7. VL - Populaionsökologie Flashcards

1
Q

Wie ist das Individuum nach Heckel definiert?

A

Ein Individuum ist die Entfaltung eines Organismus nach der Befruchtung bis zur Produktion von Keimzellen, d.h.
„von Zygote zu Zygote”

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2
Q

Welches Problem tritt bei der Definition des Individuums nach Heckel auf?

A

Modulare

Organismen: bestehen aus Untereinheiten, welche als Individuen aufgefasst werden können

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3
Q

Genet-Ramet-Konzept von Harper

A

Genet
Eine Zygote mit allen von ihr abstammenden Zelllinien bis zur Bildung einer neuen Zygote (–> Einzel-Individuen)

Ramet
Eine von mehreren homologen Strukturen (–> Untereinheiten),
die gemeinsam einen Teil oder die Gesamtheit einer größeren Einheit bilden.
–> Ramets können verbunden sein
–> verbundene Ramets werden auch als Modul bezeichnet

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4
Q

Was ist ein Ramet und ein Genet?

A

Bsp Erdbeerpflanze

Genet:
in der Botanik ein Kollektiv von Pflanzen, die unter der Erde beispielsweise über ein Rhizom verbunden sind oder waren

Als Ramet bezeichnet man ein „Klongeschwister“, also die kleinste lebensfähige Einheit eines Genets

die beiden Begriffe sind im Kontext zu betrachten

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5
Q

Welche Formen von Modularen Organismen gibt es?

A

Zooid (Einzeltier = Ramet)

Wurzelrhizome (Sproßachsen)

Stolone (Seitensprosse)

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6
Q

Wodurch entstehen Subpopulationen?

A

aufgrund räumlicher Heterogenität

insbesondere Klima und geographische Barrieren

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7
Q

Was wird durch die Dispersionsmuster einer Population Reflektiert und welche Skalen gibt es?

A

Dispersionsmuster reflektieren Habitatansprüche

Globale/kontinentale Skala: Makroklima (T, Niederschlag)

Regionale/lokale Skala: Geographie, Topographie (Schluchten, Flussläufe)

Standörtliche Skala: Mikroklima
(Totholz, Nadelbaum, Schatten)

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8
Q

Welche Muster der räumlichen Verteilung einer Population gibt es und worauf sind die zurückzuführen?

A

zufällig –> Verteilung unabhängig

regelmäßig –> negative Interaktion

aggregativ –> günstige und ungünstige Habitate

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9
Q

Bsp für die Verteilungsmuster

A

zufällig: Jährlicher Diasporenniederschlag von Tulpenbäumen
• zufällige Dispersion aufgrund von Windverbreitung

regelmäßig: Dispersion halophytischer Sträucher
• starke Konkurrenz um Wasser
• Wurzelsystem der Pflanzen bestimmt uniformen Abstand

aggregativ: Euclea divinorum (Savanne, Südafrika)
• assoziiert mit Schirmakazien (Acacia tortilis)
• Sträucher geklumpt unter dem Dach der Akazien
• Akazien ihrerseits regelmäßig verteilt

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10
Q

Welche diskreten Populationsmodelle gibt es?

A

univoltin
Einjährige Arten mit einer Reproduktionsperiode
(Exponentielles Wachstum: Populationsgröße in Abhängigkeit von der Reproduktionsrate)

iteropar
Mehrjährige Arten, d.h. mehrere Reproduktionsperioden
(Alterspyramide: Momentaufnahme der Altersstruktur einer Population)

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11
Q

Wodurch wird die Kapazität einer Population begrenzt?

A

Begrenzte Umwelt bewirkt eine Kapazitätsgrenze (K)

  • Prädation
  • Nährstoffvorkommen
  • Konkurrenz
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12
Q

Bsp. für exponentielles Wachstum einer Art

A

Populationswachstum des Rens (Rangifer tarandus) nach

Einführung auf einer der Pribilof-Inseln (Alaska) im Jahr 1910

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13
Q

Welche zwei Habitattypen gibt es?

A
  1. stark veränderliche, z.T. kurzzeitige Lebensräume
    mit großer Dynamik und Variabilität der Umweltfaktoren
  2. relativ stabile, auf lange Zeit existierende Lebensräume mit großer Konstanz und Gleichmäßigkeit der Umwelt
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14
Q

Worin unterscheiden sich r-K-Strategen?

A

− Körpergröße
− Fekundität
− Lebensdauer

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15
Q

wodurch zeichnen sich r-Strategen aus?

A
  • kurzlebig
  • geringe Körpergröße
  • hohe Reproduktionsrate
  • schnelle Individualentwicklung
  • große Nachkommenzahl
  • keine Brutpflege
  • schnelle Reaktion auf Störung
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16
Q

wodurch zeichnen sich K-Strategen aus?

A
  • stabile Populationen
  • langlebig
  • hohe Körpermassen
  • niedrige Reproduktionsrate
  • langsame Individualentwicklung
  • wenig Nachkommen
  • intensive Brutpflege
  • Lebensraumspezielisten
17
Q

Worauf beziehen sich kontinuierliche Populationsmodelle?

A

die per capita Zuwachsrate r, d.h. die momentane Wachstumsrate der Population, unter den gegebenen Umweltbedingungen

18
Q

Lebenstafel

A

eine Übersicht über die altersspezifischen Sterberaten, einschließlich einer Berechnung der Lebenserwartung (meist in Jahren) der Individuen der einzelnen Altersklassen einer Population

Die Aufstellung einer Lebenstafel beginnt mit einer Kohorte, d.h. einer Gruppe von Individuen, die im selben Zeitraum geboren wurden

19
Q

Welche Überlebenskurven hat die Singammer?

A

anfangs hohe juvenile Sterberate: Typ III

danach linear: Typ II

20
Q

Was sind die Merkmale intraspezifischer Konkurrenz?

A

• wirkt relativ gleichförmig auf alle Individuen
• Konkurrenz besteht um Ressourcen
- direkt - über den Zugang
- indirekt - über deren Ausbeutung

Individuen bleiben kleiner

  • -> gleiche Gesamtbiomasse bei mehr Individuen
  • -> geringere Reproduktion
  • -> verzögertes Wachstum
21
Q

Allee-Effekt

A

negativer Effekt geringer Individuenzahl auf die Reproduktion

Bsp.: Kleine Populationen des amerikanischen Ginsengs (Panax quinquefolius) werden seltener von Bestäubern aufgesucht als große Populationen
–> weniger Blüten = weniger attraktiv –> geringere Fruchtzahl pro Pflanze

22
Q

Was passiert bei hohen Individuendichten in einer Population?
Was sind die partiellen Lösungen?

A
  • hormonell gesteuerte verminderte Reproduktion
  • vermindertes Wachstum
  • erhöhte innerartliche Aggression (Pheromone)

⇒ Auswandern (nur vorübergehende Regulation der Dichte)
⇒ Sozialverhalten (Dominanz bei Ressoucenerwerb und Paarung)
⇒ Revierbildung (definierter Aktionsraum)