Was kennzeichnet Einstellungen?
Einstellungen wichtig, da sie die Art und Weise beeinflussen, wie wir die Welt wahrnehmen und uns Verhalten
Komponenten können unabhängig voneinander sein
Welche Formen von Einstellungen gibt es?
Was besagt das Mehrkomponentenmodell?
Annahme, dass sich Einstellungen als Gesamtbewertungen eines Einstellungsobjektes aus kognitiven, affektiven und verhaltensbezogenen Informationen ergeben
-> Entwicklung eines kognitiven Schemas ermöglicht uns, Details über Objekt zu vergessen bzw. diese nicht immer wieder neu prüfen zu müssen
Was sind Kognitionen?
Gedanken, Überzeugungen, Merkmale, die mit Einstellungsobjekt verbunden sind (z.B. bestimmter Politiker ist intelligent und macht den Job gut)
Was sind Affektive Informationen ?
Gefühle, Emotionen, die mit Einstellungsobjekt verbunden sind (z.B. bestimmter Politiker wird gemocht)
Was sind verhaltensbezogene Informationen?
frühere (gegenwärtige und antizipierte) Verhaltensweisen, die mit Einstellungsobjekt verbunden sind (z.B. Wahl der Partei, der der bestimmte Politiker angehört)
Operantes Konditionieren
Freiwillig gezeigte Verhaltensweisen, die mit positiven Konsequenzen oder dem Vermeiden negativer Konsequenzen verbunden sind, werden verstärkt
Modelllernen
o Verhalten (= Einstellungen) können allein aufgrund von Beobachtungen gelernt werden (Bandura, 1997) vor allem, wenn das beobachtete Modell oder die eigene Verhaltensänderung verstärkt werden
o Modell Eltern, Lehrer, Gleichaltrige, Medien etc.
Mere exposure effect (Zajonc)
o Karten mit unbekannten chinesischen Symbolen werden mit positiverer Bedeutung besetzt, wenn sie häufiger in einem Kartenstapel vorkommen
o Effekt tritt auch auf, wenn sich Personen nicht an die wiederholte Darbietung erinnern können (vergessen, subliminal dargeboten)
o Nutzung bei Alzheimerpatienten zur Bildung neuer Einstellungen
o auch Nachdenken über Einstellungsobjekt führt zu positiverer Beurteilung mere thought , Sadler & Tesser ,
o zusätzliches Bsp: Durch wiederholtes Erleben (Seminarraum) ergibt sich Vertrautheit und resultiert in positiverer Einstellung dazu
Untersuchung von Moreland und Beach (1992)
o Einschätzung von Fotos der Frauen durch die anwesenden Studenten am Semesterende je häufiger die Frau anwesend war, desto attraktiver wurde sie eingeschätzt
Welche Strukturen von Einstellungen gibt es?
Eindimensionale Sichtweise:
- pos./neg. entlang Kontinuum abgespeichert
Zweidimensionale Sichtweise:
- pos./ neg. getrennt abgespeichert
- Einstellungsambivalenz zulässig
Von der Effizienzerwartung zur Selbstwirksamkeits-Theorie: Erkläre diesen Prozess
Bandura (1986; 1997): Erweiterung des Begriffs „Effizienzerwartung“ zu einem elaborierten Konzept der „Selbstwirksamkeit“
Welche 6 Funktionen haben Einstellungen?
Einschätzungsfunktion
Einschätzungsfunktion:
Ich - Verteidigungsfunktion
Schutz des Selbstwertgefühls
Soziale Anpassungsfunktion
Identifikation mit sympathischen anderen
Wertausdrucksfunktion
Ausdruck von Wertvorstellungen
Utilitaristische Funktion
Mittel, um Belohnungen zu maximieren und Kosten zu minimieren *
Beispiel: Utilitaristische Einstellungen helfen dabei, positive Ergebnisse zu erreichen und negative zu vermeiden (dagegen betreffen Wertausdruckseinstellungen Fragen zum Selbstbild und zu persönlichen Werten); Kaufen einer Klimanlage, weils dann so schön kühl im Zimmer ist.
Selbstüberwachung
Ein Persönlichkeitsmerkmal; es beschreibt individuelle Unterschiede im Hinblick darauf, wie sehr das Verhalten von Menschen über soziale Situationen hinweg variiert (starke Selbstüberwacher) versus wie sehr es konsistent ist (schwache Selbstüberwacher).
Beispiel:
- starke & schwache Selbstüberwacher
Stärken und Schwächen der Einstellungsmessung impliziter Einstellungen
Stärken (indirekter/spontaner) reaktionszeitbasierter Maße
Schwächen
* Geringe interne und Konstruktvalidität beim IAT, d.h. unklar, welche mentalen Prozesse IAT Effekte herbeiführen
eher auf geringe Reliabilität hinweist (akzeptable Werte für interne Konsistenz und Retest Reliabilität)
Stärken und Schwächen der Einstellungsmessung expliziter Einstellungen
Stärken
Schwächen
* Einstellung zum Einstellungsobjekt muss zugänglich/bewusst sein
* Art und Weise der Itempräsentation/-formulierung beeinflusst Ergebnis
* Ambivalente Einstellungen können mit eindimensionalen Skalen nur schwer abgebildet werden
* Gegensatzpaare des semantischen Differenzials können subjektiv unterschiedliche Bedeutungen hervorrufen
* Sozial erwünschtes Antwortverhalten (insbesondere bei sensiblen Themen, z.B. Rassenstereotypen) → Ergebnisverzerrung
* Eher geringer Zusammenhang mit impliziter Einstellung
Persuasion
Durch Anreize induzierte Verhaltensänderungen