Was ist Wissenschaft? Dt. PoWi Schulen Flashcards

1
Q
  1. Welche wissenschaftstheoretischen Grundpositionen lassen sich unterscheiden? Welche ist nomothetisch, welche idiographisch?
A

● Grobe Unterscheidung: Positivismus (nomothetisch) und Konstruktivismus (idiographisch)
● Nomothetisch: Ziel sind allgemeingültige Aussagen, Methoden oft quantitativ
● Idiographisch: umfassende Analyse konkreter Phänomene

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2
Q
  1. Was sind die Kernüberzeugungen des Positivismus?
A

● Eine Wirklichkeit mit Regelmäßigkeiten
● Diese unabhängig vom Beobachter und lassen sich erkennen
● Aussagen darüber lassen sich testen bzw. falsifizieren
● Trennung von Werten und Fakten möglich
● Erkenntnisziele: nomothetisch, generalisierend, allgemein
● Wissen: Eindeutig und kumulativ

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3
Q
  1. Diskutieren Sie mögliche Zweifel am Positivismus.
A

● Keine soziale Konstruktion? (Positivismus)

● Welche Rolle spielen wir Menschen bei Entstehung von Regelmäßigkeiten?

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4
Q
  1. Wieso spielt der Kontext im Konstruktivismus eine so bedeutende Rolle?
A

● Persönliche Wahrnehmung der Wirklichkeit beeinflusst durch persönliche Umstände
● Erfahrungen, Erlebtes, soziales Umfeld, Bildung, Geschichte, Gesellschaft

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5
Q
  1. Charakterisieren Sie die zentralen Vorstellungen des Konstruktivismus.
A

● Nicht die eine Wirklichkeit, sondern verschiedene Wahrnehmungen
● Je nach Kontext unterschiedliche Wahrnehmung
● Absolute Wahrheit exisitiert nicht
● Reine Beobachtung nicht zielführend
● Kontextsensitivität in Forschung wichtig, dann intersubjektives Wissen möglich

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6
Q
  1. Erläutern Sie, wieso die drei wissenschaftstheoretischen Grundpositionender frühen deutschen Politikwissenschaft normativ-ontologisch, empirisch-analytisch und dialektisch-historisch heißen. Inwiefern können sie dem Positivismus bzw. Konstruktivismus zugeordnet werden?
A

● Normativ-ontologisch: werteorientiert, beschäftigt sich mit dem Sein und der Entwicklung
● Dialektisch-historisch: Geschichte ist geprägt durch Widersprüche und Konflikte
● Empirisch-analytisch: Erkenntnisgewinn durch systematische Auswertung der Empirie

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7
Q
  1. Diskutieren Sie Prämissen, Erkenntnisgegenstand, -ziel und -interesse der normativ-ontologischen, der empirischanalytischen und der dialektisch-historischen Theorieschulen.
A

Normativ-ontologisch:
● objektive, ahistorische Wirklichkeit existiert,
kann erkannt werden. Einfache Beobachtung
genügt dafür nicht, verstehen ist wichtig
● Erkenntnisgegenstand: Sinn und Wesen von
Staat und Gesellschaft
● Ziel: Allgemeingültige, praktische Anweisungen
● Interesse: „Leben in gut geordneter
Gesellschaft“

Dialektisch-historisch:
● Historische Dimension, Dialektik, Werte in
Analysen miteinbeziehen
● Erkenntnisgegenstand: Gesellschaft
● Ziel: Historische Entwicklungsgesetze
● Interesse: auch „gutes Leben“

Empirisch-analytisch: Wirklichkeit durch
Beobachtungen erfassbar, aber nicht die eine
Wahrheit. Teilweise Regelmäßigkeiten in
politischen Vorgängen
● Erkenntnisgegenstand: Gesellschaftliche
Teilbereiche
● Ziel: Beschreibung, Erklärung und Prognose
von politischen Vorgängen
● Interesse: politische Phänomene erklären

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8
Q
  1. Diskutieren Sie den Wertebezug der drei Theorieschulen.
A

Normativ ontologisch:
-Wissenschaft ohne Werte nicht möglich

Dialektisch-historisch:
-Werte als Ausdruck von historischen/materielle Intersse die im Wiederspruch zur Realität stehen

Empirisch-analytisch:

  • Werte sind nicht Wahrheitsfähig
  • Werte als Gegenstand und nicht als Ergebnis
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9
Q
  1. Wie kommt man laut Popper in den Sozialwissenschaften zu wissenschaftlichen Erkenntnissen?
A

● Prozess der Falsifizierung
● Wenn Theorie falsifiziert wird: Überarbeitung
● Wenn keine Falsifizierung: Vorläufige
Theorieannahme, keine Verifizierung
● Subjektive Einflüsse einzelner Wissenschaftler
werden so ausgeglichen

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10
Q
  1. Was ist der Unterschied zwischen einer deterministischen und einer probabilistischen Theorie?
A

● Deterministische Theorie: Ereignisse sind vorbestimmt

● Probabilistische Theorie: arbeitet mit Zusammenhängen, die wahrscheinlich sind

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