektiven-Ansatz: Gedanke der unternehmerischen Qualität, zeigt die Stellhebel der 3 Perspektiven
• Verknüpfung organisatorischer, transformatorischer und unternehmerischer Maßnahmen
Ausgans- und zugleich Endpunkt ist der Markt

5

Betriebsperspektive

Unternehmensinterner Abgleich zwischen Wollen und Können
-> Gezielte Verschiebung der Unternehmensfähigkeiten in Richtung der Unternehmensausrichtung
-> Mitarbeiterqualifizierung, Technologieentwicklung
Fokus: Prozessqualität (Effektivität und Effizienz von Geschäftsprozessen)

6

Führungsperspektive

Positionierung des Wollen gegenüber Sollen und Können
-> Märkte schaffen und erkennen
-> Verschiebung der Unternehmensausrichtung in Abhängigkeit von Kundenforderungen und Unternehmensfähigkeiten
Fokus: Systemqualität (Zusammenspiel zwischen Kern-, Befähigungs- und Managementprozessen)

7

Deming-Zyklus

Plan: Prozessänderung planen und Ziele setzen (SMART)
Do: Prozessänderungen ausprobieren und testen
Check: Wirksamkeit kontrollieren und Standard definieren
Act: Maßnahmen ableiten (Umsetzung der Veränderung oder Zyklus erneut durchlaufen)
-> Systematisches Vorgehen zur kontinuierlichen Verbesserung
Qualität ohne zusätzliche Kosten möglich

8

Total Quality Management

TOTAL:
• Prozessorientierung
• Kundenorientierung
• Mitarbeiterorientierung
• Gesellschaftsorientierung
QUALITY:
• Unternehmensqualität
• Arbeitsqualität
• Produktqualität
• Prozessqualität
MANAGEMENT:
• Sinnorientiertes Handeln
• Team- und Lernfähigkeit
• Beharrlichkeit

9

Historie des QM

• Anfang des 20. Jh.: reine Produktqualität; Qualitätskontrolle umfasst nur Endprüfung mit Aussortierung mangelhafter Teile
• 30er: regulierende Methoden; Qualitätssicherung der Produktion zugeordnet
• Nach WW2: systematisch-theoretischer Bezug; fertigungsprozessorientierte Qualitätssicherung
• 50er: Kostenbetrachtung mangelnder Qualität; Unterteilung in vermeidbare/unvermeidbare Kosten; Total Quality Control (TQC)
• 60er: Ausweitung auf alle Unternehmensbereiche; präventive Methoden (FMEA, Design Reviews); Prozessqualität; interdisziplinärer Ansatz
• 90er: Kundenbedürfnisse im Fokus; Prozessdenken; Qualität als strategischer Wettbewerbsfaktor

10

Qualitätsbegriff nach Buschmann

Einteilung in
• Technisch Aspekte: möglichst vollkommene Erfüllung des gesetzten Gebrauchszwecks
• Geschmackliche Aspekte: Erfüllung ästhetischer Anforderungen, die an das Produkt gestellt werden

11

SMART-Kriterien

Spezifisch
Messbar
Anspruchsvoll
Realistisch
Terminiert